deine-tierwelt Verkaufverbot sämtlicher Wirbelloser

  • Gerade eine mail von deine-tierwelt bekommen, dass meine Anzeigen gelöscht wurden weil jetzt ein "Verkaufsverbot von jeglichen Exoten und Wildtieren in unserem Tiermarkt" besteht wegen Artenschutzbedenken.

    Wenn man auf die Seite schaut sieht man, dass generell alles was Wirbellose, Reptilien und Amphibien angeht gelöscht wurde wegen "Artenschutz". Die Aquaristik ist interessanterweise natürlich nicht betroffen und importierte Fische aus Asien kann ich dort immernoch kaufen sowie Streifenhörnchen, Stiegitze, Fasane, Papageien usw.


    Interessanter Fortschritt der Dämonisierung der Terraristik. Meine Anzeige mit meinen Amata die in ca 6 Generation bei mir sind darf ich wegen Artenschutz nicht anbieten aber Apfelschnecken welche in der gesamten EU ein Verkaufsverbot haben weil sie sich schon ausgewildert haben und ganze ökosysteme verändert haben sowie Wasserhyazinthen für welche das gleiche gilt werden ignoriert.

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  • Naja mit dem "deutschen" Wahnsinn hat das ja zum Glück hoffentlich noch nix zu tun..... Oder sollte hier ein entsprechendes Gesetzt schon durch sein? :/ Wäre mir neu.

    Dennoch äußerst skurril, was du da beschreibst. Und auch wenn es dazu noch kein fertiges Gesetz geben sollte - zumindest dem Gedanken der Gesetzgeber folgt es ja schonmal ein stückweit. Nur nimmt der dann vermutlich auch Fische und den ganzen Rest mit ein.

    Aber das bleibt noch abzuwarten. Hoffen wir das Beste.


    Hier darfst du deine Amata natürlich anbieten (wenn sie legal sind :emojiSmiley-51:) :emojiSmiley-06:


    LG,

    Toni

  • Zum Glück nur die Entscheidung einer Internetplattform.

    Aber zeigt doch wie allgemein die Terraristik gesehen wird. Auf einer Seite wo Leute Hundewelpen verramschen an andere die keine Ahnung haben, Vögel in viel zu kleinen Käfigen angeboten werden und sehr oft Arten verkauf werden die dem EU Handelsverbot unterstehen sind Terrarianer die Bösen weil das ja krank ist Tiere schön zu finden die sich nicht in Pullover stecken lassen.


    Zugegebenermaßen ist es normal, dass es nicht jeder versteht wie man an Krabbelgetier gefallen finden kann, aber das ist doch ein Problem. Wenn jemand nicht die Schönheit und Komplexität an einem Mistkäfer nicht sieht (unglaublich schönes Blau in der Sonne) und seine Rolle im Ökosystem dann bringt das Geheule wegen der Bienen nichts, da die meisten absolut Naturblind im Stadtpark die ekligen Insekten zertreten.

    Und dann wird dieses Bild der ekligen Insekten noch verstärkt indem die Faszination an ihnen als falsch dargestellt wird und sie von so einer Seite verbannt werden.

    Es ist echt schade wenn ich zurück denke wie viele Leute von mir Insekten aller Art bekommen haben und ich mit ihnen viel schreiben musste weil sie nicht wussten, dass man Schmetterlinge halten kann oder riesige Dornschrecken und dann ein paar Monate später haben ich von selbigen Leuten eigene Anzeigen gesehen weil sie so fasziniert mit dem Hobby wurden. Jetzt gibts das auf der Seite nichtmehr, dass Leute zufällig auf eine Anzeige stoßen und in dieses tolle Hobby finden.

  • Ich finde, daß der Naturschutz in eine falsche Richtung läuft. Wieso werden nicht rigoros die Landschaftsflächen

    die noch in Ordnung sind (Pflanzen und Insektenvielfalt) unter Schutz gestellt? In der Landwirtschaft sind auch schon einige gute Ansätze, die aber meisten nicht eingehalten werden, da sie nicht kontrolliert werden. Ja, die Marktwirtschaft geht vor....

