Raupenbeinchen und Nachschieber werden schwarz

    hallo liebe Insektenliebhaber,

    2 meiner Raupen hatten sich verkrochen. Ich dachte sie wollten sich verpuppen. Mittlerweile habe ich aber leider festgestellt, daß eine Raupe richtig aufgeplatzt ist. Das Tierchen hat auch schwarze Beine und frisst nicht. Das Tier lebt in diesem Zustand noch! es vegetiert dahin besser gesagt. Wer weiss was für schlimme Schmerzen es hat. Die Suche nach Parasiten war erfolglos. Also was könnte sie haben und wie soll ich jetzt vorgehen, was mache ich am besten? kann/soll ich ihr Antibiotika geben?

    Raupe 2 ist zwar nicht aufgeplatzt, aber genauso schrumpelig. Sie hat auch schwarze Nachschieber und am Körper hat sie auch so ein Fleck. Es lebt noch, frisst aber nicht. Ich kann es nicht mehr ertragen sie so zu sehen.

    ich würde gerne wissen
    a) was es ist?
    b) wie ich vorbeugen kann?
    c) was ich nun machen soll?
    d) ob sie Schmerzen haben?

    Wer kennt sich aus? bevor ich anfange zu heulen verabschiede ich mich lieber mal

    danke lG
    danke euch

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    Hallo Nesrin,

    so wie´s bei Deinen Raupen aussieht, ist da ein Pilz oder eine andere Infektion am Werk. Aber keine Trauer, das ist halt so in der Natur.

    So schön wie unsere kleinen Freunde auch sind, so muß die Natur doch dafür sorgen, daß es nicht zuviele werden, da sonst alles Grüne irgendwann nicht mehr da wäre. Ich habe jedes Jahr eine große Anzahl an "Beifängen", kleine und große Raupen, aber jedes Jahr muß ich feststellen, daß viele dieser Beifänge schon tot sind, wenn ich sie finde. Nicht falsch verstehen, sie leben noch wenn ich sie finde, aber das Übel steckt bereits in ihnen. Parasiten, Pilze und andere Erreger. Sehr viele Raupen haben diese inneren Feinde, ich möchte sogar behaupten die meisten. Aber so ist´s nunmal.

    Ich hab mal ne Raupe als L2 gefunden, großgezogen bis zur Verpuppung, über den Winter gebracht, um dann im Frühjahr eine Ichneumon (Schlupfwespe) im Puppenkasten zu haben.

    Nun wie gesagt, es ist gut so, nur ärgerlich halt wenn man solche Raupen daheim hat.

    Tröstende Grüße Heiko

    Hallo Nesrin,

    Deine zwei Raupen sind parasitiert. Wie es aussieht aber nicht von einem Pilz sondern von einer (oder mehreren) Larve(n) der Raupenfliege oder einer Schlupfwespenart. Ich glaube in der aufgeplatzten Raupe nämlich eine Larve des Parasiten erkennen zu können. Die Raupen haben keine Schmerzen mehr, den sie sind schon tot. Das was sich an der Raupe bewegt ist die Parasitenlarve in der inzwischen fast leergefressenen Raupenhülle (die jetzt aufgeplatzt ist).

    Aber keine Sorge, das ist normal. In der Natur werden viele Raupen von Parasiten befallen. Ein Schmetterling kann - je nach Art - bis zu 400 Eier legen. Zur Arterhaltung müssen davon durchschnittlich jedoch nur zwei Individuen überleben, die sich wieder verpaaren und fortpflanzen können. Alle anderen werden gefressen, befallen von Pilzen, Viren und Bakterien, verenden im Winter usw.

    Viele Grüße - TX

    hallo

    danke euch *schnief* ich weiss ich Sensibelchen..

    Danke Heiko für deinen Trost, es ist für mich mehr als ärgerlich. Ich warte immer so lange bis sich entweder der Parasit zeigt, oder die Raupe mausetot ist. Davor habe ich immer Hoffnung daß sie gesund wird. Irgendwie baue ich mit jeder einzelnen Raupe ein Verhältnis auf, ich glaube das liegt daran, daß ich wirklich jedes Räupchen in ein eigenes Gefäß halte. Dann schaue ich rein, na mein grosser Frostspanner wie gehts dir heute, noch immer nicht Lust zu verpuppen und was willst du heute fressen?..und dann SCHRECK SCHAUDER!!. Wie hinterlistig diese Parasiten sind..leben genüsslich und leise in ihrem Wirt. Sie sind wie Krebs. Sollen sie doch die Eier in Käferlarven oder Wespen reinlegen.

    Hallo TOX du hattest wie oft recht! das was sich so lahm bewegt hat war nicht die Raupe. Es ist eine megaeklige Made rausgekommen! was ist dieses Vieh?? es hat eine Fratze, Mistvieh verdammter
    danke dir für die Infos.

    lG

    So langsam scheint mir dieses Thema ins Groteske abzugleiten. :wut:

    MfG, spinne

    Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen,
    aber haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun,

    Orson Welles

    Hallo Mischa,

    das ist für mich (als Raupenliebhaber) auch immer hart mit anzusehen wenn meine Pfleglinge u.a. an solchen Larven sterben - aber diese können sich ihr Leben ja doch auch nicht aussuchen (wenn sie's könnten würden sie sich vielleicht lieber von Pflanzen ernähren? Aber jeder sieht das ja auch mit seinen Augen - ein "totaler" Pflanzenliebhaber z.B. (ich bin ja nun auch ein totaler Pflanzenliebhaber - aber halt nicht nur) würde mich vielleicht jetzt (und als Raupenfreund dann sowieso) mit verärgerten Augen anfunkeln).

