Wie schnell ist Evolution?

    Das mit den Windpocken hat aber auch nix mit Evolution zu tun. Wenn einmal gegen eine Krankheit Antikörper gebildet wurden, werden bei einem neuen Befall sofort Antikörper gebildet, da im Körper noch Gedächtniszellen vorhanden sind. Die Krankheit (hier z.B. Windpocken) kann sofort bekämpft werden und kommt gar nicht zum Ausbruch. Du fragst jetzt bestimmt, wie das mit Grippe ist, weil man die ja öfter im Leben bekommt. Die Viren mutieren so oft, dass man wahrscheinlich beim zweiten Mal eine andere Grippe bekommt wie beim ersten Mal. Wenn es aber genau die gleiche ist, ist man immun. Das Ganze hat aber überhaupt nichts mit Vererbung zu tun.

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    ob man die Reaktionen eines Organismus auf einen Virus und der damit verbundenen Immunität im weiteren Sinne als einen evolutionären Prozess beschreiben kann. Jedenfalls hat man durch die erworbene Immunität einen Selektionsvorteil. Denn man ist nicht gestorben, kann Kinder zeugen und "vererbt" so sein gutes Immunsystem.

    Unter Umständen kann ja sogar eine dazugelernte Fähigkeit Vorteile im Überlebenskampf bringen. Da denke ich jetzt an den Werkzeuggebrauch. Im Rückblick hat diese erworbene Fähigkeit sicherlich dazu beigetragen, dass sich der "Homo hastenichgesehen" verändert hat.

    Außerdem kann man doch nicht eine Veränderung eines Virus mit einer Immunreaktion vergleichen.
    Der Artensprung von Virus zum veränderten Virus liegt sehr nahe. Ein Artensprung durch eine Infektion gelingt doch nur im TV...Bsp. "Spiderman". :grinsen:


    Torsten

    Zitat

    wenn ein Mensch Windpocken hatte in der Kindheit, dann ist er nach der Genesung resistent gegen diese Krankheit


    Hat man früher gesagt, heute ist es nicht unüblich eine Kinderkrankheit ein zweites Mal,
    oder sie trotz (schwachsinniger Zwangs-) Impfung zu bekommen. Nach den "Schutzimpfungen" ist sogar
    meist ausgeprägter als ohne :winking_face:

    Wie poste ich falsch?
    Nachdem ich Google, das Wiki und die Suche
    erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen,
    in den falschen Unterforen, mit kreativen Titel und undeutlichem Text,
    unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann.

    das geht auch nicht.
    Bei Windpocken ist das Kind ja ca. 10 Tage krank.
    So weit kommt das noch, dass sich der Vater oder die Mutter in der Zeit einfach daneben legt und sich dafür nen gelben Schein holt.
    Das ist ein riesiger volkswirtschaftlicher Schaden...bei den "vielen" Kindern...

    Aber zum Glück ist die Windpocken-Impfung ja wieder "abgeschafft". Unser Kinderarzt hat letztens selber gesagt, es sei eine "ökonomische" Impfung :thumbs_down: .

    Torsten

    Hi Torsten,

    hab nen Bericht gefunden, da gehts um menschliche Evolution. Also eigentlich gehts um eine Krankheit, nämlich die Sichelzellenanämie. Die Träger dieser Krankheit sind resistent gegen Malaria, was in den Malariagebieten dazu führt, daß Träger der Sichelzellenanämie relativ häufig sind.
    Klar gesunde Menschen sterben an Malaria, die "Kranken" eben nicht. So wird die Sichelzellenanämie weitervererbt, da diese Menschen nen Vorteil gegenüber den Anderen haben.

    Sichelzellenanämie – Wikipedia

    Die Frage ist die, entwickelt sich hier ne menschliche Unterart? Bei den Tieren würde man wohl von einer Unterart reden, da im Blutbild ja ganz klare Unterschiede zur Nominatform sind.

    Grüße, Heiko

    Die Sichelzellenanämie ist ja nun mal ne Krankheit die zur Blutamut, Gelbsucht und einer hohen Sterblichkeitsrate führt. Ich glaube dadurch hat der Erkrankte erst mal keinen Selektionsvorsprung.
    Wenn ich mir aber jetzt vorstelle, dass diese Krankheit keine nennenswerten "Nebenwirkungen" hätte, dann ist diese "Moskitoresistenz" tatsächlich ein Vorteil.
    Stelle ich mir weiter vor, dass es nun zu "krankheitsbedingten" Veränderungen in der menschlichen Morphologie kommt (z.B. ein Größenwachstum), dann könnte ich mir schon denken, dass sich das -über Generationen hinweg- bemerkbar macht. Die dort lebenden Menschen werden größer. Es sei denn, eine Zunahme der Körpergröße hätte wiederum Nachteile.
    So schnell wird man dann wohl doch nicht zur anderen Art.

