So wenige Schmetterlinge

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    Team

    Marc Fischers World of Silkmoths

    Ständig neue Angebote von Eiern und Kokons/Puppen tropischer Schmetterlinge.
    Darüber hinaus werden qualitativ hochwertige Zucht- und Flugkästen angeboten.




    • soil74 wrote:

      wenn A gilt, B nicht unbedingt ausgeschlossen ist und verrennst Dich selbst in eben diesem Argumentationslapsus.
      Wie wär's wenn du deine Aussagen mal begründest? Dann weiß man vielleicht sogar wovon du redest.
      Das ist immer eine schöne Taktik um vom Thema abzulenken, wenn man einfach die argumentierenden Personen persönlich angreift, aber selber keine Gegenargumente liefert. Bei Leuten die nicht mitdenken klappt das vielleicht sogar die damit einzulullen. Wenn du das als besseren Stil empfindest, als Tatsachen auf den Tisch zu legen, kannst du mit dir selber weiterdiskutieren.

      soil74 wrote:

      Ich wiederhole es gerne noch einmal:

      Insekten brauchen Wärme.
      Und ich wiederhole es auch gerne:
      Who cares? Deiner Logik, dass der Klimawandel den mitteleuropäischen Insekten hilft, verschafft das keinen Auftrieb.

      Was das Gesabbel mit dem ideologisch-parareligiös soll weiß ich auch nicht. Mir muss erstmal jemand erklären was parareligiös bitte sein soll, aber das wird dann vermutlich wieder einer dieser dämlichen Verschwörungsdebatten. Diskutieren wir hier anhand von Fakten oder anhand von irgendeinem Ideologie-Quatsch?
      https://www.exotic-insects.com
      AD
    • bellargus wrote:

      soil74 wrote:

      wenn A gilt, B nicht unbedingt ausgeschlossen ist und verrennst Dich selbst in eben diesem Argumentationslapsus.
      Wie wär's wenn du deine Aussagen mal begründest? Dann weiß man vielleicht sogar wovon du redest.Das ist immer eine schöne Taktik um vom Thema abzulenken, wenn man einfach die argumentierenden Personen persönlich angreift, aber selber keine Gegenargumente liefert. Bei Leuten die nicht mitdenken klappt das vielleicht sogar die damit einzulullen. Wenn du das als besseren Stil empfindest, als Tatsachen auf den Tisch zu legen, kannst du mit dir selber weiterdiskutieren.

      soil74 wrote:

      Ich wiederhole es gerne noch einmal:

      Insekten brauchen Wärme.
      Und ich wiederhole es auch gerne:Who cares? Deiner Logik, dass der Klimawandel den mitteleuropäischen Insekten hilft, verschafft das keinen Auftrieb.

      Was das Gesabbel mit dem ideologisch-parareligiös soll weiß ich auch nicht. Mir muss erstmal jemand erklären was parareligiös bitte sein soll, aber das wird dann vermutlich wieder einer dieser dämlichen Verschwörungsdebatten. Diskutieren wir hier anhand von Fakten oder anhand von irgendeinem Ideologie-Quatsch?
      Lieber Dennis,
      ich lese "blöd, doof, Gesabbel, Quatsch, dämlich". Und mir möchtest Du unterstellen, ich werde persönlich?
      Es mag nur meine Empfindung sein, aber Deine Art, Dich hier heiß zu schreiben, ist genau die Art Konversation, die religiöse Eiferer kennzeichnet. Das meine ich mit parareligiös. Offenbar habe ich einen Nerv getroffen. "Das Klima" muss schuld sein. Die Wissenschaft kennt aber keine Dogmen, wie sie in der Religion und in Ideologien üblich sind. Diskussionen sind da meist sinnlos.

      Aber ich will mal nicht so sein. Wenn Du Dir den Schaum vom Mund gewischt hast, kannst Du ja mal weiter lesen:
      Ich stelle nirgends in Abrede, dass es weitere Faktoren gibt, die sich günstig auf den Insektenbestand auswirken. Dennoch gilt, dass Insekten Wärme brauchen. Das ist evident und prinzipiell banal, jeder kann es sehen, es ändert nichts, dass Du es mit Extrema ins Lächerliche ziehen willst. Und es lässt sich auch physiologisch erklären.
      Weiter oben hast Du geschrieben "was nicht sofort heißt "weil da nicht steht dass es andere Gründe gibt gibt es keine"" und noch ein paar andere Bemerkungen. Das meine ich mit A und B. Aber genau das willst Du mir nicht zugestehen und entzündest Dich an einer banalen Aussage, die nicht die ganze Wahrheit ist. Vielleicht WEIL sie (dennoch) wahr ist? Nein, wir können die Klimadebatte hier nicht erschöpflich diskutieren. Nur so viel: Was mich stört, ist, dass behauptet wird, es sei absolut sicher, dass der menschengemachte Treibhauseffekt die Ursache für einen aktuellen Klimawandel und dass das das Ende bedeutet. Da gibt es durchaus andere Stimmen, die gute Argumente vorbringen. Letztlich wissen wir es alle nicht, aber geben Glauben als Wissen aus. Dass in der Öffentlichkeit nur eine Seite dargestellt wird, kann auch jemanden misstrauisch machen, der keiner Verschwörungstheorie anhängt.
    • Wäre noch zu klären und auch Gegenüberstellung von Braunkohleabbau und deren Kraftwerke, wieviel Insekten dadurch sterben und wieviel Biotope vernichtet werden. Hier kann man vom Hundertsten ins Tausendste kommen. Ich denke, das wäre ein Thema für eine Doktorarbeit.
      Gruß Horst
    • soil74 wrote:

