Nektarpflanzen und Kunstnektar

    • Offizieller Beitrag

    Hi zusammen,

    zurzeit habe ich acht Imagos von Vanessa cardui.
    Da stellt sich natürlich die Frage der Fütterung

    -heute waren bei Obi dunkelorangene Kalanchoe-Pflanzen runtergesetzt, daher sind direkt ein paar mit in den Einkaufskorb gewandert.
    Kann man diese gekauften Nektarpflanzen sofort nutzen, oder ist es schlimm, wenn sie mit irgendwelchen Mitteln behandelt wurden?

    -außerdem haben wir sowohl Trauben- , als auch Fruchtzucker. Was wäre die ideale Mischung für die Falter?

    Liebe Grüße,
    Julia

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    Hi
    Ich hatte im Sommer Ausfälle mit frisch gekauften Lantanen. Nachdem die ursprünglich geöffneten Blüten verblüht und neue geöffnet waren, habe ich die Pflanzen wieder angeboten. Ab da gab es keine Ausfälle mehr.
    Gruß Christoph

    Meine Erfahrungen mit frisch gekauften und angebotenen Blütenpflanzen beziehen sich auf einen zu früh geschlüpften Tagfalter und Skabiose in voller Blüte aus dem Gartencenter.
    Fand der Kleine zunächst ganz lecker, bekam dann zunehmend zentralnervöse Störungen, wurde schwächer, trank weiter und verstarb nach ca. 36Stunden. :wut:

    Hoffe geholfen zu haben,
    Herzliche Grüße und frohes Fest

    Steffen

    • Offizieller Beitrag

    Danke für die vielen Tipps.

    Ich habe den Faltern jetzt auf einem Teller Orangenscheiben, ein Küchenpapier mit Traubenzuckerlösung und ein Küchenpapier mit Marmeladenlösung angeboten.
    Sie sitzen meist einfach nur da, wenn man sie auf die Orangen setzt, trinken sie manchmal kurz.
    Von Fliegen, oder sogar Paarung oder Eiablage ist noch lang nicht die Rede.


    Wo liegt mein Fehler?

    Liebe Grüße,
    Jula

    Vielleicht liegt es gar nicht am Futter sondern an der Tageslänge? Beleuchtest Du zusätzlich? Wenn ja, wie lange ist die Photoperiode? Vorteilhaft wäre größer 12 Stunden.

    Gruß

    Sascha

    • Offizieller Beitrag

    Genau daran habe ich gestern auch gedacht und die Tageslänge auf 14 Stunden verlängert, heute morgen waren sie etwas aktiver.
    Einige von ihnen können auch nicht wirklich fliegen: Sie fallen dann auf den Rücken und flattern, bis sie sich wieder umdrehen können  :confused: 

    Bei Saturniidenmännchen, denen die Kraft ausgegangen ist (in den letzten beiden Nächten ihres Lebens) konnte ich das am Boden herumflattern auch beobachten. Ob das jetzt das gleiche ist, weiß ich nicht, aber vielleicht liegt es ja auch an Energiemangel.

    • Offizieller Beitrag

    Du hattest Recht, Fabian.
    Nach mehrfacher Zwangsfütterung geht es viel besser.
    Allersings verstehe ich nicht, warum sie anscheinend nicht von allein Nahrung zu sich genommen haben.

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    Hallo Julia,

    vielleicht leben Deine Distelfalter nach vier Tagen ja noch.

    Im Winter ist es halt schwierig. Was wir so im Winter als "taghell" empfinden ist in Wirklichkeit doch ziemlich dunkel. Versuche es doch mal mit leistungsstärkerer Beleuchtung und einer Temperatur von mind. 22°C. Den Kunstnektar (z.B. Zucker- oder Honiglösung) würde ich auf gelbes oder rotes Tuch geben, z.B. Filz. Anfangs muss man die Falter erstmal draufsetzen, damit sie zu Kräften kommen. Besser ist natürlich, wenn man noch Blühendes hat, z.B. Pentas alnceolata, das durchgängig blüht. Kalanchoe wird meist nicht angenommen, weil die erhältlichen Blumen wohl nur wenig Nektar enthalten.

    Schönen Gruß

    • Offizieller Beitrag

    Dass es daran liegt, dass sie nicht genug Nahrung aufnehmen, glaube ich nicht.
    Jeden Tag wird zweimal mit der Spritze und Traubenzuckerlösung gefüttert.

    Heute morgen habe ich dann zwei Lampen auf den Flugkäfig gerichtet und bunten Filz mit Nährlösung getränkt. Mal schauen, was das gibt.

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