Bitte um Bestimmung/Industriemelanismus/Birkenspanner

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    So umstritten ist der Industriemelanismus gar nicht- er wird nur meistens falsch verstanden...
    Melanistische Tiere treten bei B. betularia ganz natürlicherweise immer wieder mal auf, ebenso wie bei manch anderen Arten... das hängt aber nicht von Industrie, oder Rauch oder irgendwas anderem ab, sondern ist einfach eine immer wiederkehrende Farbform.

    Der Name "Industriemelanismus" wurde geprägt durch das gehäufte Auftreten dunkler Exemplare in industriell beeinflussten Gebieten... Grund hierfür war schlicht ein veränderter Selektionsdruck. Für gewöhnlich sind weiße Birkenspanner auf weißer Birkenrinde besser getarnt und werden weniger gefressen... wenn die Rinde aber vom Rauch schwarz wird, dann haben die schwarzen Artgenossen den Tarnungsvorteil und die weißen Falter werden gefressen...
    In Kombination mit der rel. kurzen Generationsdauer kann so sehr schnell eine Veränderung der Population erzielt werden... weg von weißen, hin zu schwarzen Faltern.

    • Offizieller Beitrag

    Melanismus tritt bei Insekten generell häufiger auf. Es kann durchaus gelegentlich zu spontanen Mutationen kommen die melanistische Tiere hervorbringen, die sich je nach Umwelteinflüssen auch in der Population manifestieren können bzw. an Häufigkeit zunehmen, wenn sie denn einen Vorteil bieten.
    Natürlich entstehen die Mutationen nicht als Antwort auf veränderte Umweltbedingungen, aber das ist bei keiner Anpassung so.
    Das ist nicht nur falsch verstandener Melanismus sondern auch falsch verstandene Evolution und Genetik.

    So unumstritten finde ich den Industriemelanismus nicht unbedingt, ich glaube es gab an anderer Stelle schon eine ähnliche Diskussion.
    Es wurden einige Studien dazu gemacht: Ob schwarze Falter an flechtenbewachsener/dunkler Rinde besser getarnt sind, ob sie deswegen tatsächlich weniger gefressen werden (bzw. der umgekehrte Fall an weißer Baumrinde), ob Vögel wirklich nennenswerte Prädatoren darstellen und wie sich die Häufigkeitsverteilung der Farbformen ändert. Nichts von den Untersuchungen von denen ich weiß scheint mir zweifelsfrei zu belegen das die Farbform wegen der Verschmutzung zugenommen hat. Mag sein das die schwarze Farbform zugenommen hat seit sie entstanden ist, aber dafür könnten sehr viele Faktoren verantwortlich sein. Vielleicht ist auch keine dieser Formen besser getarnt als die andere, dann wären Häufigkeitsschwankungen zu erwarten die mal in die eine oder die andere Richtung gehen und durch Zufall entstehen. Da wäre auch die Tatsache das es vor der Verschmutzung auch schon dunkle Baumstämme gab an denen die dunklen Tiere besser getarnt sind. Ich glaube nicht das Birkenspanner spezifisch auf Birkenrinde sitzen.

    Gruß Dennis

    Doch, doch Britta,
    das Thema ist immer noch sehr umstritten.
    Du schreibst...


    "Der Name "Industriemelanismus" wurde geprägt durch das gehäufte Auftreten dunkler Exemplare in industriell beeinflussten Gebieten... Grund hierfür war schlicht ein veränderter Selektionsdruck. Für gewöhnlich sind weiße Birkenspanner auf weißer Birkenrinde besser getarnt und werden weniger gefressen... wenn die Rinde aber vom Rauch schwarz wird, dann haben die schwarzen Artgenossen den Tarnungsvorteil und die weißen Falter werden gefressen..."