  • Ich finde, daß der Naturschutz in eine falsche Richtung läuft. Wieso werden nicht rigoros die Landschaftsflächen

    die noch in Ordnung sind (Pflanzen und Insektenvielfalt) unter Schutz gestellt? In der Landwirtschaft sind auch schon einige gute Ansätze, die aber meisten nicht eingehalten werden, da sie nicht kontrolliert werden. Ja, die Marktwirtschaft geht vor....

    Meine Mutter ist Chefin bei einer Agrargenossenschaft in meinem Ort. Ich sitze genau an der Quelle und kann sagen, die wollen was gegen das Insektensterben tun. Das Problem ist nur das sie es sich nicht leisten können. Sie würden mehr Geld für die Erträge und Kühe benötigen, bekommen sie aber nicht. Wenn man mal überlegt, was man für qualitativ hochwertiges Fleisch bezahlt. Sie wird eine Kuh gerade mal für 400 € los. Und diese stehen ein dreiviertel Jahr auf der Wiese und fressen dort Gras und Kräuter. Das ist eigentlich nur alles Vermarktung. Sie musste selbst vor 3 Jahren alle ihre Milchkühe verkaufen, da man diese mit dem Milchpreis nicht halten kann. Ebenfalls bekommt sie nur irgendeinen Mist von der Regierung aufgedrückt der keinen Sinn ergibt. Jedes Jahr muss sie mehr Platz von den Feldern als Blühstreifen stehen lassen. Da entwickeln sich aber über die Zeit nur Unkräuter und machen die anderen Pflanzen die im Blühstreifen stehen kaputt. Sie darf auch daran nichts verändern. Früher standen damals alle möglichen Wirtspflanzen für Raupen und andere Insekten. Jetzt nicht mehr.

    Sie würde sehr gerne etwas für die Insekten tun, aber wie gesagt, der Staat legt ihr nur Stolpersteine...:thumbdown:

  • Also manchmal meine ich, ihr seht die Regierung als teuflisch an, die nur daran arbeitet Menschen in jeder möglichen Art und Weise zu quälen.

    Was soll sie denn tun, die Regierung?

    Jeder schreit nach Umwelt- und Artenschutz, gleichzeitig schimpft aber jeder wenn der Strom teurer wird oder Produkte wie Fleisch und andere Dinge teurer angeboten werden.

    Wenn nun jeder die Sorten Fleisch oder Milchprodukte kaufen würde, die umweltfreundlich sind, auch wenn sie mehr kosten als die Anderen aus Massenhaltung, würden sich die Industrie und auch die Agrarbetriebe von allein umstellen, aber dann schreit wieder Jeder, weil das Fleisch so teuer ist oder die Milch oder Butter.

    Unkräuter, wenn ich das Wort schon hör wird mir schlecht. Unkräuter gibt es generell schon mal nicht.

    Eine Wiese oder ein Randstreifen, der weder gedüngt, noch in irgendeiner Art und Weise beeinflusst wird, entwickelt die Fauna, die dort die besten Bedingungen findet. Man kann nicht erwarten, daß Blumen die im Magerrasen wachsen am Straßenrand gedeien, so ein Blödsinn.

    Ich kenne Bauern, die voll umgesattelt haben, die bieten Bioware an und zwar nicht im Großhandel, sondern im eigenen Hofladen. Und, man glaubt es kaum, es funktioniert und zwar richtig gut.

    Viele Landwirte sind sich da nur zu gut dazu, müssten ja umstellen und könnten dann nicht mehr jammern, wenn es klappt. Es ist wie mit allem, kaum muß der Mensch umdenken und aus seinem alltäglichen Trott raus, wird nur geschimpft.