    Aber was ist zum Beispiel mit der Größenzunahme der Menschen in den letzten 100 Jahren? Liegt das nur an der Nahrung oder greifen da auch noch andere Mechanismen? :confused: 


    Torsten

    Also das mit der " Evolution " ist echt nichts für mich.
    Auch sehe ich den Begriff "Evolution" sehr oft falsch Verstanden.
    Darvin`s Finken haben aber auch rein gar nichts mit "Evolution" zu tun, sie haben sich nur den Umfeld entspechent Angepasst und sind alle samt Finken geblieben. Nicht einer hat Füße bekommen oder einen Rüssel u.s.w. sie sind und bleiben immer Finken.
    Es gibt halt tolle Spezialisierungen aber dennoch sind sie immer noch Finken.Also nie eine neue Lebensform, sie bleiben immer ein Bestanteil ihrer (Art) Das hat mit "Evolution nichts zu tun"
    Die Drosis sind und bleiben immer Drosis (unsere liebe kleine Obstfliege)
    Veränderungen im Aussehen-Farbe-Form u.s.w.(zum Beispiel Zuchtauslese)oder(gezieltes Hinzüchten) ist eine tolle Sache der Natur. Dies gibt einer jeden "Art" fast unendlichen Spielraum von Gestaltung.
    Aber sie haben alle eines gemeinsam , sie sind und beiben immer im Rahmen ihrer Arten.
    Es kommt nichts neues raus.
    Der Begriff "Evolution" heißt es entwickelt sich allmählich etwas neues.So wie es in der "Evolution-Theorie" immer gelehrt wird
    Evolution(Entwicklung) und Anpassungen sind 2 verschiedene Dinge; sie sind nicht das selbe.
    Mfg
    Johannes

    Und der, der die Arten gemacht hat ist der liebe Gott...oder was?
    Dein Vorname lässt so einiges befürchten :thumbs_up:
    Nene...
    Eigentlich geht es mir ja nur um die Frage, warum man immer noch von einer Theorie spricht.
    Wird denn immer nur, der nicht nachgewiesene Artensprung von den "Ungläubigen" angeführt?
    Was soll ich dem wissbegierigen Sohnemann da erzählen...

    Außerdem kann man ja wirklich nicht bestreiten, dass unterschiedliche Arten, starke Gemeinsamkeiten aufweisen.
    Aber ich meine, du hast es auf den Punkt gebracht. Evolution ist die Anpassung der Lebewesen an die Umwelt. Das Erobern der Nischen...
    Ist der Artensprung wirklich die letzte Hürde.

    Torsten

    Ps.: Unser Pastor sagte letztes Jahr sogar...Man würde sich lächerlich machen, wenn man die Theorie bestreiten würde...und so isses.

    Na so was,
    steht so viel in meinen Namen.
    habe auch keine andere Antwort erwartet.

    Eigentlich geht es mir ja nur um die Frage, warum man immer noch von einer Theorie spricht.

    Wird denn immer nur, der nicht nachgewiesene Artensprung von den "Ungläubigen" angeführt?
    Diese Antwort ist doch schon gegeben und die Zeit hat es ja gezeigt.
    Weil sie eine Theorie ist und bleibt daran wird sich auch nichts ändern.
    Artenspünge hat es nie gegeben, würde es sie geben; dann müsten wir auch heute live solche sprünge erleben können.Tuhen wir aber nicht.Nach der Evolution-Theorie wäre es ein nie endender Prozess:
    Es laufen aber nirgendwo (zwischenentwicklungen) herum.
    Macht die Evolution etwa gerade Pause?!.

    Ps.: Unser Pastor sagte letztes Jahr
    sogar...Man würde sich lächerlich machen, wenn man die Theorie
    bestreiten würde...und so isses.
    Lächerlich machen sich die, die solche Aussagen machen und dann noch nicht mal stichhaltige Beweise für ihre Aussagen vorbringen können.
    Wer so argumentiert macht sich selber Unglaubwürdig:den er kennt und glaubt ja nicht mal an seinem" Buch" was er vorgibt zu verkörpern. (hats ja auch nie gelesen :confused: )
    Mfg
    Johannes

    Wer sein Kind Johannes nennt, der sozialisiert es auch so.
    Da haben die Eltern aber ganze Arbeit geleistet. :face_with_tongue:

    Zum Thema:
    Kann es nicht sein, dass wir alle "Zwischensprünge" sind? Alles ist im Fluss...alles verändert sich...jedes Lebewesen. Wir sehen sie natürlich in diesem Augenblick nicht, weil es dazu nicht nur 100 Jahre braucht. Aber vielleicht 50000 Jahre.
    Die Sprünge kann man sich doch nicht wie ein Knallfrosch vorstellen. Puff...neue Art, das geht doch nicht.
    Andererseits kann ich mir schon vorstellen, dass die Natur nen Zacken zulegt, wenn sich die Lebensbedingungen ändern.
    Evolution ist natürlich nicht endlich...damit würde sie sich ja negieren. Es sei denn, sie endet in der Göttlichkeit.

