Zwei fragen zu den Totenkopfschwärmern

    Kokosnus-Substrat kann ich sehr empfehlen.

    - hält Feuchtigkeit

    - schimmelt kaum

    - hat eine gute Struktur für Erdpuppen

    Nach der Verpuppung trocknet sie problemlos und kann wiederverwendet werden.

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    Warum Geld ausgeben wenn es das Passende überall gratis gibt?

    Und bei der Masse an verfügbaren Substrat ist eine Wiederverwendung Unfug.

    Es sei denn man lebt auf tausenden Quadratkilometern Wüstensand, massivem Fels oder in der Arktis...

    Ich habe anfangs auch einfach Erde genommen (Maulwurfshügel) und hatte dadurch Ausfälle. Gerade wenn man erst anfängt und noch nicht alles richtig einschätzen kann, finde ich es mit normaler Erde deutlich schwieriger als mit Kokosnuss-Substrat.

    Für mich hat das Substrat für 2 weitere Anwendungen Vorteile:

    1. Bei der Lagerung von Puppen / Überwinterungen von Raupen ist es noch schwieriger den Grad zwischen zu feucht oder zu trocken abzuschätzen. Da ist das Substrat extrem dankbar, es speichert die Feuchtigkeit sehr gut und schimmelt eben nur im Ausnahmefall.

    2. Abwesenheit. Wenn ich nicht zuhause bin kümmert sich eine Freundin um die Raupen. Um hier den Aufwand für sie gering zu halten, habe ich ein „Notfall Setup“ - es muss nur nach dem Futter geschaut werden. Ich habe unterschiedliche Setups ausprobiert und das Beste bei Arten, die Erdpuppen machen, war:

    - unten eine großzügige Schicht ganz leicht feuchtes Kokosnuss-Substrat

    - oben drauf eine gute Schicht Kleintierstreu, trocken, so schimmelt der Kot der fressenden Raupen nicht und Raupen können sich trotzdem super verpuppen

    Klappt auch gut bei einer kurzen Abwesenheit ohne Raupen-Sitter.

    Setups mit nur Erde oder Streu oder Erde und Streu oder oder oder ergaben Puppen mit Verpuppungsfehlern. Oder Schimmelprobleme.

    Das Substrat kostet wenig und minimiert mögliche Probleme. Und damit Stress bei mir und Ausfälle bei den Tieren.

    https://www.ebay.de/itm/2624730256…ABk9SR7y-oaKxYg


    https://www.ebay.de/itm/1859248783…7Cclp%3A2047675

    Nur mal so als Anregung - kostet nicht die Welt und ist stressfrei ...

    LG

    Vielen dank für die links kokoserde bekomme ich hier um die ecke aber die dosen sind natürlich praktisch

    ich muss dazu sagen das ich durch meine spinnen sowieso kokossubstrat da habe. von daher würde sich das anbieten. du hast deine raupen also direkt von anfang an auf diesem gemisch?

    Also mein biologisch verträglich verlottertes Hinterhofbeet ist nicht mit einem Maulwurfshügel vergleichbar...

    Wenn es nicht funktionieren würde hätte ich mich kaum jahrzehntelang dort bedient.

    Es ist wie üblich eine Frage des "wie und wo".

    Wenn es nicht gerade um Sumpf- oder Moorarten geht ist eine leichte, tendenziell eher trocknere Erde günstig.

    (Bei letzteren kann man auch einfach mit Torfmoos arbeiten, die gehen sowieso nicht sehr tief in den Untergrund weil es dort sonst rasch ZU feucht wird.)

    Man muß allerdings auch nach

    der Dauer der Verpuppungsphase gehen.

    Bei einem Schwärmer (oder jedem anderen Tier mit rascher Verpuppung) der nach 1 -1 1/2 Wochen verpuppt ist muss man in der Regel keinen großen Aufriß treiben.

    Als Schüler haben wir diese Raupen einfach in Schuhkartons mit trockenem Buddelsand gesteckt und fast immer gute Puppen erhalten.

    Bei einer Conistra dagegen die im Schnitt 3 Monate unverpuppt im Boden liegt muß ich mir schon eher etwas einfallen lassen und mehr Sorgfalt walten lassen...Dgl. Litophanen, Gelb- und Herbsteulen.

