Pflanzenschutzmittel - Pestizidverdriftung

    Seit 2 Wochen verliere ich fast täglich viele meiner Raupen und sogar ganze Zuchten.

    Da ich ein erfahrener Züchter bin, denke ich, dass ich keine großen Fehler gemacht habe.

    Es waren Raupen aus verschiedenen Familien, Ländern, Kontinenten und in verschiedenen Entwicklungsständen.

    Ein befreundeter Landwirt hat mich gestern zufällig darauf angesprochen, dass ich mit der Fütterung meiner

    Zuchten vorsichtig sein sollte, da seine Kollegen dieses Jahr (Ukraine-Krieg) bevorzugt Raps angebaut haben.

    Dieser wird zur Zeit massiv mit Insektizid gegen den Rapsglanzkäfer (Brassicogethes aeneus) großflächig besprüht.

    Durch die derzeitige Wetterlage, kaum Regen und starke Winde, wird der Gift-Nebel sehr weit vertragen.

    Ich denke, dass ich nicht dereinzige Betroffene/Geschädigte bin.

    Bitte gerade in ländlichen Gegenden aufpassen !!!!

    Manfred :fluchen:

  • AD

    Hallo,

    leider hatte ich diese Beobachtung die vergangenen Jahre auch gemacht und im vergangenen Jahr eine Testreihe angesetzt, um die Verdriftung von Spritzmittelpartikel um mein Wohnhaus herum festzustellen.

    Hier der Vorlauf und die erste Beobachtung im Jahr 2020: Ich züchtete die Saturnidae Saturnia pavonia und habe im April Salweidetriebe für die Eiraupen aus dem Garten verwendet, was die jungen Raupen auch annahmen.

    Zwei oder drei Wochen später, so gegen Mitte Mai, habe ich erneut größere Äste abgeschnitten und sie ins Wasser gestellt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Raupen nach einigen Tagen einen wässrigen Kot abgaben und alle schließlich verendeten. Das passierte, nachdem der Mais in der Nähe ausgesät wurde.

    Ein Jahr später erging es mir mit der sehr schönen Saturnia josephinae aus Südspanien genauso, bis zur L4 an Sonnenröschen, was problemlos verlief, erst beim Umsetzen der Raupen auf Salweide aus dem Garten gingen sie ein.

    Grund: Ein ortsansässiger Bauer hat eine Wiese am Hang, die westlich des Hauses liegt, umgebrochen und dort mehrere Jahre hintereinander Mais angebaut - natürlich immer mit einer Zwischenfrucht über den Winter.

    Jetzt habe ich festgestellt, dass die Aussaat von Mais bereits eine für an Laub fressende Arten tödliche Wirkung mit sich bringt. Wenn der Bauer, und das ist nicht nur einer, Mais aussät, ist dieser Mais mit einer roten Kruste umgeben, das ist eine Schutzschicht, die verhindern soll, dass Saatkrähen die Maiskörner aus dem Boden holen. Diese Wirkstoffgruppe sind immer noch NEONICOTINOIDE, die vonseiten der EU bereits verboten sind (im Übrigen haben die Ausnahmeregelungen als Anträge bei der EU enorm zugenommen), hier bei der Aussaat dürfen sie noch eingesetzt werden.

    Jetzt kommt der Clou: Bei der Aussaat entsteht durch die Bewegung der Körner in den verschiedenen Saatbehältern eine Staubwolke, die durch den Wind in Windrichtung sogar mehrere Kilometer vertragen wird. Damit legen sich in der betreffenden Zone feine Staubpartikel auf alle frisch ausgetriebenen Blätter und Stängel. Die Wirksamkeit von Neonicotinoiden ist so hoch, dass sie von den Pflanzen aufgenommen werden und in allen Pflanzenteilen verteilt werden. Jetzt ist es nicht verwunderlich, dass die doch sehr frisch aussehenden Blätter tödliche Wirkung haben.

