Wie der Häufigste zum Seltensten wurde.

  • Hallo, ich beobachte seit Frühster Kindheit (bin 19 Jahre jung) die Schmetterlinge in meiner Umgebung. Und es lässt sich für mich seit etwa 8 Jahren ein trauriger Trend beobachten. Das dürfte nichts neues für euch sein, aber ich möchte hiermit einen kleinen Bericht zur Entwichlung und aktuellen Lage der Tagfalter in Bremen geben. Als ich mit etwa 8 Jahren vor dem schmetterlingsflieder in meinen Garten stand, war der einzige Gedanke, wie bekomme ich einen der dutzenden Tagpfauenaugen Admirale oder Distelfalter ins Schmetterlingsnetzt ohne das ein oder mehrere Kleine-Füchse als "Beifang" dabei sind. Denn diese waren für mich fast schon nerfig da ich sie immer vorsichtig aus dem netzt holen musste ohne das mir der gewollte Falter davon flog. Sie waren damals einfach so häufig das ich ihre Schönheit nicht wertschätzen konnte, für mich zählte eher wie groß ein Falter war, und da schnitt der Kleine-Fuchs eben ziemlich mau ab.

    doch die Zeiten sollten sich änden, etwa 3 bis 4 Jahre später bemerkte ich mit ungefär 11 Jahren eine Veränderung. Die schon damals selteneren Gäste wie Schachbrett und Landkärtchen, waren nicht mehr anzutreffen und auch die zahl der Häufigeren wie Tagpfauenauge, Distelfalter oder Admiral nahn merklich ab. Schon waren es keine 50 Falter mehr die sich an den Blüten labten sondern nurmehr 20. Außerden Fiel mir auf, das in einegen Jahren so manche Art nahezu garnicht mehr anzutreffen war, was ich so bis dahin nicht kannte. Dies beobachtete ich 2015 das erste mal beim Admiral. Es gab immer mehr oder weniger starke Schwankungen in der Populatios Dichte, die aber nie zum Ausbleiben einer Art führen konnten. Weitere 4 Jahre Später hatte sich die Lage des Admirals für mich nicht deutlich verändert, von einem der häufigsten Falter zur fast Ausnahmeerscheinung in nur 7 Jahren.

    Doch nun Stürzten die Zahlen des Kleinen-Fuchses, In einem unglaublichen Thempo in den Keller. Das Tagpfauenauge hatte einen eher "sanften" aber bemerkbaren absturz .Und ich begann Mich zu Fragen was denn nur mit unseren Schmetterlingen los ist. Als dann 2017 Die Krefelder Studie veröffendlicht war, wurde das Thema zum ersten mal richtig Groß, und ich verstand langsam was hier eigendlich passierte. Mittlerweile war der Kleine-Fuchs mehr Phantom als Allerweltsart, und auch das Tagpfauenauge wurde zur Besonderheit. Es waren jetzt statt 20 oder gar 50 Falter nur noch etwa 5 am Flieder zu beobachten. 2018 war dann das Individuen stärkste Jahr des Distelfalters welches ich je erlebte, was an einem sehr günstigen Frühjar im Mittelmehr und Nordafrika gelegen hatte. Und auch den Admiral traf man wieder in regelmäßiger Stückzahl an. Ich denke das gerade der Admiral von den sehr milden Wintern der letzten Jahren profitierte, und dies seinen Rückgang etwas abgebremste. Aber angesichts der dramatischen Lage von Tagpfauenauge und Kleinem-Fuchs denke ich nicht das dies dem admiral aud langesicht helfen wird.

    Es gilt ja mittlerweile als relativ klar das der Rückgand des Kleinen-Fuchses und des Tagpfauenauges auf Klima Veränderungen und der daraus resultierenden Häufung von wärmeliebenden Parasitären Wespenarten basiert,

    und ich frage mich ob diese beiden Arten auf lange sicht im Flachland noch zu retten sind, denn mittlerweile (2023) Konnte ich in Deutschland noch nicht einen einzigen Kleinen-Fuchs beobachten. Nur in den österreicheischen Alpen gelang es mir, auf bis 2100 Meter einige Exemplare zu finden. Ich denke das der Zug für diesen Falter und auch das Tagpfauenauge sowie Viele Mittelgebirgs und Wald Arten wie Trauermantel, Großer-Fuchs, Eisvogel, Schillerfalter und co in 15 Jahren abgefahren sein wird. Dann werden diese Arten warscheinlich, Falls die Nahrungspflanzen vorhanden sind, Alpine Lebensräume besiedeln oder gar gänzlich verschwinden. Wir können froh sein das wir so viele Wärmeliebende Schmetterlinge haben, und sollten alles dafür tun ihre Lebensräume zu schützen und viele neue zu schaffen, bevor es zu spät ist

    Ich bin gespannt wie ihr die Lezten Jahre so wargenommen habt und freue mich auf eure Antworten. Meine Aussagen beziehen sich ja nur auf meine Beobachtungen und Erfahrungen. Es kann sein das andere es total verschieden beobachten.

