Raupensuche

    Hat jemand hier eine UV (Taschen) Lampe und zufällig aktuell ein paar Satyridenraupen?

    Ich muß unbedingt wissen ob die Tiere unter UV Licht nachts besser zu sehen bzw zu finden sind.

    Entweder das die Raupe auffällig leuchtet, glüht oder ähnliches, oder das sich der Untergrund verändert :

    Futter erscheint dunkel worauf sich die (meist grüne oder schilffarbene) Raupe deutlicher abhebt.

    Bisher konnte mir noch keiner die Frage beantworten. Habe leider auch kein Material zum selber testen.

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    Ich habe mir vor kurzem eine besorgt, bin aber noch in der Testphase.

    Danach wollte ich mir das auch mal alles aufschreiben, denn es gibt ja keine (bekannte) Liste dazu.

    Jedoch bezweifle ich, dass ich dir da im Moment weiterhelfen kann... :mellow:

    War 30mal in Afrika, mehrfach Oman und Malaysia ....

    War immer mit Schwarzlicht unterwegs,

    konnte aber nur Skorpione in blau und grün leuchtend finden.

    (Saturniden-)Raupen habe ich noch nie mit Schwarzlicht gefunden.

    Aber, Paul SCHAIDER, München, hat verschiedenste TAGFALTER unter

    Schwarzlicht fotographiert und zumindest bei Weißlingen und Feuerfaltern

    sonst nicht sichtbare Unterscheidungsmerkmale gefunden.

    Leider ist mein Freund verstorben, bevor er dieses veröffentlicht hat.

    Es wäre sicher eine dankbare Aufgabe daran weiter zu arbeiten.

    Moin

    .....es geht hier in dieser Anfrage ganz speziell um Satyriden-Raupen in Kombination mit UV-Licht und nichts anderes.....

    Anfrage lesen, Hirn einschalten, wenn zielführende Antwort möglich, dann in möglichst verständliche Worte der deutschen oder englischen Sprache fassen.....danke. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Dass die Suche mit UV-Licht bei anderen Schmetterlingsfamilien funktioniert dürfte Andreas klar sein.

    Rudi

    Moin.

    woasn des??? - wohl wieda so a neimodischa kram

    Ja, Frank :winking_face: . Hod no ned Jeda so richtig wos davo mitkriagt, wia´s ausschaugt. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Ich werde mich nicht mit EX-Moderatoren auseinandersetzen - habe für diese Dinge keine Zeit

    Super, Manfred. Ich bin begeistert!! :thumbs_up: :winken:

    Nutz die eingesparte Zeit einfach für aufmerksames Lesen der Textbeiträge, bevor du auf "Antworten" klickst. :grinning_squinting_face:

    Oder für die Unterbringung ukrainische Flüchtlingsfamilien. Das wiederum wäre wirklich eine noch sinnvollere Verwendung der bei mir eingesparten Zeit. :thumbs_up: :thumbs_up:

    Lieben Gruß

    Rudi

    Aber all das klärt die Frage nicht.

    Müsste ja nur jemand ein paar überwinternde Raupen haben - und wenn es jurtina oder galathea sind. Und dann mal nachts oder in einem fensterlosen Raum mit so einem Teil reinfunzeln...

    Das das bei Schwärmern und vielen Lycaeniden funktioniert ist auch ein alter Hut.

    Nur für Augenfalter finde ich keine Erfahrungswerte.

    • Offizieller Beitrag

    Ich hab ganz dunkel einen Bericht vor Augen, bei dem die Suche von Satyrinae mit UV empfohlen wurde... Aber ich kann es leider nichtmehr konkret zuordnen bzw. finde auch gerade nichts in der Art mehr dazu. Nur die blasse Erinnerung...

    Ich selbst bin jedenfalls durch Zufall über noch keine gestolpert - könnte mir aber gut vorstellen, dass es einzelne Arten (ganz sicher nicht pauschal für "die Satyrinae" zu beantworten!) gibt.. Insb. die Kopfkapsel.

    Also sorry, auch von mir nur ein wenig hilfreicher Beitrag.

    LG,

    Toni

    PS.: auch wenn das Thema eigtl schon gegessen ist - Manfred, man muss schon auch trotzdem noch "suchen" und das Auge auf kleinste Auffälligkeiten einstellen. Wenn ich frage, ob man Zipfelfalter-Eier mit bloßem Auge sehen kann, wird von den meisten vermutlich auch kommen "also ich war schonmal in der Natur unterwegs, gesehen hab' ich aber keine". Saturniiden haben durchaus auch reichlich fluoreszierende Vertreter. Auch die Eier sind mit UV teils gut zu sehen

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    • Offizieller Beitrag

    Dass man einige Satyriden nachts mit der Taschenlampe findet ist ja bekannt, aber dass die unter UV fluoreszieren wär mir neu. Ich würde es eigentlich eher nicht denken, weil viele Arten die es tuen sind eher grün. Oder täusche ich mich da? Könnte mir vorstellen, dass da irgendwelche Chlorophylle für verantwortlich sind (wobei die rot fluoreszieren?) oder irgendwelche anderen pflanzlichen Sekundärmetabolite die durch die eher transparenten Grüntöne besser sichtbar sind. Melanine welche die schwarz-braunen Farben zu verantworten haben sind jedenfalls wie bekannt sein dürfte ganz gute UV-Blocker. Deswegen würde ich es bei eher braun gefärbten Satyriden wie Hipparchia etc. eher nicht vermuten. Ich könnte aber auch völlig falsch liegen und totalen Stuss erzählen.

