Acherontia atropos?

    • Offizieller Beitrag

    Hi,

    gestern war ich mal wieder mit dem Fahrrad unterwegs, an der Elbe zwischen Dresden und Stadt Wehlen (Sachsen). Dabei schau ich nebenbei immermal was so auf der Straße liegt, u.a. konnte ich eine größere Menge überfahrene Cossus cossus im vorbeifahren sehen. Kurz vor meinem Wohnort Stadt Wehlen rauschte ich dann an diesem "Lappen" vorbei... Auf den ersten schnellen Blick vom Rad aus dachte ich mir nichts dabei und vermutete S. ocellata oder L. populi dahinter (aufgrund der Jahreszeit und des Flussbewuchses), mich machte aber die Größe und der gelbe Stachel ein wenig stutzig. Also Vollbremsung, umgedreht, zurückgefahren und das Ding eingepackt.

    Beim genauen Ansehen schloss ich die bereits genannten Arten aus, und auch wenn das Vieh nicht mehr sehr ansehnlich ist lässt der gekrümmte, körnig gelbe Stachel und die Größe doch nur eine Vermutung zu - Acherontia atropos.
    Da der Fundort aber an der Elbe in Sachsen ist wäre ich noch an einer zweiten Meinung interessiert, denn so selbstverständlich ist das ja dann doch nicht :winking_face:

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    Nun, schau dir die dokumentierten Funde um Hamburg an in diesem Jahr...
    Das war auch erstaunlich.

    Ich denke, bei dir im Oberlauf der Elbe ist noch ein bisschen attraktiver für atropos, was Wärme etc. betrifft.

    Ich brauche dir sicher nicht zu sagen, dass ich den Fundort der toten Raupe noch ein bisschen intensiver absuchen würde, in der Hoffnung auf ein paar Kollgegen von dem Fahrradopfer zu stoßen.

    Tschau
    Rudi

    Hallo miteinander,
    Eben lesen ich den Beitrag über A. Atropos bei Dresden.
    Als ich in den 60 er Jahren in Riesa ( auch Sachsen ) zur Schule ging kann ich mich an ein Ereignis erinnern :
    In den Herbstferien (Kartoffelferien )war es üblich, das Kinder der verschiedenen Klassen zum Nachsammeln auf die Felder gingen um für einen kleinen Betrag pro Korb Kartoffeln nachsammelten.
    Da ich mich schon immer für allerlei "Kriechzeug" interresiert habe werde ich das nicht vergessen:
    Zwischen allerlei Dreck fand ich ein sich bewegendes Etwas. Schwarz und fingerdick.Ich nahm das zappelte Etwas mit und zeigte es meinem damaligen Biologielehrer.
    Er nahm mir das Tier ab und versuchte mir zu erklären, daß dies ein Schmetterling wird - wenn nichts dazwischen kommt.
    Er zeigte mir Bilder vom Totenkopf und ich bin bis heute fasziniert. Mittlerweile bin ich 58.
    Also, will sagen - ab und an sind sie bei uns, auch weiter nördlich.
    Gruß Raimund

    Ich "durfte" auch Kartoffeln nachsammeln mit meiner Klasse - in den 80ern - A. atropos habe ich damals in der Oberlausitzer Region um Rammenau, Bischofswerde leider nicht finden können, obwohl damals beigeisterter "Jung"-Entomologe.

    Inzwischen habe ich die atropos selbst aufgezogen, danke an R. Bahmann!

    :grinning_squinting_face:

    Grüße

    Ulf

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