      ich lese "blöd, doof, Gesabbel, Quatsch, dämlich". Und mir möchtest Du unterstellen, ich werde persönlich?
      Ja, weil du nicht richtig liest. Ich sagte das Argument ist blöd. Ob ich Wörter oder einen Mensch als blöd bezeichne macht einen Unterschied. Das gleiche gilt für Gesabbel. Als dämlich hab ich die Verschwörungsdebatten bezeichnet nichts von dem was du gesagt hast, genauso wie ich Ideologie-Quatsch sogar als ein Wort verwendet hab, was überhaupt nichts mit dir zu tun hat. Wo ich "doof" verwendet haben soll weiß ich jetzt nicht.
      Du versuchst nur meine Aussagen aus dem Kontext zu reißen, um jemanden der nicht alles mitgelesen hat fehlzuleiten. Wenn es dich persönlich angreift, dass ich eine blöde Aussage so bezeichne tut es mir leid.

      Zumal das ein tu-quoque-Argument ist. Selbst wenn ich persönlich werden würde, dann hast du keinen Grund mir das gleichzutun. Ansonsten kannst du dir dieselbe Medaille umhängen.

      soil74 wrote:

      Offenbar habe ich einen Nerv getroffen. "Das Klima" muss schuld sein.
      Das hättest du wohl gern. Den einzigen Nerv den das bei mir trifft, ist der dem es wehtut wenn Leute Behauptungen aufstellen, die sie dann nichtmal begründen können.
      Lustig ist auch, dass du mir vorwirfst zu behaupten das Klima wäre Schuld am Insektenrückgang, obwohl ich das nichtmal gesagt habe.
      Ich kann mich sogar daran erinnern:

      bellargus wrote:

      (...) ,dass der Biotopschwund das Hauptproblem ist. Wenn irgendwo was zum Klimawandel oder Pestiziden oder was weiß ich steht, hat jemand vermutlich die Originalveröffentlichung nicht richtig gelesen (...)
      Ich sage nur, das es keinen Grund gibt zu glauben der Klimawandel macht es besser, aber das hab ich schon geschrieben. Kann man alles lesen.

      soil74 wrote:

      "was nicht sofort heißt "weil da nicht steht dass es andere Gründe gibt gibt es keine"" und noch ein paar andere Bemerkungen. Das meine ich mit A und B.
      Das interpretierst du völlig anders als es gemeint war. Ich wollte damit nicht sagen, dass wenn A gilt und B folgt auch C oder D folgen können (was übrigens wenn schon die korrektere Interpretation davon wäre). Das war kein Logik-Statement. Mir ging es rein im Kontext von Publikationen darum, dass wenn eine Publikation ein Thema bearbeitet und zu dem Schluss kommt das da ein Zusammenhang besteht, das nicht heißt, dass es nicht auch andere Publikationen gibt die noch weitere Zusammenhänge aufzeigen. Man beachte dass es um Publikationen als begründete Aussagen und nicht um haltlose Meinungen ging.

      soil74 wrote:

      (...) ,dass Du es mit Extrema ins Lächerliche ziehen willst
      Das unterstellst du mir? Nachdem du den Amazonas-Antarktis-Vergleich gezogen hast? Ich hab sogar versucht in meiner Argumentation dein Argument besser zu machen indem ich vorgeschlagen habe lieber ein halbwegs warmes Gebiet mit einem wärmeren zu vergleichen. Den Mars-Vergleich hab ich auch nicht gebracht...

      Du gehst von einer physiologischen Tatsache aus, nämlich dass ein Insekt Stoffwechselaktivität besser bei warmen Temperaturen als bei kalten betreiben kann. Jetzt gehst du hin und überträgst das auf eine völlig andere Einheit, nämlich Arten, und sagst der Artenzahl kommen höhere Temperaturen zugute. Wie macht das irgeindeinen Sinn? Tut höhere Stoffwechselaktivität jetzt Arten generieren oder was? Leider hast du ja wieder absolut keine Erklärungen geliefert, sondern wieder nur denselben Satz wiedergekäut und auf meine Argumente bist du auch nicht im geringsten eingegangen.

      soil74 wrote:

      Nein, wir können die Klimadebatte hier nicht erschöpflich diskutieren.
      Ich will die auch gar nicht diskutieren. Da gibt es sowieso keine Debatte, es sei denn man macht eine mit verdrehten Fakten draus. Ich diskutiere nur deine Aussage, die schlicht falsch ist und sonst nichts. Dafür braucht es den Klimawandel noch nichtmal geben.

