Auf was ist bei der Zucht von Smerinthus occelata zu achten?

    Hi,
    muss ich bei der Zucht von Smerinthus occelata auf irgendwas besonders Acht geben? Heute sind meine Eier gekommen und ich züchte zum ersten Mal. Momentan hab ich in einen Plastikkasten von IKEA (10x30x10 cm) ein Zewatuch ausgelegt und da drauf die Eier eingebettet.
    Daneben habe ich 3 frische Blätter von einem Weidenast gelegt. Den Kasten habe ich verschlossen, in dem ich ein Stofftuch mit einem Gummi darüber gespannt habe.
    Klingt das alles vernüftig oder habe ich etwas Entscheidendes vergessen?

    Danke für eure Mithilfe :smiling_face:

    Euer zapfenkarle

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    Auch wenn ichs nie glauben wollte: Zewa im Kasten bringt nix, sondern erleichtert eher noch dem Schimmel das Wachstum. Ich halte Eier aller Arten immer in Plastik-Petrischalen, ohne jegliche Einlagen. Der IKEA-Kasten tuts auch, ist aber möglicherweise etwas groß, denn falls die Raupen schlüpfen, machen sie sich auf den Weg und finden das Futter nicht so schnell, wie in einer kleineren (Plastik-)Dose. Alle 1 - 2 Tage ganz fein (!) ansprühen und vor allem nach Schlupf der Raupen dafür sorgen, dass feine Tröpfchen da sind, die die Raupen trinken können. Das Blatt kannst du dir sparen, da Weidenlaub sehr schnell vertrocknet.
    Bei guter Beobachtung erkennt man an den Eierschalen, wann die Entwicklung eingesetzt hat und dann geht es ganz schnell und man kann immernoch anfangen, Blätter reinzulegen. Wenn die geschlüpften Raupen nach dem ersten Drink ans Futter gehen, heißt es erstmal aufatmen.

    Hallo Dominik!

    Der Tip mit der Petrischale und leichtem Ansprühen der Eier ist genau richtig(die Box tut es aber auch). Den Behälter mit Zewa auszulegen bringt wirklich nichts. Die geschlüpften Raupen halten sich daran fest und man bekommt sie nur schwer aus dem Behälter. Sie können leicht verletzt werden. An der Plaste der Schalen oder Deiner Box kann man sie mit dem Pinsel leicht aufnehmen und auf das Futter setzen. Auf keinen Fall würde ich Futter in den Behälter mit den noch nicht geschlüpften Eiern geben. Wenn die Blätter verrotten entwickeln sich Gase und die noch nicht geschlüpften Eier können absterben. Außerdem ist dann Kot mit in der Box und alles schimmelt leicht. Ich habe diesen Fehler früher selbst oft gemacht und mich gewundert warum sich einige Eier verfärbt haben aber die Raupen darin dann gestorben sind. Andere erfahrene Züchter haben mir dann den Tip gegeben niemals Futter in einen Behälter zusammen mit noch nicht geschlüpften Eiern zu geben. Seit dem ich mich daran halte sind deratige Ausfälle kaum noch vorgekommen. Also am besten den frisch geschlüpften Raupen ein paar Stunden Zeit geben Wasser aufzunehmen (Behälter durch den Wassernebel einer Sprühflasche führen und aufpassen, dass sich keine großen Tropfen bilden in denen die Raupen ertrinken können!). Viele Arten fressen auch noch etwas von der Eischale - keine Ahnung ob das nun bei den Schwärmern auch so ist.
    Dann die Raupen in einem anderen Behälter, der anfangs nicht zu groß sein sollte, ans Futter setzen. Weide ist echt ungeeignet da sie sehr schnell vertrocknet. Besser ist Pappel oder Apfel. Schwärmerraupen sitzen anfangs gern an der Blattunterseite. Ich habe also kleine Ästchen in Blumensteckmasse gesteckt die mit Wasser getränkt ist. Die Steckmasse mit Alufolie umwickeln damit kein Wasser ausläuft und sich keine Tropfen bilden in denen die Raupen ertrinken. Das Futter hält so auch länger frisch.
    Smerinthus ocellata ist eigentlich leicht zu züchten. Ich würde die Eier und Raupen aber jetzt warm halten damit sie schnell wachsen denn ab Oktober könnte das Futter langsam knapp werden. Wenn Du sie aber warm hälst (in der Wohnung bei 20 - 25 Grad) dürften die Raupen aber ohne Probleme noch groß werden. Je wärmer es ist um so größer wird der Appetit der Raupen. Immer auf Sauberkeit und Schimmel achten. Die Behälter sollten gut belüftet sein.
    Vor dem Verpuppen verfärben sich die Raupen und laufen dann unruhig umher. Jetzt kann man sie am besten einzeln in Blumentöpfe( etwa 15 cm hoch) die mit Sägespänen, Torfmull (ungedüngt!!) oder Sand befüllt sind verfrachten. Ich nehme immer ein Gemisch aus ungedüngten Torf und Sägespänen. Man kann auch andere geeignete Behälter wie Eimer usw. nehmen. Die Schicht zum Verpuppen sollte etwa 10 cm hoch sein. Nicht zu viele Raupen in einen größeren Behälter geben, sie stören sich gegenseitig und es gibt Krüppelpuppen. Ich kenne auch Züchter die geben die Raupen einzeln in oben aufgeschittene 1 Liter Tetrapacks, die fast bis zum Rand mit Substrat gefüllt sind und dann oben mit Stoff und Gummi verschlossen werden. Eine preiswerte Lösung und für nicht allzu große Raupen wie ocellata durchaus geeignet.
    Nach zwei Wochen kann man dann die Puppen entnehmen und in den Puppenkasten legen. Wenn Du die Raupen jetzt warm hälst würde ich die Puppen nicht sofort ins Freie brigen damit der Temperaturunterschied nicht gleich so groß ist. Vielleicht erst im ungeheizten Raum, dann im Haus oder Keller ein paar Tage lagern und langsam an die Freilandtemperatur anpassen. Die Puppen vertragen Frost und brauchen den sicher auch zur Enwicklung. Mein Puppenkasten steht im Hof, geschützt unter einem Vordach. In der frostfreien Zeit die Puppen ab und zu mal ansprühen. Wenn alles gut geht schlüpfen die Falter dann nächstes Jahr, meist im Mai je nach Wetterlage und Temperatur.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Zucht.

