27. Oktober 2009 um 18:51 - Beitrag: Totenkopfschwärmer in der Wohnung halten, Thema: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Dies würde auch die Beobachtung erklären warum keine oder zumindest kaum gefunden werden, da sie nach dieser Überlegung nur ihre Gene nach Norden schicken statt selbst zu Fliegen.
Der Ansatz hat was Reizvolles! Wenigstens was die einwandernden Falter betrifft. Bei der Rückwanderung finden sich jedoch jedes Jahr auch zahlreiche Männchen in den Netzen der Ornithologen auf den typischen Vogelzugpässen. Unseren Männern reicht es scheinbar nicht, nur die Gene nach Süden zu schicken.
Doch auch mit diesem Ansatz ist noch nicht mal ANSATZWEISE geklärt, weshalb auch die nichtwandernden Weibchen keine Eier produzierten, obwohl sie wochenlang gefüttert und zig-fach mit Männchen verpaart wurden. Habe das zuvor nur beiläufig erwähnt und daher nun nochmals explizit: Für jedes der vorgenannten wilden Weibchen wurden Männchen herbeigeschafft. So fanden immer zahlreiche Paarungen statt. Egal ob die Tiere nun beim Fang noch jungfräulich waren oder nicht. Meiner Erfahrung nach beginnen die Weibchen sowieso nicht mit der Eiablage, bevor sie nicht mehrmals begattet wurden.
Ja Lucas, bei der Lang-kurztag Diskussion geht es eigentlich um die Haltung der Raupen. Heimo Harbich hatte darüber Ende der 70-er Jahre einen ausführlichen Bericht in der Entomologischen Zeitschrift publiziert, als aus Gran Canaria endlich Zuchmaterial in grösserer Menge zu haben war und man mit den Tieren geduldig arbeiten konnte, ohne sich gleich jeden Falter für die Sammlung sichern zu wollen. Meiner Meinung nach liegt in diesem Bericht der Urspung der heutigen "Gewissheit". Doch wie ich schon beschrieben habe, mich kümmerte die Lichtdauer nie und habe noch immer fruchtbare Falter aus den Zuchten erhalten.
Gruss
Bernhard