Hallo Kollegen,
    der Winter scheint vorüber, noch sind die Weidenkätzchen bei uns nicht aufgebrochen, es gibt noch keine Blütenpflanzen.
    Die "Kleinen Füchse" fliegen, am Fenster sind abends die ersten Nachtfalter zu sehen.
    Am Donnerstag werden Temperaturen von 20°C erwartet, nachts Temperaturen um 10 °C.
    Das sollten ideale Bedingungen zum Ködern sein!
    Werd´ doch mal meine "Marmelade" rausholen und sehen, ob und was alles so bei uns fliegt.
    Gibt es eigentlich Bäume, die sich besonders zum Ködern eignen?
    Bilde mir ein, Nadelbäume sind schlecht zum Köderstreichen geeignet und werden schlecht angeflogen?
    Und vor allem: Was habt ihr heuer am Köder?
    Freue mich auf Eure Bilder!
    Wäre toll, wenn Ihr dazu eine Beschreibung geben könntet, welches ungefähre Lage, Biotop, Köderstelle/Baum, Uhrzeit, Köder, usw.!

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    Hallo,

    wollte dieses Wochenende auch ködern. Ich werde wie gewohnt, meinen Rotwein-Sprühköder einsetzen. Hierzu nehme ich 2 Teile Rotwein und ein Teil Zucker, erwärme die Mischung, bis der Zucker sich gelöst hat und fülle dies in ein Drucksprühgerät (Baumarkt, Gartenabteilung). Mit dem Sprühgerät sprühe ich alle möglichen Baumstämme, Zweige, vertrocknete Vegetation des letzten Jahres an. Ich bevorzuge, je nach gesuchten Arten, Laubmischwälder Alleen oder Waldränder. In Kiefernwäldern mit Heidekraut hatte ich auch schon gute Erfolge. Die optimale Sprühhöhe am Baumstamm sind nach meiner Erfahrung 1 - 2 m über Boden. Wenn man an der windabgewandten Seite des Baumstamm sprüht, bleiben die Falter auch lange (ca. 2 Stunden) sitzen.

    Durch diese Methode ist der Köder schnell produziert und ausgebracht.

    Gruß


    Ernst

    Hallo Kollegen,

    am Samstag habe ich das erste Mal in diesem Jahr geködert. Ort war ein feuchter Laubmischwald mit angrenzendem Erlenbruch bei Coswig/Anhalt (Sachsen-Anhalt, Lkrs. Wittenberg). 500 ml Rotwein-Zuckergemisch wurde auf insgesamt 20 Baumstämme gesprüht und um 20:30 Uhr bei 11°C kontrolliert.


    An den Stellen saugten:

    Orthosia munda 7

    O. croda 1

    Conistra vaccini 2

    Eupsilia transversa

    Scoliopteryx libatrix 1

    Am Rückweg kam ich noch an einem blühenden Weidenbusch vorbei. Nachdem ich ihn schüttelte, fielen einige Eulenfalter auf die Straße. Es waren:

    Orthosia gothica 1

    O. cerasi 5

    O. incerta 1


    Die Anzahl war zwar nicht hoch, aber wir sehen: andere Methode, andere Arten.


    Grüße Ernst

    Der Köder brachte mir dieses Jahr ein wenig mehr Erfolg als der Lichtfang. Ich hatte ein einfaches Gemisch aus 50% Rotwein und 50% Fruchttee wo ich nachher soviel wie möglich Zucker rein schüttete. Ausgebracht wurde der Köder mit einer alten Sprühflasche für Fensterreiniger.

    Hier zwei Bilder:

    Hallo Köder - Freunde,

    beim Ködern nehme ich nur noch Köderschnüre, starker Hanf-Bindfaden, 5 bis 8 m lang, alle 50 cm mit eingeknotetem Stoffstreifen 3 x 20 cm, getränkt mit Rotwein - Zuckermischung, zwischen Ästen in Kopfhöhe aufgehängt, Transport im großen Schraubglas, Ködermischung muss nur hin und wieder nachgefüllt werden. ansonsten bleiben die Köderschnüre immer im Glas und gären noch nach.

    Die Methode finde ich viel praktischer und einfacher in der Handhabung. Die Falter sitzen ruhig an den Stoffstreifen und lassen sich leicht anschauen bzw. in untergehaltenes Sammelglas schuppsen. An guten Abenden 200 bis 300 Eulen an 4 Schnüren mit zusammen 40 Stoffstreifen. Selbst Kiefernschwärmer und mittlerer Weinschwärmer fliegen regelmäßig an.

    Was haltet Ihr davon.

    Viele Grüße

    Wolfgang

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