Weiße Waldportier- Weibchen bekommen

    Hallo,

    Ich habe gestern von einem Bekannten, ein Weißes Waldportier Weibchen bekommen. Es hat einen dicken Hinterleib, voll mit Eiern. Das Weibchen ist schon verpaart. Jetzt möchte ich mit ihr eine Zucht versuchen, aber ich habe glesen, dass das Weibchen die Eier im Flug auf trockene Gräser Fallen lässt.
    Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar TIPPS geben?
    Bitte rasch melden.
    Mit freundlichen Grüssen:
    Dominik :hilfe:

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    Hallo,

    Ich habe Weibchen von verschiedenen Hipparchia- und Pseudochazara- Arten in leere Eisschachteln mit abgerissenen Halmen von Bärenfellgras (Festuca scoparia) gesperrt, Gaze darübergespannt und in leichte Sonne gestellt. Sie flattern in der Schachtel herum und lassen dabei die Eier fallen.
    Achtung! Die Schachtel darf nicht in der vollen Sonne stehen, weil sich diese sonst zu sehr aufheizt und die Falter eingehen.

    Gruß Jürgen

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Dominik,

    wenn es sich bei Deinem Falter tatsächlichen um den Weissen Waldportier Brintesia circe handelt, ist dieser in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung, Anlage 1 'besonders geschützt'.

    Für 'besonders geschützte' Arten gilt nach § 42 Bundesnaturschutzgesetz:
    § 42 Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten
    (1) Es ist verboten,
    1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu
    fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen, Nist-, Brut-,
    Wohn- oder Zufluchtstätten der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu
    zerstören,
    ...
    (2) Es ist ferner verboten,
    1. Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten in Besitz oder
    Gewahrsam zu nehmen, in Besitz oder Gewahrsam zu haben oder zu be- oder
    verarbeiten (Besitzverbote),
    ...

    Der Große Waldportier Hipparchia fagi und der Kleine Waldportier Hipparchia alcyone sind übrigens sogar streng geschützt.

    In der Steiermark/Österreich, wo Du wohnst, steht Brintesia circe als stark gefährdete Art auf der Roten Liste:

    http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/n…%2Fform_neu1.pl

    Mein Rat:
    Lass das Weibchen frei.

    Moin Dominik,

    es nutzt nichts, da auf stur zu schalten, denn die Gesetzlage ist nun mal so. Du darfst Dir von Brintesia circe nichts aneignen, nicht mal 'nen Furz davon.

    @ all

    Der Einwand von Tobi macht allerdings mehr als Sinn!!!

    Viele Grüße
    Klaas

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    Hallo Kollegen,
    die Unterschutzstellung in Deutschland ist schlichtweg Fakt.
    Manche Hinweise, wie von Annett, sind Blödsinn und Klaas übertrifft sich wieder einmal.
    Dieses Hinundher trägt sicher eher - sehr wohlwollend ausgedrückt - zum Schmunzeln als zur Statusverbesserung von actias bei.
    Denkt mal drüber nach.
    Gruß
    Rudi

    Hallo an alle,

    die Unterschutzstellung ist ja okay, aber ich habe es schon oft erlebt, man lässt einen Falter frei und kann sofort beobachten das Vögel sie sofort fangen und fressen.
    Beobachtung P. Machaon: habe 20 Falter freigelassen und was war, 10 wurden sofort von Vögeln gefangen.
    Deswegen denke ich das mein Beitrag kein Blödsinn ist, sondern FAKT.
    Aber wie gesagt, jeder hat eine andere Meinung.


    PS: Alles liebe Zum Geburtstag lieber Rudi

    Beste Grüße Annett

    Hallo Annett,
    Blödsinn schon deshalb weil du 20 m weiter auch nicht beobachten kannst, ob das Tier nun ungeschoren davonkommt oder doch - wenn überhaupt - gefressen wird.
    Ich meine, man sollte in diesem Forum nicht verfahren, wie dies oft im Bund Naturschutz mit Halbwissen propagiert wird.
    Die Ratschläge sind oft unsinnig und diletanttisch. Diese sollte man vorher überlegen und nicht nur loslassen, um die Zahl seiner Beiträge zu erhöhen. Letzteres nimmt meiner Meinung nach zu.
    Nichts für ungut, ich werde zu diesem Thema nicht mehr tätig.
    Übrigens, diese Ausführungen sind für dich, nur den 1. Absatz betreffend, bestimmt. Der Blödsinn ist nicht so schlimm gemeint.
    Für die Geburtstagsgrüße viele Dank und Gruß an Falk.
    Gruß
    Rudi