    Viele Grüße Ralf

    also erstmal vielen vielen Dank an euch beide für diese ausführlichen antworten und steffen der mir zu diesem thema eine pn geschrieben hat :smiling_face: sowas hilft mir wirklich und ich kann die ganze sache ohne schlechtes bauchgefühl angehen.
    Jetzt muss ich aber trotzdem noch was fragen @ Ralf:

    1. Wie schließt du die Blumentöpfe ab? Sonst klettern die Raupen ja einfach raus und hauen ab :grinning_squinting_face:
    2. Was würde passieren wenn man die Raupen gar nicht erst in einen Blumentopf gibt, sondern einfach in dem Raupenkasten lässt (also ohne Erde, Sägespäne, Torfmull, etc..)?
    3. Ist dein Puppenkasten dann abgeschlossen oder offen? Weil ich würde gerne meine Abendpfauenaugen zur Kopula bringen und so fliegen sie ja einfach nur davon...
    4. Und liegen eure Eier einfach auf blankem Glas? Manfred Koch schreibt hier, dass er die Gefäse mit Holzwolle ausbettet.

    Danke für eure Mühe :smiling_face:

    mfg zapfenkarle

    Hi!
    Ich bin zwar nicht der Ralf, aber ich versuchs trotzdem:

    "1. Wie schließt du die Blumentöpfe ab? Sonst klettern die Raupen ja einfach raus und hauen ab"
    Jo, die hauen ab. Ich hab Pappkarton oben drauf gelegt und hinreichend beschwert (Stein drauf, Locher drauf, Konserve drauf, was Du grad findest...). Bei mir gabs dann kein Problem.