      Grüße Dennis
    • greineho wrote:

      Wäre noch zu klären und auch Gegenüberstellung von Braunkohleabbau und deren Kraftwerke, wieviel Insekten dadurch sterben und wieviel Biotope vernichtet werden.
      Ich stelle mal die gewagte Hypothese auf: Mehr als durch Windräder. Da braucht man den Klimawandel nichtmal mit einrechnen. Ich weiß eh nicht warum wir über Windräder diskutieren. Auf jeder Autobahn werden Insekten plattgefahren, alle möglichen Lichtquellen töten Insekten und jetzt sind Windräder schlimm? Am Ende ist eh nichts mehr da für die Windräder zum schreddern, weil da wo das alles herkam jetzt ein schönes Feld, eine Umgehungsstraße oder ein Neubaugebiet ist.
    • Mal ganz abgesehen von den kuriosen "Gefechten", an denen man hier teilhaben darf, möchte ich doch etwas anmerken:

      Das gelegentliche Geisseln der Vogelfütterung ist fehl am Platze. Denn dies findet fast ausschließlich in Wohngebieten statt, und man braucht sich nur die Grundstücke/Gärten anzusehen, um zu wissen, dass es hier eh keine Insekten mehr gibt. Und genau deswegen gehen auch die Vogelbestände zurück, weil auch praktisch alle "Körnerfresser" für die Aufzucht der Brut Arthropoden brauchen.
      Thomas
    • Na ja, das stimmt so auch nicht. Die Naturschutzvereine füttern in großem Stil auch mitten im Wald und diverse Naturliebhaber hängen Meisenknödel etc. auch an alle Büsche und Bäume die sie finden können. Zumal die Vögel vielleicht in der Fütterungszeit in die Gärten kommen, aber durchaus wieder in die Landschaft zum brüten ziehen. Aber du hast recht, die Körnerfresser brauchen natürlich Arthropoden und darüber ist die Vogelpopulation quasi gedeckelt. Also mehr Füttern bringt irgendwann nichts mehr. Nur wenn's nichts bringt kann man es auch lassen. Zumal es den Vögeln unter Umständen mehr schadet als den Insekten.
    • bellargus wrote:

      Nur wenn's nichts bringt kann man es auch lassen

      Aber Dennis, viele Leute (einschließlich ich) füttern die in meinem Fall Stadtvögel doch auch einfach um sich an ihrer Gesellschaft zu erfreuen (und eigentlich macht doch jede auch noch so kleine Hilfe irgendeinen Sinn wie z.B. auch eine insektenfreundlich bepflanzte Terrasse mitten in der Stadt ;) also jedenfalls mehr als die Alternative nicht füttern/keine Nisthilfen/keine natürlich und etwas wild bepflanzte Terrasse).
    • Was mir bei der ganzen Diskussion VIEL zu kurz kommt, ist der Straßenverkehr. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Anzahl von Autos überfahrenen Raupen und Schmetterlingen erheblich ist. Über Windräder zu reden geht da meiner Meinung nach völlig am Thema vorbei. Die Insekten, die durch den Straßenverkehr ihr Leben lassen liegt vermutlich (leider: vermutlich, anscheinend gibt es da gar keine Untersuchungen dazu?!) um Größenordnungen höher als bei Windrädern. Straßen sind überall, Windräder nicht.

      Was man da machen kann: In Gegenden mit Wald am Straßenrand, wo viele Insekten sind, langsam fahren! Besonders in der Abenddämmerung und bis 1-2 Stunden danach fliegen im Sommer viele Nachtfalter. Sie können oft noch ausweichen, wenn man langsam fährt, also 30-50 km/h. Dasselbe trifft auf kräftigere Tagfalter zu, wie z.B Distelfalterschwärme denen man begegnet.

      Raupen sieht man leider vom Auto aus fast gar nicht. Da kann man aber Strecken in der näheren Umgebung (nicht auf längeren Reisen) identifizieren, wenn man am Straßenrand entlangläuft und besonders viele überfahrene Raupen am Straßenrand findet und diese Strecken dann vielleicht meiden.

      Die Hauptursache für das Insektensterben ist aber die industrielle Landwirtschaft, mit den Monokulturen, den Insektiziden, dem Ausräumen von Gebüschreihen in den 50er-70er Jahren. DORT muß man über Änderung der Methoden nachdenken...
    • saischel wrote:

      Aber Dennis, viele Leute (einschließlich ich) füttern die in meinem Fall Stadtvögel doch auch einfach um sich an ihrer Gesellschaft zu erfreuen
      Ich weiß, ist ja in gewissem Umfang auch in Ordnung. Mir ist es ja lieber wenn jemand Vögel in seinem Garten füttert, als dass er auf seinem liebevoll totgemähten Golfrasen sitzt oder in seiner schönen Kieswüste im Vorgarten rumharkt. Nur im Naturschutzgebiet überall Meisenknödel aufzuhängen muss dann vielleicht nicht sein. Man muss den Aktivismus ja begrüßen und ich enttäusche die oft sehr enthusiastischen Leute ungern, aber bringen tut es deswegen trotzdem nix ;) . Is halt nunmal so. Zum anschauen ist es ja gut, besonders wenn man noch andere Leute damit für die Natur begeistern kann.