    Zum Pastor kann ich nur sagen...
    wer Theologie studiert, muss sich warm anziehen und seine Glaubenshypothesen, die er sich so zusammengefrickelt hat, über Bord werfen und neu zusammenschrauben. Die sind heutzutage sehr gut ausgebildet. Das sind keine Laienprediger mehr!

    Jetzt stell dir vor, die Artensprünge werden bewiesen...was machste denn dann?
    Ist dann die "Existenz Gottes" in Gefahr? :face_with_rolling_eyes:


    Torsten

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    Eine kleine Veränderung ist nicht gleich eine neue Art. Die Entstehung neuer Arten braucht, wie Fabio schon geschrieben hat, viel Zeit. Das reicht aber nicht. Wenn alles auf einem Gebiet ist, verändert sich die Art vielleicht, aber es entsteht keine neue. Es ist also auch noch eine gebietliche Trennung, also verschiedene Populationen, nötig.

    würde das ja bedeuten, dass alle Arten von je her auf der Erde anwesend seien müssten.

    In dieser Logik waren also alle Lebewesen bereits vorhanden...Hunde, T-Rex, Meganeura, Würmer, Affen, Insekten, Menschen, Bakterien blabla.
    So weit so gut...
    Und dann passieren diese "Unfälle": Meteoriteneinschlag! Bums...Dinos weg. Der Mensch vermehrt sich und futtert die Mammuts auf...Mist Mammuts ausgestorben! usw...usw.
    Diese Idee ist aber nicht sehr zukunftsorientiert. Da terminiert sich die Natur selber! Wer wohl zum Schluss übrig bleibt? So geht das nicht.
    Leben ist Expansion und nicht Reduktion.

    Torsten

    Zitat

    Der Mensch vermehrt sich und futtert die Mammuts auf...Mist Mammuts ausgestorben! usw...usw.

    Manchmal sollte man, wenn man keine Ahnung hat, die Klappe halten oder sich vorher mal schlau machen.
    Es ist bis heute nicht geklärt, ob der Mensch dafür verantwortlich ist, oder ob die Klimabedingungen
    zum Ende der Eiszeit zum Aussterben geführt haben. Für deine Aussage hätte ich also gern eine fundierte Quelle :winking_face:

    Wie poste ich falsch?
    Nachdem ich Google, das Wiki und die Suche
    erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen,
    in den falschen Unterforen, mit kreativen Titel und undeutlichem Text,
    unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann.

    stimmt...die Quelle hab ich vergessen!
    Ich sehe das zur Zeit wieder täglich....
    In Ice Age wird das eigentlich sehr gut dargestellt.
    Das Menschenbaby, Manni, Sitt und Diego stehen vor den Höhlenzeichnungen...dann sieht Manni vor seinem inneren Auge, wie die bösen Menschen das Babymammut und Mamamammut töten. Manni ist nun das letzte Mammut auf der Welt. :crying: 

    Torsten :flugkuss:

    Manni ist nicht das letzte Mammut. Der evolutioniert sogar, mit einem Opossum!
    Sie bekommen ein MammutOpossumBaby Namens Peaches. Wieder nicht aufgepasst.

    Manchmal frage ich mich, ob dein letzter Joint von derartig miserabler Qualität
    war, dass sowas bei rauskommt. Wenn ja, solltest du deinen Dealer wechseln oder verpfeifen.

    Nur gut, dass dies ein Chat-Room ist :winking_face:

    Wie poste ich falsch?
    Nachdem ich Google, das Wiki und die Suche
    erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen,
    in den falschen Unterforen, mit kreativen Titel und undeutlichem Text,
    unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann.

    würde das ja bedeuten, dass alle Arten von je her auf der Erde anwesend seien müssten.

    In dieser Logik waren also alle Lebewesen bereits vorhanden...Hunde, T-Rex, Meganeura, Würmer, Affen, Insekten, Menschen, Bakterien blabla.
    (...)

