Hyles sp.

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  • Hello,


    to me these animals look more like "normal" Hyles euphorbiae euphorbiae.

    Hyles euph. robertsi lets himself against Hyles euph. euphorbiae, according to Danner et al (1998), by the relatively conspicuous, completely white colored abdominal rings and the clear whitish basic coloration.

    Neither feature can be seen in the photographed animals.

    This may also be due to the condition of the preparations, although the animals actually look very well preserved. It is therefore not particularly comprehensible that the features mentioned should be missing due to abrasion etc.


    Hundsdörfer et al (2019) even go a step further and synonymize Hyles (Deilephila) robertsi (Butler, 1880) with Hyles euph. euphorbiae and suggests using the old species names, if at all, only as a forma in order to be able to work on individual areas of origin more easily and clearly.


    Pittaway is still on the Hyles euph. robertsi page to find a textual reference that makes it clear that the animals found north of northern Iran, via southern Turkmenistan, Uzbekistan and Tajikistan are probably Hyles euch. euphorbiae. South of this line is Hyles euph. robertsi.

    And Kyrgyzstan is located in this northern sector.


    As far as my current state of knowledge.


    Regards

    Rudi


    https://tpittaway.tripod.com/sphinx/h_rob.htm



    Hallo,


    für mich sehen diese Tiere eher wie "normale" Hyles euphorbiae euphorbiae aus.

    Hyles euph. robertsi lässt sich gegen Hyles euph. euphorbiae, nach Danner et al (1998), durch die relativ auffälligen vollständig weiß gefärbten Abdominalringe und die deutliche weißliche Grundfärbung abgrenzen.

    Beide Merkmale sind bei den fotografierten Tieren nicht zu sehen.

    Dies kann eventuell auch dem Zustand der Präparate geschuldet sein, wobei die Tiere eigentlich sehr gut erhalten aussehen. Es ist daher nicht sonderlich nachvollziehbar, dass gerade die besagten Merkmale aufgrund von Abrieb etc. fehlen sollten.


    Hundsdörfer et al (2019) gehen sogar noch einen Schritt weiter und synomymisiert Hyles (Deilephila) robertsi (Butler, 1880) mit Hyles euph. euphorbiae und regen an, die alten Artbezeichnungen, wenn überhaupt, nur noch als forma zu nutzen, um einzelne Herkunftsbereiche leichter und übersichtlicher bearbeiten zu können.


    Bei Pittaway ist noch auf der Seite zu Hyles euph. robertsi ein Texthinweis zu finden, der deutlich macht, dass die Tiere nördlich gefunden von Nordiran, über Südturkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan wohl Hyles euphorbiae sind. Südlich dieser Linie trifft man auf Hyles euph. robertsi.

    Und Kirgistan ist in diesem nördlichen Sektor gelegen.


    Soweit mein derzeitiger Stand des Wissens.



    Gruß

    Rudi

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  • Moin zusammen, hallo Anna !


    Eine gigantische Forschungsarbeit, die Du uns hier vorgelegt hast. Ich habe versucht, sie durchzulesen und zu verstehen, leider reichen meine Fähigkeit, solche Darlegungen zu interpretieren und insbesondere mein Englisch nicht aus, zu einem Endergebnis zu kommen.


    Welche 5 Arten wurden 2019 wieder zu einer Art zusammengefasst, und rutschten diese 5 Arten nun endgültig vom Artstatus in den Form- oder Unterartstatus ?


    LG, Hans

  • Moin Hans,



    Es geht um folgende Specis und Subspecis


    Deilephila tithymali Boisduval, 1834

    Hyles tithymali mauretanica Staudinger, 1871

    Deilephila robertsi Butler, 1880

    Deilephila peplidis Christoph, 1894

    Deilephila mauretanica deserticola Staudinger, 1901

    Celerio euphorbiae conspicua Rothschild and Jordan, 1903

    Hyles tithymali himyarensis Meerman, 1988

    Hyles euphorbiae gecki de Freina, 1991

    Hyles robertsi elisabethae Ebert, 1996

    Hyles cretica Eitschberger, Danner and Surholt, 1998

    Hyles sammuti Eitschberger, Danner and Surholt, 1998

    Hyles tithymali gallaeci Gil-T., Requejo and Estévez, 2011

    Hyles tithymali phaelipae Gil-T. and Gil-Uceda, 2012


    Sie alle wurden mit Hyles euphorbiae (Linnaeus, 1758) synonymisiert.

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  • Ich denke viele nehmen Arten etwas zu ernst. Zumindest bekomme ich das Gefühl aus der Wortwahl "ist tithymali jetzt keine Art mehr", je eine gewesen oder was auch immer. Man sollte sich hin und wieder klar machen, dass Arten ein hilfreiches Konstrukt sind, um die Welt einfacher zu verstehen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir reden hier nicht von irgendwelchen klar definierten Grenzen in denen sich eine Art bewegt, die man mal so eben testen und dann sagen kann "Jep, Test hat ergeben es ist eine Art". Es gibt viele Ansätze wie Arten definiert werden oder anhand derer man versucht Arten abzugrenzen. Verschiedene Methoden bringen oft unterschiedliche Ergebnisse, die alle an sich richtig sein können, aber nicht notwendigerweise in ihrer Aussage oder Magnitude übereinstimmen müssen. Das sieht man ja auch in Annas Arbeiten (zusammen mit ihren Kollegen), dass sich z.B. die tithymali von den europäischen "klassischen" euphorbiae in bestimmten genetischen Aspekten ein bisschen mehr Unterscheiden als in anderen. Es ist also ein bisschen eine Frage worauf wir uns einigen können was eine Art ist (oder sein sollte) und was nicht. Bevor mir niemand gut begründet darlegen kann warum Arten eine natürliche Einheit sind, bin ich nach wie vor der Meinung: Arten sollten in erster Linie praktisch sein, um damit Arbeiten zu können. Insofern begrüße ich doch den ersten größeren Versuch eine sehr zerhackstückelte Artengruppe zusammenzufassen, anstatt wie es momentan eher "in" ist anhand von genetischer Untersuchungen alles zu splitten bis man die Brösel nicht mehr aufkehren kann.


    Grüße Dennis

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