      Adolar wrote:

      Was mir bei der ganzen Diskussion VIEL zu kurz kommt, ist der Straßenverkehr. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Anzahl von Autos überfahrenen Raupen und Schmetterlingen erheblich ist.
      Ja, sag ich ja. Das ist sicher schlimmer als das Windrad. Aber Tempolimit kam politisch irgendwie nicht so gut wie Windräder kritisieren. Weil die sehen ja doof aus. Die neue Umgehungsstraße ist doch da viel besser in die Landschaft integriert und am Sonntag kann man seinen Klappstuhl so schön auf dem Seitenstreifen aufstellen. Ich hab fast das Gefühl aus dieser Ecke von "ich will aber weiter meinen Audi Q4-Panzer fahren" kommen auch diese Leute die so schlecht auf das Wort Klimawandel zu sprechen sind. Na ja ist ja auch egal.
      Trotzdem würde ich behaupten wollen, dass alle diese Faktoren vergleichsweise unwichtig sind. Ja, das alles schadet den Insekten und ja gerade bei kleinen Populationen kann das mittlerweile ein erheblicher Faktor sein. Hätten wir doch aber noch brauchbare Habitate, dann könntest du so viel du willst mit dem Auto drumherumheizen, Windräder im Kreis drum stellen und noch zwei Braunkohlekraftwerke dazu, so viele Insekten bekommst du nicht tot wie in einem guten Habitat leben können. Das sind Insekten. Die sind es seit relativ lange gewohnt in großen Mengen draufzugehen.

      Grüße Dennis
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    • glischrochilus wrote:

      Das gelegentliche Geisseln der Vogelfütterung ist fehl am Platze. Denn dies findet fast ausschließlich in Wohngebieten statt, und man braucht sich nur die Grundstücke/Gärten anzusehen, um zu wissen, dass es hier eh keine Insekten mehr gibt.
      So ganz fehl Platze ist das durchaus nicht. Es mag womöglich verwundern - aber Siedlungsbereiche sind mittlerweile häufig artenreicher als die offene Landschaft (die oft eh nur aus intensiven Ackerflächen besteht). Dies betrifft sowohl Pflanzen als auch Insekten. Eben gerade weil der Siedlungsbereiche eine Vielzahl an Biotope auf kleinstem Raum bietet. Kleingärten, Wegränder, Grünflächen, Balkonpflanzen, Industriegebiete etc. Hinzu kommt, dass die Vielfalt auf frühen Sukzessionsflächen häufig am höchsten ist (zB. Brachflächen).
      Was das wiederum für Arten sind - ob Generalisten und Profiteure des Menschen oder nicht - das ist nochmal eine andere Geschichte. Aber so grundsätzlich stimmt der Punkt mit den Vögeln schon.
      Es ist auch nicht immer all das schlecht, was wir als schlecht erachten. Manchmal ist es auch unsere Meinung und schlichtweg der Fokus, der unsere Beobachtungen prägt.
      Laut Tagfaltermonitoring Deutschland haben viele Arten in den letzten Jahren einen positiven Trend (vermutlich tatsächlich auch aufgrund der Hitze) - die Einschätzung der Bevölkerung ist sicher eine andere... Da wird es jedes Jahr schlimmer und schlimmer mit den Insekten. Klar, im Hintergrund mit den "Ach so schönen Kindheitserinnerungen" nimmt nun der Fokus auf die Biodiversität zu - und plötzlich entwickelt sich das Bild schlimmer und schlimmer...
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
    • Das Tagfaltermonitoring ist nicht ganz objektiv!(So wie ich das bei meinen Beobachtungen auch nicht bin!)
      Legt man den Fokus auf die Tagfalter, ist die Zählung das eine.
      Die Art und Weise, wie, wo und von wem diese Zählungen stattfinden, wird das Ergebnis sicher beeinflussen. Erst wenn man eine Fragestellung wie die Anzahl der Tagfalter hat, wird sich die Aufmerksamkeit auf die Anzahl richten. Und erst dann wird eine Zahl ermittelt, die noch keine Aussage zuläßt. Denn es gibt Schwankungen, die dem Klima, den Prädatorenpopulationen, die ebenfalls schwanken, dem Nahrungsangebot, der Succession und unzähligen anderen Faktoren geschuldet ist. Daher ist die Aussage"Es gibt mehr" oder"es gibt weniger Schmetterlinge" äußerst diffizil und nicht durch wenige Jahre belegbar. Und es ist immer eine schwankende Quantität voraus zu setzen.
      Belegbar ist aber das völlige Verschwinden von Arten aus den Biotopen. Das ist eine entweder/oder-Analyse. Bei Insekten eher schwierig. Verschollene Arten tauchen plötzlich wieder auf, häufige Arten tauchen ab.
      Daher habe ich z. B die Lerche angeführt, die durch ihren Gesang leicht, eindeutig und über große Gebiete feststellbar ist.
      Seit 15 Jahren begleitet sie den Sommer hier in unserem Wiesengrund. Ihr Verschwinden belegt den Zustand des Ökosystems Wiese/Feldhaine/Brachen in der Gegend. Das gleiche gilt für die Feldgrille. Diese sind für mich Zeigerarten.
      Übrigens ein Wort zur These Temperatur ist gut für Insekten. Für den Trauermantel oder den Großen Fuchs gilt das nicht. Sie scheinen sich aus warmen Gegenden zurückzuziehen.
    • Zu dem wie wo wann beim Tagfalter Monitoring, hier wie man das macht. Als 7ter Punkt kommt dann noch Wetterbedingungen dazu.