    Zu meiner Kindheit hatten die Bauern hier täglich zu tun, um unerwünschte Pflanzen zwischen ihrer Feldfrucht per Handarbeit rauszuhacken. Die arbeiteten als Vollzeitlandwirte. Heute wird gespritzt, dann muß man sich ja nicht mehr drum kümmern und kann nebenbei in Firmen arbeiten gehen um noch mehr Geld zu scheffeln und sich auch noch krankenversichern zu lassen.

    Ich verstehe auch Plattformen, die gewisse Arten von Tieren nicht mehr anbieten, aus ganz einfachen Gründen. Bei Wirbellosen ändert sich der Schutzstatus dauernd, der Betreiber dieser Plattform weiß doch gar nicht was aktuell gehandelt werden darf und was nicht, er trägt aber die Verantwortung, also läßt er es gleich bleiben. Ich finde das gut.

    Wem das, was die Regierung langsam aber sicher anstrebt nicht passt, der sollte halt einfach auswandern aber wundert euch nicht, wenn es dort noch schlimmer zugeht. In Griechenland zum Beispiel stehen maximale Strafen darauf, wenn man in Biotope eingreift, zum Beispiel einen Schmetterling fängt.

    Hier in Deutschland schimpft jeder wenn die Regierung einerseits Gesetze zum Schutze der Arten und Biotope hervorbringt, andererseits wird aber wieder geschimpft, wenn sie nichts tut.

    Des einen Freud ist des Anderen Leid, so is es nun mal. Neue Naturschutzgesetze bringen den Landwirten Kopfzerbrechen.

    Wenn ich aber hier lese (in einem anderen Thread), das ein Mitglied, soweit ich mich erinnere Finn, dieses Jahr maximal zu sammeln beginnen möchte, dann stellen sich mir auch schon wieder alle Nackenhaare auf.

    Maximales Sammeln bedeutet für mich Raubbau an der Natur, völlig veraltet und nicht mehr verhältnismäßig.

    Versucht doch lieber mit den Behörden zusammen zu arbeiten, dann könnt ihr auch was bewegen und müßt nicht immer nur rumschimpfen.

    Typisch deutscher Wahnsinn konnte ich oben lesen, ja typisch deutscher Wahnsinn ist das ewige Rumgenörgeln, das konnte der Deutsche schon immer am besten.

    Sorry, das mußte jetzt raus.

    Schimpft nicht, tut was, mit Gemeinde, Landkreis oder Regierung, die sind froh wenn Leute da sind, die sie auf Mißstände hinweisen. Hier funktioniert es, sollte woanders auch funktionieren. Aber dann müssten die ewigen Nörgler ja den Arsch in die Höhe stemmen.

    So, ich warte nun auf Shitstorm eurerseits und bin bereit dazu.

  • Also einiges muss ich jetzt noch einmal klar stellen.


    1. Habe ich nie gesagt das ich alles was ich finde einsammeln werde. Ich habe vor von jedem Individuum jeweils eines zu sammeln, um die Biodiversität meines Ortes/Gegend besser erforschen zu können. Ob jetzt ein Vogel das Teil frisst oder ich es einsammle macht keinen Unterschied. Ich habe wenigstens noch den Vorteil, das die Natur bei mir noch gut erhalten ist. Wie später ich anfange desto schlechter wird die Lage.


    2. Hab ich mir schon gedacht das sich jemand über das Wort Unkraut aufregt. Wenn ich ganz genau überlege war es nicht der richtige Ausdruck. Besser würde vertrocknetes altes "Gestrüpp" passen. Mir ist sehr wohl bewusst das jede Pflanze und jeder Lebensraum wichtig ist und seine Lebewesen hat. Früher standen da mal Wilde Möhren, Brennnesseln, alle Sorten Klee, Glockenblumen und vieles mehr. Jetzt ist es nur noch dieser vertrocknete Kram. Da gehe ich mal davon aus, das des früher mal besser war.