    Mit freundlichen Grüßen: Marlon

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  • Falterfreund2004

    Changed the title of the thread from “Wie der Häufigsten zum seltensten wurden.” to “Wie der Häufigste zum Seltensten wurde.”.
  • Hallo Marlon,

    im großen und ganzen habe ich ähnliche Beobachtungen gemacht wie du. Im Kindergarten- und Anfang des Grundschulalters (frühe 2000er Jahre) hatten wir einen sehr großen Sommerflieder im Garten. An dem waren mehr Schmetterlinge zu sehen als man zählen konnte. Tagpfauenaugen, Kleine Füchse, Admirale und co. Einmal war ein sehr großer in meiner Erinnerung dunkler Falter dabei. Da ich mich in dem Alter nicht mit Schmetterlingen auskannte und meine Erinnerung daran auch nicht wie ein Foto im Gedächtnis geblieben ist, weiß ich nicht sicher was das war, aber ich könnte mir vorstellen dass es ein Trauermantel war. Sofern das stimmt war das meine einzige Begegnung mit der Art in meiner Region (unweit von Wilhelmshaven an der Nordsee). Später wurde der Sommerflieder entfernt, sodass es mir am Vergleich mangelt, aber an anderen großen Exemplaren sehe ich auch wesentlich weniger Falter als damals. Kleine Füchse waren früher auch bei mir sehr häufig. Regelmäßige Beobachtungen und Zuchten hatte ich bis 2017. Ab 2018 (Beginn der Dürrejahre, vorher gab es nie einen Regenmangel bei uns) waren kleine Füchse quasi nicht mehr zu finden. Ähnlich wie bei dir gab es 2018 bei uns auch Unmengen an Distelfaltern. Seit dem sieht man bei uns auch viele Taubenschwänzchen, welche ich zuvor höchstens ein mal pro Jahr gesehen habe. Tagpfauenaugen und Admirale sehe ich allerdings durchaus in etwas größeren Zahlen. Die scheinen mir nicht sehr viel seltener geworden zu sein. Übrigens im Jahr 2021 war es bei uns sehr verregnet und vergleichsweise kühl. Das war das Jahr mit den großen Überschwemmungen in Rheinland Pfalz. In dem Jahr habe ich erstmalig wieder viele kleine Füchse gesehen. Letztes Jahr waren es auch recht viele, wahrscheinlich weil das Vorjahr ein gutes Jahr für die Art war. Das letzte Jahr war wieder ein heißes Dürrejahr. Dieses Jahr habe ich noch keinen kleinen Fuchs gesehen, jedoch insgesamt mehr Schmetterlinge als letztes Jahr und vielleicht sogar als die letzten Jahre. Dieses Jahr ist es wieder deutlich feuchter und kühler als letztes Jahr. Vor allem beim kleinen Fuchs scheint es mir der Fall zu sein, dass die Art Feuchtigkeit und kühlere Temperaturen mag. Für die anderen Nesselfalter mag das aber nicht der Fall sein, oder zumindest nicht in dem Ausmaß. Meine Schlussfolgerungen sind auch nur Vermutungen und müssen keinen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen.

    Beste Grüße, David

  • Hallo Marlon,


    mir geht es ähnlich, ich bin 26 und beobachte zuhause seit über 15 Jahren die Falterwelt.

    Seit 8 Jahren führe ich in meinem gut 8ha (+8ha Wald) Untersuchungsgebiet detaillierte Erfassungen durch.

    Dieses Jahr wird vermutlich die 1000. Art geknackt.


    Nun zu deinen Faltern:

    Vanessa cardui:

    Ist bekanntermaßen ein Wanderfalter und demnach von der Witterung in seinem Heimatgebiet abhängig. Du hast recht, so viele wie 2018 habe ich noch nie gesehen, das waren auf 100m Brombeere teilweise 80 Falter pro Begehung.

    In folgenden Jahren schwankte es dann zwischen 0, 1 und 9 Faltern.


    Araschnia levana:

    War ein besonderer Moment ihn damals vor über 15 Jahren zu sehen. Er hing an einem taubedecktem Tag in einem Spinnennetz. Die "Landkarte" hat mich sofort fasziniert.

    levana mag es bekanntlich feucht, die Hitzesommer der letzten Jahre haben ihn vielerorts unter die Nachweisschwelle gedrückt.

    Hatte ich ihn vor einigen Jahren noch in hunderten Exemplaren, so war er die letzten 3 Jahre tief einstellig, in diesem Jahr gab es noch gar keinen!