      Da ich mich hier in Österreich daran beteilige bzw den Transekt für den Naturschutzbund Wien betreue kenn ich die Vorgänge schon, und halte sie persönlich für Sinnvoll. Darf aber jeder für sich entscheiden.
    • @Arnd
      Zitat: Für den Trauermantel oder den Großen Fuchs gilt das nicht. Sie scheinen sich aus warmen Gegenden zurückzuziehen.

      Das kann ich für unser Gebiet(Sachsen) so nicht bestätigen.
      Bei uns ist der Große Fuchs, Nymphalis polychloros seit den letzten 2-3 Jahren häufiger anzutreffen, als sein kleiner Bruder, Aglais urticae.
      Habe dieses Jahr 4 Raupennester gefunden ohne genau danach zu suchen.

      Viele Grüße,
      Mario
    • Hallo,
      zum Thema Straßenverkehr hatte ich mal einen Artikel, wurde aber entsorgt:
      GEPP,J. (1977): Technogene und strukturbedingte Dezimierungsfaktoren der Stadttierwelt - ein Überblick. Stadtökologie, Tagungsbericht 3.Fachtagung Ludwig-Boltzmann-Inst. Graz.
      Ein paar Zahlen gibt es aber noch: Er nannte Maximalwerte von über 3000 von einem Pkw pro Kilometer getöteten oder verletzten Insekten und schätzte für das Jahr 1972 die Anzahl der in Österreich durch den Straßenverkehr getöteten Insekten auf 14 Billiarden. Und über die Belüftungsanlage eines Hochhauses in Graz wurden 5 Millionen Insekten angesaugt und getötet.
      Nach fast 50 Jahren sind die Verhältnisse (Verkehrs- zu Insektendichte) natürlich nicht mehr vergleichbar, die Zahlen finde ich aber doch recht eindrucksvoll.

      Und, Toni, im Vergleich zur intensiven Agrarlandschaft hast du sicherlich Recht, dass im Siedlungsbereich die Artenvielfalt oft größer ist. Aber im Umfeld von Ballungszentren (wie hier in Hamburg) sind die Quadratmeterpreise inzwischen so exorbitant, dass bei Neubebauung statt eines Hauses drei Wohneinheiten auf das Grundstück kommen. Da bleibt kein Platz mehr für einen Garten, womöglich noch mit Wildwuchs oder, Gott bewahre, einheimischen Gehölzen (da muss man ja Laub harken). Brachen, so schön sie auch sein mögen (z.B. Wildbienen) haben aus dem selben Grund nur eine sehr kurze Laufzeit. Hinzu kommen kaum nachvollziehbare Mähaktionen der Stadtwerke. Auf jeden Fall musste ich in meinem Wohnbereich einen drastischen Rückgang sowohl der Insekten als auch der Vögel ferststellen.
      Thomas
    • Zum Thema Tagfaltermonitoring: Ich bin da jetzt kein riesen Fan von, aber ich find's an sich schon wichtig und richtig. Ich denke immer noch die qualitative Erfassung ist irgendwo wichtiger als die quantitative. Ja gut, das Tagfaltermonitoring macht beides, aber in der Regel sind die Gebiete so, dass hauptsächlich sowieso häufige Arten gezählt werden. Es ist wie mit allen Werkzeugen. Alle haben ihre Stärken und ihre Schwächen und es macht keinen Sinn das eine für das andere Abzuschaffen. Zusammen bekommt man immer noch das beste Bild.

