Original-Ausbeute Sphingidae aus Bolivien

    Angebot im Börsenteil:


    Lateinischer Name: Sphingidae
    Deutscher Name: Schwärmer
    Herkunft: Nord Yungas , Bolivien
    Preis in Euro: 612 ,- Euro
    Porto + Verpackung: BRD 6,90 Euro ( versichertes Paket ) , Ausland auf Anfrage .
    Zahlungsweise: PayPal oder Überweisung auf Bankkonto ( bei mir Unbekannten Vorkasse ) .

    Original-Ausbeute , 471 Sphingidae in guter Qualität aus Nord Yungas , 1000 bis 1800 m., Bolivien, Januar 2008, sehr hohe Artenvielfalt ,
    Preis : 612 ,- Euro
    Fotos auf Anfrage

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    Hallo Rainer
    Das klingt ja mehr als makaber dieses Super-Angebot!

    Sonstiges: Original - Ausbeute , 471 Sphingidae in guter Qualität aus Nord Yungas , 1000 bis 1800 m. , Bolivien , Januar 2008 , sehr hohe Artenvielfalt ,
    Preis : 612 ,- Euro

    Ausbeute kommt von Ausbeuten, Ausnutzen, Rauben, Plündern, Ausschlachten,
    von Ausbeutern die Ausbeuterei betreiben.
    So lautet die Definition.
    Damit lässt sich anscheinend noch guten Gewissens und legal Kohle machen.
    Na ja, der allfälliger Erlös geht ja sicher an ein Spendenkonto zum Erhalt der Regenwälder oder medizinische Hilfe Bolivien e.V.
    Für die SEHR HOHE ARTENVIELFALLT sollte man ja schon was tun, damit auch nachfolgende Ausbeuter noch eine Ausbeute präsentieren können!
    Mit verständnislosem Gruss
    Yvonne

    Hi,
    auch mir kommt das große K*****.
    Dass solche Angebote keine Halbwertszeit hier haben, ist zumindest merkwürdig.

    Guten Abend,

    der Ton wird immer rauher - bis zum Überschreiten der Geschmacksgrenze.
    Moderatorenratschläge - wie gestern zum Thema "C.simla - Gynander" werden einfach ignoriert (möglicherweise weil einfach das Verständnis fehlt ?)

    Könnte es sein, dass Quantität über Qualität bereits gesiegt hat ?
    (Solange sich noch Leute mit l und Fp aus Cameroon anmelden können :smiling_face:

    Über Jahrzehnte war unter Entomologen der Ausdruck "Ausbeute" ein durchaus gebräuchlicher und ehrenwerter Begriff.
    Ich habe weder Lust umzudenken noch an allen Ecken und Enden mit Weltanschauungen konfrontiert zu werden - die lediglich schlicht, tendenziös und destruktiv sind.
    Dieses Forum ist stark gefährdet !

    Hallo.

    Ich kann es kaum glauben, dass hier schon wieder so ein rauer Ton herrscht. Gerade über kritische Themen wie dieses sollte man möglichst sachlich diskutieren. Selbstverständlich kann es unterschiedliche Meinungengeben.Was diese beiden Damen hier bringen ist unterste Schublade.

    Der Entnahme von Schmetterlingen aus der Natur sollte man immer kritisch gegenüberstehen, doch durch solche Aktionen werden Schmetterlinge mit Sicherheit nicht an den Rand des Aussterbens gebracht.
    Es mag sich komisch anhören, aber bei Tieren mit solch extremen Reproduktionsraten fällt die Entnahme von einigen Tieren überhaupt nicht ins Gewicht.
    Viel wichtiger für Schmetterlinge sind geeignete Habitate.
    Der Schutz von Schmetterlingen kann nur über den Schutz und die Erhaltung geeigneter Lebensräume führen.

    Ich persönlich würde ein Lot von über 400 toten Schmetterlingen auch nicht kaufen wollen. Die gefallen mir lebend viel besser.

    Ichb schlage den beiden damen vor, sich demnächst konstruktiv an Diskussionen zu beteiligen oder einfach zu schweigen. Beleidigungen und freche Kommentare haben hier bei Actias nichts verloren !!!

    mfg,

    Flo

    Was Sie beide hier von sich geben, muß ich, der seit 25 Jahren wissenschaftlich mit Schmetterlingen arbeitet, als naiv, unwissend und gegenüber Herrn Marx als bodenlose Unverschämtheit bezeichnen, die hier unbedingt eine Entschuldigung Ihrerseits erfordert.

    "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten"

    Was machen Sie beide hier im Forum, sammeln Sie Briefmarken, sind Sie frustrierte Hausfrauen, die unzufrieden sind, weil das neuste aus Tierversuchen resultiernde Make- up nicht Ihren Vorstellungen entspricht, oder sind Sie Entomologen, wie alle hier im Forum, die Freude an einem der schönsten Hobbys haben?