    Aglais urticae:

    Der Kleine Fuchs ist ein Hitzeflüchtling. Bei heißen Sommern wandert er ab in höhere Lagen. Seit jeher schwankten seine Individuendichten auch stark. Auf 3 Jahre im Überfluss folgten auch mal 2 mit extrem wenigen. Das war schon immer so und auch die Parasiten haben ihren Anteil. Um die Art braucht man sich also nicht zu sorgen, letztes Jahr war bei mir sogar aus dem Nichts mit über 600 Exemplaren ein absolutes All-time-Hoch.


    Inachis io:

    Im Prinzip ähnlich wie urticae, aber widerstandsfähiger. io ist auch ein starker Binnenwanderer.


    Dann gibts noch Arten wie Polygonia c-album und Pararge aegeria:

    Auch die beiden sind ziemlich konstant.


    Aphantopus hyperantus:

    Als Wiesen-Allerweltsart hat es diese Art meines Erachtens vielerorts am schlimmsten erwischt. Bekanntermaßen hat man ihn und Maniola jurtina zu aberhunderten oft in Wiesen gefunden. Hier im Ruhrgebiet war das auch so, mit nem ziemlichen down die letzten Jahre, aber einer superhohen Dichte in diesem Jahr!

    Anders im Rheinland, laut Experten dort im Tiefland unter 200m regional ausgestorben.


    Vanessa atalanta:

    atalanta kam damals oft erst spät im Jahr, wo man fast nicht mehr dran geglaubt hat.

    Seit sie seit über 10 Jahren in D überwintern sieht das ganze ganz anders aus.

    Erwähnt sei hier der Köder(fallen)fang, man glaubt nicht wie viel mehr man findet, was man sonst gar nicht sieht.

    2021 waren das z.B. an einem Tag über 150 Falter, nur am Köder. In dem Jahr fand ich über 2000 Falter.

    Dieses Jahr ganz anders. Bis vor 3 Wochen waren es nur etwa 5, mittlerweile sind gut 80 (und 75 davon via Köder) dazu gekommen.


    Du siehst also:

    In der Falterwelt ist niemals etwas gleich, es gibt immer Schwankungen, die Hoffnung aufgeben sollte man aber nie.


    P.S. Wie man zu der Krefeldstudie steht, ist so ne Sache...

    Ich weiß beim besten Willen nicht, wie man ne Studie aus einer Stadt auf ganz D bzw. Mittelruropa beziehen will.

    Klar, das Insektensterben gibt es! Aber anhand dieser einen Studie?...

    Die sagen -75%. Hätte eine Studie in Bayern -15% gesagt, wäre es bundesweit nur noch -45%? Kann man drüber streiten.


    Manchmal hilft es zu wissen, wo die Falter sich aufhalten. Ich habe vor über 15 Jahren angefangen und finde immer noch neues. Nicht eine Art von damals ist mittlerweile weg.

    Manchmal taucht eine Art fünf Jahre nicht mehr auf, dann aber auf einmal wieder in Anzahl.

    Es ist nicht vergleichbar mit der Zeit unserer Eltern oder Großeltern, aber finden kann man immer noch ne Menge!

  • Sehr interessante Beiträge! Bei mir in Oberösterreich sieht die Lage ganz anders aus. Natürlich dürfte es leider keinen überraschen, dass die Stückzahlen und auch Arten an Faltern deutlich zurückgegangen sind, trotzdem lassen sich zur Zeit viele geschützte Arten in großen Stückzahlen finden, wohingegen andere kaum anzutreffen sind.


    Araschnia levana: Falter finde ich dieses Jahr in riesigen Massen. Man kommt eigentlich gar nicht daran vorbei. An manchen feuchten Stellen findet man teilweise 50 Stück aufwärts.


    Aglias io: Im Frühling relativ häufig, seit anfang Juli aber kein einziges Exemplar mehr gesehen. Und das obwohl ich fast jeden Tag unterwegs auf Suche bin.


    Dafür gibt es dieses Jahr so viele Vanessa atalanta und Polygonia c-album wie noch nie zuvor.


    Und auch verschiedene Schillerfalter und Eisvögel sind dieses Jahr ziemlich häufig vertreten.


    Interessant finde ich eher, dass es dieses Jahr schier unmöglich ist Raupen zu finden. Die Dürre hat die typischen Standplätze austrocknen lassen, aber auch dort wo die Pflanzen noch frisch sind findet man gar nichts.

  • Hallole,

    ich weiß zwar nicht seit wann Ihr Euch mit Schmetterlingen beschäftigt, aber was z.B. sind nur 15 Jahre (Jonas)?

    Ihr könnt nicht wissen, was vor 50 oder 40 Jahren häufig war. Ihr habt nicht erlebt, wie voll die Kühlergrills der Autos mit Insekten und Schmetterlingen waren oder wie viele Nachfalter nachts durch das Scheinwerferlicht gehuscht sind. Als Ihr mit Euren Beobachtungen begonnen habt, waren viele Arten schon kaum noch vorhanden.

    Wie es ist, wenn auf einem blühenden Luzernefeld 10 -20 Schwalbenschwänze (von den anderen Arten nicht zu reden) gleichzeitig fliegen und Schwärme von Gamma-Eulen aussteigen, wenn man in das Feld geht. und und und.