    Die Raupen verenden, nachdem sie einen zähflüssigen Kotschleim abgegeben haben, danach hängen die Raupen schlaff, wie bei der Schlaffsucht (bakterielle Infektion), vom Pflanzenteil herab.

    Zum Weiteren habe ich die Wirkung von Glyphosat untersucht, aber dazu gibt‘s zu einem späteren Zeitpunkt die Veröffentlichung.

    Wenn man die Notwendigkeit einer gesunden Ernährung im Auge hat, dann ist der Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten kontraproduktiv, denn jede Windverfrachtung lagert auch Spritzmittelpartikel auf allen Pflanzen ab, die in den Stoffkreislauf der Pflanzen integriert werden.

    Der einzige gesunde Weg wäre endlich diese Spritzmittel aus dem Verkehr zu ziehen. Da hat aber die EU nicht die Durchsetzungskraft.

    Glyphosat-Story in Deutschland:

    Vgl.: Landwirtschaftsminister Christian Schmidt hat 2017 trotz des Auftrags durch die deutsche Regierung, mit Nein zu votieren, für die Glyphosat-Verlängerung (2017 - 2022) gestimmt. 2022 wurde der Einsatz von Glyphosat erneut um ein Jahr verlängert (bis zum 11.2023).

    Die Landwirtschaft und auch die Politik wollen kein Verbot von Glyphosat und das ist mehr als einleuchtend: Auf der ganzen Welt werden gentechnisch veränderte Pflanzen von monsanto (Bayer Leverkusen) verkauft, die eine Glyphosat-Resistenz (Gen wurde in die Pflanzen eingesetzt) aufweisen. Wenn man Glyphosat verbieten würde, müsste man eine Jahrzehnte lange Forschung durchlaufen, um ein allumfassendes Unkrautvernichtungsmittel zu entwickeln, dessen Resistenz-Gen in alle Nutzpflanzen darüber hinaus noch eingebaut werden müsste. Das würde schließlich auch eine jahrelange Genehmigungsodyssee nach sich ziehen.

    Lieber will Bayer das Geschäft trotz immenser Klagen in den USA weiterführen, auf jeden Fall mit GLYPHOSAT.

    Hoffentlich habe ich euch mit meiner Diskussion zum Thema nicht überfordert, aber das sollte man als Züchter von Schmetterlingen wissen. Seit über drei Jahren hole ich mein Futter für die Tiere mitten im Wald auf einer Lichtung. Dort wird die Verfrachtung von Feinstpartikeln von hohen Bäumen aufgehalten und ich kann weitgehend Insektizid-freies Naturfutter reichen.

    Grüße

    Otmar

    Bloß zum Vegleich:

    Habe 8 Jahre im Centrum von München gewohnt (Nockherberg) und meine Zuchten direkt mit Futter aus dem

    Centrum (Isarauen) problemlos durchgeführt.

    Jetzt wohne ich am Rande einer "Kleinstadt" mit mäßiger Feldwirtschaft.

    Wo Mais, Getreide, Raps angebaut wird ist das Futter tödlich.

    Die gesunde Landluft machts !!! :smiling_face_with_horns: :smiling_face_with_horns: :smiling_face_with_horns:

    • Official Post

    Jetzt kommt der Clou: Bei der Aussaat entsteht durch die Bewegung der Körner in den verschiedenen Saatbehältern eine Staubwolke, die durch den Wind in Windrichtung sogar mehrere Kilometer vertragen wird. Damit legen sich in der betreffenden Zone feine Staubpartikel auf alle frisch ausgetriebenen Blätter und Stängel.

    Die Raupen verenden, nachdem sie einen zähflüssigen Kotschleim abgegeben haben, danach hängen die Raupen schlaff, wie bei der Schlaffsucht (bakterielle Infektion), vom Pflanzenteil herab.

    Servus Otmar,

    du redest hier teilweise von Versuchen und Veröffentlichungen. Leider kann ich hier nicht wirklich erkennen, was belegt ist oder was deiner Meinung entspricht. Gibt es hierzu denn eine Veröffentlichung o.Ä.?

