Actias Selene Raupen blass

  • Hallo :)


    Ich bin neu hier auf Actias und versuche mich gerade an Actias Selene und habe ein Problem, und hoffe sehr, dass Ihr mir helfen könnt.


    Ich habe mir von einem Züchter 10 Eier gekauft, und nach ca einer Woche sind 6 Räupchen geschlüpft (nicht gleichzeitig). Das letzte mal als ich Actias Selene raupen hatte, wollten sie nicht essen und sind leider eingegangen :(. Diesmal habe ich ihnen mehrere Futterpflanzen zur Auswahl gestellt und sie haben sich für spätblühende lorbeer entschieden. (ich glaube zumindest das es die ist)


    Ich halte die kleinen in einer kleinen Plastikdose, in der ein feuchtes Pad liegt. Ich tue ihnen immer alle zwei Tage frisches Futter rein und mach etwas sauber, und drei Raupen haben sich gehäutet und wachsen sehr gut, aber die anderen drei bewegen sich seit zwei Tagen nicht und essen dementsprechend auch nicht. Heute habe ich bemerkt, dass zwei der drei auch blasser geworden sind. (Sieht man auf den Fotos nicht allzu gut)


    Ich dachte erst, sie wären tot, aber als ich sie mit einem Blatt leicht angetippt habe haben sie sich bewegt.



    Wisst Ihr vielleicht woran das liegen könnte? Ich habe die drei jetzt erst einmal in eine andere Dose getan.


    Ich hoffe, den kleinen ist noch zu helfen... oder ist das am Ende sogar normal und ich bin nur zu fürsorglich?


    Viele schöne Grüße

    Amira :)


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  • Hallo,

    ich würde sagen die drei häuten sich bald.

    In dieser Zeit fressen sie nicht und sitzen regungslos da!

    Am besten nicht mehr bewegen.

    Der schlimmste Fehler ist es, die Raupen von ihrem Sitzplatz zu lösen,da die Raupe sich extra eine Unterlage zum Festhalten gemacht hat.(Seidenfäden)

    In kleinen Dosen kann man das gegen das Licht ganz gut erkennen wenn sie sich an der Wandung solcher Dosen häuten.

    Viel Glück weiterhin mit deinen Räupchen...


    Beste Grüße Micha

  • Hallo,

    kann Micha nur zustimmen.

    Empfehle Dir weiterhin die älteren von der jüngeren Raupen getrennt zu halten. Dadurch lassen sich Störungen bei der Häutung leichter vermeiden, da die Vermischung von "wir wollen Fressen" und "wir wollen uns häuten" -Raupen deutlich geringer ist.

    Weiterhin viel Erfolg.


    Beste Grüße Armin

  • Hallo Amira,

    ich würde dir raten die frisch gehäuteten L2, nachdem sie wieder angefangen haben zu fressen, auf ein bis zwei,

    drei bis vierblättrige Tiebspitzen, in einen angepasst größeren Behälter zu setzen. Somit haben sie mehr platz

    und sie stören sich nicht gegenseitig. Jede wird sich ihren platz auf einer Mittelrippe an der Blattunterseite suchen.

    Dort wird sie sich ein Sitzpolster (Gespinst ) anfertigen von dem sie zu Blattspitze läuft und frisst. Die Triebspitzen

    sollten senkrecht stehen und nicht wagerecht liegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Luftfeuchtigkeit durch die

    Verdunstung der angepassten Blattmasse erhöht. Mehrmals täglich gut lüften und gut darauf achten, dass sich in

    dem Behälter kein Kondenswasser an den Seitenwänden/Deckel bildet. Das ganze immer angepasst, Anzahl der Raupen

    zur Blattmasse und Behältergröße. ;)


    Weiterhin viel Erfolg :dafür:


    Grüße

    Heiner

    Wer mit Tieren und Pflanzen in der richtigen Weise umzugehen weiß,
    erschließt für sich Quellen unversiegbaren Reichtums. ( Max Metzger )