    "2. Was würde passieren wenn man die Raupen gar nicht erst in einen
    Blumentopf gibt, sondern einfach in dem Raupenkasten lässt (also ohne
    Erde, Sägespäne, Torfmull, etc..)?"
    Die ocellata sind die Begarbeiter unter unseren heimischen Schwärmern, die graben auch gern mal gute 20 cm tief und verpuppen sich dort. Achtung: Es soll vorkommen, dass sie den gebotenen "Berg" einmal durchpflügen und plötzlich wieder oben sind - beim 2. oder 3. Versuch klappts dann aber... Ich kann nicht sagen was passiert, wenn sie sich nicht eingraben können, aber ich denke Du solltest versuchen, den Raupen möglichst natürliche Verhältnisse zu bieten. Das ist zwar keine Antwort auf Deine Frage, aber im Zweifel die sicherste Möglichkeit.

    "3. Ist dein Puppenkasten dann abgeschlossen oder offen? Weil ich würde
    gerne meine Abendpfauenaugen zur Kopula bringen und so fliegen sie ja
    einfach nur davon..."
    Übern Winter muss der Kasten Schutz vor "Puppenräubern" bieten, also hinreichend dicht aber nicht luftdicht sein. Je nach Wetter kannst Du den Kasten ab April ins Haus bringen und am besten ohne viel zu ändern in den Flugkäfig stellen.

    "4. Und liegen eure Eier einfach auf blankem Glas? Manfred Koch schreibt hier, dass er die Gefäse mit Holzwolle ausbettet."
    Wenn Du dazu 5 Leute fragst bekommst Du 6 Antworten. Alle von mir gezogenen Arten lagen als Ei in einer luftdichten Platikdose ohne alles. Je nach Art schadet etwas Anfeuchten sicher nicht, aber schwimmen können sie bekanntlich auch nicht...

    Noch zwei Hinweise:
    A) Ich finde Terrarienhumus total klasse. Das Zeug ist im trockenen Zustand beliebig lang haltbar, hält Feuchtigkeit besser als alles was ich kenne und schimmelt nicht. Als "Eingrabematerial" ist es aus meiner Sicht sehr geeignet, da die guten Produkte ph-neutral und reine Naturprodukte sind (sagt der Hersteller). Bekommst für ein paar Euro beim Dehner oder im Internet...

    B) Nachdem ich mir (wie Du offenbar auch) Eier von S. ocellata hier in der Börse gekauft habe, habe ich bei der Futter-Suche im Großstadtgarten meiner Eltern 2 Eier und eine Raupe auf Apfel und ein Ei und 3 Raupen auf Korkenzieherweide gefunden (alles ocellata Eier/Raupen)... Die Korkenzieher-Weide ist zwar keine dankbare Futterpflanze (vertrocknet schnell) aber meine Raupen haben sie geliebt. Ich habe Apfel und K-Weide angeboten - den Apfel (also Blätter von Malus domestica) haben selbst die auf Apfel gefunden Raupen nach dem ersten Weidenbiss nicht mehr angeschaut...
    Nu denn,
    vielleicht hilfts Dir, aber Du kannst sicher sein, dass Du nach Deiner Zucht ganz eigene Erfahrungen gemacht haben wirst, und genau darum gehts doch -zumindest ein wenig- auch!
    Gruß
    Steffen

    Hallo Dominik!