    Grüße Dennis

    Ein Teil der Satyridenraupen ist nun einmal grün - bei einigen Arten gibt es grüne und braune Varianten... Ganz so einfach ist es also nicht.

    Ein anderer Effekt betrifft die Futterpflanze.

    Brennnesseln verfärben sich unter UV Licht zB. ins dunkel violettbraune. Die grünen Raupen der proposcidalis fluoreszieren selbst nicht, fallen aber auf dem dann dunklen Untergrund deutlich auf.

    Bei haarigen Raupen können je nach Art die Spitzen der Haare glühen, und nur die Spitzen.

    Es gibt also mehrere Möglichkeiten, wie sich Raupen oder/und Untergrund unter UV verändern können. Und man kann leider nicht von einer Gruppe auf eine andere schließen.

    Daher kann nur jemand die Frage beantworten, der es konkret an einer Augenfalterraupe testet oder getestet hat

    • Offizieller Beitrag

    Ein Teil der Satyridenraupen ist nun einmal grün - bei einigen Arten gibt es grüne und braune Varianten...

    Danke für die Erinnerung, wär mir nicht aufgefallen :ironie: Ich hab auch nicht gesagt, dass deswegen alles was grün ist fluoresziert. Man kann aber zumindest an den Quellen die Andreas freundlicherweise angehängt hat sehen, dass praktisch nie Bereiche fluoreszieren, die bräunlich oder schwarz sind, sondern in der Regel grün oder gelb. Was wie gesagt nicht den Umkehrschluss zulässt. Sieht aber dann so aus als müsstest du der erste sein, der es ausprobiert, wenn niemand anders es testen kann oder will.

    Spannender Bereich,

    so spät im Jahr ließ sich nur noch Calliteara pudibunda unter UV detektieren.

    Mich würde insbesondere interessieren, ob sich folgende Schwärmer-Arten mit sehr großflächigem Futterpflanzenangebot finden lassen: Sphinx pinastri, Acherontia atropos, Agrius convolvuli, Hemaris fuciformis, H. tityus

    und der sehr seltene Daphnis nerii in trockenen Flusstalauen oder an Walnussbäumen.

    Bzw. hat jemand Acherontia atropos schon einmal in der Normallandschaft finden können (Ruderalflächen)?

    Floureszieren Eier bestimmter Arten bzw. kann man auch mit anderen Wellenlängen arbeiten (IR), um andere Inhaltsstoffe zum

    floureszieren zu bringen?

    Grüße Kai

    • Offizieller Beitrag

    Nur ganz kurz dazu noch eine Ergänzung von mir: Schwärmer-Eier sollten überwiegend gut funktionieren. U.a. M. tiliae konnte ich schon aus großer Distanz erkennen. In Peru hatte ich auch sehr gute Erfahrung zB mit Saturniiden-Eiern, die ebenfalls stark fluoreszieren. Bei den Raupen von Sphinx, Acerontia und Agrius würde ich nur partielles Fluoreszieren ähnlich wie bei den Hyles erwarten (insb. die hellen Bereiche der Raupe). Also rein vom Bauchgefühl her würde ich den glatthäutigen Raupen eine geringere Fluoreszens als denen mit rauer Oberfläche (zB Hemaris/Smerinthus/Laothoe etc) zuschreiben.

    Liebe Grüße,

    Toni

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    Hallo Kai, ich konnte im Sommer Hemaris fuciformis sehr gut damit nachweisen, Eier und auch die Raupen. Die Eier meiner Sphinx ligustri haben im UV-Licht auch sehr gut geleuchtet.

    Das werde ich nächstes Jahr mal testen. Also bei H. fuciformis. Bei anderen Funktioniert es gut.

    An dem Tag an dem ich die Sachen für meinen Ostseeurlaub gepackt habe, kam mir ein fuciformis entgegen. Es kam so ein komisches Vieh angeflogen, was Macroglossum stellatarum geähnelt hat. Es flog aber irgendwie anders und kam mir allgemein komisch vor. Ich hatte jedoch nicht meine Brille auf und konnte es nicht zu 100% identifizieren. Es flog irgendwann zu meinem Sommerflieder. Ich bin aus Interesse hingegangen und habe etwas rotes an den Flügeln gesehen. Ebenfalls waren sie durchsichtig. Als ich den Kescher holen wollte, flog es für immer weg... Die Art ist in Thüringen stark bedroht. So konnte ich keinen Nachweis/Beweis bringen. Weder als Bild, noch als Präparat. Nun steht die Art auf meiner "Nachweisen-Liste". Falls wer noch weitere Tipps hat, wäre ich froh.

    Mit freundlichen Grüßen

    Finn Küchenmeister

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