Video-Tutorials zur Eier-/ Raupensuche

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    Yess, die Bilder sind immerhin eindeutig genug - das ist der Blaue Eichenzipfler :thumbs_up: Glückwunsch :smiling_face:

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    Diesmal kein Videobeitrag zur Raupensuche - dafür aber ein, wie ich finde, interessantes, wenn auch tragisches Schauspiel:

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    Die Gruppe der Insekten beherbergt Arten mit unterschiedlichsten Lebensweisen - von reinen Pflanzenfressern bis hin zu Carnivoren. Und auch in dieser oftmals recht verborgenen Welt spielen sich teils grausame Schicksale ab. Insbesondere Parasitoide mögen nach menschlichen Ansichten schreckliche Lebensweisen verfolgen: nachdem sie ihren Wirt bei lebendigem Leibe langsam von innen her auffressen, töten sie ihn zuletzt dann doch ab, um selbst aus seiner verbleibenden Hülle heraus zu schlüpfen. Dies mag für uns Menschen verstörend klingen und umso schlimmer anzusehen sein - und doch sind Parasitoide nicht nur ein wichtiger Teil in der Nahrungskette, sondern auch von extremer Bedeutung für die Stabilität unserer Ökosysteme. Nicht umsonst werden einige Arten auch ganz gezielt in der Landwirtschaft eingesetzt, um "Schädlinge" zu reduzieren und nach unseren Wünschen gering zu halten. Und so funktioniert es in guten Ökosystemen auch ganz von allein: die Parasitoide vermeiden Überpopulationen anderer Arten und führen so zu einem Gleichgewicht der Arten - letztlich auch zu unserem Gunsten.
    Jedoch sind sie aufgrund der häufig sehr extremen Spezialisierung an den jeweiligen Wirt oft auch zahlreichen Gefährdungsursachen ausgesetzt. Wenn wir an das Insektensterben denken, denken wir meist an die schönen großen bunten Arten, die zurück gehen. Doch jede schöne, große und bunte Art hat meist auch einen ganz spezifischen Parasitoiden, der sich ausschließlich von dieser Art ernähren kann (der sog. Wirt). Und sobald der Wirt seltener wird, wird auch der Parasitoid um ein Vielfaches seltener. Denn der Wirt schafft es vielleicht auch mit wenigen Tieren in der Landschaft zu überleben - der Parasitoid hingegen benötigt deutlich mehr Tiere, um sie aufzufinden und sich erfolgreich fortpflanzen zu können. Somit sterben die Parasitoide häufig schneller aus als die Wirtsarten. Still und leise, ohne dass wir es mitbekommen. Und mit ihnen, ein wichtiger Teil des Ökosystems.

    Also: auch die Parasitoide und Parasiten spielen eine extrem wichtige Rolle für unsere Umwelt - auch wenn dies für uns oft grausam erscheinen mag.
    Sie zu schützen, ist mindestens genauso wichtig, wie die schönen großen und bunten Arten zu schützen.

    Übrigens: von der Gruppe der Parasitoide gibt es auch noch viel zu entdecken und es werden sich noch unzählige unbeschriebene Arten darunter befinden. Erst vor einigen Jahren konnte ich eine bis dato unbekannte Schlupfwespe vom Hochalpen-Apollo in der Schweiz auffinden - mittlerweile durch meinen Fund beschrieben als Cotesia parnassii.

    Beste Grüße,
    Toni

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    ~Videobeispiele zu fluoreszierenden Raupen~
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    Zahlreiche Organismen fluoreszieren unter UV-Licht. Im Video stelle ich euch dazu nun noch einige weitere Beispiele vor:

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    Weitere Informationen zur Methode erfahrt ihr u.a. hier:
    https://www.researchgate.net/publication/395994604_Raupensuche_mit_UV-Licht_Eine_effektive_Nachweismethode_fur_Zipfelfalter
    und hier:
    https://www.researchgate.net/publication/383689613_Praimaginalstadien_von_Schmetterlingen_Lepidoptera_mittels_UV-Licht_suchen

    • Offizieller Beitrag

    Hab als erstes wegen den Rechtschreibfehlern einen Lachflash bekommen :upside_down_face:

    Ich freue mich, wenn ich zur Erheiterung des Forums beitragen kann :winking_face:


    ... Auch wenn ich mir gerade nicht so ganz sicher bin, was genau du meinst :grinning_face_with_smiling_eyes:

    ... Auch wenn ich mir gerade nicht so ganz sicher bin, was genau du meinst :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Wenn bei youtube den Untertitel mit einschaltet...


    Andere Frage:

    Bei den Schwärmern ist mir aber aufgefallen, dass Hyles euphorbiae und gallii überhaupt keine fluoreszierende Wirkung zeigt. Bei den anderen Arten scheint es ja sehr gut zu funktionieren. Oder ist das vom Raupenstadium auch abhängig?

    • Offizieller Beitrag

    Wenn bei youtube den Untertitel mit einschaltet

    Achso, die werden ja automatisch erstellt. Sorry für mein ab und an durchkommendes Sächsisch - vermutlich zu schlimm für Youtube :grinning_face_with_smiling_eyes:

    dass Hyles euphorbiae und gallii überhaupt keine fluoreszierende Wirkung zeigt

    Also einerseits finde ich, dass Schwärmer als Gruppe grundsätzlich mit am besten funktionieren. Die, die funktionieren, meist auch direkt von L1 an - bzw. genau genommen selbst als Ei sehr oft sehr stark. Aber wie du schon sagst, gibt's Ausnahmen. Bei vespertilio (ich glaube auch proserpina) fluoreszieren junge Stadien sogar stärker als ältere. Gefühlt fluoreszieren die Arten mit glatter, dünner Haut schwächer und die mit dicker Haut und grober Oberfläche (zB Smerinthus, Laothoe etc) stärker. Bei ligustri und pinastri habe ich es noch nicht getestet, könnte mir vorstellen, dass die auch eher nicht klappen. Bis auf die noch von dir genannten beiden müssten sonst aber eigtl alle heimischen Sphingiden gut fluoreszieren.

