Problem: Actias dubernardi Raupen L5

    Guten Abend liebe Forengemeinde,

    vor einiger Zeit erwarb ich 25 A. dubernardi Eier von Heiner, die von denen sich auch 22 zu L5 entwickeln konnten. (Hier sei nochmal dem guten Zuchtmaterial gedankt).

    Seit ca. 2 Tagen bekam ich aber das Problem, dass drei Raupen, die etwas kleiner als die anderen geraten sind, zu schwächeln begannen und das Fressen einstellten.
    Sie verfärbten sich auch etwas gelblich, und scheinen sich aber sonst nicht mehr für ihre Umgebung zu "Interressieren".

    Verpuppungsbereit scheinen sie mir allerdings nicht, weil sie keinen Schleimkot abgegeben haben (jedenfalls konnte ich das nicht beobachten) und außerdem, auch im Moos nicht mit dem Einspinnen begonnen haben.

    Eine Raupe ist auch schon so weit, dass sie sich nicht mehr richtig am Pinus mugo zweig halten kann und meist auf das Bodensubstrat (besagtes Moos) fällt.

    Meine Fragen sind nun, ob das schon des öfteren beobachtet werden konnte, oder vielleicht auch ein konkreter Grund festgestellt werden kann.

    Ich freue mich natürlich stets auf Antworten. Nette Grüße, Mario.

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    Hallo Mario,
    einen genauen Grund hierfür kann ich dir auch nicht sagen, :nixweiss:
    aber das gleiche Problem kommt bei meinen A.dubernardi - Zuchten auch vor.
    Ich separiere die Nachzügler (wenige) schon ab L3,letztendlich schafft
    es keiner,einer bis zur Puppe.

    ...schönes Wochenende....Grüße....Heiner

    Wer mit Tieren und Pflanzen in der richtigen Weise umzugehen weiß,
    erschließt für sich Quellen unversiegbaren Reichtums. ( Max Metzger )

    @ Heiner:
    Das Klingt interressant. Nachzügler habe ich auch. Eine ist immernoch im L4 und wächst ziemlich langsam. Fressen tut sie und nimmt auch täglich zu.

    @ Mondspinner:
    Anscheinend trifft uns hier das selbe Problem. Ich bin gespannt ob uns beiden hier vielleicht geholfen werden kann. Die Grüden für dieses schwächeln und am Ende womöglich absterben würde ich gerne wissen...

    Nico: Das ist nett gemeint und wahrscheinlich auch interressant, da wir das selbe Problem haben, aber der Beitrag ist irrelevant für diesen Bereich. Vielleicht schreibst du konkreter zu deinem thema anstatt nur mit der Zaunlatte gegen den schirm zu donnern? :winking_face:

    I´m sorry tondo, but that´snot my problem. 3 of 22 caterpillars (already in L5) changed theyre colour, getting darker and much browner. But, they don´t pupate and stop feeding.
    In your case, I would seperate the yunger caterpillars from the older ones.

    (sorry for my bad english)

    Friendly regards, Mario

    Ich bin der Meinung, dass das ein natürlicher defekt ist. Es gibt immer einige, die nicht fressen wollen. Oft zeigt sich das erst in den letzten beiden Stadien. Und wenn die Ausfallrate so gering ist, dann kann ich das verkraften.

    yes, I think that it is natural that not the 100% of the caterpillar gow well. but if on 22, only 3 are so, it is a good result, I think.

    Excuse me but I have understood that your caterpillar stop to eat only and they were slow to eat.

    now I have separeted my caterpillar. in a cage all of them in L5 and in another cage all L4.


    Best regards, Fabio.

    Ich bedanke mich nochmals bei allen Beteiligten für ihre Antworten!

    Die drei Raupen sind nun eingegangen - wie zu erwarten. Was mich stört ist, dass das Phänomän anscheinend fortfährt. Eine weitere konnte ich heute tot am Boden der Box aufklauben und "entsorgen". Es wäre interressant zu erfahren, ob man diesen "Defekt" auf welche weise auch immer aufs minimum vermindern kann.

    Übrigens hätte ich eine Frage zu Verpuppungsvorbereitungen bei Actias dubernardi. Mein Problem: die Verpuppung der größten Raupen steht kurz bevor, leider muss ich unvermeidbar für 5 Tage die Tiere alleine lassen. Gibt es hier Vorbereitungen und Vorsichtsmaßnahmen zu treffen? Wenn ja, welche?

    Meine Überlegung wäre, den Bestand wirklich großzügig auf Boxen zu verzeilen, um das sich gegenseitige Stören zu vermeiden.

    Schöne Grüße, Mario.

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    Hallo Mario,

    ich gebe meine Zweige mit Pinus sylvestris in eine (Limo-)Flasche und stelle sie dann in eine Plastikbox so, dass keine Zweige über die Box hinausragen. Dann fallen alle verpuppungsreifen Raupen in die Box und nicht daneben. Da sie nicht mehr gut klettern können, entkommen sie nicht mehr und bleiben in der Box gefangen. In die Box gebe ich Tüll/Mückenfenster. In diesem Material verpuppen sich meine Tiere bevorzugt und man kann die Kokons, wenn sie fest sind, leicht aus dem Stoff lösen. Bisher habe ich keinerlei Störungen untereinander bei der Kokonherstellung beobachtet. - Und die anderen Tiere können an den Zweigen munter weiterfressen.

    Zu dem Raupenproblem. Vielleicht sind die Haltungsbedingungen mit Schuld an der Sache/Verfärbung? Ich halte meine Tiere ab L2 an frischen Zweigen in Limoflaschen bei nahezu völliger Trockenheit(selten sprühe ich die Zweige an, dann trinken die Raupen, die Tropfen trocknen schnell ab) frei im Raum und eher kühlen Temperaturen. Schlecht ist stehende Luft, geschlossenen Plastikboxen, zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu hohe Temperaturen. Gegen schlechte Haltungsbedingungen spricht allerdings die geringe Ausfallquote. Andere Ursachen: Vergiftung, Parasiten oder Verletzung.
    Nachzügler hatte ich gerade eine Raupe von insgesamt 19 dubernardis, hat sich aber dann doch problemlos versponnen, ist nur geringfügig kleiner als die anderen.
    Wenn sich noch mehr Raupen mir den gleichen Symptomen verabschieden, musst Du mit einer Infektion rechnen, dann hilft nur strengste Hygiene mit Separation und Desinfektion der Behälter.

    Gruß
    Arnd

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