    Schwankungen in der Populationen gab es schon damals, aber auf einen ganz anderem Niveau, was Arten- und Stückzahlen betrifft.

    Nach meinen Beobachtungen sind auch vor 10 Jahren noch häufige Arten (bei mir z.B. der Aurora-Falter) fast verschwunden. Vor 10 Jahre zu Flugzeit im Schnitt alle 5 m Waldrandweg 1 Exemplar; diese Frühjahr insgesamt 10 Stück gesehen usw.

    Die insbesondere auf politischer Ebene (als Sprachrohr der Chemischen Industrie und des Bauerverbandes) in Frage gestellte Krefeld-Studie ist allenfalls die Darstellung der Spitze des Eisberges.

    Gegenüber den heute in der Landwirtschaft eingesetzten Bioziden war DDT geradezu harmlos. Dafür hat sich die Population der Art Homo sapiens seit 1960 rund 2,5 facht.

    Noch weitere Fragen zu den Ursachen?


    Armin

  • Hier mal meine Erfahrungen.


    Ich (Ende 13) Habe das Gefühl das 2023 ein im Vergleich zu den letzten Jahren gutes Schmetterlingsjahr ist. Wir haben auch einen Sommerflieder im Garten an dem sich an heißen Tagen Schmetterlinge tummeln. Keine 20 und schon gar keine 50. Eher so 5-10. Geschätzte 90% davon sind allerdings Tagpfauenaugen. Ab und zu schauen auch mal Admiral und Distelfalter vorbei. Den kleinen Fuchs sehe ich allerdings sehr sehr selten bis garnicht. Erst ca 2 mal dieses Jahr.


    Allerdings beobachte ich dieses Jahr bei einigen eine sehr hohe Anzahl. Bestes Beispiel: Coenonympha pamphilus. Diese Art scheint dieses Jahr hier in der Umgebung Hannover sehr häufig vertreten zu sein. Zwar kommen sie nicht an den Flieder, aber auf einigen wiesen und Trockenen Rückhaltebecken befinden sich manchmal 2 Falter pro ca 10 Quadratmetern (auch geschätzt). Einen Fortschritt beobachte ich auch bei Papilio machaon. Heute fuhr ich ca 1½ Stunden Fahrrad und konnte ganze 2 Exemplare beobachten. Eins davon sogar bei der Eiablage an der wilden Möhre. Sowas ist allerdings keine Regel sondern war wohl eher Glück. Papilio machaon habe ich dieses Jahr erst ca 5 mal gesehen. Allerdings aber auch nie gesucht.


    Außerdem konnte ich dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt Schachbrettfalter in meiner Umgebung beobachten. Das gleiche Gilt für Dickkopffalter bei denen ich die genaue Art allerdings nicht bestimmen konnte.


    Vor ein paar Jahren (so ca 2017-2018) gab es in einem Trockenen Rückhaltebecken nicht weit entfernt vom Haus ca 2 Sommer lang Zygaena filipendulae. Nach diesen 1 oder 2 Sommern ist diese Art dann allerdings genauso schnell verschwunden wie sie aufgetaucht ist.


    LG Luis

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  • Gut geht es aktuell vorwiegend den klimabedingten Neuzugängen (wie zb. Caradrina kadenii , Athetis lepigone oder Agrotis puta) welche oft mit verblüffender Stückzahl auftreten obwohl sie bis vor kurzem regional oder sogar deutschlandweit noch unbekannt waren.

    Auch Wanderfalter sind ein Thema für sich da sie hauptsächlich vom Nachschub aus dem Süden abhängig sind.

    Dagegen kann muß man generell von einem starken bis sehr starkem Rückgang aller bis dato etablierten Arten ausgehen welcher durch die Neuzugänge nur unzureichend kompensiert wird .

    Selbst die Menge der Kohlweißlinge ist verglichen mit dem Stand vor 50 Jahren einfach nur absurd gering.

    Dieser Schwund konnte im kleinen zwar schon sehr lange beobachtet werden, aber so gering und unmerklich das es nur wenigen auffiel.

    Deutlich wurde es bei mir nach 1989 nach dem Übergang zum BRD -Alltag.

    Nicht das Erich nun ein großer Naturschützer war, er hatte nur einfach nicht soviel Geld um den Flurschaden anzurichten der in der BRD alleine aus der Kaffekasse bezahlt wird.

    Von da an wurde der Artenschwund für mich immer deutlicher, es wahr aber immer noch keine große Katastrophe.

    Der Wendepunkt kam (für mich) 2016/17. Ab da ging der Absturz praktisch in einen freien Fall über..

    Schaue ich mir in diesem Jahr mein Leuchttuch an weiß ich das der Aufschlag nicht mehr weit entfernt ist.

    Das (zu späte) Erwachen danach wird grausam!!!

