Papilio machaon Unterart oder Variation

    Liebe Schmetterlingsfreunde,

    ich habe heute in meinem Garten einen für mich auffällig anderen Schwalbenschwanz gesehen. Normalerweise sehen sie in unserer Gegend so aus:

    Heute allerdings zeigte sich das folgende Exemplar:

    Auf den Hinterflügeln befinden sich auffällige, zusätzliche rote Zeichnungen. Handelt es sich da um eine Unterart von papilio machaon? Oder ist es eine natürliche Variation? Ich habe auf jeden Fall so etwas noch nie gesehen (was aber nichts heißen muss).

    Liebe Grüße, Stefan

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    Lieber Holger,

    wie im Artikel geschrieben sah ich den Falter bei mir im Garten. Ich wohne in Dormagen, das ist zwischen Düsseldorf und Köln.
    Diese Jahr fliegen bei uns mindestens drei mal mehr papilio machaon als aglais urticae. Letztere sind zugegebenermaßen dieses Jahr selten...

    Liebe Grüße, Stefan

    machaon bildet viele Unterformen, die, wenn man sie nebeneinander hält, schon recht unterschiedlich ausfallen aber auf den ersten Blick eindeutig machaon sind. Ob das da allerdings eine definierte Unterform oder einfach nur eine kleine Variante ist, kann ich auch nicht sagen und ist sicher auch ein wenig eine Frage der Definition. Somit hätte die Frage auch von mir stammen können :grinning_squinting_face: .
    Bei uns war es letztes Jahr so, dass der Schwalbenschwanz häufiger als der Kleine Fuchs war. Dieses Jahr scheint es wieder umgekehrt zu sein. In beiden Jahren war übrigens der C-Falter ziemlich häufig.


    edit: ich habe mal die Bildersuche bei Google bemüht, um einen P. machaon mit einer ähnlichen Färbung zu finden, und ich meine, sowas schonmal gesehen zu haben. Aber ich habe kein Foto gefunden! Wird also schon etwas außergewöhnliches sein!

    Hi Leute

    Bei mir sind von den 20 Schwalben. auch 3 mit der farbvariante geschlüpft.. mit den orangen- bis roten flecken...
    also nichts seltenes

    greez :falter:

    Die Spinne scheint ein uns Menschen
    überlegenes Wesen zu sein,
    da wir ihr so eine irrationale Angst
    entgegenbringen.

    @ Sven (soil 74): Meine Annahme, es sei etwas Normales, bezog sich auf die Aussage vom anderen Sven (mosnang), der so etwas anscheinend auch schon gesehen hat.

    @ Klaas: The varaition shown at the referenced web-site looks quite dark and does not show the red spots - but it is an astonishing strong variation in my eyes. On the same website emerging imagos are shown and they show red spots on the rear side of the wings. I have seen such rear side spots quite often, but none on the top side.

    @ Dietrich (lepi). Ich weiß nicht ganz, wie ich Deine Anmerkung verstehen soll: Meinst Du, dass es etwas ganz normales ist oder meinst du, dass es im Alterungsprozess verschwindet?

    Liebe Grüße, Stefan

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    Hi,

    hat keiner von Euch den guten alten Arno Bergmann "Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands" (Bd. 2, 1952) ?
    Das ist das erste Buch in das ich schaue, wenn es um auffällige Färbungsvarianten geht.
    Bei P. machaon (Band 2, S 53) beschreibt er eine Form, die typisch für "Wärme" und "Trockenheit" (bei der Entwixklung der Puppe) sein soll: Solche Formen sind "reiner gelb, die Adern und Linien sind scharf und fein, die Saumbinden verschmälert; auf den Hinterflügeln treten oft rote Flecke auf. - Bei 30 Grad C. erzeugt."
    Ich habe 2 Weibchen von P. m. britannicus, da ist das auch so. (Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass es Freilandtiere sind.)
    Ich habe allerdings noch nie gesehen, dass das Rot sich auch auf den Vorderflügel in die Submarginalbinde einschleicht (wie auf dem Foto im Internet; Hinweis von Klaas).
    Ich denke, diese "rote" Färbungsvariante ist im Freiland ziemlich selten, außer die Bedingung "heiß und trocken" trifft dann zu, wenn es auch P. machaon -Puppen gibt.
    Da gibt es noch einige auffallende Färbungen des Schwalbenschwanz: Letztes Jahr hat ein Bekannter hier in Mittelhessen einen bleichen Falter ohne rotes Analauge geknipst. In den Ostpyrenäen sah ich vor 2 Jahren einen schwarzen P. machaon, wohl eine Mutation. Ich sah ihn, er sah mich und meinen Gesichtsausdruck, und er kam nicht wieder ...

    Gruß
    Michael

    Hallo Stefan!

    Ich habe machaon letztes Jahr gezüchtet und bei meinen Tieren trat die von dir gezeigte rote Färbung bei einigen wenigen auch auf, exact an den selben Stellen, allerdings schwächer als bei deinem Tier.
    Ich denke daher, daß diese Färbung im normalen Genmaterial der Tiere vorhanden ist, bei Dir aber kräftig ausgefallen ist. Vielleicht hat es ja wirklich mit der Hitze zu tun?

    @ Michael (Glossina) und Sphinx: herzlichen Dank für Eure Beiträge. Ich glaube das Rätsel ist damit gelöst. Wir hatten doch wirklich eine große Hitzewelle (der heißeste Juli seit Wetteraufzeichnung, hieß es). Von daher verwundert mich der Farbschlag jetzt überhaupt nicht. Das Buch von Arno Bergmann habe ich leider nicht...

    Liebe Grüße, Stefan

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