    Das größte Problem dieser Theorie (eher sogar Hypothese): Die Falter ruhen nicht auf der Rinde!
    Für eines der Experimente wurden tote Exemplare auf den Stämmen befestigt. Was natürlich zu verfälschten Ergebnissen führen muss.
    Auf der anderen Seite wurden auch in naturbelassenen Gegenden mit kaum Luftverschmutzung zeitweise verstärkt melanistisch verdunkelte Exemplare des Birkenspanners gefunden.
    Hier ein paar Links zu Beiträgen im Lepiforum, in denen das Problem ausführlich diskutiert wird.
    Industriemelanismus ist dennoch nicht wirklich nachgewiesen, denn ...
    Guckstdu mal hier oder dort, aber jedenfalls über den Tellerrand ...
    Erwischt?
    Erwin hat recht!
    Links zum Originalartikel und den Supplementen
    Links zum Originalartikel und den Supplementen


    So, Britta, jetzt hab ich dich und alle anderen Interessierten mit jeder Menge Lese- und Diskussionsstoff versorgt.
    Viele Grüße
    Peter

    • Offizieller Beitrag

    Danke, Peter das du ein bisschen Lesestoff dazu ausgegraben hast. Meiner Meinung nach ist das eine nette Hypothese die man sich am Schreibtisch ausgedacht hat, die allerdings einen Zusammenhang herstellt der nicht vorhanden ist. Es werden in den Untersuchungen komplexe Zusammenhänge auf einfache Muster runtergebrochen und damit irgendwelche rechenspielereien angestellt. Ich denke kaum das man das Verhalten einer Art mit "Sitzt auf Baumstämmen oder an Ästen oder was weiß ich" oder mit "Falter mit heller Farbe wird auf dunklem Untergrund mit 98 % Wahrscheinlichkeit gefressen" beschreiben kann. Die Überlebenswahrscheinlichkeit ist doch sehr komplex und hängt von sehr vielen Faktoren ab, mitunter auch stark vom Zufall. Daher wird es in unterschiedlichen Regionen und Jahren sicher starke Schwankungen in den Häufigkeitsverteilungen geben, die vielleicht auch einen längerfristigen Trend aufweisen. Das nun aber mit der zufällig zur selben Zeit auftretenden Luftverschmutzung zu korrelieren ist finde ich ein falscher Zusammenhang. Für mich existiert soetwas wie "Industriemelanismus" nicht.

    Gruß Dennis

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    Da hab ich jetzt wieder viel gelesen und bin doch nicht schlauer. :angry_face:

    In Wirklichkeit gibt´s scheinbar keine vernünftigen Beweise.

    Wieso ist es denn so kompliziert so etwas zu belegen?
    Kann man denn nicht aus weißen Faltern dunkele hervor bringen, indem man immer die Hellsten aus der Zucht entfernt?
    Wieso muss man denn den Selektionsdruck den Vögeln überlassen?

    Tja -
    wenn's so einfach wäre! Dazu müßte man erstmal wissen, wie der Erbgang der betularia-Färbung ist (wahrscheinlich ist der Melanismus recessiv). Durch reine Zuchtselektion wird es kaum möglich sein, Gene für helle bzw. dunkle Färbung dauerhaft zu 'bevorzugen'. Wie auch immer - betularia als leuchtendes Beispiel für die Selektion (hier: Industriemelanismus) hochzuhalten, ist wissenschaftlich gesehen - freundlich ausgedrückt - wenig substantiell. In den vorangegangenen Kommentaren wurden in dieser Hinsicht schon sehr gute Argumente gebracht...
    Nicht nur bei betularia, sondern auch - beispielsweise - bei Dasychira pudibunda findet man sämtliche Farbvarianten (im Freiland!!) direkt nebeneinander. Ich selbst hatte schon eine Kopula von betularia schwarz/weiss am Licht. Die Nachkommen dieser Zucht haben beide Farbschläge gezeigt.
    LG,
    Lepidopterix