    Liebe Grüße an dich

    Sascha


    PS: die Larve scheint mir ja riesig! - was wird wohl daraus? Vielleicht wird es eine sehr schöne impossante Wespe

    Hey Nesrin.

    Jedes Tier hat seine Daseinsberechtigung und ich kenne einige Entomologen, die sich mit Dipteren beschäftigen und heilfroh sind, über parasitierte Raupen oder Käferlarven.
    Also nur eine Frage des Betrachtungswinkels.
    Eine menschliche Einteilung in "süße Raupe" und "mistiker Parasit" ist nicht angebracht, geschweige denn professionell oder gar gerecht.


    Warte erst mal, was aus der bald erscheinenden Parasitenpuppe schlüpfen wird, schau dir das Tier mal in Ruhe und genau an und erlaube dir dann (vielleicht) ein subjektives Urteil.
    Und höre auf, deine bestialisch pflanzenzerstörenden Viecher zu vermenschlichen oder ihnen Gefühle anzudichten, die jenseits jeglicher Realität sind.

    Rudi

    erlaube dir dann (vielleicht) ein subjektives Urteil.

    Noch subjektiver? :grinning_squinting_face:

    Scherz beiseite. Bei der Larve handelt es sich um eine Hymenopteren-, also SchlupfwespenLarve.

    Nesrin, nimms nicht so schwer. Das ist der Lauf der Dinge und Rudi hat's ganz gut getroffen mit den fiesen, pflanzenzerstörerischen Viechern.

    danke erstmal,

    mag sein, daß meine "Vieher" bestialisch alles grüne fressen/vernichten, mag auch sein daß ich sie vermenschliche und verniedliche, klar daß das nicht professionell ist und natürlich haben sie auch eine Daseinsberechtigung, wie grotesk meine Meinung auch dir erscheinen mag spinne,- ICH MAG SIE NICHT-. Wir sprechen hier von PARASITEN! Die haben sicher nicht soviele Fans, wenn üerhaupt. Oder würdet ihr euch darüber freuen, wenn ein Wurm in euch leben tät? Der einzige Grund warum ich sie nicht platt mache ist, daß sie Gottes Geschöpfe sind.

    meine Einstellung mag Pflanzenliebhaber stören, sicher auch diejenigen die sich mit Parasiten beschäftigen, mich stört auch deren Sichtweise, was solls. Es kommt halt auf den Blickwinkel an. Jedem das seine. Manche sehen Raupen als Schädlinge und deren Feinde (eklige Maden..) als Nützlinge an.

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    To come back to science:

    Auch wenns klugscheißerisch klingt: Bei den erwähnten Tier(art)en handelt es sich um Parasitoiden. Parasiten zehren vom Wirt, während er mehr oder weniger unbeeinträchtigt weiterlebt. Bei z.B. Schlupfwespen geht die ganze Aktion (fast?) immer tödlich für den Wirt aus.

    Ich mag sie auch nicht, hege auch Groll, wenn mal wieder eine gesammelte Raupe daran stirbt, aber wenn man sich ein wenig mehr mit Parasit(oid)en beschäftigt, erschließt sich eine unglaublich faszinierende Welt.

    So seltsam und unvorstellbar es klingen mag :
    Insekten (und damit auch Raupen) verspüren sowieso keinen Schmerz, da sie ja für sehr viele Tiere Beute sind.

    So wenig seltsam und banal es klingen mag:

    Meines Wissens läßt sich diese Frage nicht so einfach in einer Zeile beantworten. Schon gar nicht mit dieser Bestimmtheit und der Kausalzusammenhang, den Du da in den Raum wirfst, ist ziemlicher Blödsinn, sorry. Ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen, aber dann führ das mal bisschen weiter aus.

    Und in einem neuen Thema und nicht irgendwo unten drangeklatscht.

    Das stimmt schon, aber nicht, weil sie für viele Tiere Beute sind ( :face_with_tongue: ) Das hängt damit zusammen, dass Insekten ein Strickleiternervensystem besitzen. Mehr kann ich dazu jetzt aber auch nicht sagen... :kissing_face:

    LG Insektenfan

    Die Sonne schein, damit wir die Hälfte des Tages was sehen können. :ironie: Soviel zur Logik.

    Einerseits können Insekten anscheinend keinen Schmerz spüren, da ihnen die C-Nervenfasern Es könnte aber auch, dass sie eine Wahrnehmung von Schmerz haben, die vielleicht anders funktioniert. (Ein Mensch wird sich auch nie wirklich vorstellen können, wie eine Fledermaus mit ihrem Ultraschall-Radar "sieht".)

    Andererseits scheinen Wissenschaftler herausgefunden zu haben, dass ihr Lieblingsinsekt (Drosophila melanogaster) den Neurotransmitter Substanz P in ihrem Körper produziert, der eine Schlüsselrolle bei Schmerzempfinden spielt.

    Zitat

    Some scientists (see references) studying the nerve cells of fruit flies have found they possess a neurotransmitter called substance P. In humans substance P plays a key role in sensing pain.

    Quelle: http://www.madsci.org/posts/archives…05774.Zo.r.html

    Zur ersten Theorie habe ich im Netz auf die Schnelle nur eine Quelle gefunden und die sieht mir sehr unwissenschaflicht bzw eher dubios aus (LINK). Auch die Quellen, die unter dem Link zur zweiten Theorie zu finden sind, habe ich nicht geprüft, dazu fehlt mir die Muße und vermutlich das nötige Fachwissen, da ich kein Biologe bin, aber immerhin sind es wissenschafltliche Paper, die wirklich existieren (man findet sie in Online-Datenbanken).

    Ich wäre also sehr, sehr vorsichtig mit der Aussage, dass Insekten keinen Schmerz spüren.

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