Asiatische Hornisse

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    Hallo Forum

    Dieses Teil ist beim Apéro über den Tisch geflogen und ich habs sofort erkannt und erschlagen.....sorry. Eigentlich sollte man es fangen....damit es später Spezialisten zum Nest führt. Ich habe die Sichtung gemeldet und folgende Antwort betreffend Kanton Bern erhalten.

    """Wir danken für die Meldung Ihrer Sichtung. Für die Berner Imker/-innen ist dies eine wichtige Information. Die Meldung wird demnächst auf unserer Geoportal-Karte aufgeschaltet sein (siehe Linke unten: Verbreitungskarte Kanton Bern).


    Wir freuen uns, wenn Sie auch zukünftige Sichtungen auf http://www.asiatischehornisse.ch/ melden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


    Generelle Informationen

    Wir sind bereits in der Kolonisierungsphase angelangt. Das bedeutet, dass die Anzahl Nester von Jahr zu Jahr rasch steigt und das Tier langsam, aber sicher bei uns heimisch wird. Die Ausbreitung ist radial und hängt von günstigen Lebensräumen (insbesondere städtische und vorstädtische) ab.


    Bis und mit nächster Woche werden wir dieses Jahr 323 von den bis anhin 327 gemeldeten Nestern entfernt haben. Wir verfügen im Moment noch über genügend finanzielle Mittel, um mit der aktiven Bekämpfung weiterfahren zu können. Wir gehen aber davon aus, dass längst nicht alle Nester entdeckt und wir schliesslich auch längst nicht alle gemeldeten Nester werden entfernen können (aufgrund des Terrains, der Jahreszeit, der Kosten, etc.). Das ist bei invasiven Tieren (und Pflanzen) leider so.

    Umso wichtiger ist es daher, dass uns die Bevölkerung speziell im Frühling unterstützt und uns alle gesichteten Primärnester meldet. Hierfür danken wir bereits jetzt bestens!"""

    Grüsse Uwe und die Hornisse bringen wir nie mehr weg:bibber:

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    Beim nächsten Mal bitte nicht töten, das ist sinnlos und mittlerweile auch einfach Quatsch. Die Art hat sich eingebürgert, die werden wir nicht mehr los, also lasst uns mit ihr leben.

    Sie wird natürlich nicht bei uns "heimisch", das ist der falsche Begriff, ist ja schließlich eingeschleppt und nicht selber gekommen.

    Die Art ist auch nicht unbedingt schädlich, sie frisst idR dasselbe wie die heimische Hornisse, sie hat vlt. Vorliebe auf Honigbienen, aber das sollten wir begrüßen, denn diese ist viel schädlicher als die As. Hornisse, siehe Nektarklau und Volksgröße...

    Also: lebt mit der Art, macht Fotos und beobachtet sie.

    Übrigens, 323 Nester entfernt, ich muss ja nicht erwähnen dass die echte Nestanzahl jenseits der zig 10.000 liegt, man hier also die Nadel aus dem Heuhaufen bekämpft :winking_face:

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    Beim nächsten Mal bitte nicht töten, das ist sinnlos und mittlerweile auch einfach Quatsch.

    Das gibt Haue :winking_face:

    Nein, nicht von mir. Ich finde den Umgang mit hier eingewanderten Tieren und Pflanzen auch überzogen. Vor allem weil ich nicht glaube das kleinere Entnahmen etwas bringen. Größere langfristig sicher auch nicht. Also resignieren/ akzeptieren.

    Ich habe hier, in Südniedersachsen, Waschbären die einiges anrichten. Nachts den Garten übernehmen. Bin darüber nicht glücklich, akzeptiere es aber und freue mich wenn ich einen in meiner erst wenige Tage alten Kamerafalle erwische. Wer mag schaut hier.

    Mich zu ärgern bingt doch nichts, und die Bären sind auch noch drollig.

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    Das sehe ich anders. Eingeschleppte Arten können enorme ökologische (und wirtschaftliche) Schäden anrichten. Vor allem die besonders heiklen Arten sollten daher bekämpft werden. Da es in vielen Fällen aber quasi unmöglich ist die Art wieder loszuwerden kann der Schaden durch gezieltes Bekämpfen zumindest verringert werden. Da gibt es viele Beispiele zu. So ist es nicht machbar Rotfeuerfische in der Karibik wieder loszuwerden, aber der gezielte Fang mit Harpunen verringert zumindes den Druck auf die dort heimischen Arten. Natürlich ist es deutlich besser das Problem an der Wurzel anzugehen und zu verhindern, dass Arten überhaupt in fremde Gebiete gelangen können. Behandlung von Importgütern vorm Verschiffen, Internationale Regelungen bzgl. Ballastwasser etc. Auch scheint es mir nicht sinnvoll ausländische Zierpflanzen im Garten zu haben, da diese der heimischen Natur wahrscheinlich nichts nützen oder eben sogar Schaden anrichten können.