    Die schlaffen Raupen klingen ja eher nach Viruserkrankungen.

    Liebe Grüße,

    Toni

    Quote

    Hallo Toni,

    ich bin dabei, darüber eine Veröffentlichung vorzubereiten und sie mit selbst erhobenen Daten zu belegen. Es ist also eine wissenschaftliche Frage: Hypothese, Experiment, Auswertung und Schlussfolgerung.

    Also ist es keine Meinungsäußerung, sondern eine zugrundegelegte wissenschaftliche Fragestellung, die mit Daten von diesem Jahr ergänzt werden muss.

    Die Veröffentlichung kommt im Herbst.

    Grüße

    Otmar

    Mir sind in der letzten Zeit auch immer wieder Raupen eingegangen, zum Teil auch komplett nach einigen Tagen. Ich hatte in meinem Spannbrettschrank Mottenstreifen wo ich auch die Kücherolle für die zuchten gelagert habe. Das Küchenpapier hat das Gift wahrscheinlich angezogen das alle Raupen daran gestorben sind. Habe jetzt alles sauber gemacht auch die Gefäße und es klappt wieder... LG Sven

    Servus Otmar,

    du redest hier teilweise von Versuchen und Veröffentlichungen. Leider kann ich hier nicht wirklich erkennen, was belegt ist oder was deiner Meinung entspricht. Gibt es hierzu denn eine Veröffentlichung o.Ä.?

    Die schlaffen Raupen klingen ja eher nach Viruserkrankungen.

    Liebe Grüße,

    Toni

    Da muss ich zustimmen. Ottmar und Policeman machen Beobachtungen und ziehen womöglich falsche Schlüsse, weil die Informationen, mit denen sie die Beobachtungen kombinieren, evtl. ungenügend, ungenau oder unrichtig sind.

    Bei Mais und Glyphosat denke ich z.B an BT. Dazu passt auch der Krankheitsverlauf der Raupen, denke ich. Man könnte und müsste diese Weide, von der Ottmar spricht, einmal auf Pestizide und - ganz gruselig - auf das BT-Gen untersuchen (wenn auch unwahrscheinlich, dass sich das Gen überträgt) - beides wahrscheinlich nicht praktikabel.

    Ich bin ambivalent, was Landwirtschaft und Naturschutz betrifft, auch in Bezug auf Biolandwirtschaft.

    Aber ich habe eine dezidierte Meinung zur EU und zur Energiepolitik unseres Landes.

    Es ist aus demokratischer Sicht überhaupt nicht einzusehen, dass die demokratisch nicht legitimierte EU und ihre Organe irgendwelche Verordnungen erlässt, die in unserem Land Vorrang vor Gesetzen haben, die unser vom Souverän gewähltes Parlament beschließt.

    Und was den Mais betrifft: was passiert eigentlich mit diesen Unmengen an Biomasse, die da produziert wird? Könnte es sein, dass damit Biogasanlagen betrieben werden, die das Klima "schützen" sollen? Kann man den Bauern mal fragen, an wen er den Kram verkauft?

    Sorry für den Exkurs.

    Auch ich hatte ähnliche Beobachtungen gemacht. Im Frühjahr, kurz nachdem auf den Feldern rundherum langsam alles zu wachsen begonnen hat und die Bauern mit diversen Pestiziden (will keine Vermutungen anstellen was das war) gespritzt haben sind fast alle Zuchten mit Futterpflanzen aus dem Garten eingegangen. Auffällig war, dass Zuchten auf Brombeere, die ich aus dem Wald etwa 2km entfernt hole, die Ausfälle niedrig wie immer waren. Seitdem wird Futter aus dem Garten nicht mehr genommen und damit sind auch die Probleme weg.

    PS.: Der Mais ist jedenfalls bei uns fast ausschließlich Futtermais und wird als Kraftfutter für Tiere genutzt.

    LG Carol

    Es ist gut und wichtig solche Beobachtungen auszutauschen, Danke!

