Welche Raupe?

  • ......... direkt hinter der Kopfkapsel seiht sie ganz schön ramponiert aus.

    Auch sieht es m.M. nach so aus, dass sie parasitiert ist, über der 1 von

    163 cm direkt neben dem Segmentring.

    Wer mit Tieren und Pflanzen in der richtigen Weise umzugehen weiß,
    erschließt für sich Quellen unversiegbaren Reichtums. ( Max Metzger )

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  • Hallo,


    das mit dem Klopapier ist zwar eine gute Idee, doch in ganz Mittel und Südamerika, außer Brasilien, gibt es fast kein Klopapier das so ist wie wir es uns vorstellen. Es taugt auch nicht zum Hintern abwischen, Weil es bei Feuchtigkeit sofort zerfleddert. Kaum zu glauben wo man die Fetzen überall in der Unterhose findet.


    Ich empfehle Klopapier ja, aber nur drauflegen, dunkel stellen und in Ruhe lassen. Vorher anfeuchten ist auch gut.


    Gruß Elmar

  • Die Raupe zeigt keinerlei offene Wunden. Glaube auch nicht, dass eine Katze sie mißhandelt hat,

    sie ist nur kurz vor der Vepuppung und hat einen passenden Platz gesucht.

    Wenn sie offene Wunden hätte, würde ein Klopapierbett, trocken oder feucht, auch nicht helfen.

    Man kann alles komplizieren.

    Lieber Herr Polizist,


    ich stehe nicht auf komplizierte Dinge, sondern nur auf sinnvolle.

    Und man kann auch alles madig reden.


    Wie man auf dem zweiten Foto sehen kann, glänzen die vorderen Segmente der Raupe im Bereich der Brustbeine sehr feucht, was auf eine dortige Verletzung/Reizung und dadurch austretende Körperflüssigkeit schließen lässt.

    Wäre es eine zur Verpuppung nötige Flüssigkeit, welche ich bei Zuchten von Manduca sp. bisher noch nicht beobachten konnte, wäre sie über den ganzen Raupenkörper verteilt.

    Auch die eigenartige Körperhaltung und der Hinweis von Katja dass die Raupe weiterhin "zusammen gerollt" da liegt, lässt mich schon an eine Beeinträchtigung glauben. Ob nun durch Katze, Schuh oder sonst was ist mir dabei ziemlich egal. Auch bei Attacken durch Spinnen, Wanzen oder Ameisen, woran ich eher im besagten Fall denke, reagieren Raupen oftmals durch Absonderung von Sekreten um aufgespritzte Säure oder Verdauungssäfte anscheinend zu "verwässern", dies zumindest meine Theorie und von mir leider nicht beweisbar. Dieses Verwässern kann man unterstützen durch feuchte Lagerung der geschädigten Tiere.

    Eine Erfolgsgarantie für das Überleben des Tieres beinhaltet das jedoch nicht.


    Ist die Puppenhülle im Raupenkörper des Präpuppenstadiums schon ausgebildet und die Puppenhäutung steht knapp bevor, führt eine Attacke von aussen ziemlich sicher zum Tod des Tieres.

    Im frühen Präpuppenstadium jedoch nicht zwingend, da hier die Puppenhülle selbst noch nicht geschädigt wird, da diese noch nicht fertig angelegt ist. Und in genau diesem Stadium befindet sich "unsere" Raupe. Also ist noch nicht alles verloren.

    In einigen solcher Fällen konnte ich die besagten Tiere, so lange sie sich in einer frühen Präpuppenphase befanden, durch oben beschriebene Behandlung der feuchteren Umgebung doch noch zur Puppe bringen.


    Einfach solche Tiere trocken in eine Schachtel legen hatte bei mir nie zum Erfolg geführt, kann ich aber natürlich auch nicht ausschließen.


    Aber....ich bin natürlich auch nicht eine solch entomologische Koryphäe wie der Policeman, vor dessen Kompetenz ich mich hiermit tief verneige und muss gestehen, ICH irre mich bisweilen.8)


    Und aus Costa Rica Tiere raus zu schmuggeln ist echt eine besonders gute Empfehlung. Für jemanden, der in Artenschutz so gut bewandert ist wie du, echt...Kompliment. Hat was.:D


    Rudi

  • ist doch schön, wie man auf eineinhalb Zeilen meiner Anfangsanwort eine wichtige Geschichte machen kann.

    Wenn eine Person ohne größere Reiseerfahrung (Clopapier siehe Apollo 13...) ständig nur nicht hilfreiche,

    sondern verwirrende Tipps abgibt, müßte er doch merken, dass die Sache langsam peinlich wird.

    Ich darf ihn jetzt auch kritisieren, da er mich als EX-Moderator nicht mehr sperren kann, so wie er es früher getan hat.

    Ich bin stolz darauf als Hobbyentomologe vel getan zu haben und auch weiterhin tun werde.


    Und zum Puppentransport in die Heimat kann ich nur sagen, dass ich viele Permits hatte und man diese

    auch meist bekommt. Es muß für jedes Land separat abgekärt werden.

  • Moin Katja, ich will jetzt auch noch etwas zu Deiner Verunsicherung beitragen ;-) ....


    Im Ernst: wie Rudi sehr ausführlich beschrieben hat, gibt es nur zwei Alternativen, kurz gesagt, die Raupe schafft es, oder nicht.

    Wenn der Verpuppungsprozess bereits angelaufen ist, kann ihn die Raupe nicht mehr anhalten, sie verpuppt sich dann auch z.B. in einer leeren Zigarettenschachtel.


    Mir ist jetzt nicht bekannt, wie empfindlich Raupen/Präpuppen dieser Art in diesem Stadium sind. Aber bei vielen Arten hilft dieser Test zur Erkenntnis: die Raupe leicht mit dem Finger berühren, wenn sie seitwärts gerichtete Abwehrbewegungen ausführt, hat die Verpuppungsphase begonnen. Falls sie das nicht macht, würde ich sie weiterbehandeln, wie Rudi vorgeschlagen hat. Evtl. wühlt sie sich dann noch in das feuchte Papier, und schafft sich selbst die optimale Bedingung.


    Ich beneide Dich um Deinen Urlaub, viel Freude noch !

    Viele Grüsse
    Hans Erdmann


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