    Beste Grüße,

    David

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    Das Waschbärproblem wäre lösbar: Den Chinesen weismachen das Waschbärleber potenzfördernd wirkt... Die sind dann ganz schnell weg....

    Real könnte man eine Waschbär-Schwanzprämie für jedermann ausloben. Würde ebenfalls helfen. Leider wird das wohl nix da es in Deutschland zuviele Bambi-Naturschützer gibt - einziges Schutzkriterium - niedlich!! (Da frage ich mich doch warum man unbedingt das Ebolavirus bekämpfen will - dieser kleine "Schäferstab" ist doch sooo niiiedlich!!!)

    Bei jeder invasiven Art ist jedes einzelne Tier welches entnommen wird ein Segen für die heimische Fauna. Darum unbedingt auch weiterhin jede asiatische Hornisse die Du siehst "breitklatschen"!

    "Ich bremse nicht für Waschbären" wäre ebenfalls eine gute Maxime 😁.

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    Auch scheint es mir nicht sinnvoll ausländische Zierpflanzen im Garten zu haben

    Wo willst du da anfangen?

    Mal ein Beispiel von dem ich ganz sicher weiß das es stattgefunden hat. Es ging um Ophrys (Orchideen). Sie wurden häufig angesalbt. Ich kenne große Flächen auf denen nicht eine einzige der hier als heimisch geltenden Arten steht, aber unzählige Hybriden mit heimischen, aber auch ausschließlich reine "fremde".

    Ophrys werden ganz sicher niemals die Weltherrschaft übernehmen, dennoch kenne, bzw. kannte ich, einige Fanatiker die unzählige Pflanzen ausgerissen haben weil sie dort eben nicht hingehören. Ich habe mal jemanden dabei gesehen und ich kann nur sagen mir ist richtig übel beim Anblick seines wutverzerrten Gesichts geworden.

    Gärten, Parks, und auch botanische Gärten, sind voll mit fremdländischen Pflanzen.Ja, ich weiß das du eher an Kirschlorbeer, Buddleja und Co denkst, die sich außerhalb der Gärten vermehren.

    Und ja, solche Pflanzen habe ich auch im Garten, zwischen schwarzem Holunder, Haselnuss, Eiche, Buche, ganz vielen Gänseblümchen, Löwenzahn und hunderten anderen Pflanzen. Der größte Teil des Gartens bleibt unbearbeitet, mit Totholzhaufen und anderem sinnvollen Zeugs, aber ich habe an der Terrasse eben auch andere Pflanzen. Und schäme mich nicht dafür, mir gefällt es wie es ist.

    Zu den Waschbären. Ich habe mehre Kameras im Garten, und so habe ich unter anderem gesehen das sie auch z.B. Molche fressen. Gefällt mir nicht. Aber meine Sorge das sie sich auch an Igeln vergreifen, scheint unbegründet. Zur Zeit habe ich mehrere hier und der Bär macht einen Bogen um die stachligen Gesellen. Zeigt u.a. ein aktuelle Video.

    Letzten Winter hatte ich auf einem Video einen Fuch mit totem Igel.

    Das Waschbären vom Futter für Vögel, Igel und Eichhörnchen profitieren, läßt sich wohl kaum verhindern.

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    Vieles hier ist richtig, Zierpflanzen sind ok, wenn sie sich nicht ausbreiten. Auch ein Schmetterlingsflieder ist ok, wenn man die Samen abschneidet/verbrennt. Jetzt können wir allerdings kein Säugetier wie den Waschbär mit der Hornisse vergleichen. Wobei, wenn wir sogar den Waschbär nicht loswerden, wie soll das dann mit der Hornisse gehen? Eben, gar nicht. Man muss die Art nicht mögen, aber deren Bekämpfung kann man nun wahrlich aufgeben. Durch den Klimawandel werden wir noch viel mehr Exoten bekommen, Bekämpfung nur anfangs möglich. Aber ich bin auch ehrlich, ich behalte lieber 5 RL-1-Arten, statt 50 schöne neue Falterarten zu bekommen.