    Allerdings sind das wohl für die wenigsten Nutzer hier Zielarten und sowieso nur bei reichlich Erfahrung erfolgreich zu bewältigen. Anfängerglück mal ausgeblendet :winking_face_with_tongue: .

    Trotzdem, egal was Du hast, entscheident ist in jedem Fall wie lange die Liegezeit im Boden bis zur Verpuppung ist.

    Bedenke im Freiland wählt das Weibchen hauptsächlich die Ablagepflanze aus und nur selten auch noch den Untergrund.

    Die Raupe muss dann mit dem klarkommen was sie vorfindet...In der Regel tut sie das auch.

    Und eines vielleicht noch: Man kann Zuchten durchaus auch totpflegen, welche bei etwas mehr Gelassenheit (oder zumindest dezenter Schlamperei) besser gelingen würden.

    Das Umfeld der Raupe sollte halbwegs sauber und vor allem trocken gehalten werden. Den Rest schafft die in den meisten Fällen ganz alleine.

    Lieber Andreas,

    anscheinend triggert Dich das Kokosnuss-Substrat? Ich bin noch nicht lange „dabei“ und deshalb sind mir anfängliche Sorgen und Fehler noch recht frisch im Kopf, weshalb ich dieses einfache Substrat gerne empfehle.

    Das Du mit Deiner Methode Erfolg hast, hab ich keinen Moment angezweifelt.

    Freue mich jedoch, dass es Dich bewegt hat diese guten und ausführlichen Infos zu teilen.


    Liebe Laurelin,

    nein, nicht von Anfang an, Raupen und Erde sind keine gute Kombi. Hygiene ist entscheidend und Kot schimmelt sehr sehr schnell. Vor allem in Verbindung mit Erde / Feuchtigkeit. Nur im Notfall ist das Substrat im Terrarium bei noch fressenden Raupen, die sich eventuell verpuppen wollen, wenn ich länger als einen Tag weg bin. Oder es meiner Raupen-Sitterin leichter machen möchte. Und natürlich nur bei Arten, die eine Erdpuppe machen.

    Ich setze erst verpuppungsbereite Raupen in ihre mit Erde grfüllten Behälter. Da ist dann grundsätzlich kein Kot drin und es schimmelt auch nichts. Das klappt bei mir immer und das seit dem ersten mal.

    Beste Grüße, David

    Wenn jemand mit getrockneter Erbsensuppe erfolgreich ist ist das auch in Ordnung.

    Es geht mir nur um das Prinzip des geringsten Aufwandes und der Kostenminimierung bei einem auch so schon aufwendigen Hobby.

    Warum etwas kaufen was Dir Dein Umfeld geradezu aufdrängelt...

    Zuchtgefäße wären das nächste Thema...So ziemlich jede Verpackung kann züchterisch und vor allem gratis "missbraucht" werden.

    Ich nehme Sand und Gartenerde. Schon seit Jahren. Ich bin aus der DDR da kannten wir keine Kokos Erde und haben immer mit Erfolg gezüchtet. Die Industrie freut sich wenn ihr den ihren Müll kauft

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    Ich bin aus der DDR da kannten wir keine Kokos Erde

    Na das ist ja wohl kein Argument! Und mal grundsaetzlich, blos weil man etwas nicht kennt bzw. nicht zur Verfuegung hat, heisst das noch lange nicht, dass dies dann schlecht oder gar "Muell" ist.

    Ja klar, ein Trabbi war auch so eine Art Auto und erfuellte irgendwie seinen Zweck, aber ich wette, Du hast mittlerweile bestimmt auch einen anderen Indrustriemuell am Start ... Oder, warum einen Staubsauger, oder eine Waschmaschine anschaffen, es gibt doch Schaufel und Besen und in ein km Entfernung fliesst bestimmt der naechste Bach vorbei ...

    Nehmt doch einfach alle her, was Ihr wollt / meint.

    Ich fuer meinen Teil bleibe bei den gekauften Plastikbehaeltern, die man problemlos ueber Jahre hinweg wieder benutzen kann, genauso wie dem absolut einfach wiederverwendbarn Kokoshumus, mit dem ich persoenlich und in JEDEM Aspekt nur die allerbesten Erfahrungen gemacht habe. MIR ist das die paar Euro wert.

