Bitte um Bestimmung/Industriemelanismus/Birkenspanner

    Hallo Torsten,
    Wirf bitte nicht Mimikry, Mimese und Melanismus in einen Topf.
    Beim Weißfleck-Widderchen handelt es sich um Mimikry, wobei innerhalb der Art die farbliche Variationsbreite nicht so groß ist.
    Wenn ein Rindenspanner scheinbar mit der Borke, auf der er sitzt, verschmilzt, ist es Mimese.
    Und wenn innerhalb einer Art anders gefärbte Exemplare auftauchen, spricht man von Melanismus.
    Mich stört eben das davor gesetzte Industrie beim Birkenspanner, denn auch bei einer Reihe anderer Falter (z.B. Calliteara pudibunda oder Mimas tiliae) treten innerhalb der Art starke farbliche Unterschiede auf.
    Viele Grüße
    Peter

  • ANZEIGE
    • Offizieller Beitrag

    Es ging die ganze Zeit um "Industriemelanismus" ich denke wir sind relativ einstimmig zu dem Schluss gekommen das das überspitzt gesagt Blödsinn ist. Mimikry ist wie Peter schrieb noch mal eine ganz andere Sache, was auf Wikipedia steht ist aber auch nicht immer sonderlich fundiert, da steht viel Mist. Ich kenne das Beispiel jetzt persönlich nicht würde das aber nicht ausschließen. Muss ich mir noch mal durchlesen.

    Und wenn innerhalb einer Art anders gefärbte Exemplare auftauchen, spricht man von Melanismus.

    Ja, aber nur wenn diese dunkle Pigmentierung aufweisen, nur um genau zu sein.

    Gruß Dennis

    Diese Imitationsgeschichten kann man sich doch evolutionär wirklich nicht logisch vorstellen...

    ...joa, der Meinung sind relativ viele Leute ... hauptsächlich streng Kirchliche und Kreationisten...

    Batessche wie auch Müllersche Mimikry können übrigens sehr gut evolutionär logisch erklärt werden...

    Daher bin ich da eher auf der Seite von Charles Darwin :winking_face: ... finde auch, dass hier jetzt schon zu genüge gut und ausführlich erklärt wurde, wie wunderschön Selektion greift und was damit alles erklärt werden kann- aber gut, lassen wir das...

    Nochmal ein Kommentar zu den erwähnten Dasychira pudibunda: Hier im Norden dominieren die dunklen Tiere, die Nominatform existiert lediglich im unteren einstelligen Prozentbereich, und das obwohl die Luft hier generell sehr sauber ist und verschmutzende Industrie praktisch nicht existiert.
    Richtung Süden nimmt die helle Form immer mehr zu (Industrie gibt es dort auch mehr) und in Italien z.B. sah
    ich ausschließlich die helle Form, obwohl die Umweltbedingungen in vielen Regionen buchstäblich "unter aller Sau sind"
    wie z.B. im dank der Obstplantagen weiträumig vergifteten Südtirol.
    Also auch hier keine Abhängigkeit von offensichtlichen Umweltfaktoren zu erkennen...

    Die Mutation, die hier zugrunde liegt, ist also schon eine ganze Zeit her (ich will ja gar nicht bestreiten, das es da mal eine Mutation gab- aber da hast du mich wohl falsch verstanden :winking_face: ) Die Frage ist also: Wie lange soll man hier von "Mutation" reden, wenn sich diese Variation bereits vor langer Zeit im Genom eingebaut hat?


    Es ist eher so, dass man neue mutationen auch als solche bezeichnet; Als abgrenzung zur mutation, die weitergegeben wurde, haben wir die "neumutation" als spontanes phänomen

    Kann man diesen Threat nicht verschieben? Finde die Diskussion zwar spannend und ich lese jeden Beitrag eifrig mit, aber es geht hier schon lange nicht mehr um eine Bestimmung :winking_face: .

    PS: Um auch meinen Senf dazu zugeben, ich glaube ebenfalls nicht, dass die Farbveränderung was mit der Umweltverschmutzung/Industrialisierung zu tun hat. Wenn es so wäre, würden sich dann nicht viel mehr Insekten/Tiere dementsprechend anpassen? Ich glaube kaum das in einem Industriegebiet plötzlich schwarze Kohlweißlinge rumfliegen und dass nur, weil die Umwelt schmutziger geworden ist.

    Lg Christian

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!