Kokons per Post liefern lassen?

  • Hallo!


    Ich bin am Überlegen mir weitere Kokons von Samia Ricini per Post schicken lassen (nach Bayern).

    Die Verkäuferin hat noch nie selbst welche geschickt, meinte aber dass sie die mit Heatpack in einem gedämmten Paket schickt weil das gängige Praxis sei.

    Passt das so? Überstehen die Kokons den Transport oder ist davon abzuraten?


    Danke Schon mal

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  • Die Verkäuferin hat noch nie selbst welche geschickt, meinte aber dass sie die mit Heatpack in einem gedämmten Paket schickt weil das gängige Praxis sei.

    Hallo Nicole,


    ein Heat-Pack kann bis zu 70°C entwickeln - ich glaube nicht, dass die Kokons den Transport überleben werden.

    Am besten die Kokons in leicht feuchtes Moos packen und mit einer Noppenfolie umwickeln. Dann kann man ja

    das Päckchen zur Sicherheit noch eimal Styro-Kugeln oder -chips auffüllen.

  • Hallo Nicole,


    ein Heat-Pack kann bis zu 70°C entwickeln - ich glaube nicht, dass die Kokons den Transport überleben werden.

    Am besten die Kokons in leicht feuchtes Moos packen und mit einer Noppenfolie umwickeln. Dann kann man ja

    das Päckchen zur Sicherheit noch eimal Styro-Kugeln oder -chips auffüllen.

    Hallo,


    die Temperatur eines Heatpacks wird meist nicht so hoch, wie auf der Verpackung angegeben.

    Ich habe mit dieser Methode schon seit Jahren diverse Käfer versendet und es gab noch keinerlei Probleme mit zu hoher Temperatur, eher wegen zu niedriger Temperatur!


    Man sollte nur nicht die Kokons auf das Heatpack kleben.

    Man könnte es z.B am Deckel/Boden befestigen und die Kokons am anderen Ende der Box platzieren.


    Viele Grüße Cedric

  • Hallo Cedric,


    bei tropischen Arten ist deine Variante bestimmt geeignet.

    Aber bei unsachgemäßer Anwendung von Heat-Packs kann man beim versendeten Material mehr Schaden

    anrichten und ist für einen Anfänger absolut nicht zu empfehlen.

    Da sollte man sich schon gut mit der Wirkungsweise auskennen.

    Bei Samia ricini, die bei gemäßigten Temperaturen, wie sie derzeit in Mitteleuropa herrschen, sehr gut

    zurecht kommen, ist ein Versand mit der von mir beschriebenen Methode völlig ausreichend.

  • Sie schickt sie am 11.1. los und die Falter schlüpfen ab ca. 18.1.

    Sorry, aber nein, für mich wäre ein Versand nicht in Ordnung.

    Also mich würde eher diese Aussage stören, als das Heatpack-Problem.


    Das bedeutet die fast fertig entwickelten Falter in der Puppe werden während des Transports "geschüttelt und gerührt" (007 verzeihe mir ;) )

    Auch wenn ricini eine unkomplizierte Spezies ist, kann das doch nicht gut sein?!


    Klar kann das klappen, aber muss man krampfhaft so ein Versandrisiko eingehen und das Wohl der Tiere auf´s Spiel setzen, wenn es doch Alternativen gibt:

    Später Eier kaufen, Kokons zur richtigen Zeit versenden, wenn sie in Ruhephase sind...es wäre alles so einfach, wenn man nicht alles zu jeder Zeit haben oder verkaufen möchte!


    Erdbeeren im Dezember von Südafrika nach Europa, Oleanderschwärmer-Eier bei 0°C per Brief durch die Bundesrepublik, ricini kurz vor dem Schlupf.....

    Ich frag mich, warum?


    Als Entomologe sollte man sich auch an die natürlichen Gegebenheiten halten, welche die Tiere vorgeben. Es geht hier um Tiere und nicht um Schrauben oder Gummibärchen.


    Sorry für die klaren Worte und wenn die Tiere doch versandt werden, wünsche ich ihnen (nicht den beteiligten Menschen) viel Glück dass sie es gut überstehen.