    • Offizieller Beitrag

    Was Torsten machen will kann man theoretisch schon, aber man hätte dann keine dunklen Tiere die mit denen in freier Wildbahn gleichzusetzen wären. Es wäre durchaus möglich die melanistische Variante durch reine Zuchtselektion zu separieren, aber das würde einige Generationen dauern (kann man sich ausrechnen). Ich weiß zwar auch nicht wie der Erbgang ist, aber ich nehme auch an das er rezessiv ist, das würde man bei der Zucht aber schnell merken. Den Selektionsdruck muss man deshalb den Vögeln (bzw. den Prädatoren der Art) überlassen, weil es darum geht, warum die Häufigkeit in der Natur ein bestimmtes Muster hat. Das die Häufigkeit der melanistischen Tiere zunimmt, wenn du alle hellen aussortierst kann ich dir auch so sagen, dafür brauchst du kein Experiment zu machen.

    Gruß Dennis

    Zuerst mal ganz lieben Dank, Peter, für den guten Lesestoff- die Links sind hier wirklich ganz interessant und passend platziert :smiling_face:

    So eine Diskussion wollte ich mit meiner Erklärung eigentlich gar nicht lostreten :grinning_squinting_face: Natürlich gebe ich euch mit allen euren Zweifeln an der Hypothese Recht, und natürlich sind auch alle Kritikpunkte an stark vereinfachten Versuchs- und Erklärungsmodellen absolut berechtigt! Ich wollte nur mal den Begriff "Industriemelanismus" per Definition wiedergeben und grob erklären, inwiefern Anpassung hier (zugegeben recht schematisch) eben auch in kürzerer Zeit ablaufen "könnte".
    Ob B. betularia nun ausschlieslich auf Birkenrinde rumsitzt wage ich ebenfalls sehr stark zu bezweifeln ... was jedoch bereits wissenschaftlich getestet wurde ist die Bedeutung von Prädatorendruck auf Falter und deren (Tarn-)färbung bei passendem oder unpassendem Untergrund (z.B. Webster et al., 2011). Eine Studie, die meineserachtens nur das Offensichtliche wiederholt... gäbe es keinen Prädatorendruck auf dieser Welt, der irgendwie auch Färbung über Generationen hinweg steuert, dann gäbe es auch sehr wahrscheinlich keine Tarnfärbung, keine Somatolyse, keine Mimese - nichts dergleichen. Der evolutive Zweck nicht gefressen zu werden ist die einzige Erklärung für rindenfarbene Falter (würden sich diese nicht auf Rinde, sondern immer nur auf Blätter setzen, hätte die ganze Tarnfärbung reichlich wenig Sinn...bzw. dann hätte die Evolution ganz bestimmt dafür gesorgt, dass sie nicht rindenfarben, sondern blattgrün wären :winking_face: ).
    Nochmal kurz zu Melanismus per se: Es handelt sich bei wiederkehrender, dunkler Färbung keinesfalls um eine Mutation... eine Mutation ist eine in der Natur vereinzelt auftretende Anomalie. Bei betularia und Co. sind es schlichtweg Farbformen- die aber immer wieder und zuverlässig auftauchen.
    Die Faktoren, die verantwortlich für melanistische Flügelfärbung sind, sind tatsächlich vielschichtig, können also weder auf die reine Genetik, noch auf reine Umweltfaktoren reduziert werden... soweit mir bekannt ist, wurden bereits Genetik, Wachstumsgeschwindigkeit, Temperatur (während der Larvalentwicklung), Temperaturschwankungen (während der Puppenentwicklung- speziell in der sensiblen Phase) und die Nitrogen-Verfügbarkeit (welche wichtig zur Melaninsynthese wie auch fürs Wachstum per se wichtig ist) als beeinflussende Elemente für Melanismus ausgemacht (hierzu hat sich bereits Wohlfahrt den Kopf zerbrochen... es beschäftigt also schon Generationen von Schmetterlingsforschern :grinning_squinting_face: )
    Der langen Rede kurzer Sinn: Industriemelanismus ist das Schulbuchbeispiel, welches anschaulich erklären soll wie Anpassung funktioniert, auch wenn es in der freien Wildbahn oftmals um einiges komplexer abläuft- ich glaube darauf können wir uns einigen^^

    Ich gehe da mal ganz naiv dran.
    Habe ich nun einen Birkenspanner der per se ein variableres Farbspektrum abdeckt, ist es aus meiner Sicht nachvollziehbar durch Zuchten dunklere Tiere zu erzeugen. Die Tiere können sich dann u.U. recht zügig auf Umweltveränderungen einstellen, egal aus welchem Grund. Zum "Industriemelanismus" ist dann ja der Weg nicht mehr weit.
    Kann ich aber auch aus einem Rapsweißling einen schwarzen Falter züchten? Da hab ich so meine Zweifel.

