verkrüppeltes Männchen verpaaren

  • Hallo,


    Habe ein Männchen von Graellsia isabellae, das bei Schlupf wohl nicht ganz aus der Puppe kam, die Flügel sehen jetzt entsprechend verkrüppelt aus. Ich erwarte in den nächsten tagen noch den Schlupf eines Weibchens und bis das nächste Männchen schlüpft wird wohl noch etwas Zeit vergehen.
    Meine Frage ist nun ob schon jemand Erfahrungen gesammelt hat mit der Verpaarung von Verkrüppelten Tieren, müsste ja eigentlich trotzdem möglich sein.
    Wäre dankbar für Antworten.


    Gruß,
    Tristan

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  • Hi Leute,
    auch ich habe es vor kurzem versucht, verkrüppelte Männchen im Schlupfkasten zu belassen und mit Erfolg, bei fünf Weibchen hat dies zur vollen Eiablage geführt, insgesamt ca. 450 Eier, wovon jetzt viele auf der "BOTENSTRECKE" geblieben sind, da sie zu lange nach Europa unterwegs waren.


    Die restlichen Eier schlüpfen zurzeit tagtäglich.


    Tipp: Lasse die Männchen so lange im Flugkasten, bis sie erschöpft am Boden liegen bleiben, die Weibchen verpaaren sich nicht nur ein Mal, das passiert nach jeder Eiablage, dass sie locken.


    Viele Grüße aus dem herbstlichen Buenos Aires


    Otmar


    Leider habe ich von den Krüppelmännchen mit Krüppelweibchen keine Fotos gemacht.

  • Es kommt drauf an, warum das Tier verkrüppelt ist.


    Bei mir ist heute auch ein Smerinthus ocellata geschlüpft, der das Pech hatte, mit dem einen Fühler an der Puppenhülle hängen zu bleiben.
    Die mitgeschleifte Puppenhülle hat dann das Entfalten der rechten Flügelhälfte beeinträchtigt.
    Dieses Tier ist ansonsten top fit und ich werde ihm auch die Möglichkeit der Paarung einräumen.


    Rudi

  • Das ist immer relativ. Es kann auch hier Gründe dafür geben, weshalb es nicht geklappt hat und der so trottelig war, das er mit dem Fühler an der Puppenhülle hängen geblieben ist. Was uns topfit erscheint, muss lange nicht topfit sein. Bestes Beispiel: Alleebäume in der Stadt. Die sehen aus, als wären sie fit wie ein Turnschuh, sind es aber garantiert nicht (vonwegen zu geringer Erdkörper, Abgasbelastung, Bodenverdichtung durch parkende Fahrzeuge, Wassermangel, ständiger Schnitt etc.). In so fern würde ich ausnahmslos die Finger davon lassen. Wer nicht 100%ig ist, hat ein Problem, das ich als Mensch nicht beurteilen kann und sollte, weil in der Natur kaum vorkommend und die Natur die entpsrechenden Nachkommen selektieren würde (was in den Zuchtkästen entfällt), nicht zur Zucht genommen werden.


    Aber das ist nur meine Meinung. Da darf jeder eine andere haben. ;)


    Viele Grüße
    Klaas

  • Moin Klaas.


    Grundsätzlich hast du schon recht.
    In meinem speziellen Fall jedoch lag´s eher an meinen Haltungsbedingungen.
    Wäre die Puppe in der Erde gelegen, hätte die Puppenhülle einen Widerstand erbracht und der Falter hätte sie problemlos komplett abstreifen können.
    So aber verhakte sich der Fühler in der Hülle und der Falter verkrüppelte.


    Somit ist das Einschätzungssache. ;)


    Rudi

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