Hallo zusammen,

    mir fällt in letzter Zeit auf, dass bei Inserat immer häufiger keine Fundortangaben gemacht werden.

    Meist wird zwar das Herkunftsland genannt, dann aber nur „no futher details“ ergänzt.

    Aus meiner Sicht müsste und sollte das nicht sein, denn ohne den genauen Fundort verliert das Zuchtmaterial an wissenschaftlichem Wert. Ich finde das sehr schade.

    Oft genug kann aber sogar ich als Leser die genaue Herkunft über vorhergehende Inserate nachvollziehen. Daher denke ich, dass man mit etwas Recherche und Sorgfalt durchaus „more further details“ nennen könnte.

    Also Leute, meine Empfehlung und Bitte wäre, die Weitergabe von Zuchtmaterial mit etwas mehr wissenschaftlichem Ehrgeiz anzugehen. Nicht zuletzt hilft das auch dem Verkäufer, denn die Nachfrage und damit der Wert von Zuchtmaterial mit genauen Fundortangaben ist in der Regel höher, als „Liebhaberware“.

    Herzliche Grüße, Andreas

    Bin immer auf der Suche nach Automeris-Arten und nehme gerne neben Eiern auch kleinere Stückzahlen von Kokons ab.
    Ebenso suche ich stets interessante leere Kokons aller möglicher Arten.

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    [Anm. d. Mod.: In diesem Beitrag wurde eine markierte Passage entfernt, da sie als Verleumdung gewertet wird]

    Es ist schade, dass viele Zuchten ohne Fundortagaben angeboten werden.

    Es gibt aber die "Züchtergruppe" und die "Entomologengruppe".

    Der wissenschaftliche Wert geht bei diesen Angboten natürlich verloren.

    Anfänger erkennen noch nicht den Wert eines Herkunftsnachweises, denke aber, dass

    Viele im Laufe der Zeit ihre "Richtung" etwas abändern werden.

    Obiger Hinweis von "Maiäfervilla"-Andreas ist daher sehr geeignet zum Umdenken

    zu animieren.

    Es gibt natürlich auch ewig Gestrige [...], die den Fundort bzw. die Herkunft geheim halten wollen.

    Kenne solche Leute schon aus meiner Kindheit, die z.B. die Etiketten mit Schrift nach unten

    in die Sammlung gesteckt haben, damit wir damals "Junge" nicht ihre besten Fundorte erfahren.

    Ich find Leute wie FRANZ einfach lächerlich, der nicht unterscheiden kann zwischen wissenschaftlichen Aussagen

    und "Stänkereien". Es sind wieder die gleichen Leute die völlig ungerechtfertigt und gegen jede wissenschaftliche

    Einstellung solche Kommentare schreiben.

    • Offizieller Beitrag

    Ohne wieder eine große Diskussion zu Nebensächlichkeiten eskalieren zu lassen - aber den persönlichen Angriff hättest du dir wieder mal sparen können, Manfred. Ein neutraler Hinweis auf bestimmte Sachverhalte würde die gleichen Informationen vermitteln und du dir damit selbst einen Gefallen tun, da jeder dieser Kommentare dein Ansehen hier weiter sinken lässt...

    Franz hat in diesem Sinne vollkommen Recht, dass es sich um einen persönlichen Angriff handelt ("ewig gestrige + Namensnennung") - auch wenn er in einer womöglich berechtigten Aussage eingebettet sein mag.

    Aber damit lassen wir dieses Thema hier jetzt auch wieder - weitere Beiträge zum Thema, egal von welcher Seite, werden nicht geduldet bzw. gelöscht.

    Lieber zurück zum Hauptthema: ich kann euch hier nur voll und ganz zustimmen und würde es ebenfalls sehr begrüßen, wenn häufiger Fundorte genannt werden. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, ob oftmals in den Angeboten nur keine Fundorte angegeben werden, diese aber bekannt sind (ggf. evtl. nachträglich mitgeliefert werden) - oder ob gar keine vorhanden sind. Vermutlich letzteres (und weniger die von Manfred auch angesprochene "Geheimnistuerei"...hier könnte man ja zumindest mal eine größere geografische Einheit wie zB das Bundesland angeben, um nicht den genauen Fundort verraten zu müssen). Letztlich bestimmt aber der Markt...wenn genug Käufer bereit sind, Tiere ohne Fundorten zu kaufen, werden wohl auch zukünftig nicht mehr angegeben. Sollten die Verkäufer ihre fundortlosen Tiere allerdings nichtmehr los werden bzw. bestenfalls vllt. auf Nachfrage nach Fundorten immer häufiger Absagen erleben, wird vllt. doch ein Umdenken stattfinden...Ich jedenfalls würde prinzipiell keine fundortlosen Tiere bestellen.

