Hallo Zusammen

    Bei diesem warmen Wetter kann man doch schon an den Frühling denken.
    Dabei hat der Winter eigentlich gerade begonnen.
    Die Pflanzenwelt lässt auch bereits die ersten Frühlingsblumen leuchten und das im Dezember!

    Kann es bei manchen Schmetterlingsarten auch zu solchen Frühstartern kommen?
    Ich habe bei meinen Saturnia pavonia- Puppen festgestellt, dass sie schon recht aktiv sind!

    Könnten sich diese und andere Arten bereits entwickeln bei diesen Temperaturen?

    Viele Grüsse Roland

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    Hallo,

    ich kenne mich zwar nicht mit den genannten Nachftaltern aus,
    glaube aber, dass sie eine kurze Kälteperiode benötigen, um sich dann bei einsetzender Wärme weiter zu entwickeln.
    Oder aber sich bei ausreichender Wärme gleich weiter entwickeln.
    Nun,kalt war es hier schon mal (FAST der Gefrierpunkt, glaube 2 Grad)und jetzt ist es wieder wärmer.
    Ist also denke ich möglich, dass diese sich entwicklen und vielleicht zu zeitig schlüpfen.
    Habe übrigens auch schon einen Kirschbaum gesehen, der schon blühte!Denke aber, dass es bald noch kälter wird (spätestens Januar-Februar)bleibt dann nur zu hoffen, dass die Natur diesen Schlag übersteht, wenn schon Blüten usw. gewachsen sind.

    Viele Grüße, Felix

    Zitat

    Felix.B schrieb:
    ...
    glaube aber dass sie eine kurze Kälteperiode benötigen um sich dann bei einsetzender Wärme weiter zu entwickeln.

    Nicht unbedingt.
    Ich habe schon öfters erlebt, dass Falter um die Weihnachtszeit schlüpfen,
    wenn man sie im Zimmer bei 16-18° hält.
    Konkret würde mir da der Streckfuß einfallen. Von einem Bekannten weiß ich weiterhin,
    dass er am Weihnachtstag schon einmal einen frischgeschlüpften Großen Gabelschwanz in der Natur gefunden hat.
    Da war aber evtl. schon mal länger kalt davor.

    Hallo zusammen,
    ich denke schon, daß es zu solchen "Frühstartern" kommen kann,
    da die Natur im Moment sowieso ziemlich aus dem Häuschen ist.
    Wir haben Dezember, und es ist für diese Jahreszeit sehr warm.
    Gestern hatten wir bei uns in Lüdenscheid im Sauerland15 Grad C,
    und normalerweise liegt um diese Jahreszeit Schnee.
    Letzte Woche Freitag habe ich bei uns im Garten einen Admiral gesehen und das Anfang Dezember.
    Und daher ist es sicherlich möglich, daß man um diese Jahreszeit immermal wieder "Frühstarter"oder auch"Spätstarter"antrifft,
    bzw.es ist bei diesen Verhältnissen natürlich.
    Und leider wird der Großteil dieser Frühstarter, wenn es wieder kälter wird, sterben.

    Gruss, Jonas Engel

    Jein. Die Temperatur ist zwar ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige,
    wenn es um Orientierung und Abgrenzung der Stadienübergänge geht.
    Oft, insbesondere in Gebieten, in denen schon von Natur aus unabhängig von der jeweiligen
    Jahreszeit größere Temperaturschwankungen autreten
    (etwa Westeuropa, Nordwestamerika, Neuseeland, tiefes Südamerika), spielt die viel stabilere Tageslänge als Indikator
    eine viel wichtigere Rolle, wohl auch bei den meisten (heimischen) Pflanzenarten.
    In solchen Gebieten treten bei vielen Arten auch Populationen mit ausgeprägten Latenzfähigkeiten auf.
    Das war die zum Überleben notwendige Anpassung. Daher würden sich die Flugzeiten selbst bei plötzlich auftretenden
    Extremveränderungen (die in vielerlei Hinsicht als katastrophal gewertet werden könnten, etwa bei einem Januarschnitt
    von +20*C) wahrscheinlich kaum ändern, was die als Puppen oder Eier überwinternden Arten betrifft.
    Anders ist das natürlich bei den oben genannten Falterüberwinterern, die die Zeit so durchaus nutzen können...
    Die Früh- oder Spätschlüpfer, die man gelegentlich findet, sind zunächst die natürlichen Abweichungen, die in solchen Fällen
    überleben können; tritt das vermehrt auf, ist dies ein Indikator für die fremde Herkunft der Art, bzw. daß für solche Fälle
    keine sicheren Aktivierungsmechanismen erworben wurden.
    Populationen, die kontinentales Klima benötigen, können durch solche Schwankungen tatsächlich verschwinden;
    bei anderen führen sie zum mehrfachen Überliegen der Puppen, da ja der Unterschied zw. Sommer und Winter zu gering ist,
    um die Entwicklung zu aktivieren.

