ungezwungene Handfütterung einer Sphingidae

  • Moin,


    am vergangenen Sonntag Nachmittag war es soweit, dass ich mal ein kleines Video darüber gemacht habe, wie ich meine Schwärmer Imagos füttere.
    Vielleicht inspiriert dies den einen oder anderen; zumindest hatten ja einige Mitglieder darum angefragt.


    Es ist mal wieder ein Video ohne Schnitt und Drehbuch. Und es ist schwierig sowohl Fokus und Bildausschnitt im Blick zu behalten, als auch Tier und Kanüle richtig zu führen.
    Aber die wichtigsten Schritte kann man nachvollziehen.


    Gruß
    Rudi



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  • Servus Heiner,


    ich hab im Moment nur Smerinthini am schlüpfen, ausser den poecila und am Sonntag war grad Zeit. Und nächste Woche sind soviele Raupen zu füttern, dass ich froh bin, wenn ich mit meinen Fotos einigermaßen durch komme.
    Ich finds gar nicht so schlecht, wenn man auch sehen kann, dass es zu Beginn "zwicken" kann. :winking_face:
    Sonst meint jeder gleich, das wäre ein Kinderspiel.


    Für mich war der Ablauf wichtig und den kann man sehen.
    Du kannst ja dann einen ruhigeren Kollegen in Videoform nachliefern; die Mitglieder wird´s sicher freuen. :grinning_squinting_face:


    Servus
    Rudi

  • Moin Dietrich,


    viele Wege führen nach Rom :winking_face:


    So wie du das machst, ist das natürlich auch eine gute Vorgehensweise.


    Allerdings hat die zwanglosere Fütterung für mich einen großen Vorteil: du siehst genau, ob der Falter wirklich Nahrung aufnimmt und in welcher Menge. Setz ich ihn einfach vor nen Napf und senke den Rüssel rein, kann er saugen, muss er aber nicht. Es gibt auch genug Imago, die einfach vor dem Napf sitzen bleiben und trotz Rüssel im Futter nicht saugen. Selbst wenn du Pumpbewegungen am Rüssel erkennen kannst, bedeutet auch dies nicht zwingend dass Flüssigkeit aufgenommen wird.


    Vorteil der Napf-Methode ist, dass ich das Tier absetzen und mich schon um das nächste kümmern kann.

    Hab ich viele Tiere zu füttern ist das ein großer zeitlicher Vorteil und spricht definitiv für diese Methode, keine Frage!


    Eine gute Kombination aus beiden Methoden, ist die Fütterung aus Spritzen.

    Falter auf/in die Hand nehmen, Rüssel ausrollen und in die Öffnung einführen. Falter absetzen/loslassen und Spritze nachführen, bis das Tier ruhig sitzt. Man kann dabei genau erkennen, ob und wieviel Nahrung aufgenommen wird und kann mit dem nächsten Tier weiter machen. Das nutze ich oft, bei Arten die langsamer Nahrung aufnehmen, wie Deilephila und so manche Hyles.


    Wenn ich eine eher seltenere Art zu pflegen habe, möchte ich schon auf Nummer sicher gehen, dass es den Tieren entsprechend an möglichst wenig fehlt. Und dazu gehört grundsätzlich auch die Gewissheit über die ausreichende Nahrungsaufnahme.


    Ausserdem werden die Tiere im Laufe der Zeit mehr oder minder handzahm. Dann geht das Prozedere bedeutend schneller. Und es macht auch Spass, die Tiere so frei auf den Hand zu haben und sie bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten.

    Man lernt auf diese Weise auch seine Tiere kennen. Es gibt oft unterschiedliche individuelle Verhaltensweisen innerhalb einer Specis, die ich nur auf solche Weise erkennen kann.

    Es muss nicht nur schnell gehen... :winking_face: , sondern ich will ja auch mein Wissen über die entsprechenden Arten erweitern.

    Mein Ziel in der Zucht ist nicht, so viel Präparate wie möglich zu erhalten, sondern möglichst viel über die Biologie meiner Specis zu erlernen.

    Mit der ungezwungenen Fütterung bin ich dabei ganz nah am Tier dran.


    Servus und Grüße

    Rudi

  • Moin,


    egal bei welcher Fütterungsmethode, ist es bei den ersten Versuchen immer leichter, wenn das Tier auch etwas Hunger hat.

    Bei einer robusten Sphinigdae würde ich am zweiten Lebenstag den ersten Fütterungsversuch starten.

    Eine zarte Rhopalocera dagegen aber sicherlich früher ans Futter bringen.


    Gruß

    Rudi

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