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    Hallo nochmal...

    um das hier zum Abschluss zu bringen: heute morgen wollte ich wieder nach den noch verbliebenen 5 Freilandraupen schauen und musste feststellen, dass das Gelände gerade gemäht wird und ausgerechnet diese kleinen Schlehenbüsche bereits umgehäckselt und (noch) überwiegend liegengelassen wurden. Tatsächlich habe ich mir die Mühe gemacht, das Zeug zu durchsuchen.....konnte aber nur noch eine Raupe finden. Beim Versuch den Zweig vom "Ast" zu trennen, fiel sie leider ins Gras...und da die Biester so verdammt gut getarnt sind.....hab ich sie nicht mehr wieder finden können und war noch stinkiger auf mich selbst als auf die Leute mit dem Mäher!!! Soviel zur Habitatpflege! Es ist zum Heulen, wie viele Raupen und andere Insekten jetzt wieder niedergemetzelt werden, damit die Wiese kurz ist. Und da sprechen alle immer von der Wichtigkeit des Natur- und vor allem Insektenschutzes. Mir stellt sich dazu die Frage ob das Grünflächenamt, dort überhaupt mähen hätte dürfen, wenn bekannt wäre, das eine geschützte Art dort ihren Nachwuchs hat. Kann mir das jemand beantworten?

    Auf diesen Wiesen gab es vor 10 Jahren auch noch unzählige Sechsfleckwidderchen.....mittlerweile ist die Population extrem rückläufig.....auch hier kann man immer wieder beobachten, wie durch die Mahd immer wieder schön die Blüten von Hornklee und Skabiose zerstört werden......einfach nur bedauerlich....

    Danke für's lesen. VG

    Tja, jetzt werden einige Naturschützer sagen, dass man durch das Mähen und Entfernen der Schlehen der Verbuschung vorbeugen will.

    Wenn das aber rigoros ausfällt, dann schießt man übers Ziel hinaus.

    Du hättest schon zum Umweltamt gehen können und darauf aufmerksam machen, dass dort eine besonders geschützte Art (oder mehrere, alle Widderchen stehen auch auf dieser Liste) lebt, dann müssten die aktiv werden und hätten sich sich selbst strafbar gemacht, wenn sie darauf nicht reagiert hätte.

    Übrigens sollte man diese Mäh- und Entbuschungsmaßnamen nicht kompltt machen, sondern Jahr für Jahr abwechselnd Streifen ungemäht stehen lassen.

    VG

    Peter

    Leider handelt es sich um ein Gelände was soz. als Grünfläche der Stadt (?) genutzt wird. In der Mitte sind Kuhweiden und drum herum Spazierwege....der Grünstreifen dazwischen wuchert wild und wird leider oft genau dann gemäht, wenn richtig viel blüht. Daneben werden immer wieder irgendwelche Maßnahmen umgesetzt, die bisher aus meiner Sicht nur dazu führten, dass Wildtiere abgewandert sind (Rehe, Füchse etc.). Um so mehr gestaunt hab ich, als ich dieses Jahr erstmalig immer wieder über die Sommermonate genau einen Segelfalter da beobachtet habe...und dann sogar noch eine Eiablage erwischt! :winking_face: Hurra, Hurra!!!

    Aber interessant zu wissen, dass ich mich ans Umweltamt wenden kann. Ich habe einfach mal ne Mail dahin geschickt und schau mal was die sagen.

    Schönes Wochenende an alle VG

    War selbst lange genug Beamter und hatte daher viel Kontakt mit "Ämtern".

    Es ist viel besser und verspricht viel mehr Erfolg, eine oder mehrere Aufnahmen zu fertigen

    und dann einen kleinen Bericht mit Fotos an die örtliche PRESSE zu schicken.

    Diese Sachen werden oft gerne angenommen.

    Da die zuständigen Stellen meiner Meinung nach nicht bewusst, sondern in Unwissenheit die Natur zerstören, würde ich der Fairness halber diese zunächst informieren (so wie es Janyn gemacht hat). Sollte das zu keiner Besserung führen, wäre für mich die Einschaltung der Presse der nächste Schritt.

    Hello nochmal ne kleine Sachstandsmitteilung. Habe eine sehr freundliche Antwort bekommen...für dieses Jahr ist die Sache zwar durch, aber nächstes Mal werde ich mich gleich mit Beweisbildern ans Umweltamt wenden und den Fund melden. Hätte ich das gleich gemacht, wäre auch nicht gemäht worden. Ja schade....hinterher ist man immer schlauer.

    VG

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