    Wie ich urspruenglich schon schrieb, es war nur eine Anregung meinerseits - wenn jemand Zugang zu passendem Substrat aus dem Garten oder von wo her auch immer hat, na wunderbar! ... allerdings kein Grund, ueber anderer Leute Methoden herzuziehen, wie ich meine!

    In diesem Sinne, Happy digging! :winking_face:

    super sind ua durchsichtige Plastikdosen in denen meistens irgendwelche Gummibonbons (2-3Liter(?)) angeboten werden, oder deutlich größere die mit großen Schaumwaffeln gefüllt sind (Penny, Aldi, ...)

    Auch kann man in Gaststätten, Dönerbuden etc... nachfragen. Senf, Gurken und Ketchup bekommen die meist in 5 Liter Eimern - manchmal auch größer - geliefert. Manchmal sogar durchsichtige...

    Anschließend ist das für die nur noch Müll, für unsereins aber kostbare Arbeitsgeräte...

    Augen auf und brain.exe aktivieren, und man braucht nie wieder Geld für Zuchtgefäße auszugeben.

    Ihr lieben ich danke euch ganz sehr für die vielen Anregungen. Tatsächlich werde ich einfach mal die eine hälfte mit normaler Erde probieren und die andere mit Kokos. Mal sehen obs einen unterschied ausmachen wird….Wie gesagt habe beides zur Hand. Ich hebe auch gern diese großpackungen von Lebensmitteln auf. Vorallem die durchsichtigen Eimer weil ich darin meine Fliegen für die Spinnen habe. Da ich im normalfall nicht immer und ständig Raupen habe tuns auch die Milchpackungen und 800g Futterdosen.

    so die erste Raupe durfte sich in normaler Gartenerde eingraben. Dabei hab ich mich gefragt wie die da Luft bekommt 😅 Jetzt hab ich allerdings das „problem“ das die Erde evtl. noch für max. 2 Raupen reicht. Mir war nicht bewusst wie wirklich riesig die werden 😳😳😳 Von draußen kann ich nichts holen weil alles komplett durch nässt ist. Da hab ich mich wieder gefragt wie das die Raupen in der Natur so machen?!

    Wenn die Erde nass ist ist das überhaupt kein Problem. Etwas feucht sein sollte das sowieso und so hast du das Problem nicht. Es sollte sich nur auf keinen Fall Staunässe bilden. Meine ganzen Raupen sind jetzt auch in nasser Erde verbuddelt.

    Beste Grüße, David

    Sollte ich die Erde, in der sich zwei meiner Raupen jetzt eingebuddelt haben, nochmal anfeuchten? Da diese Erde schon seit einer Woche in meinem Bad stand ist die inzwischen trocken. Ich weiss das Feuchtigkeit wichtig ist aber irgendwie hab ich das verrafft…

    Moin,

    es sollte soviel Feuchtigkeit im Verpuppungssubstrat sein, dass die Höhle, welche sich die Raupe am Grund des Verpuppungsbehälters baut, auch hält. Handfeucht nennt sich das in Gärtnerkreisen.

    Staunässe, wie David schon schrieb oder extrem nasses Substrat sind zu vermeiden.

    Ansonsten eignet sich alles worin sich die Raupe eine Höhle buddeln oder zusammen drücken kann: Erde, Kokos, Toilettenpapier, Sägespäne und was weiß ich noch alles. Das ist reine Glaubensfrage, denn wie so oft führen viele Wege nach Rom. Aber ich steh auch mehr auf "natürliche" Bedingungen für meine Raupen.

    Ich persönlich verwende für alle meine Erdpuppen alten Buchenlaubkompost. Das ist mein Vorgehen und hat sich seit Jahren bewährt. Genauso wie viele andre Vorgehensweisen. Hat den Vorteil, dass die Struktur sehr stabil ist, wenn leicht angefeuchtet. Ausserdem schimmelt nix und das ganze ist umsonst, wenn man zwei Jahre drauf warten kann und ne 30 Meter Buche in Nachbars Garten stehen hat :winking_face:

    In Eimern gelagert ist das Substrat jederzeit für mich in ausreichender Menge verfügbar.