    was macht das massenhafte willkürliche "freilassen" von faltern für einen sinn?
    der schwalbenschwanz ist ein einzelgänger den man in der natur meistens nur einzeln antrifft. wenn ich 20 schwalbenschwänze auf einmal in meinem garten freilassen würde dann ist das das 20fache von dem was manchmal überhaupt dort an faltern zu finden ist.
    ist doch klar dass jeder vogel im benachbarten kirschbaum denkt er sei im paradies und sich erstma nen falten pickt.

    zum waldportier muss ich noch sagen, dass grade wenn das tier anscheinend voll mit eiern ist, man es doch besser fliegen lässt.
    und dann ist da noch die frage ob man alles was man tut unbedingt ins internet stellen muss.. kein wunder wenn dann plötzlich das umweltamt oder sonstwer vor der tür steht.

    :aufstampfen:

    Das wollte ich mit meinem Beitrag wirklich nicht bezwecken!!!!! ( Das der Rudi denkt, ich möchte meine Beiträge in die Höhe treiben).Dachte nur es soll doch auch etwas Spaß machen. Dabei ist das mit dem Weißen Waldportier, oder anderen geschützten Arten, ein viel zu ernstes Thema um Ironie ins Spiel zu bringen also wie Du schon sagst, Rudi, einfach Blödsinn. Entschuldigung dafür! Ich habe es nicht bös gemeint.
    Dennoch stellt sich mir die Frage, ob es dem Falter in den Händen eines erfahrenen Entomologen nicht besser ergehen würde, als in der rauen Natur, wo die Nachkommen vielen Fressfeinden ausgeliefert sind.
    Wie dem auch sei, Gesetz ist Gesetz und ist nicht zu diskutieren.
    Den Ausführungen von Robert ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
    Es sollte ja auch nur ein nicht ganz ernst gemeinter Denkanstoß in die andere Richtung sein.

    Beste Grüße
    Annett

    Hallo :smiling_face:

    Ich muß jetzt auch was schreiben damit ich endlich soviel Beiträge hab wie der Rudi :smiling_face:
    Der is ja schon bei HUNDERT!!
    Mag ja sein das man bestehende Gesetze einhalten sollte....
    Aber ich bin der Meinung daß es geradezu eine Bürgerpflicht ist bestehende Gesetze zu diskutieren!!!
    Besonders dann wenn sie augenscheinlich nicht das bewirken was sie angeblich bewirken wollen.
    Sonst werden wir so langsam immer weiter von unserer ach so freiheiltichen Demokratie eingemauert...

    VG Chris

    @ Rudi Tannert

    In Rätseln schreiben, also nicht klar äußern, wen man mit seinen Anmerkungen anspricht, ist genau so sinnvoll wie darüber nachzudenken, ob in China ein Sack Reis umgefallen ist oder nicht.

    Du beklagst die Qualität der Schreibenden und bist selbst nicht bereit entsprechende Qualität zu liefern. Entschuldige, wenn ich das sage, aber es wäre besser gewesen, Du hättest Deinen letzten Beitrag in die Tonne getreten, wenn Du soviel Wert legst auf die Wertigkeit der Beiträge.

    Wasser predigen und Wein saufen paßt nicht zusammen.

    @ Chris

    Natürlich sollten Gesetze diskutiert werden, nur wirst Du hier mit einer Diskussion nichts erreichen. Hier kann man Deine Anmerkungen nur als Aufruf werten, gegen bestehendes Gesetz zu verstoßen und davon kann ich nur abraten. Wenn Du den Status der "besonders geschützten Art" und die damit verbundenen Gesetze "verbessern" willst, hast Du nur zwei Möglichkeiten:

    1. Du beschreitest den Klageweg. Dann müssen andere Dir sagen, ob Du gleich vor das Bundesverfassungsgericht ziehen darfst, oder den Instanzenweg einhalten mußt.