    Wieso sollten keine neuen Arten entstehen?
    Wenn du dir dein lebensnahes und sehr realistische Beispiel Ice Age wieder heranziehst, wirst du wohl bemerken, dass viele Arten, die es jetzt gibt in den Filmen nicht dabei sind. :grinning_squinting_face:

    Zitat

    Wenn du dir dein lebensnahes und sehr realistische Beispiel Ice Age wieder heranziehst, wirst du wohl bemerken, dass viele Arten, die es jetzt gibt in den Filmen nicht dabei sind.

    R(ückwarts stattfindende) Evolution :face_with_tongue:

    Wie poste ich falsch?
    Nachdem ich Google, das Wiki und die Suche
    erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich zwei bis fünf neue Themen,
    in den falschen Unterforen, mit kreativen Titel und undeutlichem Text,
    unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen kann.

    Es gibt ein nettes Beispiel einer vermutlich in Entstehung begriffenen Artabgrenzung bei den Käfern.

    Carabus violaceus ist eine der Großlaufkäferarten, die aus Deutschland gemeldet werden und die nicht so arg selten sind. Derzeit gilt die Lehrmeinung, dass es sich innerhalb Deutschlands um zwei Unterarten handelt, nämlich Carabus violaceus violaceus, mehr östlich verbreitet, und Carabus violaceus purpurascens (der Einfachheit halber ab jetzt nur noch Cvv und Cvp genannt), mehr westlich verbreitet. Beide Unterarten lassen sich problemlos und so eindeutig unterscheiden, dass man sie locker als zwei Arten ansprechen könnte, weil Cvv fast glatte Flügeldecken mit einer leichten Runzelung zeigt, während Cvp eine sehr deutliche Streifung aufweist. Beide (Unter-) Arten machen in der entomologischen Lehre gewissermaßen ein Arthopping, weil sie, je nach dem, was untersucht wurde den Artstatus anerkannt bekommen (also Carabus violaceus und Carabus purpurascens), oder eben nur den Rang einer Subspezies erhalten und zur gleichen Art gehören sollen.

    Vieles stützt sich auf der Tatsache von morphologischen Untersuchungen, genitalmorphologischen Untersuchungen, Kreuzungsversuchen etc. Beide (Unter-)Arten sind faunistisch +/- klar voneinander abgegrenzt. Cvv kommt in Lebensräumen vor, die für Cvp im Jahresmittel zu kühl sind. In der Eifel gibt es auf ein paar "Bergspitzen" verinselte Restpopulationen von Cvv, die von Cvp gewissermaßen eingekesselt sind. Cvp drängt dort die Populationen langsam nach oben weg, so wie die Jahresmitteltemperatur das eben zulässt. Gleiches ist in Norddeutschland zu beobachten, wo Cvp Cvv immer weiter nach Norden verdrängt. Innerhalb der Berührungszonen kommt es zu Vermischungen, soll heißen, dass immer wieder mal Tiere gefunden werden, die nicht eindeutig der einen oder anderen Subspezies zugewiesen werden können.

    Wer sich mit dem Thema beschäftigt begreift jetzt schon, dass es eigentlich nicht sein kann, dass eine Art sich selber verdrängt. Man kann guten Gewissens davon ausgehen, dass es sich hier um einen Entwicklungsprozess handelt, in dessen Zuge sich innerhalb einer Art eine zweite herausbildet, in diesem Fall wohl Cvp, die sich an höhere Temperaturen gewöhnt hat und wohl auch an klimatische Einflüsse von Westen, also die höhere Luftfeuchtigkeit (mehr Regen) und durchschnittlich höhere Temperatur des atlantischen Klimabereiches. Eine Bastardisierung findet statt, jedoch sind viele der "Mischlinge" vermehrungsfähig, was dafür spricht, dass es immer noch die gleiche Art ist oder sein könnte. Das größte Problem der wissenschaftlichen Abgrenzung in diesem Bereich ist die Tatsache, dass sich der Begriff "Art" nicht eindeutig, bzw. nicht zweifelsfrei definieren lässt. Möglicherweise sind wir hier in 50 oder 100 Jahren weiter. Vielleicht dauert das Spielchen auch noch 1.000 Jahre oder mehr an.

    Es zeigt auf jeden Fall, dass Evolution statt findet und man sie, wenn man die Augen offen und den Verstand eingeschaltet hält, auch in gewissen Grenzen beobachten kann.