    Große und kleine Haribokübel sind für mich mitunter die besten Zuchtbehälter ever; Andreas, da bin ich bei dir :winking_face:

    Dazu noch die Schachteln von Ferrero Roche.

    Und jeder andere Kunststoffbehälter, der fest verschlossen und mit Lüftungslöchern versehen werden kann. Und gut zu reinigen ist.

    Ob nun Pillendosen für die Einzelhaltung von schwierigen L1, über 10 Liter Ketchup-Eimer bis zur 40 Liter Kunststoff-Wanne. Es ist alles legitim und gut, wenn man selbst damit zurecht kommt und die Tiere gedeihen.

    Verpuppungsbehälter sind bei mir entweder 150ml/200 ml Fleischsalatschälchen, so wie es sie beim Metzger gibt und Heimchendosen.

    Letztere habe ich mal 500 Stück gebraucht über E-Bay für ein Appel und ein Ei gekauft. Der Versand war teurer als die Dosen.

    Früher hab ich Joghurtbecher in allen Größen verwendet, aber die lassen sich schlechter stapeln und bieten keinen Einblick auf die Raupe. Wenn du mal 200 atropos am Stück innerhalb weniger Tage verpuppen lässt, arbeitest du nicht mehr mit Milchtüten, Eimern oder ähnliches.

    In Heimchendosen verpuppen sich zB atropos perfekt. Und das bei einer Grundfläche je Behälter von 10 x 10 cm und einer Substrathöhe von gerade mal 4,5 cm. Die Raupe macht sich direkt am durchsichtigen Kunststoffboden ihre Puppenwiege und ist so gut sichtbar.

    Der Glaube, dass atropos unbedingt 10cm, 20cm oder noch mehr Substrathöhe zur Verpuppung benötigt ist falsch.

    Wer mal atropos an seinen Naturstandorten auf den Kanaren oder am Mittelmeer gesammelt hat, wird bemerken, dass der Untergrund dort so dermaßen steinig und hart ist, dass die Raupe dort unmöglich tiefer, als ein paar Zentimeter kommt.

    In diesem Sinne viel Erfolg!

    Rudi

    PS: Erde "sterilisiert" oder erhitzt, hab ich noch nie. Soll angeblich stinken wie hotte. :grinning_squinting_face:

    Solange du keinen fetten Wurm oder Tausendfüßler mit der Erde einschleppst, passiert auch der Raupe nichts.

    Eine gesunde Raupe wird auch nicht von den Pilzen etc. in der Erde sofort infiziert und zum Absterben gebracht. Und nach spätestens 10 Tagen hol ich jede Puppe aus dem Behälter und sie kommt in den Puppenkasten.

    Bei der Verpuppung abgestorbene Raupen waren entweder krank bevor sie in die Erde gingen oder das Substrat zu nass. Da muss man sich halt schlau machen, wie die Bedingungen der Tiere an den Originalstandorten sind. Oder etwas Einfühlungsvermögen aufbringen.

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    ok ich hab jetzt nochmal vorsichtig erde abgetragen weil diese doch eher trocken ist. die raupe von gestern scheint aber daraus trotzdem eine stabile höhle gemacht zu haben. zumindest bin ich auf einen harten widerstand gestoßen. die raupe von heute früh liegt aber bisher einfach nur so in der erde. weiss nicht ob da noch was passiert…

    ok da ich nicht züchten möchte (zumindest bisher nicht aus platzgründen) nehme ich ersteinmal einfach was ich da habe. bin kein freund davon wenn man alles erst kaufen muss aber wenn man natürlich züchtet und dann soviele raupen hat macht es doch sinn sich was „besseres“ zuzulegen. ein paar von den heimchen dosen hab ich und teste ich dann gleich mal bei der nächsten…

    die erde hab ich jetzt auch nicht desinfiziert. da ich auch springspinnen hab und da inmer wieder sachen bastel die ich vorher desinifiziere (z.B. rinde vom baum) kann ich bestätigen das dann die ganze wohnung nach holz riecht also nehm ich an das es bei erde nicht anders sein wird.

    auf jedenfall danke für deinen hilfreichen ausführlichen text 😊👍

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