Warum werden bestimmte Sträucher der Pflanzenfamilie PRUNUS giftig

  • Hallo wer kann mir weiter helfen !
    Warum werden die Sträucher der Pflanzenfamilie "Prunus" giftig für die Raupen ?
    Die denke da vor alllem an die Traubenkirsche (Prunus papus) und an de
    Lorbeerkirsche (Prunus lauracerasus).
    Was mich als Nachtfalter-Züchter vor allem interessiert,von wann bis wann sind die Sträucher giftig für die Raupen.
    Vielen Dank schon jetzt an den der mir helfen kann.
    Gruß Reinhold

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  • Hallo Zusammen,


    ich habe die gleichen Erfahrungen wie Reinhold gemacht. Bei Lorbeerkirsche hängt es laut Franz Ziereis wenn ich mich recht erinnere mit der Blüte und Fruchtausbildung zusammen. Bei p. padus bin ich persönlich der meinung, dass es hier zum einen mit Fruchtausbildung, aber in stärkerem Maße mit dem Blattlausbefall zusammen hängt.


    Jetzt wird der eine oder andere einwenden, dass er von diesen Bäumen kein Futter nimmt. Das tue ich auch nicht. Aber es ist erwiesen, dass Bäume über Duftstoffe iund über den Boden (Wurzeln) kommunizieren und somit die Siganle für das Giftig werden zu einem bestimmten Zeitpunkt, dem des größten Blattlausbefall, untereinander "austauschen". ?( ?( ?(


    Hoofe ich konnte helfen.


    Gruss, ERIC (Papilion65) :)

  • Hallo Eric,
    ganz zufrieden bin ich mit Deiner Antwort noch nicht ! Mich interessiert noch immer von wann bis wann die Sträucher giftig sind für die Raupenzucht! Ich weiß schon, daß Lorbeerkirsche "Blausäure" entwickelt.
    Ich züchte vor allem Saturniidaen damit um auf die Frage von Rudi einzugehen.
    Gruß Reinhold

  • Hallo Reinhold,
    meiner Erfahrung nach bilden die oben genannten Pflanzen in bestimmten Zeiten einen hohen Anteil an Blausäure. Dies wurde mir von einem Botaniker vor vielen Jahren telefonisch mitgeteilt.
    Bei Prunus padus ist dies bei der Bildung von Füchten (also ab Anfang Juni) der Fall. Es liegt aber auch in der Natur dieser Pflanze, dass sie, um den starken Raupenbefall der Gespinstmotte zu verhindern, Giftstoffe in den Blättern einlagert. Nur sind diese Raupen bereits immun gegen das Gift und befressen die Pflanzen sehr stark.
    Bei Lorbeerkirsche ist die Pflanze das ganze Jahr über giftig, im Herbst aber (ca. September), zieht die Pflanze diese Stoffe zurück, um die Winterruhe besser zu überstehen. Ich benutze diese Pflanze ab dem Laubaustrieb nicht mehr, denn viele Zuchten sind mir deshalb eingegangen.
    Zu dieser Problematik noch was. Im Fernsehen habe ich einige Sendungen gesehen, die mitteilten, dass jede Pflanze, wenn sie Bedrohungen durch Raupen-oder Läusegefahr ausgesetzt ist, Giftstoffe bildet. Dies geschieht auch bei übermässigem Zuschneiden der Pflanze. Dadurch wird auch die "alte" Aussage in Zuchtbüchern, man solle die Blätter immer von derselben Pflanze entnehmen (Friedrich ect.), in Frage gestellt.


    Meine Erfahrungen (23 Jahre Saturniidenzucht) sind diese:
    im Spätsommer und Herbst lieber öfters die Pflanzen wechseln, d.h. andere Bäume und Sträucher beschneiden. Die Ausfälle sind dann meist geringer.
    Traubenkirsche ist nach neuesten Versuchen ab Mitte August wieder verwendbar.
    Eiche sollte ab Anfang August gut gewaschen werden, um den schwarzen Dreck, der durch den Läusekot entsteht zu entfernen.
    Viele Grüsse
    Franz

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