    Der Zusammenbruch fast aller irdischen Nahrungsketten ist die zwangsläufige Folge.

    Was danach kommt dürfte "The Walking Dead" wie Kindergeburtstag aussehen lassen.

    • Official Post

    Ich denke es gibt zwei bedenkliche Entwicklungen: Das eine ist die Abnahme der Artenzahl. Viele Arten haben ihre Vebreitungsareale extrem zusammengezogen und sind lokal ausgestorben bzw. sind gerade dabei. Das andere ist die Abnahme der Gesamtabundanz, also den Individuenzahlen bei allen Arten auch den häufigeren. Das ist eigentlich das viel bedenklichere und hat sehr viel weitreichendere Konsequenzen. Diese hier beschriebenen subjektiven Eindrücke sind nicht mehr so subjektiv, weil es massenweise Studien gibt die den Rückgang von Artenzahl und Abundanz bei Insekten und speziell Schmetterlingen belegen. Eigentlich durch die Bank und das auch nicht nur in Europa (obwohl es da die meisten Daten gibt). Deswegen:

    Klar, das Insektensterben gibt es! Aber anhand dieser einen Studie?...

    Es ist lange nicht mehr diese eine Studie. Wenn mir jemand eine Studie findet, die eine Zunahme von Insekten in den letzten 30 Jahren irgendwo, egal wo, belegen kann bekommt er einen Lolli.

    Ich weiß beim besten Willen nicht, wie man ne Studie aus einer Stadt auf ganz D bzw. Mittelruropa beziehen will.

    Kann man nicht, aber eher in die andere Richtung. Die Krefelder Studie wird meistens eher noch als konservative Schätzung angesehen. Die Studie wurde in Naturschutzgebieten durchgeführt, die sicher unter starkem Druck der Landwirtschaft und Bevölkerungsdichte drumherum liegen, aber immerhin nicht direkt davon beeinflusst werden. Wenn in den vermeintlich guten Gebieten schon solche Rückgänge zu verzeichnen sind, wie sieht es dann in den Agrarlandschaften aus? Deutschland ist zu über der Hälfte (!) landwirtschaftliche Nutzfläche. Klar könnte es sein, dass Krefeld aus irgendeinem Grund in einem schwarzen Loch der Insektenabundanz liegt, aber das ist eher unwahrscheinlich, da die Treiber des Rückgangs flächendeckend dieselben sind. Wir finden immer wieder, konsistent in praktisch allen Studien und über fast alle Gruppen der Insekten, dass intensive Landwirtschaft der Haupttreiber für diesen Rückgang ist. Übrigens: Die Krefelder Studie wird häufig mißinterpretiert. Der Rückgang von 75% bezog sich darin auf die Biomasse, also das Gesamtgewicht der gefangenen Insekten. Nicht auf die Artenzahl und auch nicht auf die Abundanz (wobei Biomasse und Abundanz sicher stark korrelieren).


    Das ist das was ich oben meinte: Es mögen immer noch viele Arten vorkommen, aber die Abundanz hat einfach drastisch abgenommen. Deswegen ist es nur bedingt ein Grund sich zu freuen, dass ja noch so viele Arten irgendwo vorkommen. Das ist auch das, was uns sicher die alten Hasen hier noch bestätigen können, wo Andreas und Armin ja auch schon drauf anspielten: Früher war die Individuenzahl einfach viel größer in einem Ausmaß, das ich mir und andere jüngere in unserem Feld wahrscheinlich gar nicht so recht vorstellen können. Heute sind für mich 25 Individuen von einer Art an einer Stelle oft schon absurd viel.

    In der Falterwelt ist niemals etwas gleich, es gibt immer Schwankungen

    Schwankungen gibt es immer das ist klar, aber was wir hier sehen sind keine statistischen Schwankungen, das sind Schwankungen um eine sich verschlechternde Trendlinie. Insofern ist es sogar eher so, dass gute Jahre für einige Arten eher schon die Hochpunkte der Schwankungen, denn einen guten Zustand darstellen.


    Um zum Ausgangspunkt des Themas zurückzukommen: Dass der Kleine Fuchs so stark abgenommen hat und der Admiral vergleichsweise weniger ist in meinen Augen ein Abbild dessen was wir eigentlich mittlerweile wissen. Wir haben nicht mehr soo viele riesige Wissenslücken was hier vor sich geht. Die intensive Landwirtschaft und die fortschreitende Urbanisierung sind die zwei Dinge welche der gesamten Biodiversität überall auf der Welt zusetzen. Der Kleine Fuchs lebt an eutrophen, besonnten Saumstandorten. Ein Habitat was sich heute in Mitteleuropa praktisch nur noch zwischen oder an Agrarflächen findet. Der Admiral hingegen kommt mit wesentlich stärker beschatteten Standorten zurecht, die häufig in Wäldern oder Städten zu finden sind, wo die Auswirkungen der Landwirtschaft geringer sind. Ich denke auch nicht, dass der Kleine Fuchs im Alpenraum aus klimatischen Gründen häufiger ist. Dort ist die Bewirtschaftungsintensität einfach durch das Gelände zwangsläufig geringer.