  • Moin Amira,

    eine schöne Fotodoku, die aber auch zeigt, dass Du prinzipiell etwas falsch machst. Die Räupchen müssen nicht von einem Teller mit Blattresten gefüttert werden, sondern sitzen gerne unter den ganzen Blättern auf oder nahe der Mittelrippen, oder am Blattstiel. Sie kriechen dann selber zum Rand, um zu fressen. Es ist also besser, einen Trieb mit möglichst mehr als nur ein Blatt zu reichen. Auf keinen Fall aber zerstückelten Blätter flach auf einer Unterlage. Die Blätter sollten sich möglichst horizontal in der Dose (wir nehmen Ferrero-Dosen) befinden, aber den Boden nicht flach berühren. Die Raupen werden sich eine für sie geeignete Stelle aussuchen. Um den Weg zum Futter bei grossen Blättern zu erleichtern, könnte man einige (5-6) Zacken je Blatt vom Aussenrand bis zur Mittelrippe ausschneiden. Sie werden dann meist in den Zacken anfangen zu fressen. Trockenes, saugfähiges Papier am Boden nimmt die Feuchtigkeit auch der Ausscheidungen besser auf als feuchtes Papier, das auch eine Schimmelbildung begünstigen würde. Das saugfähige Papier kann 2x täglich gewechselt werden, aber die Räupchen nicht vom Futter nehmen. Wenn das Futter nicht mehr gut oder nahezu verbraucht ein sollte, neues Futter einfach dazu geben. Die Räupchen kriechen von selber über, wenn sie wollen oder können. Das tun sie natürlich nicht, wenn sie sich für die Häutung vorbereiten. Sind alle Raupen übergekrochen, kann das alte Futter entsorgt werden. Wir halten Rhododendron als ein geeigneteres Futter als die Kirschlorbeere.

    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

  • Hallo Ulrich!


    Ok, die Blätter horizantal und an einem Stängel... Aber brauchen die Raupen nicht auch noch Luftfeuchtigkeit? Eine Ferrero Dose könnte ich ja mit einem Trieb drinne nicht zumachen... oder wie genau meinst du das?


    Ich hatte vor, ein größeres Einmachglas zu nehmen, auf den Deckel etwas Styropor zu kleben, Küchenpapier drauf und die Stängel dann ins Styropor stecken. Das Glas dann obendrauf, damit da noch Luftfeuchtigkeit bleibt und 1-2 mal am Tag lüften.


    Wäre das auch eine gute Möglichkeit?


    Ich habe noch im Hinterkopf, dass die Raupen irgendwann nicht mehr so viel Luftfeuchtigkeit brauchen, dachte aber, dass das erst nach der zweiten Häutung der Fall ist.


    Schöne Grüße

    Amira

  • Amira,


    die notwendige Feuchtigkeit holen sich die Raupen aus den Blättern und die Luftfeuchtigkeit entsteht durch trocknende Blätter bzw. feuchten Kot, auch im Winter. Wir machen die Ferrero-Dosen zu und klemmen im Deckel auch noch 2 Blatt Toilettenpapier ein, damit 1. überschüssige Feuchtigkeit aufgefangen wird, 2. keine Feuchtigkeit am Deckel kondensieren kann und 3. die Raupen am Toilettenpapier hängen können, ohne einen feuchten Deckel zu berühren. Dann muss das Futter allerdings unbedingt auch bis an das Toilettenpapier reichen / stossen. Dein Vorschlag mit dem Einmachglas erfüllt den gleichen Zweck, aber Feuchtigkeit wird sich dann am oben liegenden Glasboden sammeln, weil es nicht entweichen kann, oder nicht aufgefangen wird.