    Ich arbeite seit über 10 Jahren mit Herrn Marx zusammen, wie viele andere auch, Museen in der ganzen Welt, Universitäten und Wissenschaftler. Gäbe es Ihn nicht, der unter schwierigsten Bedingungen, in die entlegenen Gebiete dieser Erde reist, mehrfach sein Leben riskiert hat, dann wären heute etwa 100 Insektenarten unbekannt und der Allgemeinheit nicht zugänglich, wären von mir und anderen nicht wissenschaftlich beschrieben worden, hätten nicht gezüchtet werden können usw.

    Was verbreiten Sie blos für einen Unsinn? Das Wort "Ausbeute" oder "Expeditionsausbeute" wird seit Humboldt und noch viel früher gebraucht. Wissen Sie eigentlich was das heißt, bei 30°C und Dauerregen in einem Deguefieber und Malaria verseuchten Gebiet nachts 12 Stunden an einer Fanglampe zu sitzen, die Flugzeiten jedes Faltes zu dokumentieren usw. ?

    Haben Sie eine Vorstellung was eine Expedition über 3 Monate kostet, oftmals ohne Erfolg zu haben, weil das Wetter nicht mitgespielt hat?

    Will man die Artenvielfalt in einem Biotop ganzheitlich abbilden, muß man natürlich große Mengen fangen, weil man sie erst später determinieren kann.

    Ich selbst habe schon in vielen Nationalparks gearbeitet, und die Artendichte usw. bestimmt, aus den Zuchten Rückschlüsse auf die Futterbäume der seltenen Arten gezogen, die dann besonders geschützt werden müssen.

    Letztendlich weiß ich ja nicht, womit Sie sich beschäftigen, sollten es Schmetterlinge sein, dann fragen Sie sich einfach mal, woher das hier angebotene Zuchtmaterial kommt, denn es fällt nicht vom Himmel, jemand wie Herr Marx hat es uns zur Verfügung gestellt und ich bin ihm sehr dankbar dafür.

    Dass er das nicht umsonst machen kann, ist ja wohl klar. Der Preis für diese Ausbeute ist lächerlich gering, ich hätte 1.000 Euro verlangt, damit wenigstens der Flug nach Bolivien gegenfinanziert wäre.

    F. Meister

    • Offizieller Beitrag

    In actias.de sind Beiträge nicht nur erwünscht, sondern notwendiges Lebenselexier, damit alle Mitglieder etwas von diesem Forum haben und das Forum mit Leben erfüllt wird. Dazu gehört allerdings ein guter Umgangston! Man kann sicher darüber streiten, wo die Grenze des guten Tons zu ziehen ist, hier ist sie aber auf jeden Fall überschritten!

    Es kann nicht angehen, dass hier Mitglieder an den Pranger gestellt und (so empfinde ich es!!) beschimpft werden, weil sie etwas machen, was zunächst einmal lediglich der Natur der Sache entspringt, nämlich u.a. das Sammeln von Insekten.

    Warum diese "Ausbeute" hier angeboten wird, ist doch erst einmal für uns Aussenstehende gar nicht ersichtlich. Sicherlich gibt es auch Handeln aus reinem Proftinteresse. Vorstellbar sind aber genausogut andere Gründe, wie das Besammeln zu Forschungszwecken. Wäre es also nicht sinnvoller, den Anbieter zunächst einmal nach den Hintergründen zu befragen und dann zu urteilen?

    @saba: Deine Wortwahl ist nicht angebracht! Du solltest bedenken, dass dies ein offenes Forum ist und wir alle die Beiträge lesen. Ich fühle mich durch derartige Äußerungen jedenfalls belästigt und denke, dass ich für die Vielzahl der Mitglieder spreche. Dein K-Wort habe ich daher entschärft!

    Zitat

    FrankyM schrieb:"Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten"


    Da bin ich nicht ganz einverstanden. Das Spektrum der ACTIAS-Mitglieder ist breit:
    Entomologie-Professoren, Leiter von Naturschutzbehörden, Autoren von bekannten Insektenbücher, Lehrer, über 80jährige Sammler, Kinder, fröhliche Hobby-Schrecken-Züchter und viele mehr!
    Da ist auch der Wissensstand sehr unterschiedlich.

    Wer hier etwas nicht versteht oder nachvollziehen kann, soll ruhig fragen.

    Und das meine ich wörtlich: die Fragestellung ist immer noch die beste Form einer kontroversen Diskussion.

    Das Wort »Ausbeute« hat nun mal einen negativen Wert und bedarf in diesem Zusammenhang einer Erklärung.

