Vorsorge Eichenfressende Frühchen.

    Hallo,
    jedes Frühjahr kommt der Ruf nach Ersatzfutter für Eichenfresser. Wintergrüne Eiche ist ja in Norddeutschland nicht unbedingt leicht zu erhalten, und für 20 große A. pernyi jeden Abend einen Strauß Feuerdorn im Park klauen ist nicht jedermanns Sache.
    Mein Tipp für den nächsten Winter: Vorsorge!
    Im Spätherbst habe ich Eicheln gesammelt (Die Spitze sollte schon aufgeplatzt und der Keim schon zu sehen sein). Eine Schale Handbreit voll Erde und die Eicheln dicht an dicht ausgelegt, noch etwas Erde obenauf und ins Frostfreie Gewächshaus (geschützte Stelle im Garten sollte auch gehen).
    Mitte Januar in den Heizungsraum und als die Pflänzchen so 8-10 cm hoch waren aufs Fensterbrett. Nicht sofort in die Sonne (Februarsonne hat schon Kraft). Meine Eichen stehen jetzt prächtig im Laub (siehe Foto) und die pernyi u.s.w können kommen. Reicht sicher auch nicht für 20 Stück bis zum Kokon, so habe ich aber Material um Kunstfutter herzustellen.

    Viele Grüße und erfolgreiches Züchten
    Andreas

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    Das was Andreas schreibt, praktiziere ich schon viele Jahre und habe somit stets schon im Jänner frisches Eichenlaub zur Verfügung. Meine Pflanzgefäße stehen am Fensterbrett, über der Heizung.

    Eine kleine Widerrede sei mir aber bitte gestattet: Ich lege die Eicheln, so wie sie vom Baum fallen, in die Erde. Es ist meiner Erfahrung nach also nicht notwendig, dass die Spitzen der Früchte aufgeplatzt und die Keime zu sehen sind.

    Grüße
    Heinz

    Tolle Sache mit dem Antreiben. :daumenja:
    Wie bereitest Du Dein Kufu, wieviel von dem Laub gibst Du auf wieviel Kufu?
    Wie bereitest Du das Laub auf? Frisch oder getrocknet?
    Nehmen A.pernyi das Kunstfutter mit Eichengeschmack,
    denn in der Literatur heißt es eindeutig, dass gerade pernyi
    das Kunstfuttergrundrezept von Bergomaz&Boppré nicht akzeptieren?
    Gruß
    Arnd

    Hallo Andreas und Heinz,
    ich hab das auch schon ein paar Mal ausprobiert.
    Bei mir bekommen die Eichenblätter nach 4 - 6 Wochen immer weiße Flecken (Mehltau ??).
    Wie könnt ihr das vermeiden ?

    @ Jakob. Mein "IMMERGRÜNER" Liguster sieht dieses Jahr aus wie meine "IMMERGRÜNE" Eiche, richtig schön braun.

    Grüße
    Dietmar

    Hallo zusammen,

    Um noch ein Mal auf dem Liguster zurückzukommen; dieser ist bei mir immer frisch und grün! Ich habe nämlich die Blätter im November bei - 18 Grad tiefgefroren. Gestern holte ich mal ein Blatt heraus und lies es auftauen.
    Es war dann noch immer, wie frisch am Strauch. Probiert es mal aus! :daumenja:

    Grüße: Dominik

    Hallo Heinz,
    Du hast Recht, es müssen natürlich keine angekeimten Eicheln sein , ich hab das etwas falsch formuliert. Da ich aber nicht wußte wie viel Kälteeinwirkung Eicheln brauchen um zu keimen, hab ich halt angekeimte genommen. Die Keimung erfolgte bei mir auch gleichmäßiger und ich habe so 20-25 Stück je Schale. In der ersten Schale die ich vorbereitet hatte (keine angekeimten) waren nur so 8-10 gekeimt.
    Die Idee mit dem vortreiben, ist auch nicht von mir, sonder hier aus aus dem Forum. Ich wollte das Thema nur noch mal aufgreifen und zeigen, dass es relativ preiswert ist (event. Scheidungskosten nicht eingerechnet).
    Viele Grüße
    Andreas

    Hallo Arnd,
    habe das Rezept hier aus dem Forum nach Herrn Harbich.
    -200ml Wasser
    -5g Blattpulver
    -5g Agar-Agar
    -15g Weizenkeime
    -3g Bierhefe
    -0,8g Ascorbinsäure (Vitamin C)
    und ich weiss noch nicht, ob pernyi das Futter akzeptiert, bin noch dabei zu testen.
    Gruß
    Andreas

    Hallo Dietmar,
    bislang keine Mehltau-Anzeichen auf den jungen Eichen. Weder in der Wohnung noch in meinem Gewächshaus ( 5-13 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit).
    Versuch eventuell keine Gartenerde zu nehmen, die Sporen überwintern, soweit ich weiß auf dem Boden.
    oder, mir ist aufgefallen, dass im Spätsommer viele Eichen von Mehltau befallen sind. Direkt daneben steht aber oft eine die keine Anzeichen von Mehltau zeigt. Sicher sind einige Bäume genetisch nicht so anfällig, nehm die Eicheln mal von solchen Bäumen.

    Viele Grüße
    Andreas

    Hallo Andreas,
    bei mir muß ich im Juli schon richtig suchen um Eichen ohne Mehltau zu finden. Ich habe manchmal den Eindruck, je kleiner die Eiche, desto mehr Mehltau.
    Allerdings frage ich mich, ob der Mehltau den Raupen wirklich schadet. Ich habe letzten Juni/Juli Raupen von Phalera bucephala in meinem Garten beobachtet. Die fraßen fast 4 Wochen an einer kleinen Eiche, die Blätter waren voll von Mehltau. Hätte ich die Raupen abgesammelt und mit diesen Blättern weitergefüttert, wären sie sicher eingegangen.
    Jedenfalls werde ich die Eicheln nächstes Mal besser aussuchen.

    Viele Grüße
    Dietmar

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    Ja, das Problem mit dem Mehl- oder Russtau kenne auch ich nur allzu gut. Schon ab Mitte Sommer gibt es kaum unbefallenes Laub.
    Für den Vortrieb im Winter verwende ich daher grundsätzlich Erde aus dem eigenen Garten, von der ich weiß, dass sie "unbefleckt" ist.
    Ich habe also keinerlei Probleme mit den "Fensterbretteichen".

    Nette Grüße
    Heinz

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