    Wir legen die Zweigchen diagonal in die Dose damit sie nicht auf dem Boden zu liegen kommen und knicken die Blätter so, dass sie möglichst waagerecht liegen. Die Blattspitzen werden nach unten umgebogen. Das geht natürlich nur mit kleineren Blättern so. Oft sitzen die Räupchen unter dem Deckel oder an einer Seite und beginnen gemeinschaftlich zu fressen. Deshalb halte ich bei Actias eine Vereinzelung bei Jungräupchen nicht für so gut. Im 1. Kleid passen da gut 15-20 Räupchen und im 2. Kleid 6 Raupen in eine Ferrero-Dose. Mehrmals am Tag (mind. morgens und abends) lüften nicht vergessen und sich feucht anfühlendes Papier besser sofort auswechseln.


    Jungräupchen benötigen eine feuchte, aber keine nasse Umgebung. Wir hatten letztes Jahr sehr gute Erfahrungen bei verschiedenen Actias gemacht, indem die frisch geschlüpften Eiräupchen zuerst besprüht und erst dann an das Futter gelassen wurden. Sie saugten gierig die Flüssigkeit auf. Aber nach etwa 30 Minuten müssen die ins Trockene auf das Futter. Diese Raupen frassen sofort besser, wuchsen schneller und es gab keine Ausfälle.


    Auch erwachsene Raupen benötigen etwas Luftfeuchtigkeit, aber keine stehende Nässe und auf keinen Fall Schimmel. Gerade im Winter ist die Luft sehr trocken und es bildet sich schnell Kondensat an den Gläsern (meist nur an einer der Wärmequelle abgewandten Seite) wegen der kühleren Umgebungsluft. Bei geschlossenen Zuchtgefässen ist genügend Feuchtigkeit durch Verdunstung der Pflanzen vorhanden.


    Deine Glasmethode ist natürlich eine Möglichkeit, aber Räupchen sind keine Goldfische und deshalb würde ich davon absehen, weil die Handhabung zu kompliziert ist. Eine anfangs nicht zu grosse transparente Plastikbox tut es auch es muss nicht Ferrero sein.


    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

  • Noch zwei Tips: die untere Lage Papier muss flach liegen und kannst Du ruhig etwas grösser lassen, damit es an den runden Seiten etwas hochkommt. Wir nehmen genau ein Blatt Toilettenpapier für die Ferrero-Dosen. Nie das untere Papier falten, denn ansonsten können die Räupchen zwischen die Papierlagen kriechen und verhungern. Sie würden das Papier dann für ein Frassblatt halten. Wir lassen den Stengel deutlich länger, damit er diagonal (von der Seitenansicht diagonal!) in der Box liegt. Den Zweig also noch etwas länger lassen. So können Räupchen vom Boden aus auf den Zweig krabbeln, aber auch vom oberen Bereich (wenn sie auf dem Papier unter dem Deckel sitzen) auf das Futter. Das Futter reicht bei Dir nicht bis an das obere Papier heran. Ich würde hier noch einen etwas längeren Zweig drauflegen. Macht nichts, wenn die Blätter das Papier etwas hochdrücken. Geht einfacher, wenn Du 2 Blatt unter dem Deckel nimmst und die Enden ruhig über hängen lassen. Nicht zurecht schneiden. Geht dann schneller mit dem Papier.

    Notfalls könnte ich morgen früh ein Foto senden!?