    Das ist nämlich auch eine Aufgabe von ACTIAS: die Weitergabe von entomologischem Fachwissen.
    Aber bitte nicht besserwisserisch oder vorwurfsvoll formulieren, sondern sachlich und verständlich.

    Was mir grundsätzlich missfällt:
    Wenn anstelle von sachlichem Argumentieren auf die Person geschossen wird.
    Da hat flow1979 recht: Beleidigungen und Unterstellungen haben hier keinen Platz.

    Ich denke, man muss nicht immer gleicher Meinung sein.
    Sonst wäre ACTIAS stinklangweilig.

    Ich verschiebe dieses Thema dorthin, wo es hingehört, ins Forum der Diskussionen über Schmetterlinge.
    Börsenangebote brauchen nicht kommentiert zu werden.
    Die akzeptiert man oder ignoriert sie.

    Nun, die Beurteilung ist sehr subjektiv ausgefallen, deshalb hier eine Richtigstellung (für mich):
    Keine Briefmarken aber Tomatensorten, ich bin engagierte Gärtnerin in einer Institution mit Bio-Landwirtschaft, ich trage kein Make-up und auch keine Stöckelschuhe, die dreimal wöchentlich aufgetragene Gesichtscreme ist vom Bioladen Dr. Hauschka (Öko-Test sehr gut und ohne Tierversuche), aber ich bin auch keine Entomologin wie anscheinend viele hier, sondern nur Hobbyzüchterin von einheimischen Faltern.
    Ich lasse Schmetterlinge fliegen, in ihren Biotopen oder zur Unterstützung in renaturierten Gebieten, wo sie mal vorkamen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen zum Erhalt der Schmetterlinge.

    Das Wort Expeditions-Ausbeute hat für mich einen bitteren Nebengeschmack. Seit Humboldt sind unzählige Tier und Pflanzenarten durch den Menschen - nicht zuletzt auch durch den Sammeltrieb und dieTrophäenjagd - ausgerottet worden. Natürlich auch durch die Lebensraumzerstörung.
    Von den wissenschaftlichen Forschungszwecken bin ich nicht so begeistert, unter diesem Deckmäntelchen werden ja auch die Wale abgeschlachtet.
    Ich denke, es existiert eine Kluft zwischen den Meinungen der etablierten Entomologen und der fröhlichen Hobby-Schrecken-Züchtern! Ich kann mir nicht vorstellen dass die Tiere hinter Glas den (noch) freilebenden Individuen zum Überleben verhelfen können. Am schlimmsten finde ich bereits ausgestorbene Exemplare, die nur noch auf diese Art besichtigt werden können.
    Gibt es konkrete Projekte und Resultate?

    Yvonne

    Hallo Yvonne,

    warum nicht gleich so ???

    Jeder hat das recht seine Meinung zu äußern, aber man sollte auch daran denken, dass hinter den hier verfassten Beiträgen echte Menschen stecken, mit Gefühlen, und keiner hat es verdient persönlich angegeriffen zu werden.

    Ich bin auch für einen engagierten Naturschutz. Du soltest aber bedenken, dass bei einem ganz normalen Sommergewitter in einem kleinen Waldstück tausende Exemplare einer seltenen Schmetterlingsart sterben. Das gleiche trifft auch auf andere Klimaereignisse zu. Da braucht man glaube ich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man einige Exemplare dieser Art der Natur entnimmt.

    Sinnvoll wäre es, die Habitate bedrohter Arten als Schutzgebiete auszuweisen.
    Der Bau von immer mehr Straßen und Wohngebieten ist eine echte Bedrohung für Schmetterlinge, deren Lebensräume immer kleiner werden und immer weiter voneinander entfernt liegen.
    Das kann einen schon wütend machen....

    Mfg,

    Flo

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    Von Matthias :

    Zitat

    Gibt es konkrete sachliche Fakten/Beweise eines wirbellosen Tieres, dass auf Grund des Sammelns an das Existenzminimum oder sogar zum Aussterben gebracht wurde und dessen Habitat noch vollständig erhalten ist?

    Ja, das glaube ich schon. In meiner alten Heimat, im Vogtland, wurde 1986 ein Geheimtipp, nur durch Mundpropaganda weitergetragen. Es handelte sich dabei um ein Vorkommen des Hochmoorgelblings, Colias palaeno.
    Grade an Wochenenden gaben sich da so um die 10-20 Sammler die Hand.

    Das kleine Hochmoor ist nach wie vor intakt, in den 50’ger Jahren hatte man das Torfstechen eingestellt. Den Falter gibt es Heute zumindest da nicht mehr.

    Es liegt also schon auch bei uns Sammlern eine gewisse Verantwortung.

    Natürlich ist das Grundübel die Vernichtung der Lebensräume, da sind wir uns sicher einig.

    Gruß Falk

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