    Rudi

  • Hallo,

    Ich würde dem auch zustimmen. Puppen sind kurz vor dem Schlupf besonders empfindlich. Die Tiere hätten da früher verschickt werden sollen oder eben die Eier nachher. Bei Eiern selbst sehe ich das aber anders. Wenn Falter im Winter schlüpfen bleibt dem Züchter gar nichts anderes übrig als die Eier zu verschicken. 1000+ Tiere selbst züchten ist unrealistisch (zumindest für mich) und die Tiere direkt im Gefrierschrank töten will man ja auch nicht. Das Risiko ist es da also auf jeden Fall wert. Am Ende würden sie ja sonst leider eh sterben. Der entscheidende Aspekt beim Versand scheint mir der Briefkasten zu sein. Wenn die Post da ist kann man den Brief direkt ins Warme holen, dann gibt es auch keine Probleme mit der Kälte. Bei den besagten Oleanderschwärmern ist eine Diapause ja leider nicht drin sonst wäre es natürlich sinnvoller die Tiere erst zu überwintern.

    Beste Grüße, David

  • Hallo! Meine Kokons kamen in einer Styroporbox an und waren in Watte gewickelt. Alle 10 sind geschlüpft. Meine Argemas kamen im Karton in Papier und Watte aus Italien. Sie waren 9 Tage unterwegs und sind gestern geschlüpft. Ganz ohne Heatpack. Ich denke sie verfallen in eine Starre und tauen dann so zu sagen in der Wärme langsam auf. Ich habe sie in eine Box gelegt und bei Zimmertemperatur erstmal ein paar Stunden gelagert. Dann habe ich die Kokons aufgehangen und mit lauwarmen Wasser besprüht. Da bis jetzt schon welche geschlüpft sind denke ich das Kokons den Transport überstehen auch ohne Heatpack und innerhalb Deutschlands sind sie in 3 Tagen da. Sollte also kein Problem sein. Liebe Grüsse Carmen

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  • Hallo,

    habe die verschiedenen Argumente und Gegenargumente betreffs des Heat-Packs gelesen und halte selber nichts davon. P. ricini ist keine Art, die als Kokon zwingend tropische Temperaturen haben muss. Kokons einzeln eingepackt in Haushaltstuch / Toilettenpapier und in einem Eierkarton der in Noppenfolie etc. gewickelt ist tut es auch. Papier etc halte ich für ein besseres Isolationsmaterial als Kunststofffolie. Je nach Versandort und Ankunftsort sollte der Transport in 2- spätestens 3 Tagen möglich sein und dann dürfte ein Versand 7 Tage vor Schlupfbeginn auch kein Problem darstellen. Wegen der kurzen Puppenruhe bei ricini hatte dann die Entwicklung der Falter eingesetzt (das tut sie ja bereits gleich nach der Verpuppung), ist aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass der Transport einen Schlupf beeinflussen dürfte. Ein grösseres Problem als der Briefkasten zu Hause könnte gegebenenfalls der Posttransport sein. Bei uns ist die Post mit dem Fahrrad unterwegs und Briefpost und kleinere Pakete kommen dann gegen Mittag (im günstigen Fall) oder frühen Vormittag auf Lufttemperatur abgekühlt nach einer mehrstündigen Fahrt und evtl. nach einem mehrstündigen Aufenthalt in einer ungeheizten Sammelstation ans Ziel. Bei den Aussentemperaturen sollte man schon darauf achten, dass sie nicht weit unter 0° liegen.

    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

  • Also ich hatte bisher keine Probleme mit Postliegerungen von DHL und UPS. Alles gesund und munter angekommen nur in Papier und Watte gepackt sogar aus Italien alle Kokons und die Puppen sind ok 3 sind bereits geschlüpt. Und das ohne Heatpacks. Ich denke dad Heatpacks ja die Entwicklung beschleunigen und das wäre mir persönlich zu gefährlich auf dem Postweg. Auch meine Attacus und Samia wurden pwr Post ohne Heatpacks versendet und alle sind geschlüpft und sind unversehrt. Vertrau einfach deinem Gegühl das klappt schon.😊

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