    Aber letztlich zeigt es womöglich auch ein wenig, dass der wissenschaftliche Aspekt in unserem Hobby immer stärker verloren geht und Zuchten mittlerweile mehr Spaß, oder schlimmer noch, Kommerz werden...das wiederum wäre äußerst bedauerlich.

    Liebe Grüße,

    Toni

    Ja Toni, davon gehe ich aus. Dass der Kommerz Einzug hält. Ich habe mich schon mal mit nem Spezi drüber unterhalten und wir kamen Beide auf den Nenner, daß Schmetterlingszucht, vor allem die Tropischen, immer mehr zur "Haustierhaltung" ausartet. Das wäre natürlich sehr schade, da dann der Hintergrund, wie und wo die Tiere leben und wie man das eventuell auf Schutzmaßnahmen ummünzen könnte, verloren geht.

    Gruß, Heiko

    • Offizieller Beitrag

    Ich kann hier Andreas und Toni voll und ganz zustimmen. Möchte nur noch ergänzen: Wir nehmen das Thema von Moderatorenseite sehr ernst und sind bemüht dazu zu animieren möglichst genaue Fundortangaben zu machen. Die Börsenregeln schreiben eigentlich vor, dass mehr als das Land angegeben werden muss wenn es bekannt ist. Natürlich können wir nicht verhindern, dass diese Information vorsätzlich geheimgehalten und als unbekannt deklariert wird. Wir können auch nichts dagegen tun, wenn schlechte Dokumentation seitens der Züchter sehr schnell alle Angaben verloren gehen lässt. Wo möglich fordern wir aber alle Anbieter mit ungenauen Fundorten dazu auf möglichst genaue Herkunftsangaben zu machen und kontrollieren dies auch. In meinem Gefühl ist es oft Faulheit die dazu führt dass der Fundort einfach nur aus der Erinnerung eingetragen wird und man keine langen komplizierten Angaben machen will. Zusätzlich dazu dass Dokumentation natürlich auch ein gewisser Aufwand ist. Ein Teil ist aber auch an den Verkäufern, denn wie Toni sagt, er würde kein Material mit fehlenden Herkunftsangaben kaufen. Wenn alle so agieren würden, hätten wir keine fehlenden Herkunftsangaben. Einerseits plädiere ich also an die Verkäufer die Angaben bereitzustellen, andererseits aber auch an die Käufer keine Tiere zu kaufen die ungenaue Fundortangaben enthalten. Denn ich fände es ebenso schade wenn die Börse zur Zoohandlung verkommt.

    Grüße Dennis

    Ich weiß, daß ich polarisiere - aber nur so werden die anstehenden Probleme wahrgenommen und evtl.

    sogar in Angriff genommen.

    Zur Zeit sind alle entomologischen Vereine total überaltert und "Standartsammlungen" vom Totenkopffalter bis

    zum Segelfalter ständig zum Verkauf angeboten. Solche Sammlungen werden von fast allen Museen die ich

    kenne aus Platzgründen kaum mehr angenommen, zudem schon eine Vielzahl gleich gearteter Sammlungen

    eingelagert sind. Vielleicht nimmt man sie sogar an, dann aber möglicherweise wegen der Schmetterlinskästen,

    die zur Zeit kaum ausreichend zu bekommen sind.

    Sammlungen mit Tieren ohne genaue Herkunft sind völlig wertlos.

    Ich habe als Lösung für "ältere Sammler" schon einiges Material und ganze, tolle Sammlungen, unter dem

    Kastenpreis an junge, interessierte Anfänger vermittelt.

    Eine win-win Situation für beide - die Tiere werden weiter gepflegt, der "Neue" kann die Sammlung weiter ausbauen.

    Bin nicht immer (aber oft) der Böse, aber einer muß es ja sein.

    Zur Sache zurück.

    Natürlich ist es sehr sinnig die Fundorte / Herkunft anzugeben bzw. auch auf den Fundortzetteln entsprechenden zu notieren.

    Aber nach der x-ten Nachzucht ggf. zu Auffrischung mit Faltern anderer Züchter oder Arten aus "Schmetterlingshäusern" welche "Fundorte" sollen da denn noch angegeben werden?

    Lieber keine als Phantasie.