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    Ja, sorry, der Waschbär beschäftigt mich nur täglich, die asiatische Hornisse noch nicht, bzw. nur in Gedanken. Ich schaue mir die Hornissen hier aber schon genau an. Im Moment recht einfach, da sie im Efeu durchaus länger verweilen, bzw langsam fliegen.

    Da ein Nest von ihr gar nicht so weit von hier entfernt entdeckt wurde, habe ich beschlossen, sollte ich eine entdecken, sie auch zu melden.

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    Puhh und schon sind wir beim Waschbären:winking_face:.....

    Bevor ich Kaffee und Kuchen anbiete...mache ich es platt:nixweiss:. Ich stelle mir gerade vor, wenn bei uns Tausende Chinesische Wanderarbeiter die Obstbäume von Hand bestäuben. Muss nie sein....kann aber. Ich gebe zu:face_with_rolling_eyes:, dass ich bei mir im Umfeld auch das Einjährige Berufkraut platt mache. Auch wenns nichts mehr bringt:thinking_face: aber ich versuche es im Zaum zu halten. Nichts desto trotz gehen die Meinungen auseinander. Ist auch gut so:smiling_face: und ich werde weiterhin dem Heimischen über die Strasse helfen. Egal ob gehend...hüpfend oder kriechend.

    Uwe

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    aber ich versuche es im Zaum zu halten

    Habe ich kein Problem mit :smiling_face_with_sunglasses:


    und ich werde weiterhin dem Heimischen über die Strasse helfen

    Ich helfe mit :winking_face:


    Einjährige Berufkraut

    Kannte ich noch gar nicht, habe mich aber eben schlauer gelesen.

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    Dann warst du lange nicht mehr an Bahngleisen. Der Sommerflieder ist wirklich stark invasiv, da hält sich nichts in Grenzen.

    Nichtsdestotrotz ist es eine tolle Nektarpflanze und va. auch gut fürs Kartieren, eben weil so zuverlässig Falter rangehen.

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    In der Schweiz ist sie, u.a., auch längst verboten.

    Ich denke es kommt auch auf den Boden an. Hier in der Gegend, habe ich noch nirgends eine außerhalb von Gärten gesehen, und ich bin viel draußen unterwegs.


    Dazu bemängelt der NABU das sie kein Futter für Raupen bietet. Für mich aber kein Grund, denn ich habe z.B. Faulbaum, Traubenkirsche, Felsenbirne rundum. Ist in kleinen Gärten natürlich nicht alles möglich, aber wenn die Natur weniger "aufgeräumt" würde, sehe die Insektenwelt sicher etwas besser aus.


    Nachtrag; solche Schlagzeilen gibt es massenhaft.

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    Ausnahmen bestätigen die Regel und verbasci probiert zig anderes durch bevor er an den Flieder geht.

    Also das ist kein Argument, an der Stelle ein Faulbaum, der auch ewig blüht, und du hast ein Eldorada an Fressern.

    Aber wie gesagt, wenn man seinen eigenen Flieder in Schach hält und die verblühten Samenstände gescheit entsorgt (Restmüll!), dann passt das schon.

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    Gerade eben kam ne Doku auf SRF2...kommt morgen um 05:00 nochmals:face_with_open_mouth:. Lohnt sich anzuschauen oder im Web zu suchen

    Cuntrast: Auf der Suche nach der dunklen Biene.

    Er fand heraus, dass es eine einheimische Bienenart gibt: die Dunkle Biene, die «mellifera mellifera». Sie sei nicht ganz ausgestorben und es gebe noch Imker in Graubünden, die die Dunkle Biene halten. Die Neugier war geweckt und er hat sich auf die Suche nach den letzten Völkern der Dunklen Biene gemacht. Er traf dabei auf begeisterte und passionierte Imker, die mit verschiedenen Herausforderungen und Vorurteilen kämpfen, ihren Enthusiasmus dabei jedoch nicht verlieren. Er traf das kleine schwarze Insekt, das schon vor Tausenden von Jahren den Honig in den Alpen sammelte: Die Dunkle Biene lebt - aber es ist ein Kampf.

    Grüsse Uwe

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    Real könnte man eine Waschbär-Schwanzprämie für jedermann ausloben.

    Nicht für Jedermann, aber der Anfang ist gemacht. Bitte als, von mir wertungsfreie, Info zu verstehen.

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