    3. Ich gehe mal stark davon aus, das wir nicht so auf die Regierung schimpfen wie du denkst. Sie sollten aber sich aber mal mit Experten auseinandersetzten. Denn einfach hoffen das es so klappt wie man es will ist meist nicht der fall.


    4. Am Ende brauchen wir uns nicht über andere aufregen wie Landwirtschaft oder Forstwirtschaft. Wer benötigt denn am Ende diese Produkte? Genau, wir alle! Unser Konsum ist halt zu extrem. Ich will niemanden etwas aufzwingen, aber man sollte nicht wie die Made im Speck leben und sich ein bisschen zurückhalten. Denn wie weniger benötigt wird desto weniger wird produziert.

  • https://insektenlifestyle.com
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  • Hallo Heiko,

    eine wirklich schöne Mischung von Aussage. Vor allem der Glaube an Politiker und "Behörden" ist amüsant. Andere Aussagen wie: "Maximales Sammeln bedeutet für mich Raubbau an der Natur, völlig veraltet und nicht mehr verhältnismäßig." kann ich sehr gut mittragen; sehe ich genauso.

    Die krampfhaften und eigentlich lächerlichen Versuche auf politischer Eben den Schutz einzelner Arten über Sammel-Verbote (Insekten; bei Wirbeltieren sehe ich dies auch anders) zu erreichen und sich hierfür von unwissenden Wahlvolk feiern zu lassen, sind schon gut. Leider aber erfolgreich. Für eine realistische Betrachtung müsste man ja komplexer denken.

    Gleichzeitig wird z.B. Palmöl (wie schön brennt der Wald in Indonesien etc.) als ökologischen Alternative zu Erdöl gepriesen; es gibt "Sonderzulassungen" in Deutschland für -in der EU- eigentlich verbotene Biozide; ein Freihandelsabkommen mit Südamerika Sichtwort Rindfleisch (seitdem brennt der dortige Urwald noch schneller); die Grundwasservergiftung durch Gülle der Schweine-Groß-Mastbetriebe (Lieferung Großteils nach China) entgegen den EU-Regelungen u.s.w. Und das Beste: Egal was der Club of Rome und nicht industrie-abhängige Wissenschaftler sagten / sagen "Es gibt keine Überbevölkerung".

    Und Du glaubst wirklich, dass das Kaufverhalten der Bevölkerung in Deutschland die Agra- und Fleischindustrie in Deutschland grundlegend verändern würde?

    Der See wird trockengelegt, aber die Schuld dass es keine Fische mehr gibt, liegt bei den Anglern. Gilt überall.

    Einer intakte Insekten-Population kann mit dem Netz nicht kaum schaden. Dennoch bin auch ich -nach über 45 Jahre "sammeln"- gegen "Maximales Sammeln" aus der Natur.

    Ein Total-Verbot für den Handel mit Wirbellosen ist aber nur im Interesse derer, welche verhindern wollen, dass es noch freiberufliche Experten gibt, welchem kein amtlicher Mundkorb verpasst werden kann. Es gibt immer weniger von "uns". Bin froh über jeden / jede der Schmetterlinge züchtet und auf diesem Wege Zugang hierfür bekommt.

    Ich bin in einer Behörde, welche auch im Bereich "Natur" tätig ist und habe sehr viele Kontakte mit Kollegen im amtlichen Naturschutz.

    Sorry, aber Deine Aussage: "Gemeinde, Landkreis oder Regierung, die sind froh wenn Leute da sind, die sie auf Missstände hinweisen" nun ja; sobald andere Interessen wie Wohnungsbau; Gewerbeansiedlung; etc. da sind wird es schon schwieriger bzw. man wird zum Störer.


    Genug hiervon.


    Übrigens, ich denke ernsthaft darüber nach, als Rentner auszuwandern. Nicht wegen des: typisch deutscher Wahnsinn ist das ewige rumgenörgel, sondern wegen der Deutschen Grundeinstellung alles hinzunehmen, was auf politscher Ebene entschieden wird und möglichst nicht selbst zu denken.


