Zucht bei Raupen in einer Topfpflanze

  • Hallo allerseits,


    ich wollte mal fragen wie die Raupenzucht an einer Topfpflanze handzuhaben ist. Momentan habe ich meine Raupen auf einer Topfpflanze in einem Schmetterlingskäfig. Allerdings befürchte ich, dass die Raupen sich durch diesen großen Raum eventuell verirren und den Weg nicht mehr zur Futterpflanze finden. Weiterhin würde ich gerne wissen wie man denn die Pflanze am besten bewässern sollte und ob die Feuchtigkeit der Erde den Raupen schaden könnte.

    Ich freue mich über eure Erfahrungen und Tipps. :)


    MFG

    Etienne

  • http://www.silkmoths.eu
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  • Using living plants in a cage is the simplest and effortless way to raise larva, every time I can, I use living plants,

    it typically takes some tall cages, I am using a 90cm tall cage right now for Rhodinia verecunda.

    You do need to water the plants, and I use full spectrum led lighting on timers.

    Larva know where the food is, if they wander, they're looking for something better- I've never had an issue using living plants,

    I've raised Actias dubernardi indoors on living pine, Papilio polyxenes on living fennel, running out of food is the only problem.

    You do need to be sure of your plant stock, that it is pesticide free, and it's easier sometimes to miss predators like spiders.

  • Hallo! Ich habe daphnis nerii erfolgreich am lebenden Oleander gezogen. Flugkäfig auch 90x60, Ich habe nach Anweisung gegossen. Die Pflanze war mittelgross und kam aus der Gärtnerei. Ich habe den Boden immer nur leicht feucht zu gehalten. Ich habe die Pflanze gründlich abgeduscht. Mir wurde zwar versichert, das die Pflanze pestizidfrei ist...aber zur Sicherheit habe ich sie erstmal 3 Tage lang je 2x am Tag abgeduscht und das Wasser koplett ablaufen lassen, auch um potentielle Predatoren zu entfernen.


    Man sollte nur darauf achten, das die Erde nicht schimmelt, auch Kotpellets habe ich regelmässig entfernt bevor sie im Topf oder Untertopf Schimmel ansetzen konnten. Aufpassen muss man nur, das kein Wasser im Untertopf steht, darin könnten die Raupen ertrinken. (Ist mir leider passiert) Ich habe ein Fliegennetz über den Topf um den Stamm herum gespannt, das erleichterte das Absammeln von Kotpellets und die Raupen liefen nicht mehr Gefahr zu ertrinken.


    Es war eine sehr gute und erfolgreiche Zucht, kann ich nur empfehlen. Allerdings hatte ich auch nur insgesamt 10 Raupen auf dem "Busch". Diese hatten ihn aber kahl gefressen so dass ich, als es auf L5

    zuging einen weiteren Oleander kaufen musste. :D


    Die anderen 10 hatte ich in Containerboxen an nicht gewässerten Vina Major. Hat auch sehr gut geklappt., ist halt nur etwas arbeitsintensiver.


    :)


    Liebe Grüße


    Carmen

  • Hallo Etienne,

    Topfpflanze funktioniert meistens sehr gut. Ich habe einige Arten im Moment auf eingetopften Pflanzen. Ich gebe über die Pflanze eine Gaze-Schutzhülle. Zum einen können die Raupen dann nicht weg und zum anderen sind sie vor Parasiten geschützt. Man glaubt es vielleicht nicht, aber selbst in einem Raum sind die sofort zur Stelle ...

    Bewässerung je nach Pflanze. Es macht einen Unterschied, ob ich kleine Bäume oder Pflanzen aus einer Feuchtwiese habe. Natürlich macht diese Feuchtigkeit den Raupen nichts ... solange du sie nicht selbst einwässerst.

    Viel Erfolg

    Leo

  • Hallo,


    erstmal vielen Dank für all eure Antworten.


    Ich habe noch ein paar Fragen. Die Pflanze würde ich gerne rausstellen, damit sie Sonnenlicht bekommt. Wäre Regen ein Problem und was sollte man dann dabei beachten?


    Ich gebe über die Pflanze eine Gaze-Schutzhülle.

    Die Idee mit der Gaze-Schutzhülle habe ich bereits versucht, allerdings wurde die dadurch Pflanze etwas eingedrückt... Wie befestigst du die Hülle, bzw. welche benutzt du?



    MFG

    Etienne

  • Hallo,

    habe vor längerer Zeit versucht Kiefernschwärmerraupen auf einer eingetopften Kiefer auf der Terrasse vom Ei ab zu züchten. Hat prima funktioniert, bis die Raupen eine gewisse Größe erreichten und von den Blaumeisen entdeckt wurden. Sie hatten schnell den Busch leergefressen.

    Deswegen würde ich nicht aus die Gaze verzichten, auch wenn die Pflanze etwas eindrückt.

  • Ich habe letztes Jahr Taubenschwänzchen aus Eiern mit Waldmeisterpflanzen in selbstgebauten Raupenkästen (30 x 30 x 30) durchgefüttert. Aber in der Voliere geht das bestimmt genauso. Da die Raupen zum Schluss sehr gefräßig werden musste ich insgesamt 15 Jungpflanzen aufwenden. Funktionierte prima. Die Raupen blieben zuverlässig am Futter. Solltest Du eine abgefressene Pflanze austauschen müssen, schneide am besten die Blätter mit der Raupe darauf ab und lege sie dann mit dem alten Futter einfach auf die frische Pflanze. Im Raupenkasten waren sie gut vor Schädlingen geschützt und durch Plexiglas und feinmaschiges Drahtgitter (in Deinem Fall durch das Netz) dringt genügend Luft und Sonne für die Pflanzen ein. Die Raupen / Puppen selbst sollten nicht in der prallen Sonne stehen bzw. hängen. Viel Glück!

  • Hallo Charis, Hallo Uwe!


    Ich habe Macroglossum stellatarum auch auf eingetopftem Waldmeister gezogen, das funktioniert.Hat es zumindest bei mir auch. Ich hatte die Pflanzen direkt mit im Aerarium, die Taubenschwänzchen haben ihre Eier daran gelegt und die Raupen haben dann nach dem Schlupf gefressen. Ich hatte die Töpfe auf einer Stufenetagiere auf den oberen Ablagen. hinterher habe ich die Töpfe runter gestellt.


    Als Nachschubfutter hatte ich ab L2 dann gewöhnliches Labkraut mit hinzu gefüttert, Manchmal ist es auch ein Wagnis etwas auszuprobieren und man freut sich das es funktioniert.


    Vielleicht hab ich aber auch nur Glück gehabt.


    Liebe Grüße


    Carmen

  • http://www.silkmoths.eu
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  • Ja, echter Waldmeister. Du kannst natürlich auch andere Labkräuter von der Wiese nehmen.

  • Hallo Uwe,

    ich habe nochmal nachgesehen, wo der Waldmeister erwähnt wurde. Der mdr hatte es in einem Artikel über das Taubenschwänzchen erwähnt, den ich damals gelesen hatte. Von daher fühlte ich mich sicher, dass es klappen würde. Meine Überlegung war zu dem Zeitpunkt, dass wir relativ viel Waldmeister auf unserem Areal haben. Und die Tiere sich hoffentlich dauerhaft bei uns niederlassen. Heute Vormittag schwirrte auch wieder eines an einer unserer Spornblumen (Centranthus ruber).

    Hier der Artikel, falls von Interesse:

    https://www.mdr.de/wissen/umwe…ometer-pro-stunde100.html

    Viele Grüße

    Charis

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