    Dein Zuchterfolg hängt immer von der Variationsbreite der entsprechenden Art ab... kommt eine schwarze Farbform natürlicherweise bereits bei der Art vor, dann kann es dir auch per Zucht gelingen, mehrere schwarze Tiere zu bekommen.
    Wenn die Variationsbreite der Art eher schmal ist, wird es schwierig, auch nur leichte Veränderungen zu erzielen (ein klassisches Beispiel wäre da der Admiral- der ist sehr farbkonstant!)

    • Offizieller Beitrag

    Nochmal kurz zu Melanismus per se: Es handelt sich bei wiederkehrender, dunkler Färbung keinesfalls um eine Mutation... eine Mutation ist eine in der Natur vereinzelt auftretende Anomalie. Bei betularia und Co. sind es schlichtweg Farbformen- die aber immer wieder und zuverlässig auftauchen.

    Doch, das ist ein wichtiger Punkt. Melanismus entsteht meistens durch eine Mutation an einem der Gen-Loci, welche die Fellfarbe/Musterung in diesem Fall die Farbe der Schuppen steuert. Es mag andere Fälle geben, aber hier ist es offensichtlich, da sich das ja weitervererbt. Irgendwie muss da ja eine Veränderung des Erbguts stattgefunden haben, wenn das vorher nicht vorkam - eine Mutation eben. Ich weiß nicht was deine Definition von Mutation ist, aber eine Mutation ist jedenfalls keine Anomalie und auch nichts ungewöhnliches oder seltenes. Gäbe es keine Mutationen gäbe es keine Variation und folglich nichts wo die natürliche Selektion ansetzten könnte. Die Farbform ist lediglich die Folge der Mutation, wodurch zu viel (jedenfalls mehr als vorher üblich) Melanin in die Schuppen eingelagert wird.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Industriemelanismus ist das Schulbuchbeispiel, welches anschaulich erklären soll wie Anpassung funktioniert, auch wenn es in der freien Wildbahn oftmals um einiges komplexer abläuft- ich glaube darauf können wir uns einigen^^

    Ich bin mir nicht sicher ob wir uns darauf einigen können. Ich finde wenn man Anpassung erklären will gibt es zahllose andere schöne Beispiele, dieses gehört nicht dazu.

    Kann ich aber auch aus einem Rapsweißling einen schwarzen Falter züchten? Da hab ich so meine Zweifel.

    Ich denke das müsste man hinbekommen. Wenn du viel Zeit hast... Also eher schon geologische Zeiträume. Viele dunkle Farbformen in Kältegebieten wie den Alpen oder Skandinavien beweisen, wenn ein Selektionsdruck zu dunklen Individuen besteht funktioniert das bei vielen Arten, vielleicht nicht bei allen so gut. Wie Britta schon schrieb hängt das von der natürlichen Variationsbreite einer Art ab, die wiederum von der Mutationsrate abhängt. Damit hätte man dann bewiesen das mit entsprechendem Selektionsdruck man auch entsprechende Individuen erhält. Das ist jetzt aber irgendwie nichts neues,
    dazu wurden schön etliche teils deutlich kompliziertere Versuche gemacht.
    Die Frage war doch: Ist die dunkle Farbform von B. betularia deshalb häufiger aufgetreten bzw. hat in der Population zugenommen, weil die Umweltverschmutzung etwa durch Ruß zugenommen hat ? Und diese Frage kann man finde ich mit einem deutlichen Nein beantworten.