    Steffen hat mir ja schon die ganze Arbeit des
    Antwortens abgenommen. Was er geschrieben hat passt alles. Du kannst die
    Töpfe sicher auch mit Stoff und Gummi verschließen. Auf geeignetes
    Substrat zum Verpuppen würde ich aber auch nicht verzichten. Jede Art
    reagiert anders. Ich hatte ein paar kleine Nachzügler von S. ligustri
    und M. tiliae. Da haben sich einzelne Raupen auch mal zwischen der
    Zellstoffeinlage einen Platz zur Verpuppung gesucht weil ich sie nicht
    gleich entdeckt und in die Töpfe umgesetzt habe. Ich habe dann die
    Präpuppen, also die nur noch wenig beweglichen Raupen, vorsichtig in
    einen separaten Behälter gelegt zwischen Zellstoff bzw. Leinwandstoff.
    Auch hier verlief die Verwandlung zur Puppe einwandfrei. Das muss aber
    nicht immer und bei jeder Art so sein. Bei Smerinthus ocellata habe ich
    nie auf Substrat verzichtet.
    Was die Behandlung der Eier angeht so
    denke ich dass so manches was im "Koch" steht nicht mehr zeitgemäß ist.
    Sicher ist es nicht falsch eine Einlage wie Zewa oder die genannte
    Holzwolle zu machen aber die geschlüpften Raupen lassen sich einfacher
    und problemloser von umsetzen wenn man auf alles verzichtet. Eine
    Einlage ist wirklich nicht nötig. Meine Eier liegen auch nur blank in
    der Petrischale.
    Den Puppenkasten habe ich mir so wie er bei Manfred
    Koch beschrieben ist gebaut. Bei OBI gibt es fertige Holzkisten ca. 40 x
    50 x 30cm mit aufliegenden Deckel und Scharnieren in der Holzabteilung.
    Ich habe nur in den Decken ein großes Fenster gesägt und mit Gaze
    verschlossen. Innen zwei kleine Leisten ein paar Zentimeter über dem
    Boden rannageln und aus schmalen Leisten (ca.5 cm breit) habe ich ein
    Innengestell mit 4 Fächern gebaut (siehe Koch). An den Boden des
    Gestells Gaze antackern und die Fächer mit Leinwandstoff auslegen. Auf
    dem Boden des Puppenkastens steht dann die Wasserschale (Fotoschale
    ö.ä.), das Gestell ruht auf den Leisten darüber mit den Puppen. Die
    Lösung ist nicht sehr teuer und für mich optimal. Wer gern bastelt kann
    das Ding natürlich auch selbst aus Brettern zusammenbauen. Ich denke
    jeder andere luftige Behälter wie ein Faunarium (gibts u.a. bei Zooprofi
    im Internet, auch super fur Raupenzucht geeignet) tut es mit der
    entsprechender Auslage für die Puppen auch. Aber glatte Plastewände
    müssen z.B. mit Stoff oder Gaze beklebt werden (z. B. Gaze mit
    Heißklebepistole ankleben) damit die Falter nach dem Schlupf daran
    leicht hochklettern können. Fast alle Arten hängen sich zum Aufpumpen
    der Flügel gern am Deckel fest. Dem sollte man Rechnung tragen sonst
    gibt es Krüppel!
    Die Falter kann man sobald sie geschlüft sind in den
    Flügkäfig setzen. Auch hier gibt es bei Zooprofi sog. Exo - Flexarien
    von Exo Terra zum Aufbauen, die sind super als Flugkäfig und zum paaren
    geeignet.
    Ich würde mal versuchen wilde Männchen anzulocken. Bei mir
    fliegen die Falter bis in unseren Garten und das ist mitten in der
    Stadt! Aber die Männchen kommen erst nach Mitternacht, also nach der
    Sommerzeit erst nach ein Uhr!
    Ich habe beobachtet, dass das Weibchen
    zunächst noch fliegt, sobald es aber anfängt zu locken bleibt es an
    seinem Platz sitzen. Wenn man sich also nicht die Nacht um die Ohren
    schlagen will kann man jetzt getrost den Käfig ein Stück öffnen damit
    das wilde Männchen das Weibchen anfliegen kann. Die Paarung dauert bis
    zum nächsten Abend, ist also immer zu sehen.
    Auch die Falter einer
    Zucht paaren sich meist problemlos untereinander. Ich finde aber den
    Versuch des Anfliegens besser. Man vermeidet Inzucht und hat
    gleichzeitig den Nachweis, dass die Falter auch zu Hause vorkommen.
    Allerdings lasse ich meine Männchen erst frei nachdem sich die Damen mit
    den angeflogenen Männern gepaart haben. Sonst kann es passieren dass am
    Ende doch die Männer aus der Zucht die Weibchen anfliegen. Als
    Anfluggestell nehme ich übrigens die faltbaren runden Explorarien von
    Exo Terra (siehe z.B. Zooprofi). Das Weibchen sitzt meist oben am Deckel
    und beginnt zu locken. An der Seite ist eine Öffnung mit Reißverschluß.
    Die mache ich dann auf und überlasse alles andere dem Schicksal. Ob
    Linden-, Liguster-, Weinschwärmer oder eben Abendpfauenauge - am Morgen
    war das Weibchen fast immer in Kopula. Die Explorarien eignen sich
    eigentlich für sehr viele Arten zum Anfliegen, sind aber nicht ganz
    billig.
    Ich hoffe ich konnte Dir noch etwas helfen.
    Viele Grüße
    Ralf