    Viele Grüsse

    Ulrich

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  • Moin Amira,

    anbei drei Bilder, die unsere Zuchtanordnung bei Jungräupchen (1.- max. 3. Kleid) verdeutlichen. Habe das Zweigchen etwas kurz abgeschnitten - dürfte ruhig länger sein, damit einige Blattspitzen etwas umgebogen auch gut an der Schmalseite der Box liegen. Dort fangen die Raupen oft an zu fressen. Die Unterlage kann leicht gewechselt werden, ohne die Räupchen zu stören, also ohne Futterwechsel. Das obere Papier wird täglich oder sobald es sich feucht anfühlt gewechselt. Sitzen Räupchen bei Wechsel auf dem Papier, diese ausschneiden und mit Papierfetzen auf die Unterlage / Blätter setzen. Kann man auch bei Futterwechsel mit dem Blatt machen, falls die nicht überkriechen. Nie die Räupchen / Raupen von der Unterlage nehmen weil die Bauchfüsse einreissen könnten. Wir haben immer mehrere Boxen, also je eine saubere leere bereits vorbereitet mit Papier und eine volle mit Räupchen. Dann muss nur das Futter (mit Räupchen) von Box zu Box umgesetzt werden, was sehr viel Zeit einspart. Die Blätter müssen nur bei Zuchtbeginn eingeschnitten werden, also im 1. Kleid solange die Raupen noch nicht gut fressen. Nach Schlupf der Eiräupchen den Zuchtbehälter dunkel stellen (im Schrank) wirkt Wunder. Eier nie dunkel stellen, denn die Räupchen brauchen oft Tag- / Nachtverhältnisse für den Schlupf.

    Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten eine Zucht erfolgreich durchzuführen, die hier auf ACTIAS zu finden sind. Mit der von uns beschriebenen Version hatten wir bisher sehr gute Erfolge erzielt.

    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

  • Vielen lieben Dank für die Fotos!


    Ich habe es nicht ganz so hinbekommen, da die Blätter entweder zu groß waren, oder der Stängel zu kurz, also habe ich unten etwas Styropor hingelegt und den kurzen Stängel mit den Blättern dort diagonal reingesteckt, so das die Blätter eben waagerecht sind.

    Ist ja fast das selbe. :)


    Übrigens haben sich zwei der drei Raupen bereits gehäutet.


    Nochmals Danke für eure Hilfe!


    Schöne Grüße

    Amira

  • Hallöchen


    Könnte mir vielleicht jemand sagen in welchem Abstand die Häutungen ungefähr stattfinden?


    Meine drei größeren Raupen fressen nämlich nicht mehr seit ich sie in die neue Box gesetzt habe. Sie sind zwar auf die neuen Blätter drauf, aber jetzt bewegen sie sich nicht mehr.

    Geht das so schnell mit den Häutungen und die nächste steht schon an?:/


    Die drei sind auch doppelt so groß wie die jüngeren, die fleißig an den Blättern knabbern.


    Schonmal Danke für die antworten :)


    Schöne Grüße

    Amira

  • Amira,

    ist ganz verschieden mit der Dauer der Vorhäutungsstadien. Die kann bis zu 3 Tage dauern. Etwa alle 5-7 Tage sollte eine Häutung sein, abhängig von vielen Faktoren, auch Mikroklima in der Box und Futterqualität. Meine Beobachtungen, je besser das Futter und je schneller das Wachstum, um so länger dauert das Vorhäutungsstadium. Aber das sind nur Beobachtungen, die (noch) nicht speziell untersucht wurden.

    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

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  • Hallo!


    Seit ich die Raupen umgesetzt habe, scheinen sie alle viel weniger zu essen, und ich weiß einfach nicht woran es liegen könnte...

    Die einzige Veränderung, an der es meiner Meinung nach liegen könnte, ist das es viel weniger Luftfeuchtigkeit gibt als davor. Könnte den Raupen die Umstellung zu schnell gegangen sein? Seit der Häutung sind sie kaum gewachsen, die kleineren Orangenen sind so klein wie davor...


    Ist das normal, dass die Box etwas streng richt? Also ich glaube schon, wegen den Blättern, aber ich dachte ich Frage lieber nochmal nach.


    Noch eine Frage: Sollte ich vielleicht Rhododendron mit in die Box tun, weil es ja al besseres Futter gilt. Oder ist das unötig wen die Raupen auch die Lorbeer essen?


    Ich füge noch einpaar Fotos mitein, vielleicht könnt Ihr da ja etwas entdecken. Eigentlich hatte ich mehr Blätter drin, aber die anderen wurden alt und die Raupen waren alle auf den neuen Trieb übergesiedelt, da habe ich den alten rausgenommen.


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