    Jetzt bin auch auf den Exkremente - Sturm gespannt.


    Beste Grüße Armin

  • Also einiges muss ich jetzt noch einmal klar stellen.


    1. Habe ich nie gesagt das ich alles was ich finde einsammeln werde. Ich habe vor von jedem Individuum jeweils eines zu sammeln, um die Biodiversität meines Ortes/Gegend besser erforschen zu können. Ob jetzt ein Vogel das Teil frisst oder ich es einsammle macht keinen Unterschied. Ich habe wenigstens noch den Vorteil, das die Natur bei mir noch gut erhalten ist. Wie später ich anfange desto schlechter wird die Lage.

    Extrem zu Sammeln beginnen hört sich für mich nicht so an, hättest du anders beschreiben müssen.


    2. Hab ich mir schon gedacht das sich jemand über das Wort Unkraut aufregt. Wenn ich ganz genau überlege war es nicht der richtige Ausdruck. Besser würde vertrocknetes altes "Gestrüpp" passen. Mir ist sehr wohl bewusst das jede Pflanze und jeder Lebensraum wichtig ist und seine Lebewesen hat. Früher standen da mal Wilde Möhren, Brennnesseln, alle Sorten Klee, Glockenblumen und vieles mehr. Jetzt ist es nur noch dieser vertrocknete Kram. Da gehe ich mal davon aus, das des früher mal besser war.

    Das trockene Gestrüpp muß ja auch mal grün gewesen sein. Wenn dort Brennnesseln, Klee, wilde Möhren usw. stand, kommt das auch wieder. Das sind keine Pflanzen, die sich nicht schnell wieder ausbreiten könnten.


    3. Ich gehe mal stark davon aus, das wir nicht so auf die Regierung schimpfen wie du denkst. Sie sollten aber sich aber mal mit Experten auseinandersetzten. Denn einfach hoffen das es so klappt wie man es will ist meist nicht der fall.

    Oh doch, man kann das hier immer wieder lesen. Ich arbeite mit der Regierung Niederbayern zusammen, die sind total unterbesetzt und haben schlicht nicht die Zeit sich mit Experten auseinanderzusetzen, die Experten können aber an die Beamten rantreten, mach ich ja auch.

    Ok, Behörden arbeiten langsam, Manches kommt sehr spät, manchmal zu spät in Gange. Punkt für dich.

    4. Am Ende brauchen wir uns nicht über andere aufregen wie Landwirtschaft oder Forstwirtschaft. Wer benötigt denn am Ende diese Produkte? Genau, wir alle! Unser Konsum ist halt zu extrem. Ich will niemanden etwas aufzwingen, aber man sollte nicht wie die Made im Speck leben und sich ein bisschen zurückhalten. Denn wie weniger benötigt wird desto weniger wird produziert.

    Ja, da geb ich dir vollkommen recht. Der Konsum ist tatsächlich zu verschwenderisch, ich muß mich da auch immer wieder an der eigenen Nase packen. Allerdings kann man umdenken, auch ich bin dabei und es geht. Meine Kinder hab ich auch so erzogen und sie verstehen das und machen das auch. Die sind aber jung und wollen den Überfluß auch teils genießen. Trotzdem sollte man sich etwas zurückhalten, wenns auch nicht immer einfach ist.

    Gleichzeitig wird z.B. Palmöl (wie schön brennt der Wald in Indonesien etc.) als ökologischen Alternative zu Erdöl gepriesen; es gibt "Sonderzulassungen" in Deutschland für -in der EU- eigentlich verbotene Biozide; ein Freihandelsabkommen mit Südamerika Sichtwort Rindfleisch (seitdem brennt der dortige Urwald noch schneller); die Grundwasservergiftung durch Gülle der Schweine-Groß-Mastbetriebe (Lieferung Großteils nach China) entgegen den EU-Regelungen u.s.w. Und das Beste: Egal was der Club of Rome und nicht industrie-abhängige Wissenschaftler sagten / sagen "Es gibt keine Überbevölkerung".