    Natürlich sollte man die Hoffnung nicht aufgeben und die Flinte ins Korn schmeißen. Die Natur ist extrem widerstandsfähig. Noch lässt sich vieles retten. Man sollte allerdings auch nichts verklären. Wir befinden uns in einer extrem kritischen Situtation und der Weg den wir in den nächsten Jahrzehnten einschlagen ist entscheidend für deren Ausgang.


    Grüße Dennis

  • In einem Punkt muss ich widersprechen:

    Weder die Insekten noch die ihnen zwangsläufig nachfolgende - weil abhängige- Menschheit hat noch Jahrzehnte um einen besseren Weg einzuschlagen.

    Wenn ich alleine die Entwicklung der letzten Jahre vergleichen - von mies, mieser und ganz übel - dann wird die abstürzende Kurve der Insektendichte bereits in wenigen Jahren die Nullinie erreichen.

    Und folgen wir Einsteins Aussage wird die Menschheit vier Jahre später zur selbstgemachten Hölle fahren.


    Vielleicht ist das auch gut so. Je eher es vorbei ist, umso eher kann die Natur neustarten.

    Und hej, vielleicht kommt ja beim nächsten Mal ein vernunftbegabtes Wesen dabei heraus.

    Der Mensch war jedenfalls ein voller Schuß in den Ofen. :litter_in_bin_sign:

  • ...wobei wir auch wieder beim Thema des Biotop-Schutzes wären, das kann jeder Einzelne - evtl. auch in Verbindung über Gründung eines Vereins oder einer Interessengemeinschaft - aktiv beeinflussen.


    Wenn wir darauf warten, bis hier die Politik - wenn überhaupt - aktiv wird, dann ist es sicherlich für sehr viele Arten längst zu spät, und die genannte Abwärtsspirale geht unaufhaltsam weiter. Und diesem tätig werden der Politik stehen nicht selten auch Aktionismus, wirtschaftliche Interessen und Lobbyismus im Wege, siehe u. a. die Debatte um Glyphosat.


    Aber auch das Engagement der Einzelnen, und hier rede ich nicht nur von den Forumsmitgliedern, die einen besonderen Bezug zu Insekten haben, lässt aus meiner Erfahrung sehr zu wünschen übrig. Es wird viel diskutiert, sich interessiert, aber wenn es dann darum ginge, selbst einen Beitrag zu leisten, dann ist es mit dem Engagement sehr schnell vorbei.


    Bestes Beispiel ist das von mir angesprochene Beispiel / Projekt "5ha Schmetterlingswiese", betreut von unserem Verein, in der Nähe von Salzburg, obwohl ich angeboten hatte, auch anderen Actias-Mitgliedern hier Infos und Hilfestellungen für ähnliche Projekte und deren Umsetzung zu geben, bzw. Interessierten auch Einblick in unser Projekt zu geben, habe ich diesbezüglich nicht eine einzige Nachfrage / Nachricht dazu hier bekommen. Und außerhalb von Actias sieht es da leider auch nicht sehr viel besser aus. Ergo: viele kritisieren und verurteilen die aktuellen Entwicklungen, sind sich auch der Auswirkungen dieser Entwicklungen sehr wohl bewusst, aber aktiv tun wollen dennoch die wenigsten etwas.


    Mal sehen, wie lange es bei uns noch dauert, bis wir nicht nur Personal für die Pflegeheime von den Philippinen einfliegen, sondern auch Arbeiter, die dann z.B. wie in China in den Apfelbäumen sitzen und die Blüten bestäuben...


    Traurig, traurig...

  • Das wichtigste hat Dennis schon gesagt - vielen Dank für Deine Erläuterungen! Ich ziehe mal wieder meinen Hut vor Dir!


    Dennoch juckt es mich in den Fingern das unterstreichen und in aller Deutlichkeit sagen zu müssen. Denn es ist immer noch nicht in den Köpfen angekommen:


    Wir befinden uns mitten im 6. Massenaussterben.

    Entscheidender Unterschied zu den 5 vorherigen: Es geht so schnell wie noch nie.


    Im Vergleich zu früheren Massenaussterben konnten sich diese über tausende Jahre hinziehen. In 40 Jahren (1970 - 2010) wird weltweit von einem Rückgang der biologischen Vielfalt von 65% ausgegangen (Living Planet Index LPI).

    Momentan geht es geschätzt 10 - 100 Mal schneller als es in den letzten 10 Millionen Jahren der Fall war, wenn man sich die Aussterberate ansieht. Es ist zu erwarten, dass 1 Million Arten in den nächsten Jahrzehnten stark bedroht sein wird (Weltbiodiversitätsrat IPBES, 2019).

    Wie man zu der Krefeldstudie steht, ist so ne Sache...