    Schönen Gruß am noch immer warmen Dreikönigsabend,
    Bostjan Dvorak

    Kurzfristige Temperaturschwankungen werden die Diapause wohl kaum stark beeinflussen.
    Gewisse Arten müssen eine Kälteperiode überstehen, um überhaupt weiterleben zu können.
    Dass die Belichtungsperiode eine wesentliche Rolle spielt, beweisen Versuche,
    die mit Landkärtchen gemacht wurden.
    Der Zeitpunkt des Schlüpfens eines Falters aus der Puppe wird von der Tageslänge, der Temperatur und auch von der Luftfeuchtigkeit bestimmt.
    Darum liegen viele meiner Puppen noch eine Weile bei 6 Grad im Gemüsefach des Kühlschranks.

    Hier die Wetteraussichten von Spiegel online.

    Guten Morgen Zusammen

    Meine Puppenbestände zeigen bis jetzt noch keine Anzeichen zum Schlüpfen,
    aber anders sieht bei den überwinternden Eiern aus.-..trotz Lagerung auf dem Balkon.
    Den Anfang machte als Christkind eine Poecilocampa populi-Raupe am 24 Dezember (ein paar Tage später verendet),
    dann vor 2 Tagen eine von Lasiocampa trifolii und gestern wieder eine P.populi.
    Für trifolii ist es ja nicht schwer,etwas Fressbares aufzutreiben, aber für die populi-Raupe sehe ich eher schwarz.
    Ich hoffe nur,das die restlichen bis zum Frühjahr warten.

    Liebe Grüße
    Andreas

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    Hallo Hans-Günther,

    da der Admiral bei uns eingentlich nicht überwintert, stellt sich die Frage, wo kommt er her?
    Oder sind wir schon soweit, dass typische Wanderfalter, die ab Frühsommer aus dem Mittelmehrraum bei uns einwandern, bald das ganze Jahr anzutreffen sind?

    Vorschlag - was haltet ihr davon, wenn wir in einer separaten Rubrik über derartige Beobachtungen "Buch führen"?.
    Ggf. richten wir ein eigenes Forum hierfür ein.

    Eine rege Diskussion ist erwünscht.

    Gruß,

    ERIC

    Hallo,
    sowas gibt es allerdings auch schon anderswo:
    http://www.s2you.com/platform/monit…urrent/index.do

    Aktuelle Faltermeldungen wären da vielleicht besser aufgehoben, da es hier ja mehr um Zucht geht.

    Auch im lepiforum.de gibt es schon einige Meldungen über Tagfalter. Ist wohl an sich nicht so ungewöhnlich, das Überwinterer jetzt schon mal auftau(ch)en.

    Gruß
    berthold

    Hallo Eric.

    Da hat Berthold wohl recht. Auf "science for you" und im "lepiforum" sind diese Daten besser aufgehoben. Laß uns uns auf die Insektenzucht und deren Umfeld konzentrieren. Das ist umfangreich genung, um eine Homepage wie die Actias zu "füllen".
    Oder setze doch einen Link auf die entsprechenden Seiten, damit Mitglieder die Daten dort möglichst umkompliziert weiter geben können.

    Gruss
    Rudi

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