    • Offizieller Beitrag

    Glasflügler sind eine versteckt lebende und unterkartierte Schmetterlingsgruppe. Die Falter bekommt man selten zu Gesicht - aber sie lassen sich trotzdem oft leicht nachweisen: und zwar mit künstlichen Pheromonen, mit denen man die Tiere anlocken kann.
    Ich habe euch hier mal einen etwas ausführlicheren Vortrag aufgezeichnet, in dem ich euch die Artengruppe und Methode zum Nachweis etwas näher vorstelle. Nach einer allgemeinen Einführung in die Gruppe der Glasflügler und möglicher Nachweismethoden gehe ich auch etwas spezifischer auf die Methode der Pheromonfallen ein - welche Pheromone sollte man wann wo und wie für welche Arten ausbringen? Was gibt es zu beachten? Was sind Vor- und Nachteile? Wo kann ich Pheromone erhalten und wie sollte ich Pheromone lagern? Auf diese und ähnliche Fragen werde ich in der halben Stunde etwas näher eingehen...

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    • Offizieller Beitrag

    ...um uns zumindest gedanklich mal ein wenig aus der kalten Jahreszeit zu holen, möchte ich euch schonmal ein wenig Vorfreude auf die kommenden Monate machen. Denn auch wenn man aktuell auch gut nach Raupen, Eiern und Hibernarien suchen kann, so macht das doch mit ein paar wärmenden Sonnenstrahlen gleich viel mehr Spaß :smiling_face_with_smiling_eyes:
    Daher gibt es jetzt von mir einen kleinen Rückblick bzw. eher eine Vorschau auf den Mai. Denn: im Frühsommer könnt ihr nach Raupen und Puppen des Großen Eisvogels Ausschau halten :star_struck:
    Beispiele dazu gibt's im folgenden Video:

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    Inhalt:
    0:00 Einführung
    1:44 Fraßspur
    3:13 Die Puppe
    4:22 Fraßspur 2
    5:08 Hibernarium
    6:25 Raupe

    Beste Grüße,
    Toni

    • Offizieller Beitrag

    Dabei sieht alles soooooo einfach aus

    Gut, ehrlicherweise filme ich auch meist dann, wenn ich etwas gefunden habe....von daher...
    In den meisten Fällen sieht es auch eher so aus:

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    :grinning_face_with_smiling_eyes:

    • Offizieller Beitrag

    So langsam nähert sich der Frühling - mit etwas Glück könnt ihr aber an den noch unbelaubten Schlehen nach den Eiern der Zipfelfalter suchen.
    In dem Video möchte ich euch noch einmal die Eier des Nierenfleck-Zipfelfalter (T. betulae) vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine Einsteiger-Art, die sehr auffällige und leicht zu findende Eier ablegt und in den meisten Regionen auch relativ häufig ist. Voraussetzung ist nur das Vorhandensein von (nicht zu alten) Schlehen - ansonsten ist die Art eher anspruchslos.
    Im Video stelle ich euch auch noch einmal den Pflaumen-Zipfelfalter als Verwechslungsart im direkten Vergleich vor.

    Die Suche nach den Eiern des Nierenfleck-Zipfelfalters (Thecla betulae)
    So langsam nähert sich der Frühling - mit etwas Glück könnt ihr aber an den noch unbelaubten Schlehen nach den Eiern der Zipfelfalter suchen. In dem Video mö...
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    Kann man die Eier auch mit uva Lampen suchen.

    Nein, das klappt leider nicht. Aber die Raupen fluoreszieren dafür umso mehr :smiling_face_with_smiling_eyes:


    Aktuell kann man auch wieder gut nach den Raupen der Schillerfalter suchen. Eigtl. eignen sie sich so ziemlich das ganze Jahr über zur Suche...Im Sommer kann man die Eier auf den Blattspitzen geeigneter Weiden suchen. Im Spätsommer sind dann die Fraßspuren der Jungraupen sehr eindeutig und leicht zu finden. Im Herbst und Winter eignet sich das Sitzblatt hervorragend zur Suche und nun im Frühsommer kann man erneut nach den Fraßspuren der Raupen suchen. Diese Methode im Frühjahr möchte ich euch hier gerne einmal vorstellen

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    • Offizieller Beitrag

    Dann wiederum frisst aber auch allgemein wieder mehr an Weiden und die Fraßspuren können vllt. leichter verwechselt werden. Jetzt im Frühjahr mit noch kaum geöffneten Knospen finde ich es recht distinktiv. Im Mai funktioniert dann auch schon wieder UV-Licht fast am effektivsten :winking_face:

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    Zeitig im Frühjahr beginnt das Kleine Nachtpfauenauge zu fliegen. Zwar handelt es sich um einen Nachtfalter - allerdings sind die Tiere schon am Tage aktiv und können hier hektisch umher fliegend beobachtet werden. Ganz typisch sind die großen Fühler der Männchen, mit denen sie auf der Suche nach den Weibchen Pheromone teils aus mehreren Kilometern Entfernung aus der Luft filtern können und zu den Weibchen navigieren.
    Die Pheromone wiederum können auch künstlich hergestellt werden, um die Art effektiv nachzuweisen...wie das Ganze dann aussieht, zeige ich euch in dem heutigen Video...

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