    Diese Studie basiert auf Grundlage von Daten von fast 30 Jahren. Die Insekten (Biomasse) ist über den langen Zeitraum mit immer derselben Methode gesammelt worden und deshalb geeignet um das Insektensterben zu belegen. Deshalb ist genau diese Studie um die ganze Welt gegangen und ist unstrittig.


    Und wie schon erwähnt - es ist ja nicht diese eine Studie. Sie hat einfach extrem viel losgebrochen.

    Das Problem ist, das wir die Biodiversitätskrise mit unserem Verstand kaum fassen können. Viele Arten sind noch nicht mal entdeckt oder bestimmt und sie sterben schneller aus, als wir hinterher kommen. Oder können Szenarien errechnen wie bei der Klimakatastrophe. Ab wann wird es denn für den Menschen kritisch? Wieviele Arten dürfen aussterben? Welche haben Schlüsselrollen im Ökosystem?


    Und ich denke auch: wir haben keine Jahrzehnte. Und trotzdem, es ist nicht alles verloren und jede und jeder kann positiv Wirken. Das Schöne: das macht auch noch Spaß.

    Ich finde das vorgestellte Projekt „5ha Schmetterlingswiese“ spannend. Lässt mich sofort an „Jeder Gemeinde ihr Biotop“ (Peter Berthold) denken. Es gibt gute Leute mit guten Ideen - die kann man abschauen und umsetzen.





  • auch ein großer Sargnagel für die Insekten:


    Wettervorschau für die nächsten zwei Wochen im Nordosten:




    Jetzt kommt erstmal - nach einer Priode EINZELNER Sommertage - der Frühwinter.

    Aber keine Sorge, der Sommer wird sich pünktlich zu Weihnachten zurückmelden!


    Das Wetter ist schon seit ein paar Jahren so kaputt, da kann sich gar nichts mehr erholen, regenerieren oder verbessern.

    Seit 4 Jahren ist das Frühjahr zu kalt, auch Mai und Teile des Juni kann man nur noch in die Tonne treten.

    Dann kommt eine kurze warme Phase von Ende Juni bis in die erste Septemberhälfte.

    Danach wieder kalt. ( seit zwei Jahren kommt der Kippunkt zu kühlem Wetter im September früher als zuvor) Dafür verdient aber der Winter seinen Namen gar nicht mehr, der holt alles an Plusgraden nach was im Rest des Jahres gefehlt hat.


    Vom warmen Winter mal abgesehen ist das oben Beschriebene ein typischer Temperatur-Jahresverlauf in Finnland.

    Setzen wir voraus das der Golfstrom schon wesentlich stärker zum Erliegen gekommen ist als offiziell zugegeben wäre das eine ziemlich passende Erklärung für dieses unsägliche Wetter der letzten Jahre.

    Immerhin haben wir noch in der Schule gelernt:

    "Der Golfstrom ist die Warmwasserheizung Mitteleuropas, ohne den wir ein Klima hätten wie es momentan aus Skandinavien bekannt ist. "


    Und wenn ich dann ständig das abwiegelnde Gebrabbel in den Medien höre:" das liegt alles im Bereich der normalen Schwankungen" kann ich gar nicht so viel brechen wie ich kotzen möchte...


    Das KANN ganz einfach nichts mehr werden.


    Fazit: Wir sind am Arsch, aber sowas von!

  • "Der Juli ist der wärmste Monat in Deutschland. Die mittlere Monatstemperatur liegt im Norden bei etwa 17, im Süden bei 18 Grad. Tagsüber werden im Durchschnitt maximal 21,2 °C erzielt. Tageweise werden aber auch Werte häufig über 30 Grad erreicht."


    Das ist das erste Ergebnis nach der Temperatur im Juli.


    Wie du siehst hat das mit Frühwinter 0.0 zu tun und ist viel mehr im absoluten Schnitt!

  • wenn sich in der eigentlichen Hauptleuchtzeit ganze zwei Abende zusammenschieben ist das NICHT normal...

    Wie war das mit " der Teich war im Durchschnitt 50 cm tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen?"

    Mit Statistiken kann man so ziemlich alles "beweisen" oder wiederlegen, das trifft aber nicht die wirkliche Situation.


    Leuchtabende 2023:

    März 1

    April 0

    Mai 2

    Juni 2

    Juli bisher 2


    Das war alles, und ich habe jeden Abend genutzt der auch nur halbwegs brauchbar war , einschließlich suboptimale Abende .

    Wenn im Weiteren die Temperaturen noch halbwegs gepasst hatten gab es Regen, Gewitter oder starken Wind so das jeder Versuch lediglich Benzinverschwendung bedeutet hätte.

    Letzes Jahr war nur marginal besser (Juli).

    Und keine Statistik wird mir nach fast 50 Jahren Leuchten einreden können das das in der Massierung auch nur annähernd normal wäre.