    Ich für meinen Teil bin froh über jeden, welcher in das Thema "Insekten" einsteigt und sei es am Anfang nur zur "Haustierhaltung" oder einfach weil die Tiere schön / interessant sind.

    Wie habt Ihr den Einstieg vor 30 / 40 / 50 / ? Jahren gefunden und wie seht Ihre es heute?

    Ich kenne die Hintergründe der z.T. heftigen Anfeindungen (eher persönlich als fachlich motiviert ???) nicht, aber könntet Ihr das nicht bei 3 Bier oder im Morgengrauen an einer Friedhofsmauer klären?

    • Offizieller Beitrag

    So! Ich vetrete hier mal die Fraktion der Hobbyzüchter. Ich bin selbst einer. Sein wir doch ehrlich: Die meisten Mitglieder sind nun mal Hobbyzüchter ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Das hier ist eine Plattform für alle interessierte und das wird sie auch bleiben.

    Ich notiere mir immer von wem ich was habe und veröffentliche die Namen natürlich nicht im Angebot sondern auf Nachfrage. Es ist mir aber aufgefallen das die meisten nicht danach fragen. Da ich hauptsächlich Tropenarten züchte ist mir persönlich nur wichtig welche F Generation ich kaufe. Diejenigen die Sammler sind möchten natürlich genaue Fundortdaten haben was ja auch absolut verständlich ist. Fraglich nur bei Schmetterligsfarmen was man da angeben soll. Viele haben damit Probleme das einzuordnen und schreiben lieber Details unbekannt als irgendwas unwahres reinzusetzen und das ist mir persönlich lieber. Allerdings sollte das ursprüngliche Herkunftsland einer angebotenen Art schon bekannt sein.

    Wer einen Mund hat der kann fragen! Und wenn einem die Antwort nicht genehm ist dann lässt man es bleiben. Es ist nicht immer so klar und einfach wie wir es gerne hätten.

    Auch ist mir aufgefallen das Kommerz bei einigen alle Angebote sind, die nicht ihren persönlichen Preisvorstellungen entsprechen und das hat nichts mit Herkunft zu tun.

    Nachfrage regelt das Angebot.

    Was einheimische Arten angeht bin ich absolut bei euch ich finde gerade da müssen Herkunftsangaben so genau wie möglich gemacht werden vor allem wenn aus der Natur entnommen wurde und bei Freianflügen. Da sollte es möglich sein die Angaben zu machen. Daran halten sich die meisten.

    Ich sehe hier eher das Problem bei den Fremdarten aus oben genannten Gründen.

    Ich hoffe wir können da jetzt einen gemeinsamen Konsens finden.

    Eure Carmen

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    Hallo Leute, hallo Carmen

    Ich hatte die letzte Zeit einige Papilio von Zuchtfarmen auf den Philippinen. Als Schauexemplare sehr schön.

    Von welcher Insel ? Diese Angabe wäre zumindest hilfreich. Das Land ist groß.

    Ich habe P. lowi Puppen erworben, bin mir bei den Faltern auch nicht sicher ob da nicht doch ein P. memnon reingerutscht ist.

    Die sind aber auch sehr variabel.

    Aber Carmen hat schon recht, viele Hobbyzüchter, der wissenschaftliche Aspekt ist bei vielen halt zweitrangig.

    Sinnvoll sind veröffentliche Fotos von unseren einheimischen Arten. Man weiss wann und wo die gesehen wurden. "Belegexemplare" entfallen in der heutigen Zeit wahrscheinlich auch?!

    Gruß Reiner

    • Offizieller Beitrag

    Ich denke man sollte schon so genau wie möglich sein. Ich sehe aber auch, das es dazu verleiten könnte, wenn wir das mit den Fundortdaten ausweiten auf ein absolutes Muss, also wenn wir z.B. Angebote mit Herkunft unbekannt nicht mehr freischalten würden mit das manche sich dann etwas ausdenken könnten. Und das ist wohl alles andere als das was wir erreichen wollen. Letzendlich ist es eine Vertrauensfrage. Wir können hier nur anregen, das zukünftig genauer beschrieben wird, wo Tiere oder Eier herkommen.

    Wir haben ja schon Zuchtbelege und Herkunftsnachweise. Ich finde es super das manche sogar bei Arten Zuchtbelege beifügen bei denen es nicht nötig ist. Generell finde ich das bei Freilandmaterial immer ein Beleg vorhanden sein sollte aus dem zumindest der Ort hervorgeht und das Land/Region. So kann man nachvollziegen was man bekommt.

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