      Es ist viel zu früh, um wirklich sagen zu können was für Auswirkungen die Temperaturerhöhung auf die heimische Schmeterlings- und Insektenfauna hat. Fakt ist, dass es einige Arten gibt die davon profitieren, besonders diese die sowieso seit der letzten Eiszeit noch in der Ausbreitung begriffen waren. Fakt ist aber auch, dass man jetzt schon bei vielen Arten begründet annehmen kann, dass diese unter den längeren Trockenperioden und den hohen Temperaturen leiden. Das sind nichtmal die typischen montanen Arten an die man sofort denkt, sondern sogar gerade Trockenrasen-Arten. Viele Trockenrasen werden in den letzten Sommern zunehmend zur Wüste. Da gerade Schmetterlinge extrem an ihre Nahrungspflanzen gebunden sind, ist vor allem auch deren Fähigkeit diese Bedingungen zu überstehen entscheidend.
      Das geht natürlich Hand in Hand mit der Habitatzerstörung, die den Biotopgemeinschaften zunehmend die Möglichkeiten nimmt Extrembedingungen zu überwinden. Ich denke das ist auch ein Grund warum wir in den Alpen weniger dramatische Auswirkungen auf die Biodiversität feststellen können als in den Ländern der Ebene, einfach weil dort die Habitate noch mehr Puffermöglichkeiten besitzen. Deswegen ist meiner Meinung nach, Klimawandel hin oder her, das beste großflächig Habitate zu erhalten und zu schaffen. Diese ganzen Handtuch-NSG's werden auf Dauer nur den Pflanzen was bringen.

      urticaner73 wrote:

      Bei uns ist der Große Fuchs, Nymphalis polychloros seit den letzten 2-3 Jahren häufiger anzutreffen
      Dazu noch kurz: Das ist auch mein Gefühl. polychloros ist eigentlich eine recht wärmeliebende Art, die aber Wald oder Gehölze als Puffer braucht. Solange die vorhanden sind scheint denen die Wärme nicht so viel auszumachen, jedenfalls waren die letzten Jahre auch hier erfreulich gut.

      Grüße Dennis
    • Liebe Forum-Gemeinde,
      leider muss auch ich vollkommen illusionslos feststellen, dass bei unseren Schmetterlinge vor allem in diesem Jahr ein desaströser Einbruch in der Artenzahl und auch Individuenzahl zu verzeichnen ist.
      Leider sind die Bürger und vor allem die Bauern für das Thema „Schutz von Insekten“ überhaupt nicht sensibel, sie kennen die Arten nicht, deshalb können sie auch nicht abschätzen, was sie verlieren, wenn die Schmetterlinge komplett aussterben.
      Leider gibt es darüber hinaus bei den Gemeinden und Stadtverwaltungen derart ignorante Angestellte, die Biotop-Pflegemaßnahmen zu Zeiten ansetzen, die aufgrund des Einsatzes von gigantomanischen Maschinen die ganze Fülle von Saugpflanzen kurzerhand wegradiert.
      Leider werden unsere sogenannten Wiesen, ich würde sie in Grünkulturbrachen und Todesflächen umbenennen, so oft gemäht, dass kein einziges Insekt, das sich auf den Flächen befindet, diese Prozedur überlebt, ausgeschlossen sind bei uns die Feldgrillen, die sich glücklicherweise in ein Erdloch verziehen können, wenn es zu unruhig wird.

      Leider hat es unsere Staatsregierung immer noch nicht geschafft, das Teufelszeug „Glyphosat“ komplett zu verbieten, denn es werden jetzt von der Deutschen Saatgutindustrie Milliarden damit verdient und das auf Kosten all unserer Insekten und auch vieler Wildtiere.

      Ihr merkt, dass das Thema bei mir gerade ein sehr heikles ist, denn gestern habe ich die Auswirkungen von Glyphosat auf meine Schmetterlingszuchten faktisch nachgewiesen.
      im April hat ein ansässiger Bauer an einem geschützten Grünzug mit Weiher die dort schon lange existierende Wiese (= Grünkulturbrache) umgepflügt und dort Mais angesät. Ansonsten ist zu bemerken, dass bei Westwind die eingesetzten Mittel über den Grünstreifen hinweg verfrachtet werden. Kurz nachdem die Maispflänzchen ca. 10 cm hoch waren, hat der Bauer dort ein Spritzmittel ausgebracht, dass wahrscheinlich auch Glyphosat enthält, denn alle Grünpflanzen, bis auf den Mais, haben sich gelb verfärbt und sind „verschwunden“. Hinweis: Es handelt sich um einen gentechnisch veränderten Mais mit Resistenzgen gegen Glyphosat!!!
      Aus dem Grünstreifen habe ich immer Futterpflanzen für die Aufzuchten meiner Schmetterlinge geholt, in diesem Jahr Salweide für die Aufzucht von Saturnia pavonia, die ich im April direkt im eigenen Garten gefangen habe.

