Und noch einmal Corona

  • Jetzt stehen die Ausgangssperren vor der Tür, wo nicht schon verhängt.

    Wer bis jetzt nicht genehmigungstechnisch vorgesorgt hat, für den wird es jetzt eng werden.

    War aber alles absehbar....


    Was mich wirklich sehr interessiert :

    Bitte meldet euch mal wenn ihr - ohne Genehmigung - nachts in eine Kontrolle geratet.

    Sollte es tatsächlich jemand schaffen sich da ohne Beleg rauszuquatschen?

    Und wenn nicht, was passiert danach?

    Das wäre vielleicht erhellend.

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  • Den VorgängerThread gab es schon vor ein paar Wochen.

    Du musst nachts belegen können das Du einen wichtigen Grund hast gegen die erst einmal für alle geltende Sperre zu verstoßen.

    Das kann ein Beleg des Arbeitgebers sein (so vorhanden bzw. man einem entsprechenden Beruf nachgeht) oder die Bescheinigung eines Amtes.

    Eine pauschale Sammelgenehmigug dürfte nicht reichen. Man kann es natürlich versuchen (s.oben) ,das Ergebnis würde mich wirklich interessieren.

    Nein, Du solltest eine Genehmigung haben in der erwähnt wird das Du im Auftrag eines Amtes Umweltdaten für nachtfliegende Insekten sammelst und deswegen nachts unterwegs sein mußt.

    Das kann durchaus das Amt sein was Dir die Sammelgenehmigug ausgestellt hat. Wenn es mitspielt.

    Ich kann natürlich nur für den Nordosten sprechen - aber hier war den kleinen Ämtern das Ding zu heiß und erst das Ladesumweltamt hatte sich dafür zuständig erklärt.

    Wichtig ist ein möglichst fetter Stempel (wir wissen doch wie Otto Normalkontrolleur tickt) und eine Telefonnummer im Amt auf der im Notfall jemand Deine Angaben bestätigt und auch die Macht hat notfalls Ordnungswidrigkeitsverfahren einstellen zu lassen.

    Schon darum ist ein Landesamt eine gute Wahl.

    Die Ämter sind nach wie vor extrem datenhungrig. Und noch hungriger wenn es die Daten - wie von uns - gratis bzw gegen ein Stück Papier gibt.

    Damit kann man geschickt arbeiten.

    Einfach erst mal da anfragen wo Du die Sammelgenehmigung her hast.

    Auf jeden Fall können Sie Dir einen vorgesetzt Ansprechpartner für das Problem nennen.

    Lieber vorbeugen als mit Kontrolleuren pokern.


    Und um den letzten Satz des alten Threads kurz aufzunehmen:

    Ich glaube nicht das der alleinige Fang mit Fallen das non plus ultra darstellt.

    Sie sind ein nettes Zubrot, aber ohne den "Präsenzfang" an der großen Anlage wäre das ein ziemlich klägliches Jahr.

    Dazu kommt: Fallen werden manchmal auch zerstört oder zumindest der Akku geklaut. Dafür sind die Dinger einfach zu teuer.

    Daher benutze ich sie nur kontrolliert, nach Möglichkeit halbwegs in Sichtweite und sammle sie bevor es hell wird wieder ein.

    Also ist die nächtliche Anwesenheit zumindest für die meisten unbedingt notwendig.

    Eine entsprechende Genehmigung sorgt halt dafür dass Dein entomologisches Jahr nicht zum Spielball der Politik wird.

  • ....mit einem entsprechenden Nachweis, dass man zu Zwecken des Naturschutzes nachtfliegende Insekten kartiert, bekommt man die Ausnahme von der Ausgangssperre in Bayern i. d. R. von jedem Landratsamt (= untere Sicherheitsbehörde) problemlos bescheinigt. Damit erübrigen sich dann Diskussionen mit der Polizei mit ungewissem Ausgang....

  • Das ist halt der Fluch der Kleinstaaterei...

    Hier in M. V. sollte es halt so sein wie oben beschrieben.

    Es sollte allerdings EIN Nachweis genügen. Wer zum Beispiel einen nächtlichen Job hat bekommt die Bestätigung vom Arbeitgeber... Und wird damit sicher nicht noch zusätzlich zum Landratsamt zum Gegenzeichnen rennen müssen. Das wäre selbst für die B ürokratische R epublik D eutschland ein wenig fett.