    Ebenso wichtig ist es, Annahmen, die aus Beobachtungen resultieren, auch zu belegen. Danke fürs Nachhaken, Toni, reine Spekulationen sind nicht zielführend.

    Deshalb erachte ich diese Studie für extrem wichtig:

    Das Ergebnis ist hier gut lesbar runtergebrochen:

    Pestizide: Insekten sind auch in Naturschutzgebieten belastet
    Eine neue Studie aus Deutschland belegt den Einfluss von Agrarchemikalien abseits von Anbaugebieten
    www.spektrum.de


    P.S.: Auch wenn ich an dieser Stelle nicht in den politischen Diskurs einsteigen möchte, der im Zusammenhang mit der Frage aufkam, dennoch die Info: m.W.n. wird auf 9% der Landwirtschaftsfläche Deutschland für Biogasanlagen produziert.

    • Official Post

    ... wobei ich zwar nicht immer meckern will, aber ich an der Studie doch so einige Kritik hätte.

    Zumindest bei der Interpretation sollte man vorsichtig(er) sein. Sie sagt absolut nichts darüber aus, ob Pestizide in Schutzgebiete oder überhaupt auf anderen Flächen verdriftet werden können - sondern schlicht, dass Insekten fliegen können (oh Wunder).

    Also ich will hier nicht in die tiefe Paper-Diskussion einsteigen, aber so zumindest lese ich deren mögliche Interpretation im Hinblick auf die angewandte Methodik (an der ich auch Kritik hätte :grinning_face_with_smiling_eyes:).

    Aber grundsätzlich definitv JA, Belege sind immer das sinnvollste, um diskutieren zu können - dann kann man auch immernoch über die Güte einzelner Belege diskutieren.

    (leider gibt es zu Pestiziden kaum Studien, da keine Infos hierzu vorhanden)

  • AD

    Genau das ist doch der Knackpunkt:

    leider gibt es zu Pestiziden kaum Studien, da keine Infos hierzu vorhanden

    Wir wissen nicht, was und schon gar nicht wieviel, auf den Flächen gespritzt wird. Hier gibt es null Datentransparenz.

    Gleichzeitig ist belegt, dass wir mit einem massiven Rückgang an Insekten konfrontiert sind.

    Sie sagt absolut nichts darüber aus, ob Pestizide in Schutzgebiete oder überhaupt auf anderen Flächen verdriftet werden können - sondern schlicht, dass Insekten fliegen können (oh Wunder

    Hier widerspreche ich, denn genau das belegt die Studie: Selbst wenn „nur“ die flugfähigen Insekten die Gifte einfliegen, sie sind klar nachweislich da. Also ist es mir erstmal egal, ob bei dem Wort „verdriftet“ gemeint ist, dass sie über die Luft oder von Insekten verdriftet werden.

    Hier kann man sich natürlich mit der Interpretation oder der Methodik beschäftigen und diese hinterfragen. Richtig und legitim. Das löst aber nicht das festgestellte Problem.

    Ich finde es höchst alarmierend, dass eine Vielzahl an Pestiziden in Naturschutzgebieten (!) nachgewiesen wurden und zwar nicht zur direkten (!) Sprühzeit dieser.

    Gerade mal 6,3 % der Fläche Deutschlands sind Naturschutzgebiete. Die letzten Rückzugsgebiete, die wir der Natur gewähren - „ungestört“…

    • Official Post

    Bin ich grundsätzlich d'accord.

    Trotzdem beurteile ich die Studie mit wissenschaftlich kritischem Blick - und ich finde leider, dass sie nicht sonderlich viel Aussagekraft besitzt. Es darf mich gerne jeder korrigieren, sollte ich sie falsch verstanden haben, aber ich habe ihre Methode so gelesen, dass es ausreichen würde, wenn ich eine Wanderfalterart dabei habe, die in Italien Pestizide aufgenommen hat. Diese Pestizide haben sie dann in ihrer Suppe festgestellt und abgeleitet: unsere NSGs sind mit Pestiziden belastet.
    (Überspitzt formuliert)

    Es fand leider keine Analyse statt, bis in welche Distanzen Pestizide festgestellt wurden, obwohl es das Design eigtl. her gab (warum weiß ich nicht). Theoretisch würden Pestizide in der Falle auf der Grenze zum NSG reichen, umdass sie abgeleitet haben, dass NSGs belastet sind (warum keine fallenbezogene Auswertung?).