      So und jetzt kommt’s: Gleich nach der Verabreichung der Salweideblätter nach dem Ausbringen des Spritzmittels durch den Bauern hat sich eine schmierende Infektionskrankheit bei den sonst recht agilen Raupen des Kleinen Nachtpfauenauges eingestellt. Der Kot verklebte am After und die Raupen mussten erbärmlich zugrunde gehen.
      Im Übrigen liegt das Feld 150-200 m in westlicher Richtung von dem besagten Naturstreifen und nimmt auch noch eine nach Osten geneigte Hanglage ein.
      Ich stelle hiermit fest, dass dieses Spritzmittel, nicht wie angegeben, nur auf den besagten Flächen wirkt, sondern durch Windverfrachtung kleinster Partikel - von Corona haben wir gelernt, dass es sich um Aerosole handelt - auf Pflanzenteile auch noch 200 m entfernt übertragen werden. Glyphosat ist dafür bekannt, dass es über die Spaltöffnungen und auch über die Wurzel aufgenommen wird und dann an alle Pflanzenzellen weitergegeben wird. Damit wird der Stoff in den Zellen eingelagert und dient als Fraßschutz vor jeglicher Art von Pflanzenblätter vertilgenden Insektenlarven.

      Aber die Lobby um die Landwirtschaft ist derart mächtig, dass wir als Entomologen keine Verhaltensveränderungen herbeiführen können.
      Schlussfolgerung: In den nächsten 5-10 Jahren werden nahezu alle (an der Oberfläche der Pflanzen) fressenden Schmetterlinge, nicht die unter der Erde fressenden oder in den Pflanzenteilen eingebohrten, verschwunden sein. Das ist ein weltweites Problem, auch in den Tropen ist dieser Trend feststellbar. Da werden die Felder sogar mit speziellen Flugzeugen abgeflogen und das Mittel wird großflächig versprüht. Ich habe das selbst in der Pampa Argentiniens, die für den Anbau von gentechnisch verändertem Soja komplett entbuscht und entwaldet wurde bzw. immer noch wird, miterlebt. Es ist unbeschreiblich, aber unsere sog. Veganer brauchen diese Sojamengen, die damit noch gravierender die natürlichen Umweltbedingungen n den Erzeugerländern verändern.
      Brasilien rodet gerade jetzt eine gigantische Fläche des Amazonas-Regenwaldes, um Flächen für den Anbau von Soja zu schaffen, das sie über das Mercosur-Abkommen als „Futtermittel“ auch nach Europa exportieren werden.

      Eine weltweit agierende Zerstörungsmaschinerie, die wir nur aufhalten können, wenn wir uns rigoros gegen Mercosur, Soja und andere gentechnische Produkte von Monsanto (= jetzt BAYER) aussprechen und diese Produkte auch nicht kaufen.

      So, jetzt habe ich mich ausgek... und bin einige Minuten lang ein wenig ruhiger.

      Sollte die Praxis mit Glyphosat weitergehen und im Jahr 2021 wieder eine Verlängerung erreicht werden, dann ist die Insektenwelt, nicht nur die Honigbiene, unwiederbringlich verloren.

      Einen schönen Sonntag

      Otmar
      :daumennein: :daumennein: :daumennein: :irrelachen: :fluchen:
    • Hallo liebe Actianer,

      ich kann den Ausführungen von Otmar nur beipflichten und möchte seine Ausführungen in Sachen unsensible Landwirte mit einem fotografisch dokumentierten Ereignis unterstreichen.

      Ich wohne zwar in einer Gegend in der Nähe von Salzburg, die nach wie vor durch ihre Artenvielfalt besticht und wo die Welt eigentlich noch recht in Ordnung ist. Aber auch hier greifen die völlig unsinnigen und irrationalen Machenschaften diverser Landwirte immer mehr um sich. Konkret handelt es sich um die Wiese vor meinem Haus, die direkt an einen Bach und einen Teich angrenzt. Seit zwei Jahren nennt der Landwirt, der diese Wiese bewirtschaftet, einen Mulcher sein eigen, und setzt diesen seither fleißig auf dieser Wiese ein (warum? das entzieht sich meiner Kenntnis und ist völlig absurd, wie aus den Bildern ersichtlich ließe sich dieser gemulchte Teil ohne Probleme, wie auch die Jahre zuvor, problemlos normal mähen und zu Heu verarbeiten).

      Mehrere Gespräche mit besagtem Landwirt verliefen wie folgt: "Halt dich da raus, das ist meine Wiese, und hier mache ich was ich will."

      Ergebnis: Gestern bin ich die gemulchte Fläche abgegangen, 3 zerhäckselte Blindschleichen, 2 zerhäckselte Zauneidechsen, 2 zerhäckselte Erdkröten und ein Feuersalamander haben diese Prozedur nicht überstanden. Ganz zu schweigen von unzähligen Insekten und deren Entwicklungsstadien, die so einer Aktion zum Opfer fallen, zumal hier bis zum letzten Quadratzentimeter an den Bach heran alles zerstört wird. In der Folge findet sich hier auch nichts mehr in Sachen Blütenpflanzen wie z. B. dem Wasserdost, der gerade jetzt im Sommer eine wichtige Nektarquelle für E. quadripunctaria, A. paphia, viele Hummeln und Wildbienen darstellt.

      Und das ist leider selbst hier in der Umgebung kein Einzelfall...

      Aber seht selbst:



      LG und auch einen schönen Sonntag an Alle - Thomas
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    • vneaga wrote:

      Mehrere Gespräche mit besagtem Landwirt verliefen wie folgt: "Halt dich da raus, das ist meine Wiese, und hier mache ich was ich will."
      Hallo Thomas.