    Was die "Theorie" der Evolution betrifft, halte ich die Frage für relativ leicht erklärbar: alles, was wir als Lehrmeinung akzeptieren, was also in unseren Augen richtig ist, ist so lange richtig, bis das Gegenteil bewiesen wird. Soll heißen, dass Wissenschaft von A bis Z nur eine Theorie ist und dass alles, was wir für richtig halten, einfach nur derzeit den Stand unseres Wissens ausdrückt. Wir betrachten es als richtig, weil bisher keiner das Gegenteil bewiesen hat. Es bleibt aber trotzdem eine Theorie, oder, um es salopp auszudrücken, eine Meinung. Denn jede Theorie spiegelt nur die Meinung desjenigen wider, der sie aufgestellt hat. Und wer diese Meinung annimmt, ist einfach nur der gleichen Meinung.

    Um auf das Thema der Evolutionstheorie zurück zu kommen, warum diese als Theorie geführt wird, obwohl sie doch bewiesen ist (der Satz an sich ist wissenschaftlich schon falsch), also Fakt sein sollte, scheint mir wieder mal kirchliche und traditionelle Wurzeln zu haben. Als Darwin seine Evolutionstheorie aufstellte, fuhr er mit dem Wort "Theorie" im Verhältnis zur Kirche besser. Er hat so schon Stress genug mit der Institution gehabt, die sich allem und jedem verweigert, was ihre Macht einschränkt oder verringert. also hat er, weil er dem Machtzentrum Europas nichts entgegen zu setzen hatte, seine Theorie als solche bezeichnet, um sie der Kirche gegenüber aufrecht erhalten zu können, ohne gleich auf dem sinnbildlichen Scheiterhaufen zu enden, wie viele Wissenschaftler vor ihm. Aus der Theorie aus persönlicher Sicherheit, wurde einfach eine Gewohnheitssache. Man ist es gewöhnt von der Evolutionstheorie zusprechen, statt von der Evolution. Möglicherweise auch deshalb, weil diese Theorie bahnbrechend war in der Menschheitsgeschichte, weil sie ja auch in gewissen Grenzen Gott in Frage stellt.

    Ein wenig vergleichen kann man es mit einem Wort unserer Zeit: man spricht von einem Super-GAU, wenn mal wieder ein Kernkraftwerk hoch geht. GAU steht für Größter anzunehmender Unfall. Größer als größter geht nicht. Was soll also das "Super" vor dem GAU. Den SuperGAU gibt es faktisch nicht, trotzdem sprechen wir immer davon. Es ist einfach eine Gewohnheitssache.

    Viele Grüße
    Klaas

    Guten Morgen,

    jo, Klaas hat den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Unterarten einer Art, die gibt es bei sehr vielen Spezies, sind die Vorstufe der Entwicklung einer neuen Art. Bis zu dem Punkt, an dem man sagen kann es ist eine "neue" Art, dauert es halt dementsprechend lange, daß ein einzelner Mensch es niemals "live" miterleben kann.
    Ich möchte, wie Klaas bei den Käfern, ein Beispiel aus der Schmetterlingswelt nennen.
    Papilio machaon hat eine Masse an Unterarten. Ob die jetzt wirklich begründet als Unterart zählen, oder nur durch klimatische Gegebenheiten leichte Farb- und Formunterschiede aufweisen sei dahingestellt. Eine Unterart jedoch zeigt klare Zeichen einer eigenen Art. Papilio (machaon) hippocrates. Dieser Falter ist mittlerweile so abgegrenzt von P.m., daß einige Leute sie schon als eigene Art bezeichnen. Genetisch wie optisch sind schon klare Unterschiede zu erkennen. Zwar sind beide Arten noch miteinander kreuzbar und bringen auch fruchtbare Nachkommen zur Welt, was aber nur die starke Nähe zueinander zeigt und nicht den Artstatus in Frage stellt.
    Es wird immer so sein, daß zuerst die "Unterart" da ist und die sich in einigen Jahrhunderten oder Jahrtausenden stetig zu einer Art entwickelt. Das geht natürlich bei Insekten relativ schnell, weil einfach die Generationenfolge sehr kurz ist, bei Einzellern ist das ganze noch flotter. Bei sehr hochentwickelten und komplizierten Wesen, wie etwa die Säuger, dauert das natürlich dementsprechend länger.
    So lange aber unser Planet aktiv ist und sich ständig weiter verändert, verändert sich auch die Oberfläche der Erde und somit auch das Klima. Wenn dann von Aussen auch noch Einflüsse kommen, wie z.B. Kometen, ist sowieso alles auf den Kopf gestellt, was den "aktuellen" Arten lieb und teuer war, also müssen sie sich mitverändern um am Ball bleiben zu können.
    Wenn der Planet mal nicht mehr aktiv ist dann ist sowieso kein Leben mehr möglich. Planet tot, Leben auch tot.

    Grüße, Heiko

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