    Gruß Dennis

    Doch, das ist ein wichtiger Punkt. Melanismus entsteht meistens durch eine Mutation an einem der Gen-Loci, welche die Fellfarbe/Musterung in diesem Fall die Farbe der Schuppen steuert. Es mag andere Fälle geben, aber hier ist es offensichtlich, da sich das ja weitervererbt. Irgendwie muss da ja eine Veränderung des Erbguts stattgefunden haben, wenn das vorher nicht vorkam - eine Mutation eben. Ich weiß nicht was deine Definition von Mutation ist, aber eine Mutation ist jedenfalls keine Anomalie und auch nichts ungewöhnliches oder seltenes. Gäbe es keine Mutationen gäbe es keine Variation und folglich nichts wo die natürliche Selektion ansetzten könnte. Die Farbform ist lediglich die Folge der Mutation, wodurch zu viel (jedenfalls mehr als vorher üblich) Melanin in die Schuppen eingelagert wird

    Ich denke, ich habe oben bereits deutlich erklärt, welche Faktoren nebst den Genetischen zuständig für Melansimus sein können. Hier ist es denke ich wichtig, nicht aus den Augen zu verlieren, dass die von dir so benannte "Fellfarbe/Musterung in diesem Fall die Farbe der Schuppen" ontogenetisch weitaus komplexer aufgebaut ist, als dass man sie schlichtweg auf eine simple Gen-Merkmals-Beziehung reduzieren könnte.
    Meine Definition von "Mutation" unterscheidet sich im Übrigen keineswegs von der Gängigen- nachzulesen hier:
    Mutation - Lexikon der Biologie
    Im gesamten erdgeschichtlichen Kontext stimmt es natürlich: Irgendwann vor vielen Jahren gab es eine Mutation, welche dafür gesorgt hat, dass sich bei einem Individuum ein verstärkter Melanismus ausprägt hat. Darüber ist im Übrigen einiges bekannt, man weiß sogar welche Gene betroffen waren- nachzulesen hier:
    201152510242812.pdf
    Es handelt sich bei B. betularia f. carbonaria also um einen Phänotyp, der entwicklungsgeschichtlich auf einen einzigen Haplotypen zurückgeht. Die daraus resultierenden Single-Nukleotid-Polymorphismen zeigen sich in den verschiedenen Farbformen der Art.

    Die Mutation, die hier zugrunde liegt, ist also schon eine ganze Zeit her (ich will ja gar nicht bestreiten, das es da mal eine Mutation gab- aber da hast du mich wohl falsch verstanden :winking_face: ) Die Frage ist also: Wie lange soll man hier von "Mutation" reden, wenn sich diese Variation bereits vor langer Zeit im Genom eingebaut hat? Da es sich bei einer Mutation per se um die Veränderung des Erbguts als Vorgang (so nachzulesen in obiger Definition) handelt, und nicht um die evolutiven teils phänotypischen Folgen dieser Genveränderung, denke ich, es erübrigt sich bei der bereits feststehenden und wiederkehrenden Form carbonaria von einer "Mutation" zu sprechen. Biologisch-wissenschaftlich korrekt nennt man sowas dann doch lieber "Polymorphismus" :winking_face:

    • Offizieller Beitrag

    Ja da stimme ich mit dir überein. Die Formulierung war anscheinend nur etwas missverständlich, so das ich den Eindruck hatte du meinst Mutation hätte mit der Farbform nichts zu tun.

    Gruß Dennis

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    Also, wenn das mit dem "Industriemelanismus" schon Quark ist, dann sind solche Aussagen wie:

    "Das Weißfleck-Widderchen imitiert mit seinem Aussehen das Veränderliche Widderchen(Zygaena ephialtes), das für Vögel giftig ist und von diesen gemieden wird. Das Weißfleck-Widderchen profitiert davon". (aus Wikipedia)

    noch viel quarkiger!

    Diese Imitationsgeschichten kann man sich doch evolutionär wirklich nicht logisch vorstellen...

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