    Wichtig ist das Du Dein Anliegen glaubhaft machen kannst (wie es so schön im Amtsdeutsch heißt). Und das bedeutet eben nicht das man im Fall der Fälle dem Kontrolleur einen vom Pferd erzählt... Solange Du etwas schriftlich hast, ob vom Arbeitgeber oder Amt, sollte das Beweis genug sein.

    Es gibt ja tausend mögliche Ausnahmen - wie Betreuung Schwerkranker, Besuch Sterbender, Ärztliche oder tierärztliche Notfälle, Nachtarbeit in vielfältigster Form u. s. w.

    Wichtig ist das Du das durch ein entsprechendes Dokument belegen kannst, dann sollte alles paletti sein.

    Aber wie gesagt, es wäre sehr informativ hier regelmäßig über praktische Erfahrungen damit zu hören.

    O. K. fährst Du vor 21.00 in den Busch, und kommst nach 01,02.00 Uhr wieder zurück werden sich die Begegnungen mit Kontrolleuren sowieso in Grenzen halten...

  • Bitte meldet euch mal wenn ihr - ohne Genehmigung - nachts in eine Kontrolle geratet.

    Sollte es tatsächlich jemand schaffen sich da ohne Beleg rauszuquatschen?

    Und wenn nicht, was passiert danach?

    Habt ihr wirklich so viel Angst vor einem möglichen Ordnungsgeld? Würdet ihr dafür einfach mal euer geliebtes Hobby aufgeben, wenn ihr keine Genehmigung bekämt? Weil irgend jemand mal eine "Ausgangsbeschränkung" gewürfelt hat, lieber ein Jahr auf Lichtfang verzichten?

    Meine Güte, wo ist denn eure Überzeugung, für das richtige einzustehen. Auch mal aufzustehen und sich nicht alles gefallen zu lassen? Spielball der Politik? Sind wir doch sowieso schon längst...Allein schon, dass wir darüber nachdenken, wie wir denn am besten eine Strafe vermeiden könnten. Lieber sollte man über die Verhältnismäßigkeiten nachdenken und diese mit dem Grundgesetz in Verbindung bringen...


    Natürlich ist nach wie vor die Genehmigung von der UNB zum Leuchten grundsätzlich sinnvoll und ich würde dies ebenfalls ausdrücklich empfehlen - aber dies zählt auch ganz unabhängig von Corona.

  • ....die Strafe in Bayern liegt bei 500 EUR - also ganz schön happig.


    Und da lässt sich leider auch nicht mit dem Grundgesetz etc. argumentieren - das hilft nichts.


    Eine kurze Mail ans Landratsamt (jedenfalls hier in Bayern), die Antwort kam sogar noch am gleichen Tag (nicht nur bei mir) - und schon kann man sich unbesorgt nachts ins Gelände begeben und jeder Blaulichtbegehnung entspannt entgegen sehen. :winken:

  • Ich habe meine Bescheinigung vom LUNG noch einmal vom Ordnungs-/Gesundheitsamt zwecks aktueller Regelungen prüfen lassen, das ist die Antwort:


    Sehr geehrter Herr G...,


    mit der Neufassung des IfSG 22. April 2021 wurden bundesweit einheitliche Regelungen zu inzidenzabhängigen Aufenthaltsbeschränkungen getroffen.


    Gemäß § 28b Absatz 1 Nr. 2 IfSG ist der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung im Zeitraum von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages untersagt, dies gilt nicht für Aufenthalte

    die bestimmten Zwecken dienen.


    Der § 28b Absatz 1 Nr. 2f IfSG lässt Aufenthalte in diesem Zeitraum zu, die gewichtigen und unabweisbaren Zwecken dienen.


    Aus Sicht des Gesundheitsamtes scheint die Nachtfalterkartierung nur des Nachts durchführbar zu sein und somit unabweisbar.


    Mit freundlichen Grüßen

    Im Auftrag


    Team Coronahotline



    Aber das heißt auch das es schriftlich bzw. amtlich bestätigt wird (s.obere Artikel) und das die Tätigkeit IM AUFTRAG des Bestätigers durchgeführt wird...

    Ganz wichtig: ES DARF KEIN AUSSCHLIEßLICHES PRIVATVERGNÜGEN SEIN!!! Denn dann ist es wirklich nur DEIN Problem...

  • https://insektenlifestyle.com
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