    2. Du trittst einem der großen Naturschutzvereine bei, steigst dort in die Spitze auf und hast direkten Kontakt zu denjenigen, die entsprechende Möglichkeiten haben.

    3. Du wirst Spitzenpolitiker und sitzt direkt am Hebel.

    Gesetze "diskutieren" zu wollen, indem man gegen sie verstößt, ist der denkbar ungünstigste Weg.

    @ Tobi07

    Deine Frage ist berechtigt und kann klar beantwortet werden.

    Ist eine Population vorhanden, macht die Freisetzung eines oder vieler Tiere gar keinen Sinn. Würde das Biotop oder die Landschaft mehr Tiere vertragen als vorhanden, wären auch mehr da. So kommt es zu einer künstlichen Erhöhung der Population mit einhergehender Futterverknappung, ggfs. Verfälschung des Genpools und damit zu einer wenigstens kurzfristigen Schwächung der Population (extrem vereinfacht ausgedrückt). Die erhöhte Anzahl der Tiere hat für die nächste Generation im günstigsten Falle zur Folge, dass sie ihre Populationsdichte vor der Freisetzung mit der nächsten Generation wieder erreicht.

    Ist die Art nicht vorhanden, kam aber mal vor, kann die Freisetzung Sinn machen, wenn die nötigen Bedingungen vorhanden sind. Dann wäre es eine erfolgreiche Wiederbesiedlung eines ehemaligen Standortes. Erfolgreich in so fern, dass die Art sich halten kann.

    Kam die Art dort nie vor, kann man eigentlich nur von Faunenverfälschung sprechen. Möglicherweise kann sich die Art halten, wahrscheinlicher ist, dass dies nicht klappt. Fazit, was Du eigentlich auch sagen wolltest:

    Plant man eine Freisetzung nicht äußerst genau und nur als Wiederansiedlung, ist jede Freisetzung sinnlos und ggfs. nur Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens.

    @ Annett

    Aus meiner ganz persönlichen Sicht, siehst Du das schon richtig. Man sollte sich und sein Hobby nicht zu bierernst nehmen und sich auch 'nen Spaß gönnen können. Wer zum Lachen in den Keller geht soll das tun, aber anderen die Freiheit lassen, lieber bei Sonnenschein im Garten zu lachen. In so fern ist das schon ok. Dieser Satz aber...

    Zitat

    Dennoch stellt sich mir die Frage, ob es dem Falter in den Händen eines erfahrenen Entomologen nicht besser ergehen würde, als in der rauen Natur, wo die Nachkommen vielen Fressfeinden ausgeliefert sind.

    ... ist wesentlich zu menschlich gedacht oder vereinfacht das Problem zu sehr.

    Viele Grüße
    Klaas

    Hallo Klaas und hallo Chris

    Nachdem ich mich mit dieser Forderung schon ein, zwei Male in die Nesseln gesetzt hatte, freue ich mich nun doch, nicht der Einzige zu sein, der nicht bloss erkennt, sondern auch ausspricht, dass gewisse Gesetze zum Schutze der Natur ausgemachter Schwachsinn sind!