    Kritikpunkte könnte ich hier fortsetzen - bringen uns aber glaub nicht viel. Was ich nur sagen will, ist, dass die Studie zwar einerseits wichtig wäre, da kaum Studien dazu, andererseits sollte man trotzdem immer hinterfragen, ob das, was ich gerade lese, auch die jeweiligen Schlüsse zulässt. In unserer Diskussion eingangs ging es ja va auch darum, ob zB Neonics in entfernte Flächen über die Luft eingetragen werden können und sich dort auf das Futter ablegen. Das lässt sich mit der Studie leider nicht sagen (ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, was sich mit der Studie überhaupt sagen lässt :grinning_face_with_smiling_eyes: Sorry Natalia, aber das ist echt eine der wenigen Studien der letzten Zeit, die ich echt nicht mag :grinning_face_with_smiling_eyes: ).

    Aber um doch nochmal bisschen was positives rauszuholen: natürlich brauchen wir mehr solcher Studien. Theoretisch gäbe sie m.E. ja auch noch einiges mehr an Analysen her...warum diese nicht durchgeführt wurden, weiß ich nicht - aber vllt. kommt das ja auch noch (was wünschenswert wäre!

    Hallo an alle Interessierte,

    jetzt habe ich mir die Mühe gemacht und ein sehr gutes Interview mit einem Zygaenidae-Fachmann Gerhard Tarmann, dem ehemaligen Kustor der Naturwissenschaftlichen Sammlung in Innsbruck am Ferdinandeum, herausgesucht.

    Ich habe das komplette Interview angehängt, sodass jeder von euch die Fakten des radikalen und desaströsen Rückgangs der hübschen Widderchen nachlesen kann.

    Zitat aus dieser Veröffentlichung:

    Quote

    Reporter: Wie erklären Sie sich das Verschwinden [der Zygaenen in Südtirol]?

    Gerhard Tarmann: Lange habe ich mir es nicht erklären können. Aber inzwischen bin ich ganz fest überzeugt, dass das einfach mit diesen Kontaminationen zusammenhängt.

    R.: Mit der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln in den Obstbauanlagen [in Südtirol]?

    G.T.: In den vergangenen Jahren habe ich mir die Sachen gezielter angeschaut und dabei den starken Einfluss der Windverdriftung festgestellt. In allen Gebirgstälern der Welt ist es so, dass in der Nacht die kalte Luft von den Bergen wie ein Fluss talab hinausströmt. Am Tag, wenn die Sonne scheint und sich die Felsen erwärmen, zieht es die Luft wieder vom Tal hinauf. Beim Aufsteigen nimmt die Luft diese Giftstoffe aus dem Tal mit hinauf. Das ist das, was mich nun seit vielen Jahren interessiert hat.

    [Anmerkungen von mir]

    Das Phänomen habe ich selbst feststellen können, denn diese Spritzmittel werden vom Tal bis in die mittleren Hochlagen (bis zu 800-1000m) verfrachtet. Erst in den Hochlagen kommen die gegenüber Insektiziden sehr empfindlichen Zygaeniden wieder vor. In den Tallagen und auch an den Hängen trifft man auf keine Widderchen mehr.

    Auch in Bayern hatten wir bei der MEG im letzten Jahr einen Aufruf, wieder vermehrt auf die Zygaenen zu achten, denn alle in Bayern bekannten Populationen haben enorme Einbrüche erlitten.

    Die Verfrachtung von Spritzmittelpartikel ist auch im Umfeld von intensiv betriebenen landwirtschaftlichen Flächen ein ernstzunehmendes Problem.

    Danke fürs Zuhören!

    Otmar

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