    Also: alle meine Räupchen sind erfolgreich geschlüpft :smiling_face: ich hab sie jetzt in ein etwas größeres Glas vorsichtig befördert und ein paar Apfelbaumblätter hineingelegt. Das ganze sieht momentan so aus:

    [Blockierte Grafik: http://s14.directupload.net/images/120912/p3omy6u4.jpg]


    Jetzt hab ich aber nochmal eine Frage wegen des Flexariums. Wenn du den Reisverschluss offen lässt, fliegt dann das Weibchen nicht weg? :grinning_squinting_face:

    mfg zapfenkarle

    Hallo!

    Man sollte den Reißverschluß erst öffnen wenn sich das Weibchen einen Platz gesucht hat (meist oben an der Gaze) und damit beginnt, die Männchen anzulocken. Dann fliegt das Weibchen nicht mehr weg. Würde ja auch keinen Sinn ergeben wenn sich die Weibchen ständig bewegten. Das Männchen folgt ja dem Geruch der Pheromone um das Weibchen anzufliegen. Wenn das Weibchen ständig fliegt und den Platz wechselt würden ja nur die Männchen aus der unmittelbaren Nähe mehr oder weniger zufällig das Weibchen finden. Selbst bei den sonst so flugtüchtigen und enorm scheuen Ordensbändern ist das so. Das habe ich dieses Jahr zum ersten Mal bein Blauen Ordensband beobachten können und sogar eine Paarung erreicht.
    Du solltest aber nicht schon in der Dämmerung oder vor Einbruch der Dunkelheit das Flexaruim oder Explorarium öffnen (übrigens reicht eine kleine Öffnung völlig aus!) da die Weibchen vorher schon mal umherfliegen können. Mir ist es schon beim Ligusterschwärmer passiert dass ich keine Paarung am nächsten Morgen vorfand sondern einen leeren Käfig weil ich den Käfig bereits vor der Dämmerung aufgemacht habe. Da war ich zu faul in der Nacht noch mal hinzugehen und da hat sich das Weibchen aus dem Staub gemacht. Soll vorkommen. Also lieber spät am Abend nochmal nachsehen und sobald das Weibchen zu "Locken" beginnt kann man den Käfig getrost ein Stück öffnen. Die Männchen von Smerinthus ocellata kommen eh erst ab ein Uhr. Man kann sich natürlich auch die halbe Nacht um die Ohren schlagen und warten bis die Männchen anfliegen und sie dann zum Weibchen sperren. Ist die sicherste Methode aber beim Abendpfauenauge dauert es eben die halbe Nacht. Beim Lindenschwärmer klappt das besser - die kommen schon in der Dämmerung. Ich habe aber mit dem runden Explorarium mit der seitlichen kleinen Öffnung die besten Ergebnisse erzielt ohne dass ich stundenlang auf die Männchen gewartet habe.

    Übrigens würde ich Dir empfehlen einen kleinen Zweig Apfel in eine kleine Flasche mit Wasser zu stellen - Öffnung der Flasche zund um den Ast mit Zellstoff dicht machen dass keine Raupe ins Wasser kann. Die Raupen sitzen nämlich gern wie in der Natur an der Unterseite der Blätter. Außerdem hält der Apfel sich länger frisch und Du brauchst die kleinen empfindlichen Raupen nicht ständig umsetzen. So wie es im Moment ist mit dem Verschluss aus Stoff werden die Blätter schnell welk. Das gewässerte Futter macht den jungen Raupen nichts. Kleiner Tipp noch: junge Apfeltriebe halten am längsten frisch. Es reicht dann sicher das Futter alle 4 - 5 Tage zu erneuern falls es nicht vorher welk ist. Dürfte aber bei gewässerten jungen Trieben nicht passieren. Da kannst Du auch ruhig ein größeres Glas oder eine große Plastebox nehmen. Die Raupen verlassen das Futter eigentlich nicht solange es frisch und weich ist.

    Viele Grüße
    Ralf

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