    Schlimmer finde ich jedoch, dass es selbst unter den Mitgliedern dieses Forums - von denen eigentlich ein wenig Durchblick erwartet werden sollte - einige Leute gibt, für die der in Berlin oder Brüssel geschriebene Buchstabe sakrosankt ist, es quasi schon Blasphemie ist, sich gegen ihn auszusprechen.
    Zu denken, dass Gesetz einfach nur Gesetz sei, das ist peinlich und erbärmlich!
    Gesetze gelten nämlich genau so lange, bis man sie ändert, anpasst oder abschafft. Dies geschieht jedoch nur, wenn man sie als untauglich entlarvt und deren Urheber als unfähig blossstellt.
    Durch ratloses Wettern, Kuschen oder die Faust im Sack Machen ändert sich jedoch gar nichts! Aber auch gegen die augenblicklichen Konventionen braucht man nicht unbedingt zu verstossen. Was aber nötig ist, und da hat Klaas durchaus Recht, dieses Bewusstsein muss erst in möglichst viele Köpfe eindringen, bevor es an den richtigen Stellen, in den richtigen Sitzungen überhaupt zum Thema wird.
    Hierfür haben wir Züchter und Sammler durchaus eine Möglichkeit Klaas.
    Praktisch jede Gemeinde hat ihr eigenes Käseblatt und viele von uns wohnen an Orten, wo es noch wesentlich weiter verbreitete Presseerzeugnisse gibt.
    Wir brauchen keine Politiker zu sein. Die Tatsache, dass wir (die meisten von uns jedenfalls) wesentlich mehr von der Natur und ihren Zusammenhängen verstehen als das ganze Parlament zusammen, macht uns zu den Experten, die es braucht, um aufrüttelnde Artikel in die Zeitung zu bringen. Dort hätten wir eine Plattform, um auf Missstände aufmerksam zu machen. So würden sie auch weit herum von jenen Leuten aufgenommen, die Politik machen.
    Wir sind also überhaupt nicht so wehrlos, wie wir uns hier selbst - bequem? - glauben machen wollen. Zeitungen sind meiner Erfahrung nach sehr dankbar für kritische Beiträge von fachlich versierten Lesern. Dies erspart manchem Journalisten, sich selbst schalu machen zu müssen, um dann am Schluss doch in die Falle dieser oder jener Lobby getreten zu sein.

    Das Problem an der Sache - man wirbelt Staub auf! Und damit ist es dann oft nicht getan. Weitere Einsätze wären dann von uns gefordert. Aufklärung hier, Aufklärung da, weitere Artikel müssten folgen, wir erregten Aufsehen. Alles in allem käme ein riesiger Zeitaufwand auf uns zu. Die Frage lautet also nicht, ob wir etwas tun können, sondern ob wir dazu bereit sind, etwas tun zu WOLLEN -
    auch gegen alle Wiederstände und zu erwartenden Anfeindungen.
    Die andere Möglichkeit ist natürlich weiterhin weh zu klagen, gelegentlich zu wettern und ganz feste die Faust zu machen.

    Dies mein Wort zum Sonntag

    Bernhard

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    ... ja, das stimmt schon. Aber wenn, dann schon von allen.
    Noch bevor ich mich zu Wort melden wollte, hat Bernhard mir einiges von dem vorweg genommen, was auch ich sagen wollte.
    Es bleibt mir also nur mehr übrig, dazu aufzurufen, nicht gar so kleinlich zu sein, wenn mal ein Schmetterlingszüchter das Zuchtmaterial bzw. ein einziges Exemplar einer Art der Natur entnimmt. Viel schlimmer sind da schon jene "Kollegen" die immer wieder bestimmte Stellen und Orte aufsuchen um bestimmte, gut handel- und tauschbare Arten in größerer Anzahl der Natur entnehmen um nicht zu sagen "entwenden". Die sind nämlich schön still und ruhig dabei und niemand stört sich folglich daran.

    Wir "kleinen Leute" haben uns gefälligst an die bestehenden Gesetze zu halten. Eh klar!
    Wenn dann aber plötzlich industrielle, wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen, wo meist sehr viel Geld und eine entsprechende Lobby dahinter stecken, sind diese Gesetze, an die wir kleinen Leute uns gefälligst zu halten haben, plötzlich nicht mehr relevant und völlig unwichtig.
    So geschehen in meiner allernächsten Umgebung, wo ein Kiesgrube ständig erweitert wird und die dort ehemals vorhandenen Trocken- und Magerrasenflächen, die sehr viele seltene und geschützte Pflanzen- und Insekten- so auch Schmetterlingsarten, beherbergt haben, nach und nach verschwinden. Auch mit Wasserkraftwerken ist es das selbe. Stimmt schon: sehr wichtig für uns alle. Aber wer frägt nach den Schmetterlingen, die auf Nimmerwiedersehen verschwinden? Niemand!
    Also, ich halte es für verträglich, mal ein Exemplar einer geschützten Art der Natur zu entnehmen und eine Zucht zu versuchen.
    Nur - auf die Große Glocke hängen ist nicht sinnvoll. Denn wir kleinen Leute sind immer und überall die Schwächeren.
    Naturschutzverhandlungen gehen meiner Erfahrung nach immer so aus, wie die Politik es gerade haben möchte. Also meist zum Nachteil der Natur.
    Beste Grüße
    Heinz

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