Eacles imperialis, benötige Zuchttipps

    Hallo zusammen,

    ich versuche zur Zeit die Aufzucht von Eacles imperialis (Generation: F1; 1. Nachzucht)

    Ich habe den Jung-Raupen mehrere Futterpflanzen (Birke, Walnuss, Lorbeerkirsche, Liguster(ovalifolium), Kiefer und Eiche(rubra)) angeboten. Angenommen wurde nach ca. 12 Stunden endlich Eiche und Liguster.

    Ich halte die Raupen getrennt nach den Futterpflanzen in 2 offenen Plexiglas-Behälter (40x40x40 cm) in denen ich kleinen Glasfläschen gewässerte Zweige verabreiche. Die Behälter stehen vor einem Nordwest-Fenster ohne Sonneneinstrahlung (siehe Anhang). Die Zimmertemperatur beträgt ca. 22 Grad.

    Da bei uns in der Oberpfalz(Bayern) aufgrund der ständigen Dauerregen-Perioden die Eichenbestände der Art robur (Stiel-Eiche) alle mit Mehltau befallen sind, verwende ich die robustere Art Quercus rubra, die aus Nordamerika stammt und sich sehr lange wässern lässt ohne zu welken.

    Bei den auf Liguster fressenden Raupen fällt mir auf, dass diese regelmäßig - besonders tagsüber - die Futterpflanze verlassen und im Behälter umherwandern. Ich muß sie dann regelmäßig mit einem Pinsel wieder auf die Futterpflanzen heben, wo sie dann wieder eine Zeit lang weiterfressen diese dann aber wieder in regelmäßigen Abständen verlassen. Dasselbe Verhalten haben auch meine regalis-Raupen auf Liguster gezeigt, bis der Bestand (12 Stück) bis auf 2 Raupen eingegangen ist. Die verbliebenen beiden C. regalis - Raupen habe ich auf unserem Walnuss-Baum ausgebunden. Dort gedeihen sie nun prächtig!

    Nach ca. 8 Tagen befinden sich alle Raupen immer noch im L1-Stadium. Bisher sind schon 4 Jungraupen wegen Nahrungsaufnahme-Verweigerung gestorben.

    Was kann ich tun, um die Vertilität der Tiere zu erhöhen?

    Wechsel aller Bestände auf Quercus rubra versuchen?

    Umgewöhnung auf Walnuss versuchen und anschließend ausbinden?

    Mehr Licht (zeitweise direkte Sonneneinstrahlung?) geben (bei den derzeitigen Witterungsbedingungen leider nicht mögich) ?

    Für Euer Tipps, was ich besser machen könnte, wäre ich sehr dankbar :hilfe:

    Mit entomologischem Gruß,
    Robert

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    hallo,

    habe zur zeit E.imperialis raupen in l1 , l2 und l3. einige fressen gut an eiche (keine ahnung welche, habe diese einfach gegeben) und ein teil an kiefer (Pinus silvestris).
    hatte dieses jahr bereits 2 mal das vergnügen eier/l1 raupen zu erhalten (1x eigene zucht). leider sind mir aber alle nach 3 - 4 tagen an walnuss eingegangen (lag nicht an dem walnussbaum, da ich erfolgreich C.regalis daran gezogen habe).
    nach und nach wechseln die jetzigen tiere, die an eiche fressen auf kiefer um (umherwandern der raupen konnte ich bei mir nicht beobachten). meine raupen halte ich in einem plasikbehälter (boden mit leicht angefeuchteten küchenpapier ausgelegt), mit gazeabdeckung abgedunkelt im schrank, bis l3.
    auf der seite "moths and butterflys of north america" findet man eine recht gute auflistung der raupenfutterpflanzen.
    nach meinen informationen (verschiedene amerikanische/engl.internetseiten) soll bei richtiger futterwahl die aufzucht der tiere genauso problemlos ablaufen wie bei c.regalis und ähnliche arten.


    gruß klaus

    Hallo Klaus,

    da ich Eier von Eacles imperialis i. erwarte - auch eine Frage von mir :

    Du schreibst, das Du die Jungraupen auf feuchtem Papier relativ dunkel bis L3 hälst.

    Werden die Raupen dieser Art ständig feucht gehalten ?