      Das habe ich mir letzte Woche auch anhören müssen, obwohl ich freundlich und interessiert gefragt habe.
      Bei der Wiese um die es in meinem Fall ging handelt es sich um einen "Top Secret Spot" welchen ich seit Jahren aufsuche um diverse Insekten zu beobachten.
      Dieses ganze Gebiet wurde jetzt auch niedergemäht obwohl es dafür (meiner Meinung nach) überhaupt keinen Grund gibt.
      Dort laufen nie Personen rum, es grenzt an einem abgesperrten Naturschutzgebiet.
      Warum mähen die dort?
      Eine einfach und normale Antwort hätte mir gereicht, aber scheinbar möchte mir dort vor Ort niemand eine Antwort geben.
      Jedenfalls waren dort 2017/2018/2019 DEUTLICH mehr Schmetterlinge und Insekten zu sehen, jetzt ist dort leider gar nichts mehr.
      LG
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    • ornata wrote:

      (...) gestern habe ich die Auswirkungen von Glyphosat auf meine Schmetterlingszuchten faktisch nachgewiesen.
      Na ja, faktisch nachgewiesen ist auch etwas weit entfernt davon. Ich will nicht in Abrede stellen, dass das möglich ist oder dass Glyphosat Mist ist, aber vor den EU Gerichtshof kannst du mit der Beweislage jetzt nicht gerade ziehen.

      ornata wrote:

      Glyphosat ist dafür bekannt, dass es über die Spaltöffnungen und auch über die Wurzel aufgenommen wird und dann an alle Pflanzenzellen weitergegeben wird. Damit wird der Stoff in den Zellen eingelagert und dient als Fraßschutz vor jeglicher Art von Pflanzenblätter vertilgenden Insektenlarven.
      Ich glaub über die Wurzeln wird das kaum aufgenommen, mehr über die Blätter bzw. alle oberirdischen Teile. Ähm, nein. Glyphosat ist ein Herbizid, kein Insektizid. Kann es sein, dass du da was durcheinanderbringst? Natürlich hat das irgendwie den Nebeneffekt, dass alle Insekten auf der Pflanze auch draufgehen, weil die Pflanze draufgeht. Primär sollte Glyphosat aber auf Insekten zumindest kurzfristig keine Auswirkungen haben. Nochmal ich sag nicht Glyphosat ist toll, just sayin... für unsere Zunft sind da wohl die Neonicotinoide und Häutungshemmer wie Diflubenzuron eher als Feinde anzusehen. Da hatte ich schon eindeutigere Verluste mit. Eine ganzes Raupennest von Nymphalis polychloros in der Puppe stecken geblieben, nachdem ich Salweide aus der Nähe eines Feldes bezogen hatte... das wäre dann doch etwas viel Zufall.

      ornata wrote:

      (...) aber unsere sog. Veganer brauchen diese Sojamengen
      Sorry, aber das ist schlicht falsch. Es ist genau umgekehrt. Es sollte mittlerweile allgemein bekannt sein, dass um die 80% der Sojaproduktion in die Tierfutterindustrie geht und damit zur Fleischproduktion eingesetzt wird. Wenn man auch den unverschämt riesigen Flächenverbrauch der Nutztierhaltung (und damit meine ich jetzt nichtmal die Anbauflächen für Futter) betrachtet täten wir nicht schlecht daran diese abzuschaffen.

      Das fügt sich prima in's Thema völlig abgedriftete Landwirtschaft. Es wären dringend Konzepte nötig die Landwirtschaft wieder nachhaltig und umweltverträglich zu machen. So wie das momentan läuft sollte selbst dem einfältigsten Landwirt klar sein, dass das so nicht lange gut geht. Es ist ja auch nicht so, dass es keine Konzepte gäbe, aber weder der politische Wille ist da vorhanden, noch eine Bereitschaft der Bevölkerung. Da wären wir wieder beim Grundsatzproblem. Wenn ich unendliches Wirtschaftswachstum propagiere, meine Amazonaktien wachsen sehen will, meinen Panzer jeden Tag mit 300 auf der Autobahn ausführen will und mein tägliches Schnitzel für 99 Cent aus dem Supermarkt haben will, dann geht das mit ein paar Folgeproblemen einher.

      Aber gut, sich darüber aufzuregen ist nicht weiter zielführend (wobei man solchen Leuten gerne unter die Nase reiben kann, dass das keine gute Idee ist). Ich denke unsere "Aufgabe" ist es trotzdem dran zu bleiben, freundlich aber bestimmt die Landwirte und die Bevölkerung aufzuklären und zu versuchen ein Bewusstsein zu schaffen. Auch bei den Behörden immer mal rumnerven. Die haben auch die Aufgabe solch sinnlose Aktionen zu unterbinden. Ja, da wird man sich viel anhören müssen, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Also nicht aufgeben.

      Grüße Dennis