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    Es ist tatsächlich so, dass wir allen Daten nach die es so gibt momentan auf etwas zusteuern was man als Massenaussterbeereignis betiteln könnte. Das ist jetzt nicht so recht vergleichbar mit den bekannten der Erdgeschichte an der Perm-Trias- oder Trias-Jura-Grenze wo wirklich fast der Großteil von Arten und ganze Gruppen von Lebewesen ausstarben. Trotzdem reihen viele Experten das Holozän mittlerweile in die großen Aussterbeereignisse ein. Obwohl wir viele Daten haben und wissen was passiert, ist es schwer das ganze zuverlässig zu quantifizieren. Wie Natalie richtig sagt gehen die Schätzungen momentan in Richtung 100-mal höhere Aussterberate als die Hintergrundaussterberate aber die Spanne liegt zwischen 10- bis 1000-mal. Die Hintergrundaussterberate ist außerdem auch nur für einige Artengruppen einigermaßen sicher zu ermitteln. Wir wissen auch nicht exakt wieviele Arten wir eigentlich verlieren, weil viele davon noch gar nicht bekannt sind oder deren Aussterben nicht bemerkt wird. Gerade bei Organismengruppen wie den Pilzen ist lächerlich wenig der existierenden Vielfalt erfasst. Schätzungen gehen von einem Verlust von um die 400 Arten pro Tag aus! Wir können also nur schätzen wie schlimm es ist, klar ist aber: Es ist schlimm.


    Das Klima hat daran wahrscheinlich bislang gar keinen so großen Anteil. Es ist auch hier schwer das zu belegen, aber bislang sind meines Wissens nur sehr wenige Arten aufgrund der Klimaveränderungen ausgestorben. Das wird passieren keine Frage, aber ich wiederhole mich, die Haupttreiber sind Landnutzungsänderungen und direkter Zugriff des Menschen. Fast alles was der Mensch jagt, isst oder sonstwie nutzt, ist seltener geworden und irgendwann ausgestorben. Das ist schon seit der Steinzeit so.


    Von daher ist die Klimaveränderung sicher nicht hilfreich, aber als Sargnagel für die Insekten würde ich es nicht sehen. Hier wäre auch nochmal der Unterschied von Klima und Wetter zu betonen, den ich jetzt nicht nochmal rezitiere. Wenn der Golfstrom tatsächlich ausbleiben würde, dann würden wir das alle merken. Vor allem die Leute in Norwegen, Groß-Britannien und Frankreich. Da muss man sich bei drei kühlen Tagen keine Sorgen machen. Kühlere Witterung kann eher verstärkt durch die Instabilität des Polarwirbels verursacht werden, die kältere Luftmassen nach Süden transportieren. Sowas wird durch den Klimawandel verstärkt auftreten. Auch das ist aber normal deutlicher europaweit zu spüren.


    Was denke ich nicht hilft ist Schwarzmalerei nach dem Motto "es ist eh zu spät", "wir sind sowieso verloren", etc. Das kann ein Grund sein warum die Menschen keine Motivation haben sich für Verbesserungen einzusetzen. Wenn eh alles zu spät ist, braucht man auch nichts mehr tun.

    Weder die Insekten noch die ihnen zwangsläufig nachfolgende - weil abhängige- Menschheit hat noch Jahrzehnte um einen besseren Weg einzuschlagen.

    Ich befürchte diese Jahrzehnte müssen wir haben, weil selbst unter idealsten Bedingungen in denen wir uns alle einig wären ob und was zu tun ist, Transformationen in diesem Maßstab nicht von heute auf morgen passieren können. Wir haben uns mit unseren Systemen in eine ziemliche Ecke gewirtschaftet aus der nicht so leicht wieder herauszukommen ist, ohne riesige soziale Probleme zu verursachen. Dabei mal Probleme wie die Ungleichverteilung von Wohlstand, Kriege, etc. außen vor gelassen.


    Die Natur hat in den meisten Fällen unglaubliche Selbstheilungskräfte. Man ist erstaunt wie schnell sich manche Eingriffe kaum noch nachweisen lassen. Sicher werden sich viele nicht in unserer Lebenszeit regenerieren. Man schätzt, dass ein Wald der sich auf ehemaligen Äckern entwickelt bis zu 900 Jahre braucht um wieder Äquivalent zu einem unangetasteten Wald zu werden. Deswegen müssen wir gleichzeitig schützen was noch da ist und rückgängig machen (soweit möglich) was zerstört wurde. Das ist möglich, dessen bin ich mir sicher und ich denke wir haben noch Zeit. Klar ist aber, dass mit jedem bisschen Zeit das vergeht, das Endergebnis schlechter wird. Je länger man wartet zum Arzt zu gehen, desto eher riskiert man zunehmend schlimmere Folgeschäden. Insofern müssen wir durchaus jetzt handeln und jeder kann dazu beitragen und damit meine ich wirklich jeden.


    Grüße Dennis

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