    Danke für Deine Tipps,

    Raimund

    Jede(r) hat so seine/ihre Methoden, Zuchten möglichst verlustfrei durchzuführen und nicht selten muss man eine ganze Menge Lehrgeld bezahlen, bevor's dann doch wieder einmal klappt. Das wissen langjährige Züchter nur allzu gut.
    Nun, der ständigen Futterflucht ist insoferne ganz leicht vorzubeugen indem man möglichst kleine Behälter soweit mit Futterblättern ausstattet, dass wenig bis gar keine Möglichkeit zur Flucht besteht. Natürlich sind diese Behälter nur mit wenigen Raupen zu besetzen.
    Meine Jungräupchen füttere ich mit Walnuss, Rotbuche und Traubenkirsche und alles wird gut angenommen.
    Ein ständiges Feuchthalten erachte ich nicht für notwendig. Ich sprühe so etwa alle 3 Tage mal ganz leicht mit dem Feinzerstäuber in den Behälter und das tut den Tierchen ganz offensichtlich gut.
    Dass die Raupen viel Licht benötigen um vital zu bleiben, kann ich nicht bestätigen. Meine Tiere stehen in einem eher dunklen Eck an der Schattenseite des Hauses.

    Ausbinden an die lebende Pflanze ist meiner Erfahrung nach immer gut. Jedoch sollte man dazu eine wärmere Witterung abwarten.

    Ich hatte jedenfalls weder im Vorjahr noch bisher im heurigen Jahr kaum Ausfälle bei Raupen bei dieser Art. Sie sind absolut keine Kostverächter und auch sonst ziemlich hart im Nehmen.

    Grüße
    Heinz

    Hallo,

    noch ein Ergänzungsfrage von mir:

    Nach erfolgreicher Zucht hab ich nun einige schöne Puppen von Eacles imperalis. Sie liegen derzeit bei mir in der Garage im Puppenkasten. Vertragen die Puppen die hiesigen Wintertemperaturen oder muss ich sie ins Haus holen, sobald es kälter wird?

    Danke für Eure Hilfe, Andreas

    Bin immer auf der Suche nach Automeris-Arten und nehme gerne neben Eiern auch kleinere Stückzahlen von Kokons ab.
    Ebenso suche ich stets interessante leere Kokons aller möglicher Arten.

    Hallo Andreas !
    Eacles imperialis habe ich letztes Jahr an Eiche mit mässigem Erfolg gezüchtet, aus unbekannten Gründen gingen die meisten Raupen in L4/5 ein - kein Mehltau an den Futterblättern !
    Die wenigen Puppen habe ich bis Novemer, auch bei Nachtfrost, im Freien gehalten, ab November dann im Kühlschrank bei ca. 2°. Dann ab Januar kühl im Keller für 4 Wochen, danach Zimmertemperatur, gelegentliches Übersprühen. Nach 3-4 Wochen schlüpften die Falter problemlos.
    Der verfrühte Schlupf wurde absichtlich provoziert, da alle Puppen weibl. waren, und so keine Weiterzucht möglich war.
    Unter natürlichen Bedingungen wären die Falter wahrsch. im Mai/Juni geschlüpft.
    Jetzt habe ich Puppen von Eacles oslari, der von manchen Autoren je auch als Unterart von E. imperialis betrachtet wird. Die Aufzucht an Eiche war völlig problemlos und nahezu ohne Verluste - die Raupen haben sogar eine Urlaubsreise nach Kroatien (Insel Brac) mit Futterwechsel auf eine dort vorkommende Eichenart? (ist noch nicht bestimmt, folgt noch) und wieder Futterwechsel auf einheimische Eiche gut überstanden.
    Die Überwinterung werde ich wie o.a. durchführen.
    Ich hoffe, ich kann Dir hiermit helfen.
    Liebe Grüsse, Hans

    alles klar, dann weiss ich Bescheid. Solltest Du von Deinen oslari einige Puppen gegen ein paar imperalis eintauschen wollen, dann melde Dich bitte. Die Zucht lief bei mir ziemlich problemlos.

    LG, Andreas

    Bin immer auf der Suche nach Automeris-Arten und nehme gerne neben Eiern auch kleinere Stückzahlen von Kokons ab.
    Ebenso suche ich stets interessante leere Kokons aller möglicher Arten.

    Hallöchen,

    meine Raupen legen sich gerade schlafen, wie gehe ich dann mit den Puppen um?
    Kann ich sie überwintern lassen, wenn ja.. wie genau und wie lang?
    Um Futterpflanzen ist es nämlich bei uns schlecht bestellt, sollte es Paarungen und Eier geben über Winter.

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