Saturniidae bleiben im Kokon stecken

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    Hallo Uwe,

    wo würden sich die Kokons in der Natur befinden? Sie werden nach meiner Erfahrung meist irgendwo am Boden oder in der Vegetation mit angesponnen und liegen nie ganz frei und beweglich herum. Vielleicht hilft es, wenn Du auf die Kokons Moos legst, damit das Moos beim Schlupf der Schmetterlinge etwas Widerstand bietet und die Schmetterlinge dadurch den Kokon abstreifen und verlassen können.

    Viele Grüße
    Georg

    Ist bis jetzt einmal passiert. Vielleicht Zufall…🤷

    Die Tiere dort zu belassen, wo sie sind ist nicht so einfach… Normalerweise züchtet man die Tiere in einem Zuchtbehältnis, bei Futterwechsel, am Ende der Zucht etc. muss man die Tiere aus dem Behältnis nehmen. Ich schneide sie dann mit einem Blatt oder Astrest ab und pinne sie an Steropur an. Wo ist der Fehler?

    Ob es eine Zuchtschwäche allgemein ist, kann ich nicht feststellen. Vieles kommt in Betracht.

    Inzucht, ungünstiges Futter, Wärme, Feuchtigkeit ....

    Viele Puppen reagieren auch auf "bewegt werden" unterschiedlich stark (z.B. Lemonia extrem empfindlich).

    Ich glaube kaum, dass man dazu noch sinnvolle Tipps geben kann.

    Stelle dir einfach mal vor, dein Bett/Matraze wird schräg aufgehängt. Wie wirkt sich das aus, wer ist daran schuld ?!?

    Naja, Puppen und Kokons werden versendet, gehandelt… Dort werden sie auch bewegt. Bei Lemonia hast du sicherlich recht, aber wie oft werden diverse Arten verschickt, getauscht etc.
    Aber… So ist es eben. Vielleicht war es ja nur ein Einzelfall..

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    Naja, Puppen und Kokons werden versendet, gehandelt… Dort werden sie auch bewegt. Bei Lemonia hast du sicherlich recht, aber wie oft werden diverse Arten verschickt, getauscht etc.
    Aber… So ist es eben. Vielleicht war es ja nur ein Einzelfall..

    Ein bedauerns werter Einzelfall, würden manche sagen

    Bei einer Zucht von A. malayanus waren bei der ersten Generation drei Weibchen nicht aus dem Kokon gekommen. Bei der zweiten Geration habe ich die Schlupfreusen der größeren Kokons etwas aufgezupft, und es es nicht wieder passiert.

    Grüße

    Thomas

    Moin,

    also ich würde mir keine Einschätzung zutrauen, ohne zu wissen um welche Art/Specis es sich handelt!? Ist das für Euch keine relevante Info zur Meinungsbildung? Ausser "Saturnidae" in der Überschrift ist da nichts zu lesen.

    Oder hab ich etwas überlesen und die Art wurde doch schon genannt? Ich bin die Textbeiträge jetzt zwei mal durch und nichts entdeckt was auf die Art schließen lässt. Ausser "Lemonia" wurde nichts erwähnt. Und um die geht es doch sicher nicht, oder wurden die mittlerweile den Saturniden zugestellt?:grinning_face_with_sweat:

    Dann: wo sind sie her? Also selbst gezogen oder gekauft? Transportumstände? Temperatur?

    Erst dann kann man sinnvoll weiter machen.

    Gruß

    Rudi

    also ich würde mir keine Einschätzung zutrauen, ohne zu wissen um welche Art/Specis es sich handelt!? Ist das für Euch keine relevante Info zur Meinungsbildung? Ausser "Saturnidae" in der Überschrift ist da nichts zu lesen.

    Aber was ist daran verkehrt, wenn man Kokons so aufhängt wie ich es z.B. mache???

    Habe noch nie einen Kokon in freier Wildbahn gefunden, wo die Schlupfreuse nach unten zeigte. Die Raupen wissen schon, wie sie ihn bauen müssen. Habe schon einige Kokons im Freien von Sat. pavonia gefunden, aber alle mit Schlupfreuse nach oben oder allerhöchstens etwas schräg seitwerts. Auch bei Kokons nach erfolgreicher Raupenaufzucht, ist mir das noch nicht unter gekommen, dass sie mit Schlupfreuse nach unten gesponnen wurden. Was anderes ist es bei Kokons wo man keine Schlupfreuse erkennen kann.

    Lasse mich aber gerne belehren.

    VG Josef

    Josef, ich hab mit keinem Wort erwähnt dass Deine Methode verkehrt ist und ich will dich schon gleich gar nicht belehren. :winking_face:

    Aber....wenn mich jemand zu einem Problem in der Schmetterlingszucht frägt, sollte man doch für eine Antwort erst mal wissen um welche Art oder Artengruppe es sich handelt, bei denen ein Problem auftritt.

    ...so als Denkanstoß: was passiert im Freiland, wenn der Kokon an einem Baum gesponnen ist, der umfällt? Stirbt das Tier dann unweigerlich, weil die Reuse nicht mehr nach oben zeigt? Wenn ich meine Saturnidenzuchten ansehe, sage ich mal "Nein". Sicherlich nicht zwingend. :winking_face:

    Aufhängen würde ich Rothschildia Kokons natürlich auch. Schon deswegen, um den Tieren das Aufpumpen der Flügel zu erleichtern. Und dann natürlich auch mit Reuse nach oben, wenn gut erkennbar.

    Also, Transportschaden durch Temperatur, Bewegung etc. ist in diesem Fall auszuschließen. Bei einer Rothschildia sp. würde ich bei dem besagten Problem auf eine zu trockene und starre Schlupfreuse tippen, oder auf schwächliche Tiere.

    Lösung: Schlupfreuse weiten oder auf-/abschneiden. Umgebungsfeuchte kontrollieren und wenn nötig anpassen. Fertisch.

    Viel Glück noch mit den Tieren.

    Rudi


    PS: habe von meinen selene im Herbst einige verkehrt aufgehängt und ne Menge auch am Boden liegen gehabt. Kein einziges Tier ist verkümmert. Das sind aber keine Rothschildia.:grinning_face_with_smiling_eyes:

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