Raupe zugekrabbelt!

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    hallo elena,

    erst einmal willkommen hier bei actias!

    da deine fotos nicht besonders gut sind, wären für die bestimmung vielleicht ein paar angaben von vorteil.
    wie groß ist die larve denn etwa? kam sie beim umtopfen aus der pflanze oder aus der erde?
    falls du es nicht genau weißt, schau dir doch mal die blätter von deinem bonsai genau an, ob du frassspuren findest.

    ich vermute ja anhand der fotos, dass es sich eher um eine käferlarve handelt.
    ist aber nur eine wage vermutung!

    vielleicht kann ja einer der spezialisten hier dir mehr helfen.

    gruß

    ute :winken:

    :blume::falter::blume::insekt::blume::falter::blume::insekt::blume::falter::blume::insekt::blume::falter::blume::insekt::blume:
    Wenn du einen Apfel hast und ich habe einen Apfel und wir tauschen die Äpfel, wird jeder von uns nach wie vor einen Apfel haben.
    Aber wenn du eine Idee hast und ich habe eine Idee und wir tauschen diese Ideen aus, dann wird jeder von uns zwei Ideen haben!

    Hallo Ute,

    Danke für dein Willkommensgruß. Sie ist aus der Wurzel gefallen. Ist ca 3cm lang und wirkt unter ihrer beigen Haut tiefschwarz.
    Es könnte sich auch um eine Käferlarfe Handel. Da ich mich aber gar nicht auskenne hatte ich auch an einen größeren Nachtfalter gedacht. Ich habe ihr Gurkenstückchen gegeben die sie gleich aufgeknabbert hat.

    Moin Elena.

    Auch von mir herzlich Willkommen.

    Ich tippe genauso wie Ute eher auf eine Käferlarve, als denn auf eine Schmetterlingsraupe.
    Daher verschiebe ich das Thema vorläufig mal ins Forum "Käfer bestimmen".

    Dann wird es schneller von jemandem gelesen, der sich bei so was auskennt.

    Und wenn du noch ev. ein besseres Foto machen könntest, wäre dies sicher ne Erleichterung für die Bestimmung.

    Tschau
    Rudi

    Hallo Elena,
    schau dir mal deinen Ficus-Bonsai genau an, ob irgendwo ein Frassloch zufinden ist.
    Es könnte vielleicht dieser hier sein oder sein chinesischer Verwandter: European and Mediterranean Plant Protection Organization (EPPO)


    Die Einschleppungen erfolgten über befallene Bonsaipflanzen oder getopfte Baumschulware aus Asien.

    Viele grüße aus Gondelsheim
    Thomas

    Hallo Elena,
    leider hat diese Larve das Aussehen einer Bockkäferlarve und der Hinweis auf den Zitrusbockkäfer erscheint schlüssig .
    Er dürfte keine großen Überlebenschancen außerhalb des Stammes haben, Bockkäferlarven gelten als unzüchtbar.
    Vielleicht aber befinden sich weitere Larven im Wurzelstock.
    Sollte es sich um diesen oder einen verwandten Käfer handeln, so ist er als gefährliches Neozoon einzustufen, der offiziell bekämpft wird.
    Es wird versucht, eine Ausbreitung dieses Käfers in Europa zu verhindern.
    Es besteht sogar eine Meldepflicht in der Europäischen Union.
    In diesem Zusammenhang hat das Julius-Kühn-Institut gebeten, es zu verständigen, wenn dieser Käfer irgendwo auftritt.
    Obwohl man es einem solchen einzelnen Tier nicht ansieht, kann es eine große Gefahr für unsere Biodiversität bedeuten.
    Ich empfehle Dir, einfach dort mal anzurufen, wie mit der Larve und der Pflanze weiter verfahren werden soll.
    Gruß
    Arnd

    Moin,

    der Zitrusbock ist sehr wahrscheinlich. Ob aus 'nem Bonsai aber mehr als nur ein Tier raus kommt ist fraglich. Die angaben von Arndt sind richtig, jedoch möchte ich die Panikmache unserer Behörden nicht unterschreiben, sondern dem eher was entgegen setzen.

    Streit ist nun Jahre alt. Seit dem ersten Auftauchen von Anoplophora glabripennis in Braunau in Österreich und kurze Zeit später in Bonn, sowie nach dem Auftauchen von Anoplophora chinensis geht die Mär, dass die Tiere hochgradig gefährlich sind für unsere Biodiversität, weil sie ja gesunde Bäume besiedeln. Dem widerspreche ich entschieden, denn wäre dem so, wären die ursprünglichen Fundorte dieser beiden Arten kahle Steppen- oder Wüstenlandschaften. Im Gebiet beider Arten kommen aber ausreichend Bäume und Wälder vor und selbst die Hauptentwicklungsbäume Ahorn (Acer spec.) sind in nicht zu verachtender Anzahl vorhanden.

