Flügel zerkratzen beim Spannen

    Hallo zusammen!

    Mir fällt auf, dass bei mir beim Spannen von Faltern - v.a. bei dunkeln Faltern - die Flügel manchmal "Kratzer" zeigen. Ich bin mir nicht sicher, ob es an meiner Präpariertechnik oder an meine Equipment liegt. Ich spanne die Flügel auf, lege einen Spannstreifen drauf, den ich mit einem Finger auf den Flügeln vorischtig fixiere und ziehe die Flügel anschließend mit einer gebogenen Pinzette in die richtige Position. Die Spannstreifen sind meistens vorher schon benutzt und zeigen folglich "Erhebungen" an den Einstichstellen auf.

    Können das Fixieren und das wiederholte Benutzen der Spannstreifen Gründe dafür sein? Worauf kann ich im Allgemeinen achten? Und welche Alternativen gibt es zum Bewegen der Flügel mit einer gebogenen Pinzette? Ich kenn da noch eine Methode, in der man mit einer Nadel die Flügel bewegt.

    Ich freue mich auf eure hilfreichen Antworten!

    Beste Grüße

    Mohammad

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    Hallo Mohammad,

    das mehrfache Benutzen von Spannstreifen bzw. der bereits benutzten Seite ist problematisch. Wenn Du mal leicht über die Einstichstellen des Streifens mit dem Finger drüber fährst merkst Du, wie erhaben diese Stellen sind. Wenn Du dann mit Zug auf dem Streifen die Flügel ziehst, reiben diese Stellen auf dem Streifen die Flügelschuppen ab. Mal mehr mal weniger je nachdem wie leicht beim jeweiligen Tier die Schuppen abgehen, das ist von Art zu Art auch unterschiedlich.

    Ich benutze Spannstreifen nur zweimal, jeweils einmal jede Seite. Dann weg damit, genau aus dem Grund.

    Ich benutze Präpariernadeln oder auch Insektennadeln zum Spannen, keine Pinzette, auch jeweils unterschiedliche. Einen dicken Schwärmer oder Spinner behandele ich anders als eine kleine Eule oder einen Spanner mit viel zarteren Flügeln. Die Kraft, die man aufwenden muss, ist natürlich auch einen andere. Die dicken Brummer haben deutlich stärkere Flugmuskulatur gegen die man anarbeiten muss. Aber ich denke das ist Übungs- und auch Geschmackssache.

    Viele Grüsse,

    Frank

    Hallo Mohammed,

    ein rundes Holzstäbchen mit darauf befestigter Insektennadel geht ganz gut. Die Pinzette ist nicht geeignet.

    Die Nadel immer hinter einer stärkeren Ader ansetzen. Bei dunklen Faltern lassen sich die Einstichstellen leider nicht ganz vermeiden.

    Ich verwende die alten Spannstreifen mehrmals. Man muß allerdings bei den Spannstreifen auf einer glatten Fläche mit einer Spachtel die Einstichlöcher niederbügeln.

    LG Werner

    Moin, auch ich benutze die Insektennadel am Stiel. Allerdings habe ich die Spitze mit einer Spitzzange umgebogen und dann stumpf gefeilt. Diesen Haken platziere ich unter der Costale, also der starken Ader am Vorderrand des Vorderflügels. Und ziehe selbigen in die gewünschte Position. Einen Durchstich hat es noch nicht gegeben. Den Hinterflügel schiebe ich mit einer dicken Präpariernadel nach oben. Allerdings beschäftige ich mich nur mit robusten Saturniiden, bei zarten Faltern wird das wohl nicht gehen.

    Grüße

    Thomas

    Hallo Mohammad,

    so wie Frank mache ich das auch. Nur versuche ich, nach Möglichkeit, die Tiere vorher mit Ammoniak zu spritzen, dann erschlafft die Flugmuskulatur komplett und der Falter spannt sich nahezu von selbst.

    VG, Uwe

    Hallo Uwe,

    wie genau weichst du deine Falter auf? Wie lagerst du sie nach der Ammoniak-Behandlung? Ich nehme an, dass diese einfach so aussieht, dass du mit einer feinen Kanüle Ammoniak in den Thorax spritzt, richtig? Und wo bekommt man das her?

    Funktioniert das auch bei schon trockenen Tütenfaltern?

    Nein, die musst Du klassisch aufweichen. Zu dem Thema gibt es hier im Forum diverse Threads dazu mit sehr hilfreichen Informationen. Einfach die Suchfunktion bemühen :winking_face:

    Viele Grüsse,

    Frank

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