    Und Du glaubst wirklich, dass das Kaufverhalten der Bevölkerung in Deutschland die Agra- und Fleischindustrie in Deutschland grundlegend verändern würde?

    Das mit der Palmölgeschichte bereitet mir auch Sorgen. Eine Alternative zu Erdöl ist halt, im Moment zumindest, unerlässlich, wenn ich dran denke wo überall Erdöl enthalten ist (sogar in Zahnpaste) wirds echt schwer das neu zu erfinden.

    Die weitere Erlaubnis Neonicotinoide in unserer Landwirtschaft zu benutzen stößt mir schon hart auf, brauchst keine Angst haben. Leider ist hier der lobbyistische Einfluß so stark von Seiten der Chemiekonzerne, daß in dieser Hinsicht wohl schwer anzukommen ist.

    Ja, ich glaube daran, daß das Kaufverhalten eine Änderung hervorrufen kann. Wer seine Ware nicht mehr loswird, muß sich anpassen, damit er sie wieder verkaufen kann, geht natürlich nicht von heute auf morgen.

    Der See wird trockengelegt, aber die Schuld dass es keine Fische mehr gibt, liegt bei den Anglern. Gilt überall.

    Einer intakte Insekten-Population kann mit dem Netz nicht kaum schaden. Dennoch bin auch ich -nach über 45 Jahre "sammeln"- gegen "Maximales Sammeln" aus der Natur.

    Ein Total-Verbot für den Handel mit Wirbellosen ist aber nur im Interesse derer, welche verhindern wollen, dass es noch freiberufliche Experten gibt, welchem kein amtlicher Mundkorb verpasst werden kann. Es gibt immer weniger von "uns". Bin froh über jeden / jede der Schmetterlinge züchtet und auf diesem Wege Zugang hierfür bekommt.

    Ich selbst bin auch Angler und muß dir da recht geben. Wir werden angefeindet, obwohl mit unseren Geldern aus Vereinen und Spenden, der Fischbestand stabilisiert wird. Aber, auch die Betreiber von Stauseen müssen ihren Obulus leisten um "geschredderte" Fischebestände wieder auszugleichen.

    Eine intakte Insektenpopulation ist sicher mit dem Netz nicht zu zerstören, leider werden intakte Populationen immer seltener (was ich nicht dem Sammler zuschreibe). Auch ich "Sammle", aber halt nur zum Ortsnachweis der Arten, den ich dann eben auch an die Regierung in Niederbayern weitergebe.

    Ich hatte nicht geschrieben, daß ich für den totalen Handelsverbot bin, ich finde nur gut, wenn eine Plattform den Handel unterlässt, wenn dem Betreiber nicht klar ist, was wann wie geschützt ist.

    Ich habe ein schwerbehindertes Kind, mittlerweile ist er erwachsen, und die Schmetterlinge die ich züchte und finde, sind für ihn das Schönste und haben ihm sicher sehr viel gebracht. Ich habe auch nie behauptet gegen die Insektenzucht zu sein.

    Das ist natürlich ein riesen Problem. Jeder will billig wohnen, am besten im eigenen Haus, dazu müssen Flächen erschlossen werden. Würde man die Mietobjektspekulation verbieten und teilweise Sozialwohnungen verstaatlichen, wie es ja schon mal war, könnte man Familien billiges Wohnen ermöglichen. So fördert man aber lieber den Eigenheimbau, der nicht immer zum Wohle der Familien rausläuft, weil überschuldet usw. Da stimme ich dir auch voll zu. Gewerbeansiedlungen sind wohl für die Zukunft nicht anders zu bewältigen, wenn durch das Erzwingen der Elektromobilität die Arbeitsplätze vor Ort sein müssen/sollten.

    Und ja, wenn man dann als kleiner "Wald- und Wiesenforscher" etwas dagegen unternehmen will, ist man wohl eher ein Störfaktor.


    NG Heiko

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