    Die Mär vom Befall gesunder Bäume rührt daher, dass die Käfer vor allem Stadt- und Alleebäume in Ortschaften befallen. Hier liegt aber schon der große Irrtum vor, einen Stadtbaum, bzw. einen Alleebaum innerhalb Ortschaften und häufig auch außerhalb von Ortschaften, als "gesund" zu bezeichnen. Die Bäume sind mindestens primär, wenn nicht sogar sekundär geschädigt. Ständige Belastung mit Abgasen, Nahrungsmangel (zu wenig Erdreich), ständiger Wassermangel (ebenfalls zu wenig Erdreich), ständige Belastung durch Abgase, immer wieder erfolgender Astschnitt (der die Bäume stark schwächt) und zum Teil auch Bodenverdichtung durch das Gewicht parkender Autos, machen einen Stadtbaum zu einem hochgradig kranken Baum, der einem Befall nicht entgegen zu setzen hat. Ein wirklich gesunder Baum wird die sich durch die Rinde einbohrenden Larven innerhalb kürzester Zeit durch erhöhten Flüssigkeitstransport mal eben nebenbei ersäufen. Beschädigte Areale werden eingegrenzt durch Callusbildung (Überwucherung der Öffnung durch spezielles Gewebe - hat bestimmt jeder schon mal gesehen, der sich einen älteren Baumschaden angeschaut hat). Jede Larve, die in diesen Callusbereich eindringt, wird sofort ertränkt. In der Regel wachsen diese Bereiche innerhalb weniger Jahre völlig zu.

    Die Käfer können einem gesunden Baum nichts anhaben. Sie werden die Biodiversität in Deutschland nicht oder nur unbedeutend beeinflussen. Das einzige, womit wir leben müssten, wäre, dass unsere Städte nicht mehr sonderlich grün wären, da es an Bäumen fehlen würde.

    Also, die Gefahr erkennen, aber bitte auch mit der Kirche im Dorf bleiben und aus diesen Tieren nicht die Geißel der Menschheit machen.

    Viele Grüße
    Klaas

    Hallo Klaas,
    ich geb Dir Recht, zur Panikmache besteht kein Anlass, der Käfer wird mit Sicherheit die Laubbäume unserer Wälder nicht ausrotten.
    (Wenn ich da nur die Diskussion um den Borkenkäfer verfolge, auch die wiederspricht sich ja selbst)
    Jedoch gebe ich schon zu bedenken, welche Auswirkungen manche Neozoen auf die Ökologie haben.
    Als Beispiele nenne ich einfach mal die Herculesstaude, deren Bekämpfung bei uns im Nürnberger Reichswald eingestellt wurde, da die Staude nicht einzudämmen ist. (Kommentar eines Jägers: "Ist doch ein prima Unterstand für Schmalwild.")
    Ambrosia, eine Pflanze, deren Pollen höchst allergieauslösend sind.
    Schlangenkopffisch oder Chinesischer Karpfen(das sind die springenden Fische) in den USA, die den anderen Fischpopulationen und nicht nur diesen schwere Schäden zufügen.
    Nilbarsch, der alle anderen Fische völlig zurückgedrängt hat.
    Die Agakröte, Kaninchen, Waschbär, u.u.u.
    Von Australien brauche ich ja wohl gar nichts zu erzählen!
    Du weißt ja selber, was es alles an Neozoen, Pflanzen und Tiere, gibt, die mehr oder weniger empfindlich in die Ökosysteme eingreifen, die Liste ist lang.
    Ach ja, da hab ich doch glatt ein Neozoon vergessen, das sich vehement vermehrt hat und überall schwere Verwüstungen anrichtet: Homo sapiens! :irrelachen:
    Ne, im Ernst, bei vielen Tierarten sind die Konsequenzen, die eine gewollte oder ungewollte Neuansiedlung hat, schwer abzuschätzen. Also ist es besser, es kümmert sich irgend jemand darum, anstatt einfach wegzuschauen und abzuwarten.
    Und darum halte ich es schon für besser, solche Beobachtungen weiter zu geben.
    Wer sonst, wenn nicht wir kann denn überhaupt wenigstens ungefähr abschätzen, um welches Tier es sich überhaupt handeln könnte.
    Denn was man nicht kennt, kann man auch nicht einschätzen.
    Gruß
    Arnd (ohne t :D)

    Hallo,

    dann ist meine Fütteraktion wohl eher kontraproduktiv! Schade. ein exotischer Schmetterling, oder Käfer wäre mir doch lieber gewesen.
    ich werde die Pflanzen nochmal ausbuddeln und die Larven vernichten.
    :unsure: Und melden werde ich sie auch, da Lidl ja doch größere Mengen ausliefert!

    Vielen Dank für eure nette Hilfe!

    Liebe Grüße Elena

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